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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2021

Spannend und hochaktuell

Klima
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Das Buch ist wie ein Sog. Einmal angefangen, konnte ich es nicht aus der Hand legen. Greenman, Ökoterrorist, wird vom FBI gejagt. Regelmäßig verübt er Anschläge auf Einrichtungen, die die Umwelt gefährden. ...

Das Buch ist wie ein Sog. Einmal angefangen, konnte ich es nicht aus der Hand legen. Greenman, Ökoterrorist, wird vom FBI gejagt. Regelmäßig verübt er Anschläge auf Einrichtungen, die die Umwelt gefährden. Tom, Datenanalyst beim FBI, jagt ihn und sieht sich immer mehr mit der Frage konfrontiert, ob Greenman doch nicht der kaltblütige Mörder ist sondern eigentlich die Welt retten will. Das Buch stellt diese moralische Frage in den Mittelpunkt. Ist der Tod von Einzelnen zu rechtfertigen, wenn die Tat einem großen Ziel dient, das Millionen Menschenleben rettet? Tom kommt Greenman immer näher. Witzige Randnotiz sind die Kapitel, in denen der Präsident eine Rolle spielt. Das finde ich sehr treffend eingefangen. Die Figuren sind sympathisch und offenbaren nach und nach verschiedene Facetten. Erschreckend, das Tom Greenman quasi im Alleingang auf die Spur kommt. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig. Die kurzen Kapitel sorgen für rasanten Lesegenuss.

Veröffentlicht am 23.02.2021

Sehr berührend

Stay away from Gretchen
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Ein wirklich berührender Roman um eine große Liebe, Verlust, Rassismus, Ausgrenzung und Traumata. Die Geschichte des Flüchtlingsmädchens Greta, die in den 40er Jahren nach Heidelberg kommt, packt mich ...

Ein wirklich berührender Roman um eine große Liebe, Verlust, Rassismus, Ausgrenzung und Traumata. Die Geschichte des Flüchtlingsmädchens Greta, die in den 40er Jahren nach Heidelberg kommt, packt mich von der ersten Seite. Ihr entbehrungsreiches Leben auf der Flucht, ihr Mut zum Risiko auf dem Schwarzmarkt, ihre beharrliche Suche nach dem Vater, ihre große Liebe zu einem schwarzen GI und ihre Suche nach dem verlorenen Kind. Die Handlung ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Die Zeit bis in die Mitte der 50er Jahre aus der Sicht Gretas und sehr aktuell aus der Perspektive ihres Sohnes, des erfolgreichen Nachrichtenstars Tom (bei dem ich immer an einen erfolgreichen, smarten Moderator der Tagesthemen denken muss . Diesen Perspektivwechsel finde ich sehr spannend. Das Thema des Browns Baby Plans ist mir relativ unbekannt. Das tragische Schicksal der Kinder und Familien berührt mich allerdings sehr. Gretchens fortschreitende Demenz macht die Geschichte besonders tragisch. Seltsamerweise rührt mich das Buch zu Tränen, aber es ist nicht gefühlsduselig geschrieben sondern wirklich packend. Absolute Empfehlung.

Veröffentlicht am 16.02.2021

Packender Schwedenkrimi

Der andere Sohn
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Wirklich ein richtig toller Krimi. Interessante Charaktere, ein spannender Fall und private Verstrickungen. Dazu das Ende, das Lust auf einen nächsten Teil rund um den charismatischen Ermittler John alias ...

