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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Kies, Kies, Kies!

Jede Menge Kies
1

Ende September 2025 hat Erwin Kohl gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Jede Menge Kies“ herausgebracht. Cover und Titel passen perfekt zur Geschichte. Es handelt sich um den 6. Band mit ...

Ende September 2025 hat Erwin Kohl gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Jede Menge Kies“ herausgebracht. Cover und Titel passen perfekt zur Geschichte. Es handelt sich um den 6. Band mit dem Privatermittler Lukas Born. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Der Bauer Gerd Heitkamp fühlt sich bedroht und bittet Lukas Born um Hilfe. Der will erst nicht und nimmt den Auftrag dann doch an. Als er den Bauern aufsuchen will, findet er diesen ermordet vor. Interessanterweise liegt die Leiche exakt an der Stelle, an der Heitkamp zuvor gegen die Auskiesung von Ackerland demonstriert hat. Ein Zufall? Lukas Born glaubt das nicht und beginnt zu ermitteln.
Dies ist mein erster Kriminalroman mit Erwin Kohl und garantiert nicht der letzte. Er hat nur ein paar Sätze benötigt, damit mein Geist sich tief in die Geschichte versenkt. Besonders hervorzuheben ist der herrliche Humor des Autors, der seine Erzählung begleitet. Erwin Kohl ist am Niederrhein geboren und hat diese Gegend nie verlassen. Treffsicher beschreibt er den Menschenschlag und die Gegend rund um Wesel. Es macht Spaß, seinen Erzählungen zu folgen.
Der Krimi lebt von einem sauberen Spannungsbogen, gut gesetzten unerwarteten Wendungen und endet mit einem gut durchdachten Plot. Meine Fragen sind beantwortet.
Alles in allem hat Erwin Kohl mit „Jede Menge Kies“ eine Regionalkrimi vom Niederrhein auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Humor, Lokalkolorit und eine Prise Gesellschaftskritik peppen die spannende Erzählung zu einer perfekten Lektüre auf, die all jenen gefallen wird, die auf gut gemachte Regionalkrimis stehen. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2025

Vielschichtig, Komplex, Historisch!

Das schwarze Kreuz
1

Margarete von Schwarzkopf hat im September den Kriminalroman „Das schwarze Kreuz“ gemeinsam mit dem emons: Verlag herausgebracht. Das Cover ist einfach Klasse. Der Titel, die Farben, die Bildgestaltung ...

Margarete von Schwarzkopf hat im September den Kriminalroman „Das schwarze Kreuz“ gemeinsam mit dem emons: Verlag herausgebracht. Das Cover ist einfach Klasse. Der Titel, die Farben, die Bildgestaltung und das Motiv passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 9. Fall mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Anna Bentorp plant eine Reise nach Dublin. Während sie sich auf die Reise vorbereitet, findet sie einen ungeöffneten Brief. Neugierig, wie sie ist, öffnet sie ihn. Der Brief liefert Hinweise auf einen wertvollen Kirchenschatz und auf einen Mord, der im Jahr 1801 passiert sein soll. Anna übergibt den Brief den Diakon der Kirche. Dieser führt tatsächlich Grabungen durch und findet einen Teil des beschriebenen Schatzes. Dabei rückt er in das Visier eines skrupellosen Täters…
Dies ist mein erster Krimi mit Margarete von Schwarzkopf und ihrer Anna Bentorp. Es ist nicht ganz einfach, den Einstieg zu finden und so brauche ich eine Weile, bis ich in der Geschichte Fuß gefasst habe. Zwei Handlungsstränge und ein paar Nebenstränge fordern meine volle Konzentration. Dafür geizt die Autorin nicht mit Spannung. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben genieße ich alle ca. 380 Seiten. Vielschichtig, detailliert, fundiert, historisch und politisch sind die Verben, die den Krimi am besten beschreiben.
Alles in allem hat Margarete von Schwarzkopf mit „Das schwarze Kreuz“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein komplexes Rätsel in unterschiedlichen Zeiten hat und sich für Kunst interessiert, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Humorvoll, Spannend, Weihnachtlich!

Kipferl, Killer, Kerzenschein
1

Ende September 2025 hat Elke Pistor gemeinsam mit dem Verlag emons: den Weihnachtskrimi „Kipferl, Killer, Kerzenschein“ herausgebracht. Das Cover versetzt mich augenblicklich in gutgelaunte Weihnachtsstimmung ...

Ende September 2025 hat Elke Pistor gemeinsam mit dem Verlag emons: den Weihnachtskrimi „Kipferl, Killer, Kerzenschein“ herausgebracht. Das Cover versetzt mich augenblicklich in gutgelaunte Weihnachtsstimmung und macht Lust auf Kekse und Krimi. Es passt gut zur Geschichte.
Im Café von Annemarie Engel bricht eine Influencerin tot zusammen. Der Verdacht, Annemaries Gebäck sei vergiftet gewesen macht schnell die Runde. Das kann Annemarie nicht auf sich sitzen lassen und beginnt zu ermitteln. Schnell stellt sie fest: im Haifischbecken der Social-Media-Gesellschaft gibt es nichts, was es nicht gibt…
Ich hatte richtig Lust auf weihnachtliche gute Laune. Da fiel mir dieser Krimi in die Hand und vor lauter Neugier habe ich gleich angefangen zu lesen. Elke Pistor kenne ich noch nicht. Da ich gerne neue Autoren kennen lerne bin ich gespannt auf ihre Geschichte.
Schnell habe ich mich in den lebendigen und humorvollen Schreibstil der Autorin eingelesen. Annemarie Engel ist mir super sympathisch. Eine Konditorin, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Beim Lesen bekomme ich richtig Lust, ihre Leckereien zu probieren. Und zwar am liebsten einfach alle. Herzlich gelacht habe ich über die Namen der Influencer. Die Autorin hat einfach einen köstlichen Humor! Und einen Sinn für Spannung. Annemaries Ermittlungen verfolge ich mit großem Interesse. Den Krimistrang empfinde ich als spannend und ehe ich mich versehe bin ich bereits nach ca. 256 Seiten am Ende angelangt. Dabei habe ich das Buch gar nicht aus der Hand gelegt, denn es war einfach immer spannend und lustig.
Als besonderes Leckerli finde ich auf den letzten Seiten einen Adventskalender zum Selberbacken mit Rezepten. Das macht Spaß und gute Laune.
Alles in allem hat Elke Pistor mit „Kipferl, Killer, Kerzenschein“ einen humorvollen Weihnachtskrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er nimmt die Social-Media-Super-Mamas-und-Papas auf die Schippe und versüßt dem Leser das Warten auf das Christkind. Von mir bekommt sie 5 gezuckerte Lesesterne und eine weihnachtlich geschmückte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Mörderische Eifel!

Eifelschatten
1

Im September hat der Autor Andreas J. Schulte gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Eifelschatten“ herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt ...

Im September hat der Autor Andreas J. Schulte gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Eifelschatten“ herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 5. Band mit dem Ermittler Paul David. Er ist ohne Vorkenntnisse lesbar.
Am Laacher See wird ein Mann erschlagen aufgefunden. Sein Wohnmobil ist völlig verwüstet. Paul David und Linda Becking übernehmen die Aufklärung des Falles, der sich als nicht ganz einfach herausstellt. Schnell finden sie die ersten Hinweise auf eine alte Geschichte. Im Jahr 1942 versank ein britischer Bomber im Laacher See. An Bord ein wertvoller Silberschatz. Die Ermittler scheinen gut voranzukommen. Dann geschieht ein weiterer Mord.
Es hat nicht lange gedauert und Andreas J. Schulte hat mich geistig in die Eifel gebracht. Recht schnell habe ich mich in seinen Schreibstil eingelesen. Die Eifel ist atmosphärisch gut beschrieben und erinnert mich an die gemeinsamen Urlaube mit meinem Mann in der Umgebung rund um den Laacher See.
Die Persönlichkeiten Paul und Linda nehmen in meinem Kopf schnell Gestalt an. Im Laufe der Geschichte werden sie lebendig. In ihren Ermittlungen wird klar, dass ihnen kein Rätsel zu schwierig ist. Gut gefällt mir die Art und Weise, wie sie miteinander arbeiten.
Der Kriminalfall startet mit einem Prolog, der eine Geschichte aus 1942 erzählt. 75 Jahre später startet dann das erste Kapitel. Über ca. 254 Seiten beschäftigt der Autor Paul und Linda mit der Mördersuche. Im Geiste bin ich bei Ihnen und rätsele fleißig mit. Am Ende überrascht der Autor mich mit einer unerwarteten Wendung. Zu jeder Zeit empfinde ich den Krimi als spannend.
Alles in allem hat Andreas J. Schulte mit „Eifelschatten“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Jeder der Lust auf ein spannendes Rätsel hat und der sich mit der Deutschen Geschichte nach 1945 auseinandersetzen möchte, ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Spannend, Historisch, Unterhaltsam!

Die wilden Jahre
1

Im November 2025 hat die Autorin Susanne Goga gemeinsam mit dem Verlag Heyde den historischen Roman „Die wilden Jahre“ herausgebracht. Cover und Titel passen gut zur Geschichte. Susanne Goga kenne ich ...

Im November 2025 hat die Autorin Susanne Goga gemeinsam mit dem Verlag Heyde den historischen Roman „Die wilden Jahre“ herausgebracht. Cover und Titel passen gut zur Geschichte. Susanne Goga kenne ich noch nicht. Da ich gerne historische Romane lese und stets neugierig auf neue Autoren bin, habe ich gleich zugegriffen.

Es ist das Jahr1919. Thora und Hannes sind Geschwister und gehören der wohlhabenden Fabrikantenfamilie Bernrath an. Die Geschichte spielt im Rheinland. Der erste Weltkrieg ist beendet und in Europa herrschte eine neue Ordnung. Thora träumt von den Brettern, die die Welt bedeuten und beginnt ein Schauspielstudium in Düsseldorf. Hannes, der eigentlich Architektur studieren wollte, kommt orientierungslos aus dem Krieg und wird wegen Mordverdacht verhaftet. Anstatt sich zu wehren, schweigt er. Thora, die ihrem Bruder helfen möchte, findet in seinem Zimmer Gedichte von Eichendorff mit Markierungen der Worte „Adler“ und „Vulkan“. Sie fragt nach den Hintergründen und ehe sie sich versieht, entdeckt sie das geheime Leben ihres Bruders und begreift, dass sie ihn aus dem Gefängnis befreien muss. Mit allen Mitteln.

Nur ein paar Sätze hat es gedauert und ich bin tief in die Geschichte eingetaucht. Mit ihrem packenden Schreibstil macht die Autorin es mir leicht und ehe ich mich versehe, befinde ich mich in der Zeit 1919 im Rheinland bei Thora und Hannes. Geschickt führt sie mich durch die Jahre und erzählt nebenbei von politischen Ereignissen. Sie frischt mein geschichtliches Wissen auf und ergänzt es, wo nötig.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben genieße ich die Geschichte. Sie ist durchgehend spannend. Meine Fragen sind beantwortet und von den ca. 440 Seiten habe ich keine einzige als überflüssig empfunden.

Alles in allem hat Susanne Goga mit „Die wilden Jahre“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Eine spannende Geschichte, ein literarischer Ausflug in das Rheinland nach dem ersten Weltkrieg und eine Geschichte über Liebe, Loyalität und Hoffnung sorgen für ein Lesevergnügen der besonderen Art. Von mir bekommt die Autorin 5 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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