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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2026

Nicht nur die heile Zirkuswelt...

A Million Stars Above
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„A Million Stars Above“ ist der erste Teil des Zweiteilers von Ayla Dade über den Sky-Circus. Die Idee von einer spannenden und unterhaltsamen Zirkusgeschichte hat mich sofort gepackt, als ich das Buch ...

„A Million Stars Above“ ist der erste Teil des Zweiteilers von Ayla Dade über den Sky-Circus. Die Idee von einer spannenden und unterhaltsamen Zirkusgeschichte hat mich sofort gepackt, als ich das Buch gekauft habe.

Unter dem Titel „Himmel trifft Hölle“ sind die Luftakrobatin Heaven und der Kraftakrobat Hell die zentralen Figuren in dieser Geschichte. Heaven hat ihr Leben lang bereits um die Anerkennung ihrer Mutter gekämpft und war doch nie gut genug für sie. Doch durch den Unfall der Starartistin steht sie plötzlich im Fokus des Interesses und bekommt die Chance, selbst der Star in der Manege zu werden, an der Seite von dem geheimnisvollen Helix, genannt Hell.

Wird es Heaven gelingen, sich vor allen zu beweisen?

Wer in diesem Buch eine buntgezeichnete Zirkuswelt erwartet, wird enttäuscht werden. Vielmehr dreht es sich hier um teilweise doch sehr düstere Geschichten, toxische Beziehungen und Geheimnisse, die beide Protagonisten mit sich herumtragen.

Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Anfänglich war dies doch etwas zäh, weil die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch als sich die beiden immer mehr annähern, konnte ich das Buch doch fast nicht mehr aus der Hand legen. Man spürt die Anziehung zwischen den beiden ganz besonders. Und auch die richtige Portion Spice gibt sein Übriges dazu, auch wenn man erst gegen Ende das Gefühl bekommt, dass das zwischen den beiden mehr sein könnte, als nur pure Begierde.

Die Autorin schafft es wunderbar, den Zirkus, die Show-Auftritte und auch das Miteinander der Figuren so bildlich zu beschreiben, dass das Kopfkino ordentlich zu tun bekommt. Doch der Cliffhanger zum Ende lässt nur umso mehr darauf hoffen, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren im zweiten Teil hoffentlich nicht verloren geht.

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Veröffentlicht am 07.07.2026

Wer wollte nicht schon immer in sein Lieblingsbuch reisen?

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Wer hat nicht schon mal davon geträumt, Teil seines Lieblingsbuches zu werden? Nicht nur zwischen den Zeilen, sondern wahrhaftig mittendrin. Natürlich darf man nicht eingreifen oder etwas verändern.

Ein ...

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, Teil seines Lieblingsbuches zu werden? Nicht nur zwischen den Zeilen, sondern wahrhaftig mittendrin. Natürlich darf man nicht eingreifen oder etwas verändern.

Ein kleiner geheimnisvoller Buchladen in London, die Libronautic Inc. bietet zahlungskräftigen Kunden genau diese Möglichkeit. Die sogenannten Libronauten führen ihre Kunden in das jeweilige Lieblingsbuch. Dafür ist jedoch die Erstauflage des Werkes notwendig.

Adam ist einer der Libronauten und soweit er sich erinnern kann, hat er immer schon in der Buchhandlung gelebt. Auf den Weg in „Der Vampyr“ geht ihm plötzlich sein Kunde verloren, den er vor einer merkwürdigen Tür wiederfindet, als plötzlich der Vampyr auftauch. Auf der nächsten Reise, die Adam allein mit einer Kundin in die Nibelungensage unternimmt, verschwindet auch diese Kundin. Auch Sie findet Adam vor einer mysteriösen Tür wieder.

Als er dann eines Nachts, die anderen Libronauten dabei überrascht, wie diese einen Zwerg aus der Saga in den Keller führen wollen, ist er sich sicher, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Als er dem Zwerg zur Flucht verhilft, weiß er schnell, dass er dieser Spur folgen muss. Und so trifft er auf Elisa, die Tochter einer Gründerin von Libronautic Inc. Und er lernt auch den dritten Gründer kennen. Zusammen mit Zwergen und Elfen machen sie sich auf die Suche nach Elisas verschollener Mutter.

Die Entwicklung, die die Figuren in der Geschichte nehmen, ist wirklich schön anzusehen und glaubhaft gestaltet. Man erlebtspannende Romanbesuche und so endet der erste Teil „Ein Weg aus Tinte und Magie“ mit einem Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

Akram El-Bahay schafft mit „Die Buchreisenden“ eine Geschichte, die nicht dem klassischen Fantasie-Genre entspricht. Vielmehr regt die Geschichte die eigene Fantasie an und lädt nicht nur Leser zum Verweilen ein, die Bücher lieben.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Wenn Schafe ermitteln...

Glennkill
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An sich finde ich Krimis, in denen Tiere ihren ermittlerischen Spürsinn beweisen können, ganz spannend. Und so bin ich also zu Glennkill gekommen. Vor allem hat der Trailer zum Kinofilm hier auch mein ...

An sich finde ich Krimis, in denen Tiere ihren ermittlerischen Spürsinn beweisen können, ganz spannend. Und so bin ich also zu Glennkill gekommen. Vor allem hat der Trailer zum Kinofilm hier auch mein Interesse geweckt.

