Cover-Bild Das Bettelmädchen
Band 1 der Reihe "Henriette Arendt ermittelt"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 02.04.2026
  • ISBN: 9783492068314
Helene Winter

Das Bettelmädchen

Kriminalroman | Spannender und bewegender historischer Krminalroman, inspiriert von wahren Begebenheiten

In »Das Bettelmädchen«, dem Auftaktband zu ihrer packenden historischen Krimireihe, präsentiert Helene Winter eine faszinierende Ermittlerfigur: Henriette Arendt, genannt Schwester Henny, die realhistorische erste Polizeiassistentin Deutschlands, die zur erfolgreichen Privatdetektivin wird. Der Schutz von Kindern hat für sie oberste Priorität, eine Aufgabe, der sie mit Mut, Entschlossenheit und kriminalistischem Spürsinn nachgeht.

Stuttgart, 1906: Verzweifelt setzt ein junges Mädchen, Sophie, das zur Bettelei gezwungen wird, all seine Hoffnung auf Schwester Henny. Die energische Polizeiassistentin ist bekannt für ihre Sorge um die Schwächsten der Gesellschaft, kämpft jedoch mit der Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten. Erst in der forschen Mitzi, die nur Hennys energisches Eingreifen davor bewahrt hat, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine Mitstreiterin. Als Mitzi eine Wohnung entdeckt, in der immer wieder verwahrlost aussehende Kinder auftauchen, vermutet Henny Kinderhandel und wagt einen gefährlichen Plan, die Drahtzieher zu überführen.

Wer mehr erfahren möchte über mutige Frauen der Geschichte, deren Leistungen allzu oft vergessen wurden, kann in diesem spannenden und atmosphärischen historischen Kriminalroman eine beeindruckende Frau wiederentdecken: Henriette Arendt, deren außergewöhnliches Leben Inspiration war für diese neue historische Krimireihe von Helene Winter. 

Wie die historische Henriette Arendt kann auch Helene Winters Romanfigur Schwester Henny nicht tatenlos zusehen, wenn Kinder Hilfe brauchen. Davon, ob ihre – männlichen – Vorgesetzten das nun gutheißen oder nicht, lässt sie sich nicht aufhalten. Und so kämpft Henny bald nicht nur gegen die Kriminellen, die hinter Sophies Schicksal stehen, sondern zugleich gegen den erbitterten Widerstand von Behörden, Kirchenvertretern und Stadtoberen, denen die beherzte Frau, die ihnen mit deutlichen Worten den Spiegel vorhält, ein Dorn im Auge ist. 

Beklemmend authentisch und düster atmosphärisch – in »Das Bettelmädchen« führt Helen Winter ihre Leser:innen in düstere Straßen und heruntergekommene Hinterhöfe des historischen Stuttgarts am Anfang des 20. Jahrhunderts. Gebannt verfolgt man das Schicksal der tapferen Sophie und ihre verzweifelten Versuche, Schwester Henny zu kontaktieren – ihre letzte Hoffnung. Und fasziniert wird man Zeuge, wie aus Schwester Henny, Polizeiassistentin, die Privatdektivin Henriette Arendt wird. Eine Frau mit einer Mission!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Mutige Frauen und echte Vorbilder

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Ich hatte bisher noch nicht von Schwester Henny gehört, welche Schande, da ich selbt gebürtig aus der Nähe von Stuttgart komme und eine Ausbildung als Krankenschwester habe! das wollte ich nun aber schnell ...

Ich hatte bisher noch nicht von Schwester Henny gehört, welche Schande, da ich selbt gebürtig aus der Nähe von Stuttgart komme und eine Ausbildung als Krankenschwester habe! das wollte ich nun aber schnell ändern und muss sagen, dass diese tolle Frau ein echtes Vorbild ist und die Frauen im Buch generell sehr mutig und stark sind und für ihre Träume einstehen!

Inhaltlich führt das Buch nach Stuttgart ums Jahr 1906: Verzweifelt setzt ein junges Mädchen, Sophie, das zur Bettelei gezwungen wird, all seine Hoffnung auf Schwester Henny. Die energische Polizeiassistentin ist bekannt für ihre Sorge um die Schwächsten der Gesellschaft, kämpft jedoch mit der Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten. Erst in der forschen Mitzi, die nur Hennys energisches Eingreifen davor bewahrt hat, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine Mitstreiterin. Als Mitzi eine Wohnung entdeckt, in der immer wieder verwahrlost aussehende Kinder auftauchen, vermutet Henny Kinderhandel und wagt einen gefährlichen Plan, die Drahtzieher zu überführen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil ist so locker und leicht, da sind die Seiten nur so dahin geflogen und ich konnte das Buch sowieso kaum zur Seite legen, da ich immer mehr über diese tollen, mutigen Frauen erfahren wollte! Von Anfang an ist man ganz in der vergangenen Zeit gefangen und erlebt mit Henny, Sophie und Mitzi am eigenen Leib förmlich mit, wie es ist eine Frau in dieser Zeit zu sein! Das Buch wird aus Sicht dieser genannten drei Frauen erzählt, alle sind ganz unterschiedlich vom Charakter und doch eint sie alle der Mut, an ihrer Situation etwas zum Besseren ändern zu wollen! Sophie möchte ihrem Peiniger entfliehen, Mitzi kämpft für bessere Bedingungen der Schankfrauen und Schwester Henny kämpft für all die Kinder und Frauen die ein schlechtes Leben haben und steht für die Schwächsten der Gesellschaft auf!

