Spannende und erschreckende Ermittlung eines Mobbingfalles in Marseille
LOCKDOWN IN MARSEILLEIn einem Vorort von Marseille erhängt sich die 15jährige Schülerin Emeline an der Magnolie des Hausgartens. Die frisch gebackene Lieutnant Nadia Aubertin beginnt zusammen mit ihrem Freund, dem stellvertretenden ...
In einem Vorort von Marseille erhängt sich die 15jährige Schülerin Emeline an der Magnolie des Hausgartens. Die frisch gebackene Lieutnant Nadia Aubertin beginnt zusammen mit ihrem Freund, dem stellvertretenden Staatsanwalt Pierre Frigeri den Selbstmord genauer zu untersuchen, da der Verdacht von Mobbing an der Schule aufkommt. Von ihren Vorgesetzten werden ihnen jedoch immer wieder Steine in den Weg gelegt, sodass sich die Untersuchung noch schwieriger gestaltet als erwartet und dann kommt auch noch die Pandemie hinzu.
In Anna-Maria Aurels 393 Seiten starken Krimi "Lockdown in Marseille" wird durch den Selbstmord der Schülerin, der gleich auf den ersten Seiten des Buches geschildert wird hohe Spannung und Emotion erzeugt. Erfreulicherweise gelingt es der Autorin beide Komponenten bis zum Ende des Kriminalromans auf hohem Niveau stets aufrecht zu erhalten. Die Leser bauen dadurch zu beinahe allen Charakteren des Romans eine starke Verbindung auf und können sich sehr gut in jede(n) einzelne(n) hineinversetzen. Egal, ob es sich um die Ermittler, die Opfer oder deren Eltern handelt.
Der aktuelle Bezug zur Corona-Pandemie erzeugt einen zudem sehr realistischen Aspekt, so dass Realität und Fiktion nahezu zu korrespondieren scheinen und man sich in die Metropole Marseille regelrecht hineinversetzt fühlt.
Mein Fazit: Ein ganz besonderer Krimi über ein ganz spezielles Thema (Mobbing), der sehr viel Lesespaß erzeugt, aber auch am Ende sehr nachdenklich macht und lange nachwirkt.
Unbedingte Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!!