Als der Schäfer George eines Tages tot auf seiner Wiese aufgefunden wird, ist für seine Schafe rund um Miss Maple schnell klar, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Und so versuchen sie alle Spuren, Erlebnisse und Erinnerungen zusammenzuführen und so dem Täter auf die Spur zu kommen.

Und so lernt man im Krimi die einzelnen Schafe als Individuen auch mit ihren ganz eigenen Geschichten und Marotten kennen. So gleicht die Geschichte aber leider auch stellenweise mehr einer Aneinanderreihung von einzelnen Geschichten, als dass der rote Faden der Mordermittlung wirklich immer eindeutig klar ist. Das Miteinander in der Herde ist durchaus unterhaltsam. Aber der Krimianteil war für mich als CozyCrime-Fan doch auch etwas zu seicht. Und der Mörder wurde dann doch sehr abrupt gestellt.

Die Autorin Leonie Swann hat es gewagt, hier Schafe in die Rolle von Ermittlern in einem Mordfall zu stecken. Und wer gern Geschichten liest, in denen Tiere die Hauptrolle spielen, wird sich bestimmt auch gut unterhalten fühlen. Aber man sollte nicht zu viel von dem „Krimi“ erwarten.




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Veröffentlicht am 08.05.2026

Für das Recht der Frauen

Das Bettelmädchen
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Als erste Polizeiassistentin schrieb Schwester Henriette Arendt Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland Geschichte. Für Henny ein Job, an dem ihr Herz hängt, denn sie will mehr sein, als nur eine Anstandsdame ...

Als erste Polizeiassistentin schrieb Schwester Henriette Arendt Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland Geschichte. Für Henny ein Job, an dem ihr Herz hängt, denn sie will mehr sein, als nur eine Anstandsdame bei der Untersuchung von Frauen, die durch die Polizei aufgegriffen wurden. Und so sieht sie auch immer wieder die armen Kinder, die in die Elend aufwachsen müssen, wenn ihre Mütter so durch die Gesellschaft geächtet werden,

In der Geschichte „Das Bettelmädchen“ von Helene Winter lernt man den Arbeitsalltag von Schwester Henny, wie sie von allen genannt wird, kennen und erlebt ihren Arbeitsalltag und die Widrigkeiten, mit denen sie täglich zu kämpfen hat, um Frauen und Kinder zu schützen. So lernt sie auch eines Tages das Bettelmädchen Sophie kennen, das durch ihren Zuhälter entstellt und zur Bettelei gezwungen wird. Doch allein im Kampf gegen die Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten verliert sie zusehends den Mut und die Kraft. Als sie eines Tages die junge Mitzi davor bewahren kann, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine mutige Mitstreiterin.

Der Autorin gelingt es wirklich sehr gut, das aufregende Leben von Henny zu erzählen. Man spürt, wie sehr sich Henny in ihrem Herzensprojekt aufreibt und merkt doch auch gleich, wie aktuell die Herausforderungen auch heute noch für Frauen sind. Spannend war für mich auch der Einblick in das Leben der Frauen zu dieser Zeit, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollten oder sogar mussten.

Auch wenn der Titel und der Klappentext auf ein Bettelmädchen hinweisen, bei dem es sich augenscheinlich um Sophie handeln soll, steht dieses Mädchen doch hier nicht im Fokus. Vielmehr ist es Schwester Henny, um die es sich in der Geschichte dreht. Und irgendwie bekommt man das Gefühl, dass auch Mitzi hier zukünftig eine entscheidende Rolle spielen soll.

Ich muss sagen, dass dies zunächst etwas irritierend war, aber ich habe die Geschichte sehr gern gelesen. Wer also gern spannende Geschichten über starke Frauen liest, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Cinderella lässt grüßen

Nächte im Savoy -
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„Nächte im Savoy – Die Liebe eines Dukes“ ist der erste Teil aus der Nächte im Savoy-Reihe von Autorin Laura Lee.

Als eines Tages Max, der Duke of Westbourne, in ihrer Buchhandlung steht und Evie vorschlägt, ...

„Nächte im Savoy – Die Liebe eines Dukes“ ist der erste Teil aus der Nächte im Savoy-Reihe von Autorin Laura Lee.

Als eines Tages Max, der Duke of Westbourne, in ihrer Buchhandlung steht und Evie vorschlägt, aus ihr die begehrteste Schönheit der Ballsaison zu machen, um eine Wette zu gewinnen, wirft sie ihn empört hinaus. Doch als ihre Buchhandlung plötzlich von einem Wasserschaden zerstört wird, überlegt es sich Evie doch, sich auf diese Wette einzulassen. Max führt sie in die Gesellschaft ein, finanziert ihr den Aufenthalt im Savoy, kleidet sie ein und gibt ihr persönliche Tanzstunden.

Die Autorin erzählt Ende des 19. Jahrtausends in London eine Cinderella-Geschichte. Vorsichtige Annäherungen, dezenter Humor und dann... Ob sich die beiden Protagonisten finden, das findet ihr am besten selbst heraus.

Anfangs habe ich nur schwer den Zugang zur Geschichte gefunden, doch als Evie und Max aufeinander treffen, merkt man schnell, da geht noch einiges. Auch die anderen Figuren sind gut gewählt und passen überzeugend zur Geschichte. Man muss zwar sagen, dass der ein oder andere Zufall doch schon etwas konstruiert wirkt, doch einfach zu dieser Art von Roman gehört.

Der Roman ist für alle geeignet, die sich gern von modernen Frau inspirieren lassen, für die aber auch die Liebe nicht zu kurz kommen darf.

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