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Veröffentlicht am 18.05.2026

Taffe Berliner Kommissarin

Hope Joanna
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Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Hope Joanna“ ein spannender, humorvoller, skurriler und außergewöhnlicher Krimi hervorragend gelungen.

Hope Joanna ist Polizistin bei der Berliner Polizei. Als Taekwondo-Kämpferin ...

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Hope Joanna“ ein spannender, humorvoller, skurriler und außergewöhnlicher Krimi hervorragend gelungen.

Hope Joanna ist Polizistin bei der Berliner Polizei. Als Taekwondo-Kämpferin (mit ehemals Chancen auf eine Olympiateilnahme) hat sie in manchen Ermittlungsdingen einen etwas anderen Zugang zu Recht und Ordnung. So löst sie mit ihrem etwas eigenwilligen Team in etwas eigenwilliger Art und Weise einen spannenden und stellenweise recht schrägen Kriminalfall. Hope Joanna wird als unkonventionell, frech, spritzig und taff charakterisiert und sie ist mit Berliner Humor gesegnet. Diesen Berliner „Schmäh“, den nicht nur Hope Joanna an den Tag legt, sondern auch bei den anderen ProtagonistInnen immer wieder durchschlägt, mochte ich besonders: ein wenig trocken, doch zum Schmunzeln geeignet.

Der Schreibstil des Autors ist locker und flott zu lesen. Es wurden ernste Themen im Plot eingebaut, die aber in der Aufarbeitung nicht ins Moralisierende abrutschten, was bei den angesprochenen Themen aber leicht der Fall hätte sein können.

Der Fall ist zwar abgeschlossen, doch ich könnte mir vorstellen, dass Hope Joanna mit ihrem speziellen Team durchaus einen neuen Fall zu lösen im Stande wäre. Ich würde mich über ein Wiederlesen freuen!

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem Krimi mit einer unkonventionellen, taffen Ermittlerin mit Berliner Schnauze ist, der wird mit „Hope Joanna“ fündig. Eine spannende, schräge, mitreißende und eigenwillige Kriminalgeschichte brachte mir kurzweilige Leseunterhaltung, die ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Kriminalgeschichte mit Familienanschluss

Küstenstille
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Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Küstenstille“ ein handwerklich ordentlich gemachter Krimi mit einigem an Lokalkolorit der Ostsee gut gelungen.

Man kann den Band unabhängig von den Vorgängerbänden ...

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Küstenstille“ ein handwerklich ordentlich gemachter Krimi mit einigem an Lokalkolorit der Ostsee gut gelungen.

Man kann den Band unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, doch ich kannte den Vorgängerband und so fiel es mir leichter, einige Zusammenhänge bei den handelnden Personen wiederzuerkennen, denn über weite Strecken ist dieser Krimi auch eine Familiengeschichte.

Die Kriminalgeschichte war mit einigen Wendungen versehen und so blieb es bis zum Schluss spannend, weil immer wieder neue Verdächtige auftauchten. Das Ende war für mich überraschend, aber dennoch schlüssig. Ich hatte andere Verdächtige auf dem Schirm, doch die Autorin hat mich damit an der Nase herumgeführt.

Was mir gut gefiel, war die eindrückliche Schilderung der Gegend rund um die Hohwachter Bucht und die Schilderung des dörflichen Lebens in der fiktiven Ortschaft Havgart. Auch die Idee, dem Maler Ernst Ludwig Kirchner in der Geschichte einen wesentlichen Bereich einzuräumen, fand meinen Beifall. So spannte sich die Krimihandlung aus der weiter zurückliegenden Vergangenheit bis in die Gegenwart und machte den Plot damit kurzweiliger.

Mein Fazit
Wer einen solide gemachten Krimi mit Familienanschluss vor der Kulisse der Ostsee lesen möchte, dem sei „Küstenstille“ empfohlen, wobei ich zur vorherigen Lektüre der Bände 1, 2 und 3 raten würde, um die Entwicklung der Personen besser nachvollziehen zu können.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Meerschweinchen auf Abenteuerreise

Flauschi und Schnuff büxen aus
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Meine Meinung
„Flauschi und Schnuff büxen aus“ ist ein liebevoll im Detail illustriertes Vorlesebuch, welches zusätzlich mit Texten in Reimform besticht. Mitreißende Formulierungen machen die Reise von ...

Meine Meinung
„Flauschi und Schnuff büxen aus“ ist ein liebevoll im Detail illustriertes Vorlesebuch, welches zusätzlich mit Texten in Reimform besticht. Mitreißende Formulierungen machen die Reise von Flauschi und Schnuff zu einem richtigen Abenteuer und spannende Wendungen zeichnen dieses Buch aus. Es gibt auf allen Seiten viele Einzelheiten zu entdecken und so eignet sich das Buch nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum ergänzenden eigenständigen Geschichten-Erfinden. So lässt sich die Hauptgeschichte um etliche Nebengeschichten selbständig ergänzen und spornt die Phantasie an. Bemerkenswert ist ebenso die dargestellte Freundschaft der beiden Meerschweinchen und der Mut, den die beiden an den Tag legen.

