Erneut begleiten wir in diesem Kinderbuch ab 6 Jahren Tiffany und ihre Familie an einem "ganz normalen" Tag. Diesmal war Tiffany in der Badewanne, hat dabei ein bisschen Wasser im Badezimmer verteilt und ...
Erneut begleiten wir in diesem Kinderbuch ab 6 Jahren Tiffany und ihre Familie an einem "ganz normalen" Tag. Diesmal war Tiffany in der Badewanne, hat dabei ein bisschen Wasser im Badezimmer verteilt und als dann Eines zum Anderen führt, ist irgendwann nicht nur das Badezimmer nass. Wieder einmal beweist der Autor einen hervorragenden Humor, der nicht nur Kinder zum Lachen bringt, sondern auch die vorlesenden Erwachsenen schmunzeln lässt. Dabei gibt es immer wieder kleine Anspielungen und Erklärungen, mit denen Kinder etwas neues lernen. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden hatte ich hier allerdings das Gefühl, dass Einiges trotzdem schwer zu begreifen sein könnte, sodass ich eher eine Empfehlung ab ca. 8 Jahren aussprechen würde.
Das Hörbuch ist dabei - wie immer bei Marc-Uwe Kling - ein besonderes Highlight, da der Autor selbst vorliest. Als Meister der Betonung und des Stimmenverstellens hat das Hörbuch einen besonderen Charme, und die Geschichte wirkt noch einmal unterhaltsamer. Die untermalende Musik hätte man meines Empfindens nach auch weg lassen können, aber sie hat zur Handlung gepasst.
Fazit:
Eine tolle, lustige Geschichte für Jung und Alt, die als Hörbuch sogar noch mehr Spaß macht. Empfehlenswerte 4,5 Sterne.
Selten habe ich eine Fantasy-Geschichte gelesen, die mich mit so viel Spannung, unerwarteten Wendungen und lebendigen Charakteren begeistern konnte, wie es dieser Reihenauftakt vollbracht hat. Mir haben ...
Selten habe ich eine Fantasy-Geschichte gelesen, die mich mit so viel Spannung, unerwarteten Wendungen und lebendigen Charakteren begeistern konnte, wie es dieser Reihenauftakt vollbracht hat. Mir haben die Figuren, das Worldbuilding und die Darstellungen der magischen Elemente gefallen und ich kann es kaum erwarten, bis die Geschichte im zweiten Band fortgesetzt wird und wir von dem kleinen Cliffhanger am Ende erlöst werden.
In diesem Buch begleiten wir vor allem Will, wie er sich durch das London des 19. Jahrhunderts kämpft, immer auf der Hut vor den Männern, die seine Mutter töteten und ihn festnehmen wollen, ohne dass er den Grund hierfür kennt. Als er auf die Stewards trifft und ihm nach und nach offenbart wird, wer er ist und was ihm vorherbestimmt ist, können wir miterleben wie er versucht, sich in seiner neuen Rolle zurecht zu finden. Zum Glück hilft ihm dabei Violet, die ebenfalls ihren eigenen Weg finden muss und dabei von der ständigen Angst verfolgt wird, dass jemand ihre Herkunft aufdecken könnte. Nach und nach erfahren beide von der Magie, die einst in der Welt floss, vom Kampf gegen den Dunklen König und den Opfern, die währenddessen und seither erbracht wurden, und vor welch schrecklichen Herausforderung ihre Welt nun erneut steht.
Diese Geschichte war weit düsterer, blutiger und brutaler, als ich es am Anfang vermutet hätte. Teilweise war ich wirklich erschüttert, auf welch grausame Weise geliebte Charaktere ein Ende fanden. Zugleich gestalteten sich die Figuren als viel facettenreicher, als ich vermutet hätte, sodass ich zum Ende der Geschichte in meinen Sympathien hin und her gerissen war. Ich habe den intelligenten Will und die starke, mutige Violet geliebt und ich mochte ihre enge Freundschaft zueinander. Am Anfang benötigte ich einen Moment, um die Welt zu begreifen und die verschiedenen Namen auseinander halten zu können, doch darüber kam ich schnell hinweg. Die verschiedenen Erzählperspektiven haben interessante Einblicke in die Köpfe der Charaktere ermöglicht und waren zugleich nicht zu ausufernd. Ich wurde immer wieder durch den unvorhersehbaren Handlungsverlauf überrascht und gefesselt, was selbst bei Fantasy-Geschichten keine Selbstverständlichkeit ist. Das Ende des Buches hat mich dann wirklich kalt erwischt und noch einmal tausende Fragen in meinem Kopf aufgewirbelt. Ich möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen.
