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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Absolut packend von der ersten bis zur letzten Seite

Der Kastanienmann
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Dieser Thriller ist wohl einer der besten, den ich in den letzten Monaten, wenn nicht im letzten Jahr gelesen habe. Ein absolut spannender Fall, vielschichtige, facettenreiche Ermittler, Wendungen, die ...

Dieser Thriller ist wohl einer der besten, den ich in den letzten Monaten, wenn nicht im letzten Jahr gelesen habe. Ein absolut spannender Fall, vielschichtige, facettenreiche Ermittler, Wendungen, die nicht an den Haaren herbeigezogen sind, sondern absolut logisch erscheinen und damit umso erschütternder sind. Im Mittelpunkt stehen mehrere Morde an Müttern, die ihre Kinder vernachlässigen oder sogar misshandeln. An jedem Tatort findet sich eine kleine Kastanienfigur. Die Frauen sind fürchterlich entstellt und wurden gequält. Das Buch ist hart, die Schilderung der Taten sehr brutal. Doch das Buch driftet an keiner Stelle, ins Voyeuristische ab. Der Schreibstil ist vielseitig und niveauvoll, durch die kurzen Kapitel äußerst spannend und kurzweilig. Schnell stoßen die Ermittler auf Parallelen zu einem Fall von Kindesentführung an einer Politikertochter. Der Fall scheint aufgeklärt, doch nach und nach verdichten sich die Indizien, dass die Lösung wohl doch nicht so einfach war wie gedacht. Das Thriller ist wirklich bis zum Ende spannend und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Ich hoffe, dass es noch weitere Fälle, der etwas eigenwilligen und doch sehr menschlichen und sympathischen Ermittler geben wird. Ich bin Fan und freue mich schon auf den nächsten Teil. Eine absolute Leseempfehlung für Fans von Spannungsliteratur.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Spritzig und warmherzig

Einatmen. Ausatmen.
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Ich hatte keine konkreten Erwartungen an dieses Buch. Ich kannte auch noch keine anderen Romane des Autors, jedoch haben mich die Leseprobe und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Marlene, ehrgeizige ...

Ich hatte keine konkreten Erwartungen an dieses Buch. Ich kannte auch noch keine anderen Romane des Autors, jedoch haben mich die Leseprobe und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Marlene, ehrgeizige Managerin, aber ohne Empathie, soll vor ihrer Beförderung eine Art Achtsamkeitscoaching machen, um sich besser in sich und andere einzufühlen. Max, der Star unter den Lebenshilfecoachs, soll ihr dabei helfen und nebenbei seine verschuldete Luxusklinik retten. Der Selbstfindungstrip wird zur lebensverändernden Reise. Dabei beschreibt der Autor die Begebenheiten, Personen und Verhaltensmuster so witzig und treffend, dass ich oft laut lachen muss. Marlenes zugegebenermaßen sehr direkte Art und die bissigen Einschätzungen der Arbeitswelt sind stellenweise sehr passend, was sicher nicht jeder Leser so sehen wird. Aber bei mir trifft es einen Nerv. Auch Nebenfiguren wie Max Freundin, der eigenbrötlerische Mattissen und sogar die Krisenbeauftragte des Konzerns sind sehr einnehmend und treffen einen Nerv. Das Ende ist mir etwas zu aufgesetzt und halte ich für unrealistisch. Mir hätte es besser gefallen, wenn Marlene einen anderen Weg eingeschlagen hätte und mit ihrer neuen Kraft und Erkenntnissen ihren Traum verfolgt hätte. Aber vielleicht ist auch das eine Botschaft dieses Buches: Träume können sich ändern, genauso wie das, was wir als Glück empfinden. Ein kurzweiliges Buch, das mich sehr gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Ewiger Mythos Kleopatra

Kleopatra
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Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Kleopatra hat mich viele Jahre lang sehr fasziniert. Ich habe bereits einige Bücher und Romane über ihr Leben, ihre Liebe und die Legenden, die sich um sie ...

