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Claudia_41

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Gedankenwelt

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein anspruchsvoller, autobiografischer Roman über das Leben und die Ehe mit all seinen Facetten.
Christien Brinkgreve ist eine niederländische ...

„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein anspruchsvoller, autobiografischer Roman über das Leben und die Ehe mit all seinen Facetten.
Christien Brinkgreve ist eine niederländische emeritierte Professorin für Soziologie. Neben der Forschung publizierte sie u.a. zu den Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Besonders die Themen Soziologie der Frau, ihre Stellung in der Gesellschaft sowie die Zusammenhänge in Beziehungen finden sich in dem Roman wieder.
Nach dem Tod ihres Mannes räumt Christien Brinkgreve ihr Leben und im wahrsten Sinne des Wortes „ihr Haus voller gemeinsamer Erinnerungen“ aus. In diesem Prozess des Auf- und Ausräumens begleiten wir die Autorin in ihre Vergangenheit und werfen einen Blick das Hier und Jetzt.
Auf der einen Seite gefällt mir die gewählte Ich-Perfektive gut. Auch die beschriebenen Emotionen und Gedankengänge, die wissenschaftlichen Zusammenhänge und Gesellschaftlichen Zwänge werden klar formuliert und sprechen mich an. Auf der anderen Seite fällt es mir schwer durch die Anonymität der Personen und die immer wiederkehrenden Gedankenschleifen, einen guten Zugang zu dem Buch zu finden. Die Personen in ihrem Leben bleiben mir fern, eine Identifikation kann ich so leider nicht erleben.
Das Buchcover ist mir gleich aufgefallen. Die verschieden farbigen und auch in Form unterschiedlichen Blumen sind sehr ansprechend gestaltet. Auch die Gestaltung der Innenseiten ist sehr gelungen.
Abschließend lässt sich sagen:
„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein besonderes Buch für eine besondere Zeit im Leben. Für mich ist es nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Zauberhaftes Bilderbuch für Groß und Klein

Eilig, so unglaublich eilig!
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Das Buch „Eilig, so unglaublich eilig!“ von Christian Merveille und Lorenzo Sangiò ist ein wunderschönes Bilderbuch mit toller Botschaft.
Der kleine Hase, man sieht ihn gar nicht richtig, hat es so unglaublich ...

Das Buch „Eilig, so unglaublich eilig!“ von Christian Merveille und Lorenzo Sangiò ist ein wunderschönes Bilderbuch mit toller Botschaft.
Der kleine Hase, man sieht ihn gar nicht richtig, hat es so unglaublich eilig. Er rennt und rennt, verletzt sich, verläuft sich und nimmt sich überhaupt keine Zeit, um mal innezuhalten. Auf seinem eiligen Weg übersieht er alles und jeden, all die wunderschönen Dinge des Lebens rauschen an ihm vorbei. Aber zum Glük hat er tolle Freunde, die auf ihn warten, um gemeinsam die Schönheit des Innehaltens zu erleben.

Die Illustrationen mit den leuchtenden Farben, den detailgetreuen Zeichnungen und den wunderschönen Formen sind einfach großartig. Jede Doppelseite des Buches lädt ein, diese immer wieder zu betrachten, zu bestaunen, denn die kleinen Details machen es so besonders.

Die Bilder am Abend mit allen Tieren gefallen mir ausgesprochen gut. Die kontrastreichen Seiten mit den leuchtenden Laternen und den wunderschönen Zeichnungen sind einfach sehr besonders und wunderschön.
Die kurzen, sehr passenden und gut verständlichen Texte fügen sich harmonisch in das Bild ein und runden das Buch perfekt ab. Die Verwendung von Wiederholungen „Er hat es eilig, sehr eilig, so unglaublich eilig“ sind gerade für kleinere Kinder einfach super.

„Eilig, so unglaublich eilig!“ von Christian Merveille und Lorenzo Sangiò ist ein zauberhaftes Buch und eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Kinder ab 4 Jahren.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Japanische Kultur - Essen und Arbeit

Richtig gutes Essen
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„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist ein japanischer Roman, der das Leben einer Gruppe von Büroangestellten und ihre Lebensweisen näher betrachtet.
Der Roman von Junko Takase steigt ein mit einem ...

„Richtig gutes Essen“ von Junko Takase ist ein japanischer Roman, der das Leben einer Gruppe von Büroangestellten und ihre Lebensweisen näher betrachtet.
Der Roman von Junko Takase steigt ein mit einem Gespräch über die Mittagsversorgung in einem japanischen Büro. Bereits auf den ersten Seiten werden die unterschiedlichen Sichtweisen, wie viel Bedeutung das Essen hat, deutlich. Nitani, der süchtig nach Instantnudeln ist und nur diese als die wahre Mahlzeit ansieht, steht im Fokus der Erzählungen. Nicht nur das Essen, seine Zubereitung und Besonderheiten, sondern auch der japanische Arbeits- und Büroalltag, die Arbeitskultur wird näher beleuchtet.
Junko Takases Schreibstil ist für mich eher gewöhnungsbedürftig. Durch das Aneinanderreihen von Gedanken, Erlebnissen und Beschreibungen ohne eine tiefere Geschichte dahinter, lässt sich kein richtiger Spannungsbogen aufbauen. Mir fehlt die Geschichte hinter der Geschichte. Es fiel mir nicht so leicht, gut in das Buch zu kommen und vor allem auch dranzubleiben. Einzelne Abschnitte ließen sich problemlos lesen, anderen haben mich so gar nicht eingefangen.
Das Buchcover mit der originellen rot - beigen Farbgestaltung, den passenden Buchstaben und dem farblich passenden Lesebändchen ist sehr ansprechend. Auch die Gestaltung der Innenseiten haben mir gut gefallen.
Junko Takases Buch „Richtig gutes Essen“ gibt einen die japanische Arbeits- und Essenskultur.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

