Platzhalter für Profilbild

Claudia86

Lesejury Star
offline

Claudia86 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Claudia86 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Das Gehemnis zwischen uns

Bridgerton – Penelopes pikantes Geheimnis
0

Eigentlich gilt Penelope Featherington mit ihren 28 Jahren bereits als alte Jungfer. Bereits seit Jahren ist sie heimlig in Colin Bridgerton verliebt, doch selbst ihre beste Freundin Eloise, Colins Schwester, ...

Eigentlich gilt Penelope Featherington mit ihren 28 Jahren bereits als alte Jungfer. Bereits seit Jahren ist sie heimlig in Colin Bridgerton verliebt, doch selbst ihre beste Freundin Eloise, Colins Schwester, weiß nichts von dieser heimlichen Schwärmerei.

Doch Penelope trägt noch ein weiteres Geheimnis mit sich herum. Seit über 10 Jahren veröffentlicht sie unter dem Pseudonym Lady Whistledown eine regelmäßig erscheinende Kolumne, die die Londoner Gesellschaft aufs Korn nimmt. Schon lange fragt sich die feine Gesellschaft, wer wohl dahinter steckt.

Als Colin mal wieder von einer Reise zurückkehrt und er auf Penelope trifft, scheint sich etwas verändert zu haben. Er lernt es zu schätzen, mit ihr tiefgründige und interessante Gespräche zu führen. Und irgendwie scheinen sich bei ihm langsam Gefühle zu entwickeln. Jetzt könnte alles so wunderbar sein, wenn da nicht Penelopes kleines Geheimnis wäre.

Der vierte Teil der Bridgerton-Reihe von Autorin Julia Quinn dreht sich zum einen um Penelope Featherington, die durch den grausigen Modegeschmack ihrer Mutter genötigt wird, und immer mehr zum hoffnungslosen Fall der aktuellen Ballsaison avanciert. Zum anderen dreht sich die Geschichte um Colin Bridgerton, den drittältesten Sohn, der schon immer durch seinen besonderen Charme aufgefallen ist. In dieser Geschichte gewährt die Autorin den beiden die Chance zu beweisen, dass sie mehr sind, als das was alle in ihnen sehen. Und so merken die beiden, dass sie einander wesentlich mehr bedeuten, als nur Freunde zu sein.

Wer die Geschichte von Penelope und Colin schon in der Netflix-Serie geliebt hat, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine zeitlose Liebe

Das White Octopus Hotel
0

Im Fokus des Romans "Das White Octopus Hotel“ von Alexandra Bell steht das gleichnamige Grandhotel, das den Ruf hat, dass man dort auf besondere Rätsel und Magie trifft.

Eve arbeitet als Kunstgutachterin ...

Im Fokus des Romans "Das White Octopus Hotel“ von Alexandra Bell steht das gleichnamige Grandhotel, das den Ruf hat, dass man dort auf besondere Rätsel und Magie trifft.

Eve arbeitet als Kunstgutachterin in einem Auktionshaus. Als eines Tages ein alter Mann auftaucht und ihr einen mysteriösen Gegenstand in die Hand drückt. Als er sich als Max Everly vorstellt, versteht Eve die Welt nicht mehr. Sollte es sich wirklich um den Komponisten Max Everly handeln, dürfte er längst nicht mehr leben. Als er Eve vom White Octopus Hotel erzählt, fühlt sich alles irgendwie vertraut an. Und noch dazu fordert Max sie auf, in das Hotel zurückzukehren.

Anfangs noch etwas zögerlich, macht sich Eve doch auf den Weg in die Schweiz in ihrer Tasche ein geheimnisvoller Schlüssel. Dort angekommen, wo das Hotel stehen sollte, findet sie nur noch eine Ruine. Doch plötzlich findet sie sich im Jahr 1935 wieder, der Blütezeit des Hotels. Und neben vielen mysteriösen Gegenständen trifft sie hier wieder auf Max Everly.

Kann Eve das Geheimnis um das Hotel lösen und so auch einen Weg finden, sich von den Schatten ihrer Vergangenheit zu befreien? Und welche Rolle spielt Max in dieser Geschichte?