Mein Fazit
Ein liebevoll getextetes, detailreich illustriertes und spannendes Vorlesebuch, welches die Herzen der kleinen ZuhörerInnen schnell erobert!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Britische Krimispannung

Mord in der Pension Möwennest
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Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Mord in der Pension Möwennest“ ein spannender, atmosphärisch dichter und sehr britischer Krimi bestens gelungen.

Wir schreiben das Jahr 1954 in Großbritannien. Die kürzlich ...

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Mord in der Pension Möwennest“ ein spannender, atmosphärisch dichter und sehr britischer Krimi bestens gelungen.

Wir schreiben das Jahr 1954 in Großbritannien. Die kürzlich aus dem Nonnenkloster ausgetretene Nora Breen nimmt Quartier in der Pension Möwennest in Gore-on-Sea, um dort nach ihrer spurlos verschwundenen ehemaligen Mitschwester Frieda zu suchen. Auch diese hatte in der reichlich abgehalfterten Pension, die von einigen skurrilen Existenzen bewohnt wird, vor ihrem Verschwinden ein Zimmer bezogen. Nora zieht Erkundigungen zu Friedas Verbleib ein, doch bald schon wird sie mit einem mysteriösen Todesfall in der Pension Möwennest konfrontiert. Der zuständige Detective Inspector Rideout tut den Vorfall als Suizid ab, aber Nora will nicht so recht daran glauben. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten und Geheimnisse.

Der Autorin ist es meiner Ansicht nach wunderbar gelungen, ein stimmiges Bild der gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Zeit so kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Großbritannien zu zeichnen. Die von schrecklichen Kriegserlebnissen geprägten Veteranen spielen ebenso eine Rolle wie die karge Lebensmittelversorgung oder die spartanische Ausstattung mit Dingen des täglichen Lebens, angefangen bei der Kleidung oder Haushaltswaren. Die ProtagonistInnen werden stimmig in dieses Gesamtbild eingefügt und die Charakterisierungen und deren Weiterentwicklung im Laufe des Krimis fand ich ganz vortrefflich gelungen.

Auch das Flair der Pension wurde von der Autorin sehr eindrücklich geschildert. Ich sah die Szenerie sehr bildlich vor mir und konnte so manches Gruseln nicht unterdrücken.

Der Spannungsbogen wurde vom Anfang bis zum Schluss gehalten und immer neue düstere Geheimnisse, die ans Tageslicht kamen und dem Geschehen wieder eine neue Richtung gaben, hielten mich bis zuletzt in Atem.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem stimmigen, spannenden und sehr britischen Krimi ist, dem sei „Mord in der Pension Möwennest“ bestens empfohlen. Ich verbrachte kurzweilige Lesestunden und konnte tief in die Nachkriegsatmosphäre des Küstenortes eintauchen.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Pfälzer Dosensuppe mit dem gewissen Extra

Grumbeersupp
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Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Grumbeersupp“ ein heiterer und dennoch spannender Cosy Crime aufs Beste gelungen.

Ich kannte die Vorgängerkrimis aus der Reihe um das Ermittlerteam Paula Stern und ...

Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Grumbeersupp“ ein heiterer und dennoch spannender Cosy Crime aufs Beste gelungen.

Ich kannte die Vorgängerkrimis aus der Reihe um das Ermittlerteam Paula Stern und Bernd Keeser noch nicht, doch ich habe mich schon nach kurzer Zeit im Roman zurechtgefunden. Ein paar kurze Einschübe erklärten manches Wissenswerte aus den vorherigen Bänden und manches ergab sich im Laufe der Lektüre.

Der Fund eines menschlichen Fingers in einer Konserve mit Pfälzer Kartoffelsuppe - ausgerechnet im Hause der Ermittlerin Paula Stern - lässt diese Nachforschungen nach dem restlichen Körper starten. Bei ihren Ermittlungen wird sie von Bernd Keeser, einem immer hungrigen Kollegen, bestens unterstützt. Einfach gestalten sich die Ermittlungen nicht und immer, wenn es nach einer Lösung des Falles aussieht, wendet sich das Blatt.

Das sympathischen Ermittlerduo konnte nicht nur mit kriminalistischer Spannung, sondern auch mit humorvollen Dialogen und durch Einblicke in ihre jeweiligen Privatleben bei mir punkten. Was ich an diesem Krimi besonders mochte, war die nicht allzu blutrünstige Handlung, die dennoch viel Spannung und etliche Twists bot.

Auch das Pfälzische Lokalkolorit fand ich sehr ansprechend und nach Studium der Gegend auf der Karte könnte ich mir sogar vorstellen, diese Ecke Deutschlands selbst im Rahmen eines Urlaubsaufenthalt zu erkunden. Der in manchen Dialogen eingestreute Dialekt bereitete mir zusätzlich viel Spaß und brachte eine besondere Note in den Kriminalfall.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem gut eingefädelten, humorvollen und nicht allzu blutrünstigen Cosy Crime mit viel Pfälzer Lokalkolorit ist, dem sei „Grumbeersupp“ wärmstens empfohlen. Ich verbrachte spannende und heitere Lesestunden und vergebe gerne meine Leseempfehlung.

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