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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.12.2025

Sehr spannend und nicht nur cozy

Mord im Planetarium
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Mit „Mord im Planetarium“ präsentiert Beate Maly bereits den zehnten Teil der Reihe um Anton und Ernestine, die gemeinsam Krimifälle im Wien der 1920er Jahre lösen. Aber eines sei schon vorab gesagt, die ...

Mit „Mord im Planetarium“ präsentiert Beate Maly bereits den zehnten Teil der Reihe um Anton und Ernestine, die gemeinsam Krimifälle im Wien der 1920er Jahre lösen. Aber eines sei schon vorab gesagt, die Geschichten sind in sich geschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden. Denn ohne, dass ich die anderen Geschichten bislang kenne, habe ich mich sehr gut in der Geschichte zurechtgefunden.

Das erste Planetarium Österreichs wird 1927 in Wien eröffnet. Das können sich auch Ernestine und Anton zusammen mit ihrer Familie nicht entgehen lassen. Doch als das Licht nach der Vorstellung wieder angeht, ist einer der Besucher tot. Schnell wird klar, dass er nicht eines natürlichen Todes gestorben sein kann. Noch vor der Vorstellung kam es zu einer Rangelei zwischen den beiden Faber-Brüdern. Der eine angesehener Arzt, der andere Inhaber einer Stofffabrik.

Schnell trifft Ernestine bei ihren Nachforschungen auf die dunklen Geheimnisse in der Familie. Und dann ereignet sich auch noch ein weiterer Mord, dem der zweite Faber-Bruder zum Opfer fällt. Doch was steckt wirklich dahinter?

Die Autorin entführt den Leser gekonnt in das Wien der 20er Jahre und erzählt eine unterhaltsame Geschichte, die auch mit einer ordentlichen Portion Wiener Schmäh brilliert. Unheimliche und rätselhafte Morde und auch der aufkeimende Nationalsozialismus trüben zwar die Stimmung, doch kann man als Leser nicht anders, als am Ball zu bleiben. Denn eines kann auch Euch schon verraten, der Fall kann nicht einfach gelöst werden! Aber man stellt sich auch die Frage, ob und wie sich der Nationalsozialismus noch in den folgenden Bänden auf das Leben von Ernestine, Anton und ihrer Familie auswirken wird.

Ich fand die Schreibweise der Autorin und die Figuren wirklich sympathisch, sodass ich definitiv mehr von ihnen lesen möchte.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Ziemlich viele Figuren...

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Die Autorin Angela Marina Reinhardt nimmt uns mit dem ersten Teil „Die Welt in Meran – Walzerblut“ mit in die Stadt Meran in der Faschingszeit 1872.

Helen reist mit ihrer Tante Lady Greville in den Kurort. ...

Die Autorin Angela Marina Reinhardt nimmt uns mit dem ersten Teil „Die Welt in Meran – Walzerblut“ mit in die Stadt Meran in der Faschingszeit 1872.

Helen reist mit ihrer Tante Lady Greville in den Kurort. Ziel ist es, Helen bei den Gesellschaften vor Ort endlich unter die Haube zu bekommen. So sieht es zumindest ihre Tante. Denn das sei wohl längst überfällig. Und dann lernt Helen auch gleich zwei potenzielle Kandidaten kennen; den Erben Maximilian von Montalban und den geheimnisvollen korsischen General Jean Benedetti.

Aber neben den vorgenannten Figuren lernt man zwischen den Seiten noch viele andere Personen kennen. Das hat bei mir beim Lesen definitiv zu einigen Verwirrungen geführt. Auch wenn es am Ende des Buches ein Personenregister gibt, weiß ich nicht, ob ein Studium dessen mich vor dieser Verwirrung bewahrt hätte.

Man lernt während des Lesens das Leben in den gehobenen Gesellschaftsschichten kennen, aber man bekommt auch einen Einblick in das Leben der Arbeiter und Bediensteten. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn der Leser soll die Figuren doch selbst entdecken. Ich muss aber sagen, dass durch das ständige Hin und Her zwischen den einzelnen Figuren, doch auch das Gefühl etwas auf der Strecke bleibt.

Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich die Geschichte um Helen und Jean als Kern heraus. Helen zeigt sich trotz ihrer Herkunft sehr emphatisch gegenüber ihren Mitmenschen, egal aus welcher Gesellschaftsschicht diese kommen. Jean ist zum Anfang doch eher der unnahbare Soldat, aber mit der Zeit wird auch er sehr sympathisch.

Aber am Ende bekommt man doch das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Aber die Autorin schafft hier einen Aufhänger, der den Leser definitiv dazu anhalten soll, weiter zu lesen und sich den zweiten Teil nicht entgehen zu lassen. Das Buch ist definitiv geeignet für Leute, die es lieben, mit allen Facetten in historische Romane einzutauchen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Was hat es wohl mit den Stracciatellaküssen auf sich?

Das kleine Café am Gardasee: Stracciatellaküsse
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„Das kleine Cafe am Gardasee – Stracciatellaküsse“ von Sara Pepe ist der vierte Teil der Liebesküsse am Gardasee-Reihe. Die Protagonistin der Geschichte ist Gina. Nach der Trennung von ihrer langjährigen ...

„Das kleine Cafe am Gardasee – Stracciatellaküsse“ von Sara Pepe ist der vierte Teil der Liebesküsse am Gardasee-Reihe. Die Protagonistin der Geschichte ist Gina. Nach der Trennung von ihrer langjährigen Freundin findet sie sich in der WG ihrer Freunde Luna und Diego wieder, als sie ein Dach über dem Kopf braucht.

Bei der Geburtstagsfeier von Diego lernt sie dann auch dessen Freund Lorenzo kennen, der ein eigenes Restaurant führt. Irgendwie merkt man von Anfang an, dass die Funken zwischen den beiden sprühen. Doch scheint noch etwas anderes zwischen den beiden zu stehen. Als Lorenzo Gina einen Job bei ihm als Aushilfe anbietet, sagt sie nach etwas Zögern doch zu. Damit könnte sie sich das nötige Geld für eine eigene Bleibe verdienen.

Die Autorin schafft es, ein schönes und glaubhaftes Ambiente für die Geschichte am Gardasee zu schaffen. Doch erzählt sie nicht nur eine blumige Liebesgeschichte, sondern es wird auch das ernste Thema Drogenmissbrauch behandelt. Und so finden auch die Geheimnisse der beiden Protagonisten ihren Weg in die Geschichte.

Grundsätzlich sind die Geschichten der Liebesküsse am Gardasee-Reihe in sich geschlossene Geschichten, die auch unabhängig voneinander gelesen werden können, doch manchmal hätte ich mir vielleicht doch etwas mehr Informationen zu den anderen Figuren gewünscht. In der Geschichte spielen doch ziemlich viele Figuren mit, so dass ich das ein oder andere Mal schon etwas den Überblick verloren habe.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Das Geheimnis der Vergangenheit

Das Orangenblütenversprechen
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Der Roman „Das Orangenblütenversprechen“ von Eva-Maria Bast lädt schon mit dem Cover zu Träumen ein.

Eigentlich hat Magdalena scheinbar alles. Sie führt ein glückliches Leben mit ihrem eigenen Cafe „Little ...

Der Roman „Das Orangenblütenversprechen“ von Eva-Maria Bast lädt schon mit dem Cover zu Träumen ein.

Eigentlich hat Magdalena scheinbar alles. Sie führt ein glückliches Leben mit ihrem eigenen Cafe „Little Mallorca“ in London. Auf seltsame Weise fühlt sie sich von der spanischen Insel Mallorca angezogen. Und plötzlich bekommt sie ein überraschendes Schreiben, dass sie sich auf der Insel bei einem Notar melden soll, sie hat geerbt. Doch wer und was steckt hinter diesem mysteriösen Erbe? Die Neugier kann Magdalena nicht halten und so bricht sie nach Mallorca auf. Also nähert sie sich Schritt für Schritt einem lang gehüteten Familiengeheimnis. Was hat das Schicksal der jungen Maria Lourdes Fuentes, die vor hundert Jahren auf der Plantage gelebt hat, mit Magdalena zu tun?

Der Schreibstil der Autorin ist gelungen, leicht, flüssig und bildhaft. So genießt man es, die Figuren und auch die Insel kennenzulernen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, so begegnet man Maria Anfang des 20. Jahrhunderts und Magdalena lernt man in der Gegenwart um 1978 kennen.

Maria lernt man als selbstbewusste Frau kennen, die weit vor ihrer Zeit war. So kämpfte sie für den Bau der Eisenbahn in ihrer Region, um das Überleben der Orangenplantage ihres Vaters und der anderen Orangenbauern in der Umgebung zu sichern.

Angekommen auf Mallorca stellt sich Magdalena immer noch die Frage, wie sie zu einem Erbe auf der spanischen Insel kommt. Ein Herrenhaus, eine Orangenplantage und ein Marmeladenrezept. Mit Hilfe des Anwaltes Javier und Elena, einer alten Freundin von Maria, geht sie dem Geheimnis ihrer Familie auf den Grund. Und bald auch stößt ihre Großmutter zu ihren.

Die Geschichte ist spannend, fesselnd und doch gefühlvoll beschrieben. Eine Geschichte um ein Familiengeheimnis, was ich so definitiv nicht erwartet hätte. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Die dunklen Seiten von Wien

Dunkles Wien - Die Morde von Lainz
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Der Debütroman von Lisa Jeglitsch zeigt uns die dunklen Seiten von Wien. Eine Joggerin findet im Lainzer Tiergarten eine männliche Leiche. Ein Mord der irgendwie an einem Mord gleicht, der bereits vor ...

Der Debütroman von Lisa Jeglitsch zeigt uns die dunklen Seiten von Wien. Eine Joggerin findet im Lainzer Tiergarten eine männliche Leiche. Ein Mord der irgendwie an einem Mord gleicht, der bereits vor ein paar Jahren passiert ist. Und das ist es, was Kommissarin Laura Sturm zusehends beunruhigt. Außerdem ist da auch noch ihr Kollege Karl, der mehr für Laura empfindet, doch irgendwie scheint es nicht so recht zu funken.

Was den Fall so mysteriös erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass dem Toten Buchstaben in den Haut geritzt wurden. Wie sich herausstellt, ist der Tote der Sohn eines reichen Wiener Unternehmers. Auch wenn die Spuren einem alten Fall zu gleichen scheinen, wurde durch der damalige Täter bereits inhaftiert. Und so ist der Fall verzwickter, als es scheint...

Der Krimi „Dunkles Wien – Die Morde von Lainz“ ist spannend erzählt. Der Autorin ist es gelungen, das Geheimnis um den Täter beständig aufrechtzuerhalten. Das Miträtseln hat echt Spaß gemacht. Die Schreibweise der Autorin fesselt einen und die Protagonisten sind authentisch beschrieben und glaubhaft dargestellt. Auch Bo, der kleine Hund von Laura, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Ich bin schon jetzt gespannt, wie es mit den Geschichten um Laura und Karl weitergeht. Das Buch ist definitiv für alle geeignet, die gern spannende Geschichten mit Wiener Flair lesen!

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