toller Jugendroman mit aktuellem Thema

Mo & Moritz
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Julya Rabinowich ist mit ihrem Jugendroman „Mo & Moritz“ ein bewegendes und sehr aktuelles Buch gelungen. Dieser Roman lässt die Leserin nicht mehr los. Mit Leichtigkeit und wie im Rausch liest man sich ...

Julya Rabinowich ist mit ihrem Jugendroman „Mo & Moritz“ ein bewegendes und sehr aktuelles Buch gelungen. Dieser Roman lässt die Leserin nicht mehr los. Mit Leichtigkeit und wie im Rausch liest man sich durch die 220 Seiten dieser wunderbaren Geschichte.

Mo, ein junger Mensch mit muslimischen Wurzeln, fliegt aus der Schule und beginnt eine Lehre in einem Wiener Nobelfriseur. Dort, in dieser völlig anderen, sehr noblen Welt, erlebt er Gleichberechtigung, Anerkennung und Unterstützung und fühlt sich endlich angekommen. Bei seinem Einsatz auf dem Opernball begegnet er Moritz, ein Junge aus jüdischer Familie und verliebt sich.
Eine turbulente, sehr emotionale Reise beginnt… Dürfen sich die beiden lieben? Was sagen ihre Familien? Können die beiden Vorurteile und Grenzen überwinden?
Als Mo unfreiwillig in Anschlagpläne involviert wird, droht ihr Leben aus den Fugen zu geraten.

Julya Rabinowich schafft es mit ihrer feinen, emotionalen und direkten Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns sehr nah an Mo und seine Gedanken lassen. Man hat das Gefühl, Mo und Moritz auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Es ist ein Fest, diesen Roman zu lesen.
Das Cover, als Softcover gestaltet, mit der gewählten Schrift hat mich sehr angesprochen. Die Zeichnung in passender Farbe und Form ist einfach wunderschön. Auch die Gestaltung der Innenseiten mit Text und Bild passt ausgezeichnet zu diesem Buch und ist ein echter Hingucker.

„Mo & Moritz“ von Julya Rabinowich ist ein außergewöhnlicher Jugendroman und eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für jungen Menschen.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Eine besondere Familiengeschichte

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Alena Schröder ist mit ihrem Romen „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ein sehr bewegendes, wundervolles Buch gelungen. Dieser dritte Teil einer außergewöhnlichen Frauen- und Familiengeschichte ...

Alena Schröder ist mit ihrem Romen „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ein sehr bewegendes, wundervolles Buch gelungen. Dieser dritte Teil einer außergewöhnlichen Frauen- und Familiengeschichte reiht sich nahtlos und perfekt in die Familien-Saga ein.
Ob es eine Trilogie bleibt oder noch ein weiteres Buch von Alena Schröder erscheint, bleibt für mich offen und macht es so noch gelungener.

Bereits das Buchcover zieht mich an, wie ein Magnet. Die leuchtenden Farben, die gewählte Schrift sowie die Gestaltung der Innseiten sind sehr gelungen. Das farblich passende Lesebändchen ist das Sahnehäubchen auf der Buchgestaltung, einfach großartig.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen.
Auf der einen Seite ist da die 14-jährige Marlen. Ein junges Mädchen, welches sich in einer alten Truhe verstecken muss, dort ein kleines Bild findet, welches sie ihr ganzes Leben begleitet, vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zum Fall der innerdeutschen Mauer.
Andererseits, auf der zweiten Zeitebene gerät in Hanna Borowskis Leben alles durcheinander, als plötzlich ihr leiblicher Vater auftaucht und Kontakt will. Hannah begibt sich auf die Suche nach der Vergangenheit. Dabei kommt sie ihrer eigenen Geschichte, verwoben mit denen ihrer Mutter und Großmutter näher, verliert aber nie den Blick in ihre Zukunft.

Die Autorin Alena Schröder schafft es mit ihrer feinen, emotionalen und direkten auch manchmal humorvollen Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns tief in diese große Familiengeschichte hineinziehen. Es ist ein Fest, dieses Buch zu lesen. Das Lesen, das Eintauchen in diesen Roman fühlt sich besonders an.

„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ von Alena Schröder ist ein wirklich außergewöhnlicher Roman und ein gelungener dritter Teil der großen Familiengeschichte.

Absolute Leseempfehlung !!!

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