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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannung auf höchstem Niveau, aktuell, eindringlich und absolut erschreckend

Tief
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Das Cover ist wunderschön gestaltet, stellt einen malerischen Bezug zum Bodensee her und wirkt auch herrlich mystisch. Aber für den See hat Kommissar Heinzle keinen Blick, denn im Ufergebüsch wird die ...

Das Cover ist wunderschön gestaltet, stellt einen malerischen Bezug zum Bodensee her und wirkt auch herrlich mystisch. Aber für den See hat Kommissar Heinzle keinen Blick, denn im Ufergebüsch wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. Der gefühlvolle Ermittler gerät an seine Grenzen, nicht ahnend, was noch alles auf ihn einstürzt.

Schon Rebekka Mosers erster Thriller war für mich ein Highlight, und ich denke, mit TIEF hat sie sich noch übertroffen. Es ist absolut beeindruckend, was für einen schrecklich bewegenden und dazu realen Plot sie erdacht hat, den sie so raffiniert und fesselnd erzählt, dass einem manchmal geradezu die Luft wegbleibt. Dabei wächst nicht nur das Mitgefühl für Heinzle, es erwacht auch ein teils unangenehmes Empfinden, wenn die Autorin ihrer Leserschaft auf behutsame, aber doch eindringliche Weise den Spiegel vorhält. Während sich im Verlauf der Ermittlungen die Lage so zuspitzt, das Heinzle persönlich betroffen sogar vom Fall abgezogen wird, beschreibt die Autorin absolut packend unser zutiefst konträres Empfinden zur Flüchtlingspolitik. Ich habe mich stellenweise wahrlich ertappt, jedoch nicht verurteilt gefühlt. Rebekka Moser greift sehr mutig eine brandaktuelle, zwiespältige Thematik auf, sie schreibt lebendig und fesselnd, und ihre liebenswerten Protagonisten sind echt, menschlich, auch verwundbar und dadurch absolut überzeugend. Glücklicherweise hat Heinzle den selbstbewussten, humorvollen Kollegen Dr. Senoner an seiner Seite; ohne sein Mitwirken hätte ich kaum aufatmen können.
Mit TIEF ist Rebekka Moser wieder ein rasanter, super spannender und erschreckend realer Thriller gelungen, der nicht nur undurchsichtig bis zum temporeichen Showdown bleibt, sondern auch mit einem aktuellen Bezug zur Realität punktet, was ihn wirklich ganz besonders macht! Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Atmosphärisch, dicht und super spannend, ein perfekter Krimi!

Ostseehölle
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Das wunderschöne Cover führt direkt nach Lübeck und dort zu einem grausamen Fall. Im Turm der Marienkirche wird durch Zufall eine Tote entdeckt. Pia Korritki und ihr Team stehen zunächst vor einem Rätsel, ...

Das wunderschöne Cover führt direkt nach Lübeck und dort zu einem grausamen Fall. Im Turm der Marienkirche wird durch Zufall eine Tote entdeckt. Pia Korritki und ihr Team stehen zunächst vor einem Rätsel, denn wer hatte Grund, der Frau etwas anzutun? Intensive Recherchen eröffnen Möglichkeiten, doch dann übernimmt unerwartet das LKA.

Eva Almstädt versteht es wie immer, einen klug ausgetüftelten, dichten und undurchsichtigen Plot zu weben, der ihre Leserschaft fesselt, bewegt, in die Irre führt und damit für reichlich Spannung und Gänsehaut sorgt. Auch in ihrem einundzwanzigsten Fall muss ihre Protagonistin Pia Korittki, Mutter des kleinen Felix, so einige Hürden überwinden, doch durch ihre Erfahrung, Intuition und ihr Können gelingt es ihr, dem Mörder gefährlich nahe zu kommen.
Als großer Fan der Ostsee-Reihe war ich wieder absolut begeistert vom Einfallsreichtum der Autorin, ihren lebensechten und warmherzigen Protagonisten und ihrem detailreichen und lebendigen Stil, der es ermöglicht, den Kommissaren über die Schulter zu blicken, aber auch an ihrem Leben teilzuhaben. Es ist eine gekonnte Mischung, die bei mir immer dafür sorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen kann und von einem großen Kopfkino begleitet werde. Ein unerwarteter und actionreicher Showdown sorgt für ein erlösendes Ende und bereitet schon Vorfreude auf den nächsten Fall!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Viel Tee, viele Spielfilme und ein Mäuserich, der vieles verändert

Eine Maus namens Merlin
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Das Cover ist einfach zauberhaft und herzerwärmend! Die zierliche Maus, voller Vertrauen, schläft in einem Hausschuh! Und Helen Cartwright, ehemalige Herzchirurgin und Kardiologin in Australien, verliert, ...

