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Claudia_41

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2025

berührende Geschichte zweier Familien

Beeren pflücken
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Amanda Peters hat mit ihrem Debütroman "Beeren pflücken" eine emotionale, sehr bewegende Geschichte zweier Familien geschaffen, die unzertrennlich miteinander verbunden sind.
Wie im Rausch liest man sich ...

Amanda Peters hat mit ihrem Debütroman "Beeren pflücken" eine emotionale, sehr bewegende Geschichte zweier Familien geschaffen, die unzertrennlich miteinander verbunden sind.
Wie im Rausch liest man sich durch die 320 Seiten. Man fühlt nah an den Menschen, spürt ihre Ängste und Gedanken, fühlt mit ihnen, ist ihnen ganz nah. Das Lesen und besonders auch das Hören des Romans fühlt sich besonders an.

Joe und Norma, die Hauptpersonen des Romans, erzählen in abwechselnder Sicht ihre Lebensgeschichte mit Blick in die Vergangenheit und Bezug zum Hier und Jetzt.
Auf der einen Seite ist Joe, Sohn einer Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia. Sein Leben ist geprägt von Verlusten und Wut, aber auch von viel Liebe, Verbundenheit und Familienzusammenhalt.
Dem gegenüber steht Norma, deren Leben scheinbar erst mit dem 5 Lebensjahr begann und voller Geheimnisse ist. Sie lebt eingeengt und besessen beschützt von ihrer Mutter und ihrem eher distanzierten Vater in einer überbehüteten Kindheit und Jugend. Bereits sehr früh bemerkt Norma, dass in ihrer Vergangenheit viele Geheimnisse liegen.

Die Autorin Amanda Peters schafft es mit ihrer sanften und emotionalen Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die Geschichte einsteigen lassen. Alle Personen werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet. Es bleibt aber stets genug Raum, seinen eigenen Gedanken freien Raum zu lassen.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die Beeren in leuchtenden Blau- und Grüntönen sind einfach wunderschön. Die passend ausgewählte Schrift sowie die Gestaltung der Innenseiten hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buchcover ist ein echter Hingucker.

Der kanadische Bestseller „Beeren pflücken“ von Amanda Peters ist ein wirklich wunderbarer, außergewöhnlicher Roman und eine absolute Kaufempfehlung.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2025

Geheime Liebe

Cinema Love
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Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt die ergreifende Lebensgeschichte zweier Männer von China bis New York, in der ihre Liebe zueinander ein Geheimnis bleiben muss.

Old Second und Shun-Er, ...

Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt die ergreifende Lebensgeschichte zweier Männer von China bis New York, in der ihre Liebe zueinander ein Geheimnis bleiben muss.

Old Second und Shun-Er, ihre gleichgeschlechtliche Liebe und ihre Ehefrauen stehen im Zentrum des Romans. In ihrem Heimatland China ist die Liebe der beiden Männer verboten. Die heimlichen Treffen finden immer in einem alten Kino, im Schutz des Verborgenen, im Schutz der Dunkelheit statt. Nur dort können Old Second und Shun-Er sie selbst sein, sich ohne Angst und Scham lieben und füreinander da sein. Eine verhängnisvolle Entscheidung verändert das Leben der beiden Männer und ihrer Ehefrauen tiefgreifend.

Der Roman spielt sowohl in China als auch in New York, dazu kommen noch die zeitlichen Sprünge im Leben der Protagonisten. Diese Erzählweise und die Übersetzung, erschwert das flüssige Lesen, das Nahekommen der Personen, den Aufbau der Geschichte im Gesamten. Die Sprache scheint teilweise holprig, abgehackt, wenig im Fluss. Es fiel mir sehr schwer, mich voll in die Geschichte reinzulesen.

Das farbenfrohe Cover hat mich sehr angesprochen. Sowohl die Fotografie eines Kinoeingangs bei Nacht auf dem Buchcover als auch die Gestaltung der Innenseiten hat mir gut gefallen.

Der Debütroman „Cinema Love“ von Jiaming Tang erzählt eine spannende, durchaus aktuelle Geschichte, die mich aber nicht vollends überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Der Zauber des Schreibens

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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„HATOKOs wunderbarer Schreibwarenladen“ von Ito Ogawa ist ein ist ein einzigartiger Roman über die Kunst und die Besonderheiten des öffentlichen Schreibens.
Hatoko kehrt nach einem langen Auslandsaufenthalt ...