Ich fand das Buch einfach nur toll! So mitgezogen hat mich eine Geschichte lange nicht mehr wie diese. So spanend und interessant und zugleich emotional fiebert man mit jeder einzelnen Protagonistin mit und lernt ganz nebenbei noch unglaublich viel über die damalige Zeit kennen. Ich bin einfach nur begeistert und finde, diese Frauen kann man sich wirklich zum Vorbild nehmen, was Mut, der Glaube an Veränderung und die Empathie für schächere Menschen angeht! Ich freue mich schon sehr auf den nächten Teil und kann diesen kaum erwarten!

Fazit: Ein richtiges Highlight, das ich nur weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Beeindruckend realistisch., und erschreckend zugleich

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Beeindruckend realistisch., und erschreckend zugleich. Henriette Arendt, genannt Schwester Henny, ist die erste Polizeiassistentin Deutschlands. Sie kümmert sich um Frauen und KInder. Die Geschichte spielt ...

Beeindruckend realistisch., und erschreckend zugleich. Henriette Arendt, genannt Schwester Henny, ist die erste Polizeiassistentin Deutschlands. Sie kümmert sich um Frauen und KInder. Die Geschichte spielt um 1906 in Stuttgart. Kinder werden verkauft, Frauen die alleine unterwegs, sind von Polizisten aufgegriffen. Diese Frauen werden dann untersucht und als Huren abgestempelt. Sophie ist so ein Kind. Sie muss mit einem Mann betteln. Ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Was mussten weibliche Menschen doch erleiden. Vorallen, wenn man bedenkt, dass diese Verfahren nicht erfunden sind, sondern Realität. Henriette Arendt gab es wirklich.
Im zweiten Band, der im Dezember erscheint, wird sie als Detektivin weiter ermitteln.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

wunderbarer Lesestoff

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Schwester Henny ist 1906 die erste weibliche Polizeiassistentin in Deutschland. Ein Job für den sie brennt, der ihr aber auch viel abverlangt. Denn sie will mehr als nur die Anstandsdame bei der ärztlichen ...

Schwester Henny ist 1906 die erste weibliche Polizeiassistentin in Deutschland. Ein Job für den sie brennt, der ihr aber auch viel abverlangt. Denn sie will mehr als nur die Anstandsdame bei der ärztlichen Untersuchung der Frauen auf Geschlechtskrankheiten sein. Henny sieht hinter die Kulissen, will nicht nur klarstellen, dass diese Frauen sich erst durch Männer infiziert haben und es die Männer sind, die diese Krankheit auch in ihre Familien bringen. Denn bisher sieht der Paragraf 361 Absatz 6 nur die Bestrafung der Frauen vor. Gleichzeitig sieht Henny aber auch das Elend der unehelichen Kinder, deren Mütter gesellschaftlich geächtet und viele von ihnen einem grausamen Schicksal entgegensehen. So auch das Bettelmädchen Sophie, dessen Zuhälter sie zwingt, unter Vortäuschung von Versehrtheit, das Mitleid der Mitmenschen zu erwecken oder auch diese zu bestehlen. Das stellt aber erst den Anfang ihres traurigen in der Abwärtsspirale befindlichen Lebens dar.
Im Buch halten sich die Schilderungen um Hennys schwierigen Stand im Job, ihren Visionen und ihrem Kampf für mehr Frauenrechte die Waage mit den Ausführungen, wie Sophies Leben weitergeht. Das Mädchen hat mir unwahrscheinlich leidgetan. Gleichzeitig hat es aber auch vermittelt, wie wichtig Hennys Kampf für die Rechte der Frauen ist. Der Autorin gelingt es sehr eindringlich zu schildern, welche Widerstände auf Hennys Vorschläge treffen. Schlimmer noch, je mehr sie sich für die Frauen einsetzt, um so mehr steht sie im Focus der Kritik bei ihren Chefs. Aber es gab damals noch andere Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen. Ich hatte bisher nie davon gehört, dass Kellnerinnen keinen Lohn erhielten. Für sie war das Trinkgeld die Bezahlung.
Eines habe ich beim Lesen gemerkt: wie intensiv Helene Winter sich mit der Materie im Vorfeld befasst haben muss. Mich hat dieser erste Teil auf jeden Fall überzeugt und darum gibt’s von mir 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Für das Recht der Frauen

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Als erste Polizeiassistentin schrieb Schwester Henriette Arendt Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland Geschichte. Für Henny ein Job, an dem ihr Herz hängt, denn sie will mehr sein, als nur eine Anstandsdame ...

