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Veröffentlicht am 29.09.2018

Spannend, fesselnd, mit vielen Wendungen

Bluthaus
2 0

Bei " Bluthaus" von Romy Fölck handelt es sich um die Fortsetzung von "Totenweg".

Als sich Frida Paulsen von ihrem letzten Fall zu Hause erholt, erhält sie einen Anruf von ihrer alten Freundin Jo. Diese ...

Bei " Bluthaus" von Romy Fölck handelt es sich um die Fortsetzung von "Totenweg".

Als sich Frida Paulsen von ihrem letzten Fall zu Hause erholt, erhält sie einen Anruf von ihrer alten Freundin Jo. Diese hat in der letzten Nacht die Leiche einer Frau gefunden und nun ist sie davon überzeugt, dass man sie als Täterin in Verdacht hat.
Wenige Zeit später verschwindet Jo spurlos und Frida begibt sich auf die Suche nach ihr.
Die Spur führt Frida auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Eine Familie wurde vor vielen Jahren in diesem Haus grausam hingerichtet und den Täter hat man bis heute nicht gefunden ..

Beide Teile können unabhängig von einander gelesen werden . Der Fall ist neu und wird komplett gelöst, mit dem Privatleben der Ermittler kommt man auch mit, ohne den ersten Teil zu kennen.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Mit jeder Seite wurde sie spannender bis hin zu einem atemberaubendem Finale.
Durch die vielen Wendungen im Fall, war ich bis zum Schluß auf der falschen Fährte- wer ist gut und wer ist böse?

Besonders gefiel mir dass die Geschichte in zwei Zeitebenen spielt, die sich ein paar Mal abwechseln.
Einmal das Jahr 1997 in dem etwas in dem Bluthaus geschah ( möchte hier nicht zu viel verraten) und einmal 2017 als Jo verschwand.
Beide Stränge fügen sich gegen Ende der Geschichte zusammen bis hin zu einem stimmigen Ende.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Frida ist mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Verzweiflung , ihre Gewissensbisse und ihren Gedanken sehr gut verstehen.
Haverkorn hat eine schwere Zeit. Privat gibt es so einige Schicksalsschläge, die er verkraften muss und wird von seiner Vergangenheit eingeholt.
Jo konnte ich bis zum Schluss nicht durchschauen.

Durch die tollen Beschreibungen der Örtlichkeiten konnte ich mir die Handlungsorte sehr gut vorstellen.

Der Plot ist sehr gut durchdacht, die Geschichte ist plausibel, mit vielen Wendungen und bis zum Schluss sehr spannend.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Toller Plot, leider zu viele Längen

Unter dem Messer
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"Bei unter dem Messer" von Kelly Parsons handelt es sich um einen Thriller.


Vor Fachpublikum soll die renommierte Chirurgin Dr. Rita Wu die erste vollständig robotergesteuerte OP vorführen.
Kurz vor ...

"Bei unter dem Messer" von Kelly Parsons handelt es sich um einen Thriller.


Vor Fachpublikum soll die renommierte Chirurgin Dr. Rita Wu die erste vollständig robotergesteuerte OP vorführen.
Kurz vor der OP hört sie die Stimme von Morgan Finney, Leiter eines Biotechnologiekonzerns, in ihrem Kopf.
Er hat ihr ein Nano-Implantat injiziert wodurch er mit ihr sprechen und ihr verhalten beeinflussen kann.
Finney hat mit Rita noch eine Rechnung offen, denn er macht sie für den Tod seiner Frau verantwortlich

Der Schreibstil ist sehr gut. Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen.

Die Geschichte fängt spannend an und flacht dann leider sehr schnell ab. Gegen Ende zieht der Spannungsbogen noch einmal an und es wird sehr spannend und actionreich.

Durch die vielen medizinischen Begriffe, die teilweise sehr ausführlich beschrieben werden, stockte die Spannung.

Der Plot ist sehr gut konstruiert. Da solche Implantate und robotergesteuerte OP´s gar nicht so unwahrscheinlich sind, hat mir die Grundidee sehr zugesagt.

Die Charaktere werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Bei einigen wusste ich bis zum Schluss nicht auf welcher Seite sie stehen.

Die Atmosphäre, die während Ria´s Erzählstrang herrscht, finde ich sehr beklemmend, duster und unheilvoll. Ich konnte mit ihr richtig mitleiden, Ihre Verzweiflung, Ausweglosigkeit und Versagensängste kommen sehr gut rüber.