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Kleopatra hat mich viele Jahre lang sehr fasziniert. Ich habe bereits einige Bücher und Romane über ihr Leben, ihre Liebe und die Legenden, die sich um sie ranken, gelesen. Umso gespannter war ich nun. Bei diesem Roman steht insbesondere Kleopatra als Frau, Königin, Herrscherin, Mutter und Geliebte im Mittelpunkt. Wie das Cover bereits wunderbar unterstreicht, war sie eine schöne, mächtige und starke Frau. Der Leser folgt Kleopatra von ihrer Jugend als Pharaonen-Tochter bis zu ihrem Tod. Dabei schafft es die Autorin auf sehr sinnliche und bildhafte Weise, das Ägypten, der damaligen Zeit vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Kleopatra Kampf mit der eigenen intriganten Familie, der Krieg gegen Bruder und Schwester und das ewige Hadern mit ihrer göttlichen Gabe sind sehr gut eingefangen. Kleopatra wirkt bei aller Macht, allem Glanz und allem Göttlichen, dennoch menschlich und fehlbar. Wir verfolgen ihren Weg, den sie mit zunehmender Brutalität und Härte geht, aber auch ihre tiefen Gefühle zu den Männern ihres Lebens. Dabei ist sowohl die Beziehung zu Caesar als auch zu Marcus Antonius sehr berührend beschrieben. Trotz des relativ überschaubaren Umfangs des Buches wird auf alle wesentlichen Stationen ihres Lebens eingegangen. Neu war mir die Bedeutung Kleopatras als Heilerin, ihr Streben nach Wissen auf diesem Gebiet und ihr Wirken in der Krankenpflege. Auch die vermeintlichen Randfiguren, wie die treue Freundin und Dienerin Charmion, berühren mich sehr. Es sind vor allem, aber nicht nur die Frauen, die diesem Roman das gewisse Etwas geben. Auch Kleopatras rachsüchtige Schwester Arsinoe bekommt einen würdevollen, starken Platz in diesem Roman. Das Ende ist sehr originell und wirkt noch etwas in mir nach. Der feministische Gedanken, dass die starke, mächtige Kleopatra in jeder Frau, der Unrecht widerfahren ist, weiterlebt, war mir doch etwas zu aufgesetzt, dennoch beschäftigt mich der Gedanke, dass eine der mächtigsten Frauen der Geschichte so viel mehr ist als die Legenden, die sich um sie ranken. Ein ewiger Mythos und sterblich in den Geschichten und der Geschichte. Wer weiß schon, was wahr, erfunden, erdichtet oder gelogen ist? Neid und Missgunst prägten wohl auch oft den Blick auf eine der mächtigsten und stärksten Frauenfiguren der Geschichte. Dieses Buch ist eine betörende Reise nach Ägypten, in die Welt der Götter, der Liebe und der Fantasie.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Ein Buch mit Ecken und Kanten

Alma
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Dieser Roman ist kein leichtes oder gefälliges Buch. Er ist rau, stellenweise auch etwas schroff genauso wie die Figuren. Die Hauptfigur Alma, geboren in Triest, an der Grenze zu Slowenien, einer Stadt ...

