Bewegend, Berührend, Beeindruckend!
Die stille HeldinEnde Oktober hat Hera Lind gemeinsam mit dem Verlag Heyne den Roman „Die stille Heldin“ herausgebracht. Nach einer wahren Geschichte erzählt sie mit ruhigen Worten die Geschichte von Helene. Das Cover ...
Ende Oktober hat Hera Lind gemeinsam mit dem Verlag Heyne den Roman „Die stille Heldin“ herausgebracht. Nach einer wahren Geschichte erzählt sie mit ruhigen Worten die Geschichte von Helene. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre.
1905 wird Helene in die Ehe mit dem Unsympathen Otto gezwungen. Die Ehe ist von Gewalt geprägt. Helene gebärt sechs Kinder. Otto stirbt im Krieg und Helene steht mit den Kindern alleine da. Mit Ewald, ihrer großen Liebe, bekommt sie weitere sechs Kinder. Durch Unfälle, den Krieg und einem schlimmen Kriegsverbrechen verliert Helene fünf ihrer 12 Kinder.
Hera Lind erzählt in einem ruhigen Ton und aus der Sicht von Helene. Langsam, bewegend und zutiefst emotional empfinde ich das Gelesene. Helene tut mir am Anfang leid. Satz für Satz lerne ich sie besser kennen und Satz für Satz verdient sie sich meinen Respekt. Intensiv erlebe ich lesend die Zeit von 1905 bis 1950. Den Aufstieg und Fall der Nationalsozialisten ebenso, wie den Zweiten Weltkrieg und das Kriegsende. Besonders beeindruckt mich Helenes bedingungslose Liebe zu ihren Kindern und ihrer Familie, die sich wie ein roter Faden, durch das Buch zieht.
Alles in allem hat Hera Lind mit „Die stille Heldin“ einen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Die Geschichte von Helene bewegt beim Lesen tief und zeigt das schier kaum ertragbare Leid einer Mutter, die mit Hilfe der Liebe ein nahezu unglaubliches Schicksal erträgt. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.