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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2023

Feminismus pur

M.O.M.: Mother of Madness
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Maya hat Superkräfte, diese hängen von ihren Emotionen und ihrem Zyklus ab. Nun beschließt sie diese für das Gute einzusetzen. Der Comic ist bunt und schrill, bei dieser außergewöhnlichen Kraft auch kein ...

Maya hat Superkräfte, diese hängen von ihren Emotionen und ihrem Zyklus ab. Nun beschließt sie diese für das Gute einzusetzen. Der Comic ist bunt und schrill, bei dieser außergewöhnlichen Kraft auch kein Wunder;) Die Zeichnungen sind wirklich fantastisch und gut gelungen. Die Story an sich ist ein Paradebeispiel für female Empowerment - hier werden wirklich alle Klischees bedient und erwähnt. Für mich war das manchmal etwas drüber, aber das ist vermutlich Absicht. So denke ich aber, dass der Comic nicht für jeden etwas sein wird. Er besticht durch seine Ironie und seinen Sarkasmus - Männer kommen hier nicht gut weg. Maya schafft nicht alles alleine, sie sucht sich Freunde/Sidekicks, die sie in ihrem Vorhaben unterstützen und ihr helfen i vielerlei Hinsicht. So als alleinerziehende Superheldin mit Kind und zwei Jobs braucht man die schon allein zum Babysitten. Sie bekommt alles auf die Reihe und sieht dabei auch noch fantastisch aus, obwohl die Kernaussage ja eine andere ist, hat mich das ein bisschen gestört. Trotzdem spannende, bunte und etwas andere Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

düster und spannend

Harper Green – Be Brave. Be Angry. Be the Storm.
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Harper entdeckt eine unheimliche Kraft an sich selbst, leider hat das nicht nur Vorteile. Wie wird sie sich für sich entscheiden?

Zuerst einmal fand ich das Setting in den 80ern für eine Dystopie sehr ...

Harper entdeckt eine unheimliche Kraft an sich selbst, leider hat das nicht nur Vorteile. Wie wird sie sich für sich entscheiden?

Zuerst einmal fand ich das Setting in den 80ern für eine Dystopie sehr außergewöhnlich. Harper liebt Musik und die hatte ich beim Lesen auch immer im Kopf ;) Zudem fand ich es mal was komplett Anderes von einer Welt zu lesen, die unserer Vergangenheit auf der einen Seite so ähnlich und auf der anderen Seite so anders ist.

Das Hörspiel kenne ich nicht und das war beim Lesen auch kein Problem - das will ich mir jetzt aber auch noch anhören, denn die Geschichte hat mich sehr begeistert. Die Handlung ist aus Sicht Harpers geschrieben, so dass man gut in ihre Gefühlswelt eintauchen kann. Leider hat ihre Gabe Gedanken lesen zu können nämlich einen ziemlich großen Nachteil. Harper muss sich entscheiden, wofür sie sie einsetzten möchte und darf dabei nicht sich selbst verlieren. Wunderbares Thema und ein ziemlicher Kampf mit sich selber. Das wurde von den Autorinnen sehr gut umgesetzt und ich habe Harper sehr gerne auf ihren Weg begleitet. Der ist nämlich manchmal ganz schön holprig, doch Harper gibt nicht auf und wächst in ihrer Persönlichkeit daran. Ihre Erfahrungen sind dabei manchmal ganz schön krass, dennoch schafft sie es, sie differenziert zu betrachten und zu lernen. Ihr Ziel verliert Harper nicht aus den Augen und schafft es trotz oder gerade wegen ihrer impulsiven, jugendlichen Art einen weg für sich zu finden, ob der perfekt ist wird sich zeigen...

Insgesamt ist die Geschichte abgeschlossen, aber es gäbe viel Raum für eine Fortsetzung. Ich würde mir auf jeden Fall weitere Bände dieser düsteren, spannenden Dystopie wünschen.

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Veröffentlicht am 01.04.2023

Freundschaft

Morgen, morgen und wieder morgen
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Das Buch handelt von der Freundschaft von Sadie und Sam über mehrere Jahre hinweg. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, nur die Figuren waren nicht so meins. Einzig eine Nebenfigur konnte mein ...

Das Buch handelt von der Freundschaft von Sadie und Sam über mehrere Jahre hinweg. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, nur die Figuren waren nicht so meins. Einzig eine Nebenfigur konnte mein Herz erwärmen. Sadie fand ich sehr unsympathisch, leider wird die Geschichte meist aus ihrer Sicht erzählt. Sie ist egoistisch und nachtragend, Sam im Gegenzug würde alles für sie tun und geht bis ins Extreme. Daher empfand ich die Freundschaft sehr einseitig. Im Laufe der Jahre entwickeln sich die Persönlichkeiten zwar, dennoch blieb mir Satie sehr unsympathisch. Der Schreibstil liest sich sehr gut. Die Autorin flicht in ein Setting in den 90er Jahren sehr aktuelle Themen ein. Diese werden eher nebensächlich erwähnt, dies hat für mich mal mehr, mal weniger gut geklappt. Allerdings habe ich die 90er auch als etwas jüngere Jugendliche erlebt, daher kam mir das ein oder andere Thema nicht ganz passend vor. Zudem gibt es immer wieder Rückblenden zur Vergangenheit der Protagonisten, diese fand ich sehr informativ und haben mir beim Lesen am meisten spaß gemacht, ich empfand sie nur teilweise zu abrupt startend und endend.