Fazit:
Eine spannende, teils brutale Fantasy-Geschichte über den Kampf gegen das Böse, die durch vielschichtige Charaktere und unerwartete Wendungen fesselt. Ich vergebe absolut empfehlenswerte 5 Sterne und kann die Fortsetzungen kaum erwarten.
Dies ist der erste Teil einer romantischen Fantasy-Dilogie, die abwechselnd aus den Perspektiven von Vanya und Kenric erzählt wird. Das Setting ist eine Welt, die aus zwei Königreichen besteht und in der ...
Dies ist der erste Teil einer romantischen Fantasy-Dilogie, die abwechselnd aus den Perspektiven von Vanya und Kenric erzählt wird. Das Setting ist eine Welt, die aus zwei Königreichen besteht und in der beide Reiche mit unterschiedlichen Flüchen belegt sind. Vanya könnte vielleicht die Person sein, die diese Flüche bricht und sich selbst, aber auch allen anderen Wesen dadurch eine glückliche Zukunft mit Licht und Liebe ermöglicht - vielleicht aber auch ihr Land in einen neuen Krieg stürzt, den es nicht gewinnen kann...
Ich brauchte bei diesem Buch ein bisschen Zeit, um in der Geschichte anzukommen. Außer dem Prolog erleben wir die ersten Kapitel ausschließlich aus der Perspektive von Vanya, und obwohl ich sie mochte und ihre Welt interessant fand, zogen sich die ersten Seiten etwas. Auch Vanyas Plan, der schließlich die Story in Fahrt bringt, fand ich eher naiv und unlogisch. Als aber ihre Reise beginnt und Vanya und Kenric aufeinander treffen, wurde ich an die Seiten gefesselt und wollte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Wie üblich schafft die Autorin es, einer willensstarken, selbstständigen jungen Frau einen Mann an die Seite zu stellen, der dem ersten Eindruck nach wie ein Bad Boy erscheint, eigentlich aber ein absolut lieber und missverstandener Junge ist. Ich liebte die Dynamik zwischen den beiden, ihre Gemeinsamkeiten und ihre Unterschiede, ihre Wortgefechte und wie Kenrics harte Schale nach und nach zu bröckeln beginnt. Die beiden waren wahnsinnig süß, aber auch lustig zusammen, und gemeinsam mit der Bedrohung, die hinter ihnen schwebte, ergab diese Geschichte ein absolutes Lesevergnügen. Ich mochte die erschaffene Fantasywelt, die Magie und auch die Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kamen, von denen aber einige wohl erst im zweiten Teil aufgeklärt werden.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, vorgelesen von Jodie Ahlborn und Jesse Grimm. Beide Stimmen fand ich sehr angenehm. Ich mochte ihre Betonung und konnte ihnen gut folgen. Auch haben ihre Stimmen meiner Meinung nach sehr gut zu Vanya und Kenric gepasst.
Fazit:
Nach einem langsamen Start hat mich dieses Buch vollkommen überrascht und für sich eingenommen, sodass ich kaum erwarten kann zu erfahren, wie es mit Vanya und Kenric weitergeht. Ich vergebe absolut empfehlenswerte 5 Sterne für diese schöne Romantasy-Geschichte.
Diese Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Violet und Miller erzählt und ist in 4 Teile gegliedert, zwischen denen es jeweils einen (mal kleineren, mal größeren) Zeitsprung gibt. Es ist ...