Wirklich ein richtig toller Krimi. Interessante Charaktere, ein spannender Fall und private Verstrickungen. Dazu das Ende, das Lust auf einen nächsten Teil rund um den charismatischen Ermittler John alias Fredrik macht. Der Cold Case um die vor 10 Jahren verschwundene Emelie wird wieder aufgerollt. Damals wie heute steht Johns Halbbruder Billy im Fokus der Ermittlungen. Doch er beteuert seine Unschuld. Nach und nach entblättert sich was hinter der Fassade der reichen Unternehmerfamilie schlummert. Die Geschichte nimmt ab der 2. Hälfte des Buches rasant an Fahrt auf. Besonders gut gefällt mir, dass Schauplatz zwar Schweden ist, sich dieser Krimi aber irgendwie aus der Masse an Schweden-Krimis abhebt. Vielleicht liegt es daran, dass John aus den USA zurück nach Schweden kommt und sich beide Schauplätze so etwas vermischen. Definitiv lesenswert.

Veröffentlicht am 04.02.2021

Fesselnd und wirklich mal etwas anderes

Die Schwimmerin
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Ein wirklich gelungener Roman, der nicht nur an der Oberfläche kratzt sondern den Leser richtig in die Handlung hineinzieht. Auf zwei Zeitebenen entblättert sich die Vergangenheit Elisabeths während der ...

Ein wirklich gelungener Roman, der nicht nur an der Oberfläche kratzt sondern den Leser richtig in die Handlung hineinzieht. Auf zwei Zeitebenen entblättert sich die Vergangenheit Elisabeths während der Kriegsjahre und das zufriedene Leben in den 60er Jahren. Ich muss zugeben, dass mir die Handlung in den 40er Jahren etwas besser gefällt. Die Schauplätze und Personen fesseln mich mehr. In den 60er Jahren wirkt trotz Wirtschaftswunder alles etwas trist. Mit einigen Figuren werde ich einfach nicht warm. Bettys Mann Martin und die Nachbarin sind mir beide unsympathisch. Das mindert aber den positiven Eindruck des Buches nicht. Seite um Seite erfährt man mehr aus Bettys Lebensgeschichte. Sie ist zwar erst Mitte 30, hat aber schon sehr viel erlebt. Kraft tankt sie beim Schwimmen, Zuflucht, Rückzug, Kraftquelle. Der Schreibstil gefällt mir, berührend aber nicht trivial. Die Dialekte machen es nicht immer leicht, aber haben einen ganz besonderen Reiz. Das Cover ist nicht ganz mein Geschmack, aber das ist mir nicht wichtig. Ein wirklich lesenswertes Buch, das auch mal einen anderen Teil der Nachkriegsgeschichte beleuchtet.

Veröffentlicht am 31.01.2021

Ein Buch, das noch lange nachwirkt

Wo wir Kinder waren
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Der neue Roman von Kati Naumann hat mir wirklich gut gefallen. Das Thema ist sehr interessant und mir war gar nicht bewusst, welche Bedeutung Sonneberg und die Region weltweit in der Spielwarenindustrie ...

Der neue Roman von Kati Naumann hat mir wirklich gut gefallen. Das Thema ist sehr interessant und mir war gar nicht bewusst, welche Bedeutung Sonneberg und die Region weltweit in der Spielwarenindustrie hatten. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist sehr gut gelungen. Man folgt Eva, Jan und Iris beim Entrümpeln des Hauses von Zimmer zu Zimmer, auf den Spuren ihrer Kindheitserinnerungen im geteilten Deutschland. Dazwischen immer wieder der Blick zurück. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts, über beide Weltkriege, deutsche Teilung und Wiedervereinigung begleitet man die Familie Langbein. Besonders gut gefällt mir, dass der Fokus auf der Zeit nach 1945 liegt und der schrittweisen Enteignung privater Betriebe in der DDR. Dennoch ist die Geschichte niemals eindimensional und beleuchtet das Geschehen nur aus einer Perspektive. Die Figuren sind sehr gut eingefangen. Mine und Albert, Otto und Flora, Hugo, Fred und Anita und zum Schluss die Enkel. Flora ist für mich das Herz der Geschichte, warmherzig, stark, pragmatisch und liebevoll. Ein wirklich tolles Buch, das noch einige Zeit nachwirken wird.

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