Cover-Bild Die Welt in Meran - Walzerblut
Band 1 der Reihe "Die Meran-Saga"
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  • Verlag: Erzählwerk Breitkopf
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 436
  • Ersterscheinung: 06.11.2025
  • ISBN: 9783911176101
Angela Marina Reinhardt

Die Welt in Meran - Walzerblut

Historischer Roman
Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb kreuzen sich die Schicksalswege von Menschen, die mehr verbindet, als sie ahnen: Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Wird er den Mut haben, das Richtige zu tun? Die junge Helen wiederum soll in Meran eine gute Partie machen. Bald wecken gleich zwei Männer ihr Interesse, doch nur einem kann sie vertrauen. Der jüdische Arzt Hirsch erforscht das neue Gebiet der Seelenheilkunde. Aber beherzigt er selbst den Rat, den er anderen gibt? Zwei Tiroler Schwestern stemmen sich mit ihren Träumen gegen die Familientradition. Und dann ist da noch Rosa Martini: Die ladinische Waise schuftet in der Spinnerei, erlebt Ausbeutung und Elend. Als sich ihr eine einmalige Chance bietet, greift sie entschlossen zu …

MERAN, BOZEN, ROVERETO, SALURN: Angela Marina Reinhardt entwirft in ihrem breit angelegten historischen Roman ein farbenprächtiges Panorama Südtirols im ausgehenden 19. Jahrhundert.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Guter Start in die Saga

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Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb verflechten sich die Schicksale mehrerer Menschen. Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Die junge Helen soll ...

Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb verflechten sich die Schicksale mehrerer Menschen. Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Die junge Helen soll eine gute Partie machen, doch zwei Männer stellen ihr Vertrauen auf die Probe. Der jüdische Arzt Hirsch widmet sich der Seelenheilkunde, während zwei Tiroler Schwestern gegen Familientraditionen ankämpfen. In der Spinnerei leidet die ladinische Waise Rosa Martini unter Ausbeutung — bis sie eine einmalige Chance ergreift.

Der Klappentext hat mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht, da ich mich selbst mit Menschen beschäftige, die seelisch erkrankt sind. Früher wurden solche Menschen oft schlecht behandelt, was im Buch gut dargestellt wird.
Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den vielen Figuren. Das ist bei historischen Romanen nichts Ungewöhnliches. Sehr hilfreich fand ich das Glossar im Buch, in dem man Personen nachschlagen kann.
Die Autorin beschreibt den Kurort Meran sehr anschaulich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Besonders eindrücklich sind die Schilderungen der Armenviertel. Frauen und Kinder mussten damals hart arbeiten, was zur damaligen Zeit leider normal war. Gut gefallen hat mir, dass sowohl das Leben der armen Bevölkerung als auch das der wohlhabenden Menschen gezeigt wird.
Besonders mochte ich die Figur des Dr. Hirsch. Er kümmert sich um Menschen mit seelischen Erkrankungen, auch wenn er dafür von anderen Ärzten kritisiert wird. Solche Figuren, die sich für andere einsetzen, gefallen mir sehr — ebenso wie die Hauptfigur Helene.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, und ich bin gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weitergeht.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Fasching in Meran

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Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig ...

Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig für Helen zur Faschingszeit einen standesgemäßen Verehrer suchen. Helen ist eine feurige Reiterin und erregt bei einer Parforcejagd gleich die Aufmerksamkeit von zwei jungen Männern. Doch einer trägt gleich mehrere Geheimnisse in sich. Die Kurärzte bekommen Verstärkung durch den jüdische Arzt Hirsch, der sich auf Seelenheilkunde spezialisiert hat. Mehrer Fälle von Scharlach beschäftigen die Ärzte. Davon sind auch die Einheimischen betroffen, die als Bedienstete für die Kurgäste arbeiten oder in den Armenvierteln und Fabriken schuften müssen.
Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben und am Ende in einem Personenregister geführt. Eine Landkarte von Meran und der umliegenden Täler gibt es gleich am Anfang und gibt einen guten Überblick. Der Schreibstil nimmt mich gleich mit in die Handlung, die interessant und auch spannend ist. Die politische Lage Südtirols zu Österreich und Italien spielte schon damals eine entscheidende Rolle und wird auch hier angesprochen. Dies ist der 1. Teil der Meran-Saga und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Spannende Einblicke ins 19. Jahrhundert

