Profilbild von Consta

Consta

Lesejury Star
online

Consta ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Consta über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Angst aus Sicht eines Betroffenen

Hundertsiebenundachtzig Tage
0

Dieses nicht besonders lange Buch glänzt mit einem einzigartigem schreibstiols und einer intensiven Innenansicht des Erzählers - hier gilt klein und fein :) Der Ich-Erzähler leidet am Höhlensyndrom und ...

Dieses nicht besonders lange Buch glänzt mit einem einzigartigem schreibstiols und einer intensiven Innenansicht des Erzählers - hier gilt klein und fein :) Der Ich-Erzähler leidet am Höhlensyndrom und hat das Haus seit ganzen 187 Tagen nicht verlassen. Der Autor lässt uns hier sehr intensiv an den Gefühlen, Ängsten und Herausforderungen des Erzählers teilhaben. Durch Satzfragmente, Songtexte und weiteren Stilmitteln, die präzise an den richtigen Stellen gesetzt sind, wirkt der Text besonders intensiv. Hier wird weniger auf das Warum eingegangen, sodern mehr auf den Weg, die Gefühle, die Begleitpersonen und und und. Ein wirklich tolles Buch, das sich auch sehr gut als Schullektüre eignen würde (finde ich zumindest, denn ich hätte es in meiner Schulzeit gerne gelesen;) Literarisch und poetisch, eher anspruchsvoll zu lesen und dabei trotzdem leicht und intensiv erzählt - eine besondere Leseerfahrung, die Raum für weitere Gedanken, Ideen, Diskussionen und Ausgänge lässt. Mir hat es gut gefallen und für mich war auch diese Offenheit sehr stimmig, einzig Manon hat mir Rätsel aufgegeben, für mich war sie ein bisschen zu perfekt für den Erzähler.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2026

Wenig Piratenfeeling

Nightweaver
0

Meine Erwartungen an das Buch waren gerade was das Setting anging hoch, da ich mal was Anderes lesen wollte. Piraten, Meere und eine Schlacht habe ich gleich zu Anfang bekommen und ich fand das richtig ...

Meine Erwartungen an das Buch waren gerade was das Setting anging hoch, da ich mal was Anderes lesen wollte. Piraten, Meere und eine Schlacht habe ich gleich zu Anfang bekommen und ich fand das richtig gut. Ich konnte das Salz förmlich schmecken beim Lesen, so tief bin ich in diese Welt eingetaucht. Leider hat dieses Feeling nicht mal bis zum Ende des ersten Drittels gehalten, denn dann landet die Familie Oberon auf dem Land. Hier habe ich irgendwie den Bezug zu Aster verloren. Die Oberons haben einen unheimlichen Zusammenhalt in der Familie und dennoch schenkt sie ihnen keinen reinen Wein ein? und ihre Familie - stolze, freie Piraten geben dieses Leben einfach so ohne Erklärung und ganz schnell auf und werden Diener? Sorry, das konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Zudem die Handlung dann sehr wirr wurde, zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge und ich war leider nur noch mäßig gefesselt. Schade, denn die gerade die neuen Figuren und das World Building hätte so viel mehr hergegeben. Irgendwie kamen mir die Erklärungen auch zum falschen Zeitpunkt oder auf die falsche Art mich zu erreichen und das Ruder wieder herum zu reißen. Ebenfalls nimmt mir Aster diese für sie neue Welt zu einfach hin, sie ist für mich ein nicht einfach zu greifender Charakter. Auf der einen Seite taffe, freiheitsliebende Piratin, die auch nicht vor Blut und Mord zurück schreckt, auf der anderen Seite ist sie naiv, leichtgläubig und schluckt die ganzen Erklärungen ohne nachzudenken. Normalerweise finde ich ja gerade solche Gegensätze spannend, hier hat es für mich nicht so gepasst. Das letze Drittel hat mich dann wieder total gepackt und hat wieder so einiges wett gemacht. Insgesamt lässt sich das Buch super lesen und hat mich gut unterhalten, aber ein paar weniger Randfiguren und Verstrickungen wären für mich besser gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Geister und Katzen

Geisterreich Berlin
0

"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher ...