Der Klappentext hat mich sofort fasziniert und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Und ich habe es nicht bereut. Die Geschichte hat mich mit jeder Seite mehr begeistert. Bei der Gestaltung des Covers wusste ich zwar zuerst nicht so recht, wie es zur Geschichte passen sollte, aber jetzt kann ich sagen, dass es diese Geschichte in einer bestechenden Klarheit wunderbar trifft.

Der Schreibstil der Autorin hat mich beim Lesen auf Anhieb gefesselt, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Eine Schnitzeljagd führt zu einem Ende, das ich so definitiv nicht erwartet hätte.

Die beiden Protagonisten Eve und Max wechseln sich in den Erzählebenen ab und wandern wie selbstverständlich durch die Zeit. Und das erlebt man als Leser ganz besonders lebendig. Aber auch die Magie des Hotels nimmt einen sofort gefangen. Die Autorin hat das Bild ihrer Geschichte sehr überzeugend gezeichnet, dass beim Lesen die wunderbarsten Bilder vor dem inneren Auge entstehen.

„Das White Octopus Hotel“ ist eine Geschichte, die mich voll und ganz überzeugt hat. Definitiv mein Jahreshighlight! Ich kann hier nur sagen, lasst Euch dieses Buch nicht entgehen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Wer hat Angst vorm bösen Wolf

Böser, böser Wolf
0

„Böser, böser Wolf“ von der Autorin Alexandra Benedict war mein erster Thriller überhaupt. Und da ich mich gern für Märchenadaptionen begeistern lasse, habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Die Autorin erzählt ...

„Böser, böser Wolf“ von der Autorin Alexandra Benedict war mein erster Thriller überhaupt. Und da ich mich gern für Märchenadaptionen begeistern lasse, habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Ebenen, zum einen wird das Schicksal von K.T. Hexen in den Händen des wolfsgesichtigen Mörders in den Fokus gestellt und zum anderen lernt man die Ermittlerin Lyla Rondell kennen.

Die Autorin K.T, wird von dem Mann mit der Wolfsmaske gezwungen Kurzkrimis zu schreiben, die auf Märchen basieren und ihm die Grundlage zum Morden geben. Und so ist der „Grimm-Ripper“ geboren. Mit der Zeit zeigt sich aber auch, dass Lylas Vergangenheit auf seltsame Art und Weise mit diesem Märchenhintergrund in Verbindung zu stehen scheint.

Aber wer glaubt, dass sich der ganze Fall schlicht und einfach auflösen wird, wird hier definitiv überrascht werden. Aber mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel, es wird sehr komplex.

Ich muss gestehen, anfänglich habe ich mich sehr schwer getan, Zugang zu der Geschichte zu finden und die unterschiedlichen Erzählebenen einzuordnen. Und auch das Ende hat es mir nicht unbedingt leicht gemacht. Aber dennoch hat mich die Geschichte wirklich überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Schuld verjährt nicht

Eine vergessene Schuld
0

Mit „Eine vergessene Schuld“ hat der Autor Arne Jensen einen Roman geschaffen, der sich mit Verbrechen beschäftigt, die noch heute die Nachfahren belasten.

Der ehemalige Verfassungsrichter Dr. Rudolf ...

Mit „Eine vergessene Schuld“ hat der Autor Arne Jensen einen Roman geschaffen, der sich mit Verbrechen beschäftigt, die noch heute die Nachfahren belasten.

Der ehemalige Verfassungsrichter Dr. Rudolf Heppner veröffentlicht 2023 in den sozialen Medien Aussagen polarisierende Themen, die sich je nach Auslegung sehr stark am rechten oder linken politischen Rand bewegen. Doch dann wird auf Heppner ein Farbbeutel-Attentat verübt.

Da in Bezug auf das Attentat ein politischer Hintergrund vermutet wird, schalten sich LKA, BKA und Staatsschutz ein. Im Rahmen der Ermittlungen wird die Psychologin Jasina Behrens beauftragt, ein Persönlichkeitsprofil des Richters zu erstellen.

Während den Gesprächen, die zunehmend privat werden, kommt Jasina mehr und mehr den Ereignissen auf die Spur, die Heppners Handeln bis heute zu bestimmen scheinen. Auch merkt Jasina, dass sich die beiden nicht ganz unähnlich sind.