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Ich war gespannt auf das Buch – und wurde nicht enttäuscht. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und hatte von Anfang an das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Das Buch hat mich sofort gepackt. ...

Ich war gespannt auf das Buch – und wurde nicht enttäuscht. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und hatte von Anfang an das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Das Buch hat mich sofort gepackt.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Man kann der Handlung gut folgen, weil alles flüssig erzählt wird. Ich konnte mir die Orte und Situationen sehr gut vorstellen.
Besonders schön fand ich, dass man mehrere Personen begleitet, die aus verschiedenen Gründen nach Meran kommen. Ihre Lebenswege kreuzen sich – zum Beispiel bei Benedetti mit einem dunklen Geheimnis, der jungen Helen, die zwischen zwei Männern steht, einem jüdischen Arzt und mehreren Frauen, die gegen schwere Lebensumstände kämpfen. Alle Figuren haben ihre eigenen Probleme und Träume, was die Geschichte spannend und abwechslungsreich macht. Nach und nach erfährt man mehr über ihr Leben und ihre Gedanken; dadurch wirken sie lebendig und echt.
Spannend war auch, dass es Geheimnisse gibt, die sich erst am Ende auflösen. So bleibt man neugierig, wie alles zusammenhängt.
Am meisten haben mich die geschichtlichen Inhalte beeindruckt. Ich habe viel Neues gelernt, besonders über die Medizin und das soziale Leben im 19. Jahrhundert. Diese Informationen passen gut zur Handlung und unterbrechen den Lesefluss nicht.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich bin gespannt, wie es mit den Protagonisten weitergeht.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Walzerblut – gut recherchiert und fesselnd geschrieben

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Im Frühling 1872 reisen wir in Gesellschaft von drei feinen Damen aus England nach Meran, einen angesagten Kurort im Südtirol. Während Helen von Burt, eine passionierte Reiterin, sich auf die Ausritte ...

Im Frühling 1872 reisen wir in Gesellschaft von drei feinen Damen aus England nach Meran, einen angesagten Kurort im Südtirol. Während Helen von Burt, eine passionierte Reiterin, sich auf die Ausritte und die mögliche Teilnahme an einer Parforcejagd freut, hoffen ihre Tante Lady Greville und Mrs. David, eine Schutzbefohlene der Queen Victoria II, auf Erholung, Kuranwendungen und Linderung ihrer Leiden.
Für Helen von Burt hat ihre Tante auch ein anderes Reiseziel vor Augen: Helen muss endlich einen passenden Ehemann finden, denn als Witwe eines Earls kann sie behaupten:
„Nichts gibt uns Frauen mehr Sicherheit als Vermögen und Titel.“ (20)
An geeigneten Heiratskandidaten dürfte es in der gerade beginnenden Faschingszeit unter den adligen Gästen in Meran nicht fehlen. Denn bald erscheinen hier unter anderen auch der Erbgraf Maximilian von Montalban und der Vicomte Jean de Benedetti aus Korsika. Bald sind beide Männer von Helen sehr angetan.

Ausführlich schreibt die Autorin über die Aktivitäten der feinen und illustren Gesellschaft im Kurort Meran in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Umfassend und präzise berichtet sie über die Probleme im Gesundheitssystem des Kurortes; schildet genau die Probleme mit denen die Kurärzte tagtäglich konfrontiert sind, erwähnt die Krankheiten, die damals - noch nicht erforscht - auf dem Vormarsch waren.
Angela Marina Reinhardt lässt uns auch durch die Gassen des Armenstadtviertels wandern, die schäbigen Unterkünfte der armen Bevölkerung, Zimmermädchen und der Arbeiterinnen einer Spinnerei betreten. Es sind bewegende Bilder, welche die enormen Unterschiede zwischen den Gesellschaftsklassen des damaligen Merans verdeutlichen.
Der Roman hat mich auf vielen Stellen tief berührt; etwa die Beschreibungen der Arbeit in einer Spinnerei, wo nur Frauen und Kinder die schwere, oft gefährliche Arbeit verrichten mussten oder das Schicksal eines Kostkinds, das verschiedenen Gefahren ausgesetzt wurde.
Die Autorin liefert hier interessante Bilder des damaligen Kurortes Meran. Den gut recherchierten Roman hat sie mit der Karte der Stadt Meran um 1875, einem Glossar und der Auflistung der weiterführenden Literatur ergänzt. Ebenso behilflich bei der Lektüre war für mich das genaue Personenverzeichnis.
„Walzerblut“ ist das erste Buch aus der Reihe „Die Welt in Meran“. Auf die bereits von der Autorin angekündigte Fortsetzung freue ich mich sehr.
Der fesselnde Roman bekommt meine wärmste Empfehlung.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Schöne, dekadente Welt der Reichen

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Angesiedelt im Jahr 1872 schreibt die bekannte Autorin historischer Romane, Angela Marina Reinhardt, diesmal über die Welt der Reichen und auch der Armen im aufkommenden Kurort Meran.

Dort spielt sich ...

Angesiedelt im Jahr 1872 schreibt die bekannte Autorin historischer Romane, Angela Marina Reinhardt, diesmal über die Welt der Reichen und auch der Armen im aufkommenden Kurort Meran.

Dort spielt sich sowohl der Heirats- und Vermittlungsmarkt der Reichen aus vielen Ländern, als auch der von ihnen meist ignorierte Kampf ums Überleben der dort Dienenden, oft genug noch Kinder, ab.

Wobei nicht alle wegschauen, manche versuchen sogar zu helfen.

Insgesamt aber sind in der Mehrheit heiratsfähige junge Damen und Herren sowie die dazugehörigen Mütter und Tanten anzutreffen, selten die Väter. Da wird gejagt, getanzt, geflirtet, vermittelt, gearbeitet und gestorben.

Man sieht sich, man kennt sich, man weiß übereinander, alles ist überschaubar und mehrere Schicksale sind stellvertretend für viele, gut beschrieben und in die Handlung eingebettet.

Nicht jeder weiß, dass in der Gegend von Salurn sowohl Baumwolle als auch Seide produziert wurde, hauptsächlich von Frauen und Kindern, unter unmenschlichen Bedingungen, was sich auf die Sterblichkeitsrate natürlich auswirkte.

Aber im Roman geht es auch um etwas sehr menschliches, ein junger korsischer Adeliger, der Vicomte Jean Alexis de Benedetti, der den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 knapp überlebt hat und seither mentale Probleme mit morphinhältigen Substanzen bekämpft.

Er bekommt Hilfe vom eben zugereisten mosaischen Arzt Dr. Hirsch, der sich mit der neu in Mode gekommenen Behandlung der Seele zugewandt hat, nicht unbedingt zur Freude der Ärzteschaft vor Ort, aber geduldet.

Benedetti hat vor dem Krieg etwas getan, das ihm auch heute noch aufs Gemüt drückt und will es bei seinem Aufenthalt in Meran wieder gut machen.

Im Anhang ist sowohl eine komplette Personenliste als auch ein gut gelistetes Glossar zu finden, was ich sehr hilfreich einstufe.

Insgesamt sehe ich den Roman als sehr gut gelungen und besonders unterhaltsam an, ein Markenzeichen der Autorin.

Auch das Cover sieht sehr schön aus und passt zum Inhalt.

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