Spannender Wien Krimi
Wienerberg ist bereits der vierte Band der Krimireihe rund um das Ermittlerteam Grohsman, Witt und Kettler von Mina Albich. Die einzelnen Teile lassen sich problemlos unabhängig voneinander lesen.
Worum ...
Wienerberg ist bereits der vierte Band der Krimireihe rund um das Ermittlerteam Grohsman, Witt und Kettler von Mina Albich. Die einzelnen Teile lassen sich problemlos unabhängig voneinander lesen.
Worum geht es? Ein neuer Fall für Felix Grohsman und sein Team: In der Nähe der „Spinnerin am Kreuz“ findet ein Mädchen beim Spielen einen menschlichen Knochen. Die Ermittlungen zeigen, dass das entdeckte Skelett aus jüngerer Zeit stammt, obwohl die Gegend eine düstere historische Vergangenheit als Hinrichtungsstätte hat. Felix Grohsman, seine Kollegin Joe Kettler und die Kriminalpsychologin Nicky suchen nach einem Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Schon bald stoßen sie auf erschütternde Fakten, die allerdings mehr Fragen als Antworten aufweisen.
Der Schreibstil ist fließend, bildhaft und humorvoll und überzeugt auch wieder mit einer großen Portion Wiener Charme. Die Kapitel sind recht kurz, was den Lesefluss erheblich fordert. Die Perspektiven wechseln zwischen den drei Ermittlern und es gibt noch einen Part der kleinen Mara, die den menschlichen Knochen gefunden hat. Maras Erzählstrang hat mir richtig gut gefallen.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Die zu Beginn eingefügte Personenliste erweist sich angesichts der Vielzahl an Charakteren als sehr hilfreich. Auch die privaten Einblicke, u. a. in das Leben von Felix Grohsman, lockern die Handlung auf und machen die Figuren greifbarer.
Der Fall selbst ist spannend aufgebaut, mit unerwarteten Wendungen versehen und wird erst auf den letzten Seiten vollständig aufgelöst. Ich habe wirklich bis zum Schluss mitgefiebert.
Fazit: Ein gut durchdachter und fesselnder Krimi mit historischem Bezug, brisanten Verwicklungen bis in höchste Kreise und einem überzeugenden Ermittlerteam. Absolut empfehlenswert für alle Krimifans.