Sehr gut gefallen haben mir die Hintergrundinformationen zur Spieleentwicklung und wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Das ist es auch, was Saide und Sam über die Jahre hinweg verbindet. Ich bin keine Gamern, was mich beim Lesen nicht gestört hat. Ich empfand dieses Thema als den Kitt der Freundschaft, hätte auch was Anderes sein können;)

Insgesamt ein gutes Lesevergnügen, dass sich für mich stellenweise etwas zog. Ich hatte mir nach dem Hype mehr von dem Buch erwartet.

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Veröffentlicht am 29.03.2023

Gestrandet

Stranded - Die Insel
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Maddie nimmt an einer Art Dschungelcamp, das gehörig aus dem Ruder läuft, teil. Rückblickend wird die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Das Buch liest sich wirklich super und ich fand es auch spannend ...

Maddie nimmt an einer Art Dschungelcamp, das gehörig aus dem Ruder läuft, teil. Rückblickend wird die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Das Buch liest sich wirklich super und ich fand es auch spannend - 8 Fremde auf einer Insel, da habe ich mir ganz schöne (Horror)Szenarien ausgemalt. Leider war meine Fantasie besser, als das Buch;) Anfangs war ich noch sehr begeistert v.a. von der beschriebenen Gruppendynamik und den psychischen Ausnahmezuständen, die mich regelrecht fasziniert und an das Buch gefesselt haben. Dann gleitet die Handlung immer mehr in ein Überlebenstraining ab und das Ende war zwar eine Überraschung, wirkte aber zu schnell und gehetzt abgefertigt. Zudem habe ich einige Entwicklungen vorhergesehen. Während des Lesen haben sich einige logische Fragen aufgetan, die nicht alle hinreichend aufgelöst werden. Besonders was die Produktionsfirma betrifft ist Vieles für mich nicht schlüßig und ausreichend geklärt. Auch zum Verhalten einiger Teilnehmer hätte ich mir noch mehr gewünscht, das ist allerdings o.k. da alles aus Maddies Sicht erzählt wird. So wird die Handlung stellenweise zu einer ein-Frau-Show und die anderen Teilnehmer sind eher Randfiguren und bleiben blass und undurchsichtig. Ich habe mir am Schluss einen richtigen Bang-Effekt erhofft, der leider ausblieb. In den gefühlt letzten 10 Seiten wird mehr oder weniger alles aufgeklärt, was für mich sehr gehetzt wirkte und mich mit einem unbefriedigenden Gefühl zurück ließ. Wer abschalten kann und sich an unlogischen Situationen nicht stört, wird hier eine soliden und spannenden Thriller finden. Ich persönlich hatte mir einfach mehr von der Idee erwartet, die fand ich nämlich großartig.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Prequel zur Lotuskrieg Trilogie

Der Lotuskrieg: Last Stormdancer
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Das Buch enthält eine Geschichte, die 100 Jahre vor der Lotuskrieg Trilogie spielt und eine Kurzgeschichte - alles spielt in der gleichen Welt und lässt sich unabhängig voneinander lesen. Mich hat ja bereits ...

Das Buch enthält eine Geschichte, die 100 Jahre vor der Lotuskrieg Trilogie spielt und eine Kurzgeschichte - alles spielt in der gleichen Welt und lässt sich unabhängig voneinander lesen. Mich hat ja bereits die Trilogie begeistert und hier bin sehr überrascht, dass es der Autor schafft, selbst auf nur 130 Seiten eine solche Atmosphäre zu schaffen. Einfach phantastisch. Die Kurzgeschichte ist poetisch und geht ans Herz, auch wenn man das Ende erwarten kann. Die Novelle liest sich wunderbar. Ein Arashitora (Donnertiger) erzählt seine Geschichte und schafft es dabei, sehr schnell seinen Charakter mit einzubringen. Die Freundschaft zwischen dem Sturmtänzer und dem Donnertiger ist einzigartig und man bekommt als Leser davon bereits einen guten Eindruck (natürlich nicht so ausführlich wie in der Trilogie).

Ein kleines Manko ist allerdings das Fehlende Register, das in den Hauptbüchern enthalten ist - so werden viele Begriffe nicht erklärt. Allerdings habe ich beim Lesen der Trilogie das auch einfach links liegen gelassen, da das Nachschauen meinen Lesefluss gestört hat und das kann man hier auch tun. Die meisten Begriffe erklären sich von selbst aus dem Zusammenhang.

Ich jedenfalls bin begeistert von der Atmosphäre, die in diesen paar Seiten gezaubert wird - wahrhaft episch und meisterhaft.

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