Auch der dritte Teil um Art Mayer und Nele ist wieder sehr spannend. Dieses Mal steht weniger Art selbst im Mittelpunkt, was ich nach dem sehr emotionalen zweiten Teil sehr passend finde. Im Zentrum des ...
Auch der dritte Teil um Art Mayer und Nele ist wieder sehr spannend. Dieses Mal steht weniger Art selbst im Mittelpunkt, was ich nach dem sehr emotionalen zweiten Teil sehr passend finde. Im Zentrum des aktuellen Falls steht Arts Nachbarin Dana und eine verlassene Campingsiedlung nahe Berlin. Die Stimmung auf diesem Campingplatz ist sehr gut eingefangen. In Rückblenden erfährt der Leser von einem längst zurückliegenden Unglück. Ein Junge verschwindet spurlos und ein unbeschwerter Discoabend setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, deren Dynamik sich nicht mehr stoppen lässt. Toll und packend geschrieben, wenn auch eine Frage weiterhin ungeklärt ist. Aber vielleicht bringt hier Teil 4, der im Frühjahr erscheint, Licht ins Dunkel.
Auch der zweite Teil der Reihe um Art Mayer ist packend und hält die Spannung hoch. Dieses Mal geht um eine Mordserie an erfolgreichen, alleinstehenden Frauen. Sie werden mit einem Geweih an einen Baum ...
Auch der zweite Teil der Reihe um Art Mayer ist packend und hält die Spannung hoch. Dieses Mal geht um eine Mordserie an erfolgreichen, alleinstehenden Frauen. Sie werden mit einem Geweih an einen Baum gefesselt. Wer tut so etwas Grauenvolles? Art und Nele nehmen die Ermittlungen auf und sind schnell wieder tiefer verstrickt als ihnen lieb ist. Außerdem sehr spannend ist eine Geschichte aus der Vergangenheit, die als Tonbandaufzeichnung erzählt wird. Eine junge Frau, ein Kind und eine rasante Verfolgungsjagd. Ja, Art Mayer ist wieder persönlich verstrickt. Wie wahrscheinlich das tatsächlich ist, ist fraglich, aber dennoch ist auch dieser Fall äußerst packend und rasant erzählt. Ich freue mich nun auf den dritten Band der Reihe.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Schon die ersten Seiten, die einen Blick in die Vergangenheit des Ermittlers werfen sind überaus packend. Als dann mitten in Berlin eine tote Frau gefunden ...
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Schon die ersten Seiten, die einen Blick in die Vergangenheit des Ermittlers werfen sind überaus packend. Als dann mitten in Berlin eine tote Frau gefunden wird, die die Adresse des Kanzlers auf den Körper trägt, geht es erst richtig los. Kurze Kapitel, rasant erzählt und immer wieder Perspektivwechsel. Im Mittelpunkt steht der charismatische Ermittler Art Mayer, außerdem seine junge und ehrgeizige Kollegin Nele. Die Figuren sind sehr einnehmend, ich gehe gern mit ihnen auf Spurensuche. Zusätzliche Spannung wird durch die Zeitsprünge in die Jugend des Ermittlers aufgebaut. Ein interessanter Fall, der bis zum Ende spannend bleibt. Ich freue mich schon auf Teil 2 der Reihe.
Dieser Roman ist nicht lieblich, üppig oder verspielt. Er ist direkt, etwas ruppig und auf den Punkt und trifft damit mitten ins Herz. Wie das Baskenland selbst mit seiner faszinierenden Sprache, den Menschen ...
Dieser Roman ist nicht lieblich, üppig oder verspielt. Er ist direkt, etwas ruppig und auf den Punkt und trifft damit mitten ins Herz. Wie das Baskenland selbst mit seiner faszinierenden Sprache, den Menschen und dieser ganz eigenen Atmosphäre. Im Mittelpunkt stehen zwei Familien, die von Freunden zu Fremden werden. Zwei Pole, eine Annäherung unmöglich. Auf der einen Seite die Familie der Opfer und auf der anderen die der Täter. Doch so einfach ist es nicht und macht es sich der Autor auch nicht. In ständigen Perspektivwechseln wird die Geschichte eines Verbrechens, die Geschichte der beiden Familien und damit auch die Geschichte einer ganzen Region erzählt. Dabei ist der Autor nicht parteiisch sondern lässt jeder Figur ausreichend Raum. Dabei werden auch unangenehme Wahrheiten ausgesprochen. Besonderes Augenmerk liegt auf den beiden Frauen, Bittori und Miren. Beide sind starke, unbeugsame Charaktere. Beide Mütter, Ehefrauen, einst Freundinnen, jetzt Feindinnen. Mirens Sohn schließt sich der ETA an, Bittoris Mann wird zum Gejagten, zum Opfer. Auch die Kinder kommen zu Wort, die Schwestern, der Bruder. Wie geht es ihnen mit dieser Tat, dieser Schuld, dem Zwang des Dorfes? Dieser gesellschaftliche Zwang, die Ächtung derjenigen, die zu Verrätern erklärt wurden, hat mich besonders schockiert. Wie schnell war man isoliert, unerwünscht und verhasst. Die tragischste Figur ist für mich Joxian, der Freund, Feigling, Vater. Doch auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich gezeichnet. Bei allen menschlichen Schwächen schimmert meist sich eine große stärke und Kraft unter der Oberfläche. Es ist berührend, wie jeder Einzelne darum kämpft, das eigene Schicksal in der Hand zu behalten, kein Opfer zu sein. Der Schreibstil ist nicht immer einfach. Komplexe Sätze, immer wieder Einschübe zu Gedanken und Gefühlen, tragen nicht unbedingt zu einem schnellen Lesefluss bei. Dennoch passt hier jedes Wort, jeder Satz. Ein wichtiges Buch, das mich nicht nur wegen der geschichtlichen Hintergründe noch lange beschäftigen wird. Insbesondere die Frage von Schuld und Vergebung wirkt nach. Ein Roman mit sehr großer Kraft, der von Heimat, Identität, Familie, Mut und Vergebung handelt.
Christian Berkel ist ein wunderbarer Schauspieler und ein toller Autor. Bereits die ersten beiden Bände seiner Familiengeschichte haben mir sehr gut gefallen. Hier steht er selbst im Mittelpunkt. Der Schreibstil ...
Christian Berkel ist ein wunderbarer Schauspieler und ein toller Autor. Bereits die ersten beiden Bände seiner Familiengeschichte haben mir sehr gut gefallen. Hier steht er selbst im Mittelpunkt. Der Schreibstil ist wieder recht sachlich, dennoch entstehen Bilder vor dem geistigen Auge, werden Schauplätze lebendig. Es steht insbesondere die Nachkriegszeit im Mittelpunkt. Neben der Lebensgeschichte des Schauspielers dreht sich vieles um Berlin, seine Heimatstadt und um Paris. Beide Städte sind sehr treffend eingegangen. Ich folge Sputnik gern. Dennoch muss ich sagen, dass mir die ersten beiden Bücher etwas besser gefallen haben, eindringlicher waren und länger in mir nachhallen. Woran es liegt, kann ich gar nicht genau sagen. Doch Sputnik ist gelungener Abschluss der Geschichte. Erwähnen möchte ich noch das tolle Cover, das Lebensgefühl und Zeitcholorit sehr gut einfängt.