Als erste Polizeiassistentin schrieb Schwester Henriette Arendt Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland Geschichte. Für Henny ein Job, an dem ihr Herz hängt, denn sie will mehr sein, als nur eine Anstandsdame bei der Untersuchung von Frauen, die durch die Polizei aufgegriffen wurden. Und so sieht sie auch immer wieder die armen Kinder, die in die Elend aufwachsen müssen, wenn ihre Mütter so durch die Gesellschaft geächtet werden,

In der Geschichte „Das Bettelmädchen“ von Helene Winter lernt man den Arbeitsalltag von Schwester Henny, wie sie von allen genannt wird, kennen und erlebt ihren Arbeitsalltag und die Widrigkeiten, mit denen sie täglich zu kämpfen hat, um Frauen und Kinder zu schützen. So lernt sie auch eines Tages das Bettelmädchen Sophie kennen, das durch ihren Zuhälter entstellt und zur Bettelei gezwungen wird. Doch allein im Kampf gegen die Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten verliert sie zusehends den Mut und die Kraft. Als sie eines Tages die junge Mitzi davor bewahren kann, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine mutige Mitstreiterin.

Der Autorin gelingt es wirklich sehr gut, das aufregende Leben von Henny zu erzählen. Man spürt, wie sehr sich Henny in ihrem Herzensprojekt aufreibt und merkt doch auch gleich, wie aktuell die Herausforderungen auch heute noch für Frauen sind. Spannend war für mich auch der Einblick in das Leben der Frauen zu dieser Zeit, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollten oder sogar mussten.

Auch wenn der Titel und der Klappentext auf ein Bettelmädchen hinweisen, bei dem es sich augenscheinlich um Sophie handeln soll, steht dieses Mädchen doch hier nicht im Fokus. Vielmehr ist es Schwester Henny, um die es sich in der Geschichte dreht. Und irgendwie bekommt man das Gefühl, dass auch Mitzi hier zukünftig eine entscheidende Rolle spielen soll.

Ich muss sagen, dass dies zunächst etwas irritierend war, aber ich habe die Geschichte sehr gern gelesen. Wer also gern spannende Geschichten über starke Frauen liest, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Henriette Ahrendt und ihr Einsatz für Kinder

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"Das Bettelmädchen" von Helene Winter ist ein historischer (Kriminal)roman, der und eine mutige Frau aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts nahebringt.

Stuttgart 1906: Hauptprotagonistin des Romans ist Schwester ...

"Das Bettelmädchen" von Helene Winter ist ein historischer (Kriminal)roman, der und eine mutige Frau aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts nahebringt.

Stuttgart 1906: Hauptprotagonistin des Romans ist Schwester Henny, die der historisch belegten Henriette Ahrendt nachempfunden wurde. Henny ist Polizeiassistentin setzt sich für Frauen und vor allem für Kinder ein, was wiederum ihre männlichen Vorgesetzten, Kirchenvertreter und den Gemeindewaisenrat erbost. Sie wird schikaniert, wo es nur geht, muss endlose Listen über ihre Tätigkeit erstellen und sich immer wieder rechtfertigen.. Im Verlauf ihrer Tätigkeit begegnet sie Mitzi und bewahrt sie davor, als Prostituierte abgestempelt zu werden. In ihr findet sie Unterstützung. Henny stößt auch auf das Schicksal von Sophie, dem Bettelmädchen, die von einem Mann zur Bettelei gezwungen wird.

Der Roman, den ich eher als historischen Roman als als historischen Kriminalroman bezeichnen würde, lässt sich flüssig und angenehm lesen. Helene Winter schildert die Protagonistinnen lebensecht, besonders Henny mit ihrem Mut und ihrem Durchhaltevermögen wird gut beschrieben und zieht in die Geschichte. Mir waren Henny und Mitzi äußerst sympathisch. Winter bringt uns das Schicksal der vielen Kinder nah, die verkauft werden und für die sich Henny im Verlauf ihres Lebens einsetzt. Die Autorin hat gekonnt Tatsache und Fiktion miteinander verbunden, sodass es mir nicht langweilig wurde und ich den Roman recht schnell durchgelesen hatte. In ihrem Nachwort erklärt die Autorin, was den Tatsachen entspricht und wo Fiktion eingearbeitet wurde.

Ohne Frauen wie Henriette Ahrendt stünden wir heute nicht da, wo wir sind, gerade was die Rechte von Kindern betrifft.

Von mir bekommt der Roman solide 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber
innen historischer Romane!

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