Das Cover ist einfach zauberhaft und herzerwärmend! Die zierliche Maus, voller Vertrauen, schläft in einem Hausschuh! Und Helen Cartwright, ehemalige Herzchirurgin und Kardiologin in Australien, verliert, nach sechzig Jahren heimgekehrt nach England, ihr Herz an sie.
Der Klappentext klingt vielversprechend nach einer wunderschönen, bewegenden Geschichte einer alten Dame, die den Kontakt zu ihrer Umwelt wiederfindet. Leider waren meine Erwartungen entweder zu hoch, oder ich fand einfach den Draht zur Geschichte nicht. Helen lebt ihr Leben geordnet mit viel Tee und Spielfilmen im TV, regelt ihren Tag und bricht, bis auf ein einziges Mal, nicht mit ihren Gewohnheiten. Simon van Booy legt Geduld an den Tag, er schreibt ruhig, gelassen und sehr detailreich. Stets habe ich erwartet, dass ein Wandel geschieht oder wenigstens etwas passiert. Aber es braucht Geduld und einen langen Atem, bis Helen aus sich herausgeht, um der kleinen Maus zu Hilfe zu eilen. Dann allerdings überschlagen sich die Geschehnisse doch auf überraschende Weise.
Ich war wirklich gebannt von der wunderbar warmherzigen Art, mit der Frauke Poolman dieses Buch liest. Sie hat eine wohltönende Stimme, die sie perfekt einsetzt, und sie war auch der Grund, warum ich bis zum Ende durchgehalten habe. Die Geschichte ist nett, ganz sicher, konnte mich aber leider nicht wirklich überzeugen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein schauriger Plot, der die düstere Spannung bis zum Ende hält!

Moorland. Die Zwillinge
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Nike und Jana, eineiige Zwillingsmädchen, machen sich an einem nebeligen Nachmittag auf den Weg ins Moor, um Fotos für ihren Social-Media-Kanal zu machen. Als sie nicht wieder auftauchen, macht sich die ...

Nike und Jana, eineiige Zwillingsmädchen, machen sich an einem nebeligen Nachmittag auf den Weg ins Moor, um Fotos für ihren Social-Media-Kanal zu machen. Als sie nicht wieder auftauchen, macht sich die Dorfgemeinschaft auf die Suche. Fündig werden sie trotz aller Anstrengung und Gefahr nicht, aber weitere seltsame Geschehnisse erschüttern die Anwohner.

Das Buch punktet mit einem wunderschönen, mystischen Cover und der Farbschnitt macht den Eindruck einfach perfekt! Und dazu hat sich Andreas Winkelmann ein Setting ausgedacht, das schauriger nicht sein könnte! Sehr eindrucksvoll und bewegend ist sein Stil, man kann die Kälte im Moor regelrecht spüren, den erdrückenden und alles verschleiernden Nebel vor sich sehen. Auch als eines der Mädchen unter mysteriösen Umständen wieder auftaucht, bleiben die weiteren Ereignisse undurchsichtig und geheimnisvoll, das zweite Mädchen bleibt verschwunden, ein Mord geschieht und Kommissarin Malia Gold, gerade erst nach Jahren wieder zu Hause angekommen, ist auf Hilfe bei der Aufklärung angewiesen.
Andreas Winkelmann schafft einen verwirrenden, mysteriösen und sehr atmosphärischen Plot, der dazu führt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann!
Ich habe allerdings beim Hörbuch zunächst einen Punktabzug angedacht, denn Charles Rettinghaus liest die Dialoge gefühlt krampfhaft verstellt, was mich eher an ein Märchen denken ließ. Ruth Sichler erstand regelmäßig als Hexe vor meinem inneren Auge, was den Hörgenuss etwas gemindert hat.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein spannender, humorvoller und warmherziger Krimi mit herrlichem Altaussee-Flair!

Letzter Landler
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Die Geige liegt zerstört im Gras (Cover), die dazugehörige Violinistin wird tot vor einer kleinen Kapelle aufgefunden. Jemand muss sie nach einem Konzert heimlich dort abgelegt haben und Verdächtige gibt ...

Die Geige liegt zerstört im Gras (Cover), die dazugehörige Violinistin wird tot vor einer kleinen Kapelle aufgefunden. Jemand muss sie nach einem Konzert heimlich dort abgelegt haben und Verdächtige gibt es in den Orchester- und Ballettkreisen reichlich. Eine echte Herausforderung für das Ermittlungsteam und Gasperlmaiers Spürnase!

Für mich sind die Gasperlmaier-Krimis etwas wirklich Besonderes! Sie vereinen spannende Fälle, intensive Recherchen, eigenwillige, aber sehr liebenswerte Protagonisten, Traditionen und das wunderbare Flair des Altausseer Landes.
Und auch in seinem neuesten Fall wird Gasperlmaier vor große Herausforderungen gestellt. Zu verzwickt ist der Fall, verworren die Details, und undurchsichtig die Verdächtigen. Es braucht schon eine gute Nase, ein Gefühl für Puzzleteilchen und den Halt und die Unterstützung einer engagierten Familie, um den Mörder zu entlarven. Ich mag die herrliche Abwechslung zwischen Arbeits- und Privatleben, und bin besonders von den humorvollen Dialogen begeistert. Herbert Dutzler versteht es, mit raffinierten Szenen und spannenden Einfällen zu fesseln, so dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann.
Auch der 13. Fall ist wieder erstklassig gelungen, spannend und liebenswert humorvoll!

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