Die abwechselnde Perspektiven machen die Geschichte lesenswert, Immer wenn es spannend wird, kommt der nächste Protagonist zu Wort.

Ich empfehle dieses Buch an alle Leser weiter, die sich mit dem Thema der Grundidee auseinandersetzen möchten.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Nora auf der Suche nach ihrem Vater

Lied des Lebens
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Bei " Lied des Lebens" von Ann-Kristin Vinterberg handelt es sich um einen sehr tollen Roman.


Bei der Auflösung der Wohnung ihrer Mutter findet Nora Briefe eines Unbekannten. Wieso hat ihre Mutter diese ...

Bei " Lied des Lebens" von Ann-Kristin Vinterberg handelt es sich um einen sehr tollen Roman.


Bei der Auflösung der Wohnung ihrer Mutter findet Nora Briefe eines Unbekannten. Wieso hat ihre Mutter diese Briefe aufgehoben?
Sind sie von ihrem Vater und kann sie das Rätsel um die Identität ihres Vaters damit lösen?
Sie reist Hals über Kopf nach Dänemark. Dort trifft sie auf den Jazzmusiker Jonathan, der ihr Leben und ihre Pläne durcheinander bringt...

Die Geschichte wird in sich abwechselnden Zeitebenen erzählt.
Sehr gut finde ich, dass über jedem Kapitel das Datum und der Ort des Geschehens steht. So wusste ich gleich, mit welchem Erzählstrang es weiter geht.

Der Schreibstil ist sehr gut. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und der Plot ist gut konstruiert. Das Ende ist plausibel und überraschend.

Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Sie werden toll beschrieben und man lernt jeden einzelnen Stück für Stück kennen. Kann ihren Gedanken folgen und Gefühle miterleben und verstehen.

Ich habe Nora sehr gerne auf ihrem Abenteuer begleitet. Wie sie mit Hilfe von ....., der Wahrheit über ihren Vater immer Näher kommt,
Ihre Verzweiflung, innere Zerrissenheit, dass sie sich in den "Falschen" verliebt hat und ihrem inneren Kampf das richtige zu tun.

Bei dieser Geschichte wird sehr deutlich, wie es Menschen ( hier Nora) geht, die nicht wissen, wer ihr Vater ist. Sie haben ihr ganzes Leben lang, dass Gefühl dass etwas fehlt.
Ich bin froh, dass Nora endlich ihr Seelenheil gefunden hat.

Die Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich das Buch an zwei Tagen ausgelesen habe.

Die Autorin hat eine sehr emotionale Geschichte geschrieben, bei der es um Vergebung, Loslassen und Aussöhnung geht.


Autor: Ann-Kristin Vinterberg

Veröffentlicht am 17.06.2018

Spannend, schockierend, mit vielen Wendungen, nach einer wahren Begebenheit

Gleis der Vergeltung
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Bei "Gleis der Vergeltung" von Astrid Korten handelt es sich um einen Psychothriller, der tief unter die Haut geht.


Für Lynn und Benedikt soll es der schönste Tag ihres Lebens werden. Doch zu der Hochzeit ...

Bei "Gleis der Vergeltung" von Astrid Korten handelt es sich um einen Psychothriller, der tief unter die Haut geht.


Für Lynn und Benedikt soll es der schönste Tag ihres Lebens werden. Doch zu der Hochzeit kommt es nicht. Auf dem Weg zu seiner Braut verunglückt Benedikt tödlich. Sieben Jahre nach dem Unglück, bekommt Lynn einen Anruf, der sie aus der Bahn wirft. Die Anruferin rückt Benedikts Tod in ein anderes Licht.
Lynn trifft eine Entscheidung.
Als kurz danach ein Mord passiert, fällt Lynn in den Abgrund ihrer eigenen Vergangenheit.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend fand ich die Geschichte.
Erzählt wird sie abwechselnd in verschiedenen Zeitebenen. Dieser Aufbau der Geschichte hat mir sehr gefallen und ich konnte es kaum abwarten, bis ein Erzählstrang weitergeht.

Sehr gefallen hat mir, dass über jedem Kapitel, der Name der Hauptperson, bei der es in diesem Abschnitt geht und die Jahreszahl steht. So konnte ich den Erzählstrang gleich zuordnen.