Dieser Roman ist kein leichtes oder gefälliges Buch. Er ist rau, stellenweise auch etwas schroff genauso wie die Figuren. Die Hauptfigur Alma, geboren in Triest, an der Grenze zu Slowenien, einer Stadt zwischen Ost und West. Ich bin mir gar nicht sicher, ob der Stadtname Triest an irgendeiner Stelle erwähnt wird. Viel mehr ist die geographische Lage zwischen Ost und West ausschlaggebend für die Entwicklung, den Takt und auch, oder ganz besonders, für den Charakter ihrer Figuren. Ein sehr wichtig er Baustein der Geschichte ist die Beziehung Almas zu ihrem Vater, einem Grenzgänger im wahrsten Sinne des Wortes. Er scheint weder bei seiner Familie noch in der Ferne so richtig zu Hause zu sein. Als die politischen Verhältnisse sich ändern, findet sich Almas Vater nicht mehr zurecht. Noch schlimmer wird es nach Ausbruch des Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Zweitwichtigste Beziehung ist die zwischen Alma und dem jungen Vili, der als Kind in ihre Familie kommt und zu dem sie zeitlebens ein sehr enges, wenn auch zwiespältiges Verhältnis hat. Ihre Jugendliebe, ihr bester Freund, vielleicht auch Seelenverwandter, auf der anderen Seite, aber auch Rivale und Gegner. Beide können nicht ohne einander aber auch nicht miteinander. Diese schwierige Beziehung zu den Männern ihres Lebens prägt auch Almas Gegenwart als Journalistin in der Hauptstadt. Aufgrund eines Erbes kommt sie nach Triest zurück und der Leser erlebt ihr Leben in Rückblenden. Dabei fällt es mir, ehrlich gesagt, etwas schwer, die zeitlichen Ebenen auseinander zu halten. Vielleicht fehlt mir hier der zeitliche, historische Kontext sowie der politische Hintergrund in ausreichender Tiefe. Das Buch setzt in diesem Punkt einiges voraus - Personen, Orte, Beziehungen werden teils nur angerissen oder in einer Randbemerkung genannt. Manche historischen Zusammenhänge lassen sich für mich so nur schwer in eine Zeitreihe bringen. Der Schreibstil ist direkt, rau und verstärkt so auch den rauen Charakter dieser besonderen Stadt zwischen Italien und Osteuropa, an der Grenze und zwischen verschiedenen Kulturen. Die sehr langen, meist recht verschachtelten Sätze, machen es zeitweise nicht leicht, dieses Buch zu lesen. Es ist aber auch kein leichtes Buch, sondern eines auf das man sich einlassen muss, das Ecken und Kanten hat und damit eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlt. Ich hätte mir etwas mehr Nähe zu den Figuren gewünscht, die seltsamerweise alle etwas auf Distanz bleiben. So schaut man eher als neutraler Beobachter auf das Leben von Alma, das stellvertretend für das Leben einer ganzen Generation, die in dieser Grenzregion aufgewachsen ist, steht. Als Leser lernt man sehr viel über die Geschichte Italiens, aber auch Sloweniens, Serbiens und Kroatiens. Ein eindringliches Buch.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Wer hat hier eigentlich nichts zu verbergen?

Eisnebel
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Wow, ich bin sehr positiv überrascht. Ich hatte einen kurzweiligen Thriller über ein Mädchen aus bescheidenen Verhältnissen in einer Riege steinreicher Yuppies erwartet. Doch dieser äußerst wendungsreiche ...

Wow, ich bin sehr positiv überrascht. Ich hatte einen kurzweiligen Thriller über ein Mädchen aus bescheidenen Verhältnissen in einer Riege steinreicher Yuppies erwartet. Doch dieser äußerst wendungsreiche Thriller hat noch viel mehr zu bieten. Ein junges Paar, ein luxuriöses Anwesen in atemberaubender, aber einsamer Kulisse, eine Familie voller Lügen und Intrigen. Als Theo mit ihrem Verlobten Connor bei seiner reichen Familie die Weihnachtstage verbringen will, ahnt sie nicht, dass sie sich selbst in höchste Gefahr begibt. Doch bereits kurz nach der Ankunft beginnt sie sich an Geheimnisse aus ihrer verdrängten Kindheit zu erinnern. War sie schon einmal in der Lodge und wenn ja mit wem? Wer ist die Frau mit dem roten Tuch? Wer der Mann mit dem Geweih, der sich in ihre Träume schleicht? Nach und nach lüftet Theo den Schleier, der über ihrer Kindheit liegt, dabei kommen nicht nur die Geheimnisse der Familie ans Licht sondern auch das, was Theo selbst verbergen will. Der Schreibstil ist durch die wiederkehrenden Perspektivwechsel zwischen der erwachsenen und der kindlichen Theo sehr kurzweilig und packend. Die Figuren bis auf die Hauptpersonen wenig sympathisch. Jeder hat etwas zu verbergen. Besser man rührt nicht an der Vergangenheit. Eine düstere Atmosphäre, eiskalte Stimmung und Lügen hinter der feinen Fassade machen dieses Thriller zu einem sehr gelungenen Lesevergnügen. Das Cover ist nicht besonders auffällig, passt aber zu Handlung. Der Farbschnitt ist nicht mein Geschmack, aber recht dezent, so dass ich darüber hinwegsehen kann. Mich hat die Autorin überzeugt, ich hoffe es kommt ein weiterer Thriller aus ihrer Feder.

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