"Geisterreich Berlin" empfand ich als eher ruhigen, bedachten Krimi, der sich langsam entwickelt - mir leider stellenweise etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass der Kriminalfall früher und deutlicher in den Mittelpunkt rückt - ich liebe es mitzurätseln;) Der Schreibstil liest sich super und das Buch ist auch nicht so umfangreich, so dass ich die Einführung von Bernd und Irmelin etwas zu lang fand. Bernd ist ein eher ruhiger, gesetzterer Typ, der manchmal auf mich etwas einfältig wirkte. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und als Leser lernt man ihn gut kennen, da die Handlung aus seiner Sicht erzählt wird. Im Gegensatz dazu ist seine Kollegin und Freundin Irmelin eine ziemlich taffe Frau, die gerne auch mal ein paar Männer gleichzeitig in ihre Schranken verweist. Die Geister bzw. der Geist spielt anfangs nur eine Rolle, die ich nicht ganz fassen konnte. An Bernds Stelle hätte ich da viel mehr nachgehackt und auch darüber nachgedacht z.B. was hat der für ein Verhältnis zu Katzen? Gerade diese Ruhe am Anfang lässt natürlich Raum für die Entfaltung der Hauptcharaktere und so konnte ich mir die Zwei gut vorstellen. Die Krimihandlung auf zwei Zeitebenen entwickelt sich langsam und ich hätte mir hier mehr Spannung gewünscht. Viele Dinge bzw. Entwicklungen habe ich vorausgeahnt, der große "Bang" am Ende kam dann doch recht überraschend und hat mich positiv beeindruckt. Der Humor hat leider bei mir an vielen Stellen nicht gezündet oder ist an mir vorbei gegangen. Wer also einen eher ruhigeren Krimi mit einer Prise Geister ohne Blut und großen Gruselfaktor sucht, ist hier genau richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2026

nicht ganz wie erwartet

Silvercloak - Unter Feinden
0

Die Idee hat mich gleich angesprochen und die Story klang frisch, neu und spannend. Ich war allerdings etwas skeptisch, ob der hohen Seitenzahl und das leider zu Recht. Bei einem über 600 Seiten muss der ...

Die Idee hat mich gleich angesprochen und die Story klang frisch, neu und spannend. Ich war allerdings etwas skeptisch, ob der hohen Seitenzahl und das leider zu Recht. Bei einem über 600 Seiten muss der Spannungsaufbau schon gut und konstant sein um mich am Ball zu halten oder ein absolut krasses Wort Building - leider hat mir hier beides gefehlt. Anfangs war ich sehr gefesselt, leider hat das trotz des insgesamt guten Schreibstils nicht angehalten und als meine Logik nicht mehr mitkam habe ich angefangen Passagen nur noch oberflächlich zu lesen, weil ich dennoch wissen wollte, wie das Buch endet. Ich mag Enemys-to-lovers, aber die Romanze hat es hier leider auch nicht mehr rumgerissen und das richtige Prickeln hat bei mir leider gefehlt. Die Handlung ist gut, plätschert aber eher so dahin und am meisten haben mich wirklich die Logiklücken und das unausgegorene Wort Building gestört, so konnte ich nur oberflächlich in die Geschehnisse eintauchen und das hat meine hohen Erwartungen etwas gedämpft. Ich hätte mir mehr Erklärungen zur Magie gewünscht und leider ist meine Toleranzschwelle bei logischen Fehlern ziemlich niedrig. Schade, denn ich wollte es wirklich mögen.

Veröffentlicht am 24.01.2026

Dämonen und Vampire

Kein Kuchen für Vampire
0

Nachdem mich der erste Band mit Robin sehr gut unterhalten hat war die Fortsetzung natürlich Pflicht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht und ich wurde sehr gut unterhalten, habe das Buch fast in ...

Nachdem mich der erste Band mit Robin sehr gut unterhalten hat war die Fortsetzung natürlich Pflicht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht und ich wurde sehr gut unterhalten, habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Im Vergleich zum ersten Band fand ich diesen hier spannender und rasanter, dafür nicht ganz so lustig. Der Fokus lag für mich neben der rasanten Aktion eher auf der Beziehung zwischen Robin und Zylas - diese entwickelt sich weiter und die Zwei lernen sich näher kennen, was natürlich zu ein paar lustigen, aber auch nachdenklichen Szenen führt. Das hat mir sehr gut gefallen, da sie sich zusammenraufen müssen und die Ausgangslagen doch sehr unterschiedlich sind. Robin selbst entwickelt sich ein bisschen weiter, ist und bleibt aber der eher schüchterne unsichere Charakter und somit das komplette Gegenteil von Zylas. Manchmal war sie mir ein bisschen zu unsicher, aber ein paar Bände kommen ja noch. Etwas zu oft kam mir das Wort "karmesinrot" vor, irgendwann ist mir das aufgefallen, aber zumindest wurde die Farbe auch im Cover verwendet;) Insgesamt gefällt mir die Reihe bisher sehr gut, auch wenn sie nicht ganz an Tori und ihre drei Magier rankommt (die haben natürlich auch einen kurzen Auftritt). Mir jedenfalls wird so die Wartezeit auf den nächsten Tori-Band verkürzt und ich werde weiterhin beide Reihen verfolgen (die sind übrigens komplett unabhängig voneinander lesbar und machen und machen unheimlich Spaß). Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie es mit Robin und Zylas weitergeht und warte gespannt auf den dritten Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere