Wenn Schafe ermitteln...
GlennkillAn sich finde ich Krimis, in denen Tiere ihren ermittlerischen Spürsinn beweisen können, ganz spannend. Und so bin ich also zu Glennkill gekommen. Vor allem hat der Trailer zum Kinofilm hier auch mein ...
An sich finde ich Krimis, in denen Tiere ihren ermittlerischen Spürsinn beweisen können, ganz spannend. Und so bin ich also zu Glennkill gekommen. Vor allem hat der Trailer zum Kinofilm hier auch mein Interesse geweckt.
Als der Schäfer George eines Tages tot auf seiner Wiese aufgefunden wird, ist für seine Schafe rund um Miss Maple schnell klar, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Und so versuchen sie alle Spuren, Erlebnisse und Erinnerungen zusammenzuführen und so dem Täter auf die Spur zu kommen.
Und so lernt man im Krimi die einzelnen Schafe als Individuen auch mit ihren ganz eigenen Geschichten und Marotten kennen. So gleicht die Geschichte aber leider auch stellenweise mehr einer Aneinanderreihung von einzelnen Geschichten, als dass der rote Faden der Mordermittlung wirklich immer eindeutig klar ist. Das Miteinander in der Herde ist durchaus unterhaltsam. Aber der Krimianteil war für mich als CozyCrime-Fan doch auch etwas zu seicht. Und der Mörder wurde dann doch sehr abrupt gestellt.
Die Autorin Leonie Swann hat es gewagt, hier Schafe in die Rolle von Ermittlern in einem Mordfall zu stecken. Und wer gern Geschichten liest, in denen Tiere die Hauptrolle spielen, wird sich bestimmt auch gut unterhalten fühlen. Aber man sollte nicht zu viel von dem „Krimi“ erwarten.