Die Spannung beginnt schon auf der ersten Seite bis hin zu einem wahnsinnigen Schluss. Die vielen Wendungen, unbegreiflichen Situation, Taten machen die Geschichte sehr spannend und schockierend.
Die einzelnen Puzzleteile werden gegen Ende der Geschichte zu einem Ganzen und alle Fragen, die ich mir während dem Lesen gestellt habe, werden beantwortet.

Die Geschichte ist nach einer wahren Begebenheit. Dies macht die Geschichte sehr real und nachdenklich.

Ich möchte jetzt nicht zu viel von dem Thema erzählen, auf das die Autorin langsam hinarbeitet und möchte deshalb nur kurz erwähnen, dass das Thema leider der Wahrheit entspricht, dass viel zu wenig in den Medien darüber berichtet wird und Opfer viel zu selten zu Wort kommen.

Ich empfehle dieses Buch weiter. Astrid Korten hat mit betroffenen Menschen geredet, im Internet recherchiert, engagiert sich ehrenamtlich und spendet den Erlös aus dem Verkauf des Buches an die...... Organisation. ( Ich nenne sie absichtlich nicht, da ich sonst zu viel verrate).
Großartig, tolle Geste !!!!!!!

Veröffentlicht am 24.02.2018

Absolut empfehlenswert

Totenweg
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Mit dem Buch "Totenweg" beginnt die Autorin Romy Flöck die Krimireihe rundum die Polizistin Frida Paulsen und Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn.

Frida und Bjarne verbindet der nie aufgeklärte Mord ...

Mit dem Buch "Totenweg" beginnt die Autorin Romy Flöck die Krimireihe rundum die Polizistin Frida Paulsen und Kriminalhauptkommissar Bjarne Haverkorn.

Frida und Bjarne verbindet der nie aufgeklärte Mord an einem jungen Mädchen. Bjarne steht kurz vor seiner Pensionierung und ist besessen darauf "seinen" Cold Case noch zu lösen.
Frida fand damals die Leiche und verbirgt seither ein furchtbares Geheimnis. Achtzehn Jahre hat sie geschwiegen - bis ein weiteres Verbrechen geschieht und die Vergangenheit sie einholt.

Totenweg ist der erste Teil der Krimireihe.
Sehr gefallen hat mir, dass in diesem Buch alle offenen Fragen geklärt und alle Verbrechen aufgeklärt wurden.

Das Cover wurde sehr gut gewählt Es ist sehr übersichtlich gestaltet. Buchtitel und Name der Autorin lassen sich sehr gut lesen und der abgebildete Totenweg mit der einsamen Hütte passen zur Geschichte.
Die Schriftgröße ist genau richtig.

Der Schreibstil ist sehr gut,. Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen, die Anzahl der Personen ist überschaubar, die Namen kann man sich leicht merken
Die Spannung baut sich langsam auf bis zu einem überaus spannenden Finale.
Die Autorin hat geschickt falsche Fährten gelegt, die Charaktere so gewählt, dass ich bis kurz vor Beendigung des Buches, Jeden in Verdacht hatte etwas mit dem Mord oder sonstigen Verbrechen zu tun zu haben.
Die Personen werden sehr gut beschrieben. Man kann durch die Beschreibungen des Aussehens und durch ihre Charaktereigenschaften sehr gut mit ihnen fühlen, ihre Vorgehensweisen sind plausibel und die Erfahrungen, die die einzelnen Personen in ihrem Leben gemacht haben werden gut beschrieben. Jeder hat so seine Probleme, mit denen er lernen muss umzugehen.

Die Landschaft wird ebenfalls gut beschrieben.Während dem Lesen fühlt man sich mitten im Geschehen. Die karge Landschaft, der Überlebenskampf der Apfelbauer, die polnischen Erntehelfer ohne die ein Bauer heutzutage leider nicht mehr auskommt, das Gerede in einem kleinen Dorf- alles sehr nah an der Realität.


In dieser Geschichte werden zwei Fälle gelöst. Einmal der aktuelle Fall und dann der Cold Case. Diese zwei Fälle sind geschickt miteinander verbunden und auch die Erinnerungen, die bei Frida immer wieder hochkommen, kommen an der richtigen Stelle und sind in kursiver Schrift geschrieben.
Diese abwechselnde Erzählstränge machen die Geschichte noch spannender.


Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist plausibel, sehr interessant, zum Miträtseln und Mitfiebern.