„HATOKOs wunderbarer Schreibwarenladen“ von Ito Ogawa ist ein ist ein einzigartiger Roman über die Kunst und die Besonderheiten des öffentlichen Schreibens.
Hatoko kehrt nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder in ihre Heimatstadt Kamaruka in Japan zurück und übernimmt den kleinen, besonderen Schreibwarenladen ihrer Großmutter. Mit jeder Seite des außergewöhnlichen Romans tauchen wir in die Welt des Schreibens, der Kalligrafie ein und lernen die Besonderheiten dieser traditionellen Leidenschaft kennen. Als öffentliche Schreiberin übernimmt Hatoko verschiedene Aufträge, schreibt Trennungsbriefe und Liebesbotschaften, verfasst Absagen und Neujahrsgrüße und wird immer mehr zu einem besonderen Ort in ihrer Stadt Kamakura.
Ito Ogawa ist ein bezaubernder Roman gelungen, der uns die besondere Welt des japanischen Lebens genauso grandios erzählt wie die speziellen Vorbereitungen für jede Schreibaufgabe und deren Geschichte. Die Autorin schafft es mit ihrer Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die Geschichte einsteigen lassen. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, es bleibt aber stets genug Raum, seinen eigenen Gedanken freien Raum zu lassen.
Die Briefe in japanischen Schriftzeichen mit der jeweiligen Übersetzung machen dieses Buch zu einem besonderen Buch.
Das Buchcover in unterschiedlichen Blautönen mit gelben, leuchtenden Akzenten ist wunderschön und sehr ansprechend. Die detaillierte Zeichnung des Schreibwarenladens direkt auf dem Hardcover des Buches ist originell und ganz zauberhaft.

„HATOKOs wunderbarer Schreibwarenladen“ von Ito Ogawa ist ein wirklich wunderbarer, außergewöhnlicher Roman und eine absolute Kaufempfehlung, nicht nur für Fans japanischer Literatur.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Vergangenheit und Zukunft

Die Summe unserer Teile
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Der Debütroman „Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez verbindet die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Leben eng miteinander verwoben sind.
Lucy begibt sich auf einer Reise in die eigene Vergangenheit, ...

Der Debütroman „Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez verbindet die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Leben eng miteinander verwoben sind.
Lucy begibt sich auf einer Reise in die eigene Vergangenheit, um dem Leben ihrer Großmutter Lyudmila in Polen näher zu sein und ihrer Mutter besser zu verstehen. Die Lebensereignisse der Frauen verbinden sich miteinander und spielen doch ihre eigene Melodie in ihren Lebensliedern.
Paola Lopez schafft es mit ihrer Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in die gemeinsame Geschichte einsteigen lassen. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, jede Frauengeneration hat ihre eigenen Besonderheiten. Die einzelnen Kapitel aus der jeweiligen Zeit und die individuelle Sicht der Protagonistinnen geben uns einen tiefen, zum Teil sehr emotionalen Einblick in ihre Lebens- und Gefühlswelt. Ihre Lebensgeschichten mit all den emotionalen Belastungen, ihre Herkunft und Zukunft scheint von einer zur nächsten Generation weitergetragen und ertragen, nie gelöst. Es wird eine Art Distanz aufgebaut und weitergegeben. Diese emotionale Kühle und Distanz der Frauen wird in jeder Geschichte spürbar und hat mir das Lesen erschwert. Es fiel mir nicht leicht, den einzelnen Protagonistinnen zu folgen. Auch das Ende des Romans hat mich fragend, offen zurückgelassen.
Das Cover zum Buch hat mich sehr angesprochen. Die grobe Zeichnung einer Frau im Profil und die leuchtenden Farben, die passende Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten hat mir wirklich gut gefallen. Das Buchcover ist ein echter Hingucker.

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez ist ein besonderer Debütroman über das Erbe unserer Mütter, die Bewältigung unserer Vergangenheit und die eigene Zukunft.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

spannender Justiz-Krimi

Der zweite Verdächtige
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„Der 2. Verdächtige“ von Schwiecker und Tsokos ist der fünfte und vorerst letzte Fall, einer spannenden Justiz – Krimi – Reihe um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Jamer.

In ...

„Der 2. Verdächtige“ von Schwiecker und Tsokos ist der fünfte und vorerst letzte Fall, einer spannenden Justiz – Krimi – Reihe um den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Jamer.

In einem Berliner Nachtclub wird ein junger Mann mit Liquid Ecstasy vergiftet. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln viel zu schnell den jungen Mann Jan Staiger als Verdächtigen, der in der Tatnacht ebenfalls im besagten Nachtclub war, das Opfer kannte und Streit mit ihm hatte.

Strafverteidiger Rocco Eberhardt übernimmt den Fall und steht vor einem Rätsel. Wie lassen sich die stichhalten Beweise am Tatort erklären? Warum sagt Staiger nicht die volle Wahrheit? Kann er seinen Mandaten wirklich trauen? Was steckt hinter diesem außergewöhnlichen Fall?

Die kurzweiligen Kapitel und die spannende, klare Sprache lassen uns nah an die handelnden Personen und ihre ganz persönlichen Geschichten kommen. Durch den Wechsel der Perspektiven wird der Spannungsbogen durch die gesamte Geschichte geschickt aufgebaut. Ich kann gar nicht glauben, dass es wirklich der letzte gemeinsame Fall sein soll.

Das Buchcover im gewohnten Stil mit dem Hintergrund in schwarz - weiß und den roten, farblichen Akzenten ist sehr ansprechend gestaltet. Auch die Gestaltung der Innenseiten mit den vorrangegangenen Büchern ist sehr passend gestaltet.

„Der 2. Verdächtige“ von Schwiecker und Tsokos ist ein richtig spannendes Buch und eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für Fans von Justiz – Krimis.

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