Der zweite Handlungsstrang spielt zwischen 1942 und 1945. Raimund Bach ist als Marinemaat in Holland stationiert. Doch sein Geheimnis, dass er zur Hälfte Jude ist, konnte er bislang verbergen. Als Angehöriger der Marine konnte er seine Familie bisher auch vor Übergriffen der Nationalsozialisten bewahren. Als er erfährt, dass seine Mutter deportiert wurde und er einen Marschbefehl an die Front erhält, entscheidet er sich zu desertieren. Als der Krieg als beendet gilt, stellt er sich mit einem weiteren Deserteur den kanadischen Besatzern. Nach Auffassung der deutschen Truppen gilt hier jedoch immer noch das Kriegsrecht und so werden die Beiden einige Tage nach Kriegsende vor einem Militärgericht verurteilt. Wie diese beiden Geschichten zusammenhängen, will ich an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten...

Auch wenn ich anfangs nur schwer Zugang zur Geschichte gefunden habe, fand ich den Roman doch mit der Zeit sehr spannend und auch berührend.

Ich finde es beachtenswert, dass sich der Autor mit “Eine vergessene Schuld” an solche gesellschaftspolitisch schwierigen Themen gewagt hat, die heutzutage relevanter denn je sind und auch
nicht in Vergessenheit geraten sollten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

Ein Hauch von Aschenputtel

Bridgerton – Wie verführt man einen Lord?
0

Als Sophie die Chance bekommt, den Maskenball im Hause Bridgerton zu besuchen, zögert sie nicht lange. Dort lernt sie den zweitältesten Sohn der Familie, Benedict, kennen und bekommt ihn auch nach dem ...

Als Sophie die Chance bekommt, den Maskenball im Hause Bridgerton zu besuchen, zögert sie nicht lange. Dort lernt sie den zweitältesten Sohn der Familie, Benedict, kennen und bekommt ihn auch nach dem Ball nicht mehr aus dem Kopf. Als sich zwei Jahre später überraschend ihre Wege kreuzen, darf Benedict nicht erfahren, wer Sophie ist.

"Wie verführt man einen Lord?" ist der dritte Band aus Julia Quinns Bridgerton Reihe. Im Fokus dieser Geschichte stehen das Hausmädchen Sophie und Benedict Bridgerton. Und irgendwie bekommt man hier ganz schnell den Eindruck, mitten in einem Aschenputtel-Cover zu sein.

Sophie wächst als Mündel beim Earl of Penwood auf. Doch dass sie dessen uneheliche Tochter ist, sorgt nach seinem Tod für großen Unmut bei seiner Frau Araminta. Araminta duldete Sophie dann nur noch als Hausmädchen unter ihrem Dach und hat sie seither schamlos für ihre Dienste ausgenutzt.

Sophie ist freundlich und für ein Hausmädchen doch sehr gebildet. Sie weiß, was sie will oder eben nicht und steht dafür ein. Benedict Bridgerton, der ewige Junggeselle, ist nicht sonderlich darauf erpicht zu heiraten. Als er auf dem Maskenball seiner Mutter eine geheimnisvolle Dame in Silber kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Doch nach dem Maskenball ist die Fremde spurlos verschwunden.

Als Benedict Sophie als Hausmädchen wiedertrifft, fühlt er sich spürbar zu ihr hingezogen, doch die Standesunterschiede machen eine Heirat nahezu unmöglich. Auch wenn Sophie eine gewisse Zeit noch versucht, Benedicts Avancen zu widerstehen, verfällt sie ihm doch bald.

Die Autorin hat die beiden Hauptfiguren gewohnt authentisch gestaltet. Ich habe es auch wieder sehr geliebt, in den Nebenerzählsträngen die anderen Figuren aus der Bridgerton-Reihe zu treffen.

Leider finde ich es etwas schade, dass auch hier wieder das klassische Rollenbild Mann-Frau im Vordergrund steht. Denn auch wenn Sophie sehr selbstbewusst erscheint, stellt sich Benedict doch wiederholt über ihre Bedürfnisse und geht sogar so weit zu behaupten, er wisse, was das Beste für sie ist.

Wer die Netflix-Serie liebt, sollte sich die Bücher nicht entgehen lassen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere