Guter Start in die Saga
Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb verflechten sich die Schicksale mehrerer Menschen. Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Die junge Helen soll ...
Meran im Fasching 1872: Zwischen Maskenbällen und Kurbetrieb verflechten sich die Schicksale mehrerer Menschen. Den Korsen Benedetti führt ein dunkles Geheimnis in die Passerstadt. Die junge Helen soll eine gute Partie machen, doch zwei Männer stellen ihr Vertrauen auf die Probe. Der jüdische Arzt Hirsch widmet sich der Seelenheilkunde, während zwei Tiroler Schwestern gegen Familientraditionen ankämpfen. In der Spinnerei leidet die ladinische Waise Rosa Martini unter Ausbeutung — bis sie eine einmalige Chance ergreift.
Der Klappentext hat mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht, da ich mich selbst mit Menschen beschäftige, die seelisch erkrankt sind. Früher wurden solche Menschen oft schlecht behandelt, was im Buch gut dargestellt wird.
Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den vielen Figuren. Das ist bei historischen Romanen nichts Ungewöhnliches. Sehr hilfreich fand ich das Glossar im Buch, in dem man Personen nachschlagen kann.
Die Autorin beschreibt den Kurort Meran sehr anschaulich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Besonders eindrücklich sind die Schilderungen der Armenviertel. Frauen und Kinder mussten damals hart arbeiten, was zur damaligen Zeit leider normal war. Gut gefallen hat mir, dass sowohl das Leben der armen Bevölkerung als auch das der wohlhabenden Menschen gezeigt wird.
Besonders mochte ich die Figur des Dr. Hirsch. Er kümmert sich um Menschen mit seelischen Erkrankungen, auch wenn er dafür von anderen Ärzten kritisiert wird. Solche Figuren, die sich für andere einsetzen, gefallen mir sehr — ebenso wie die Hauptfigur Helene.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, und ich bin gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weitergeht.