Diese Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Violet und Miller erzählt und ist in 4 Teile gegliedert, zwischen denen es jeweils einen (mal kleineren, mal größeren) Zeitsprung gibt. Es ist der erste Teil der "Lost Boys"-Trilogie und die Protagonisten der weiteren Teile werden hier bereits eingeführt. Die Geschichte setzt sich sehr detailliert und sensibel mit den Themen Armut, Mobbing, (verbale und physische) häusliche Gewalt und Krankheit (u.a. Diabetes) auseinander.
Violet und Miller kommen aus vollkommen gegensätzlichen familiären und sozialen Verhältnissen. Aufgrund eines Zufalls treffen sie aufeinander, als beide 13 Jahre alt sind und mit großen Problemen zu kämpfen haben. Obwohl sie von Anfang an etwas füreinander empfinden, geben sie diesen Gefühlen nicht nach, um ihre Freundschaft, die für beide schnell überlebensnotwendig wird, nicht zu gefährden. Als sie jedoch älter werden wird es immer schwerer und schmerzvoller, die Gefühle füreinander zu leugnen.
Ich mochte Violet und Miller vom ersten Augenblick an und habe die enge Verbundenheit zwischen ihnen gespürt. Ich mochte ihre enge Freundschaft, die beide auch zu jeder sich bietenden Gelegenheit verteidigt haben. Ich fand es etwas schade, dass sich Violet zwischenzeitlich stark beeinflussen ließ und das Offensichtliche verleugnet hat, aber dennoch waren ihre Entscheidungen und Gefühle für mich nachvollziehbar. Sehr, sehr gut gefallen hat mir, dass Miller sich immer selbst treu geblieben ist.
Neben Violet und Miller habe ich auch Holden, Ronan, River und Shiloh in mein Herz geschlossen. Insbesondere die Dynamik zwischen Miller, Holden und Ronan habe ich absolut geliebt und die Szenen zwischen diesen drei Jungen waren mir mit die Liebsten in diesem Buch.
Diese Geschichte war eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle für mich. Es gab wahnsinnig viele süße, ruhige emotionale Szenen, sowohl zwischen Violet und Miller, als auch zwischen den "Lost Boys"; zugleich gab es Ereignisse und Situationen, die mir das Herz fast gebrochen haben. Ich konnte mich nur schwer von den Seiten lösen, weil die Geschichte durchgehend sehr spannend war, ohne unnötig dramatisch zu sein. Mein Highlight waren zudem die Songtexte von Miller, welche die Geschichte hervorragend ergänzten und sich nahtlos in die Handlung einfügten.
Im letzten Drittel hat sich der Schwerpunkt der Geschichte auf eine Weise verändert, die mir nicht mehr ganz so gut gefallen hat. Die Nebencharaktere, in die ich mich während des Lesens verliebt hatte, wurden kaum noch erwähnt und eine dramatische Wendung wurde mir zu kurz angerissen und abgehandelt, um angemessen gewürdigt zu werden. Dennoch war ich mit dem Ende schließlich zufrieden.
Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Liebe, die auch die größten Hindernisse überwinden kann. Nach starken, fesselnden und zutiefst berührenden zwei Dritteln hat das Buch in den letzten Kapiteln leider etwas nachgelassen. Dennoch vergebe ich sehr empfehlenswerte 4,5 Sterne und freue mich sehr auf die Geschichten der anderen beiden "Lost Boys".
Der dritte und abschließende Band dieser Reihe wird aus den Perspektiven von Allyson und Ethan erzählt und dreht sich um die Themen Schauspielerei, Leistungsdruck und Suchtmittelabhängigkeit. Und obwohl ...
Der dritte und abschließende Band dieser Reihe wird aus den Perspektiven von Allyson und Ethan erzählt und dreht sich um die Themen Schauspielerei, Leistungsdruck und Suchtmittelabhängigkeit. Und obwohl ich die beiden Protagonisten bereits aus den vorherigen Büchern kannte und mochte, konnte mich diese Geschichte leider nicht so begeistern wie erhofft.
Allyson ist im zweiten Semester ihrer Ausbildung zur Schauspielerin. Sie ist sehr strukturiert und sortiert, aber dennoch fällt es ihr schwer, die vielen Unterrichts- und Übungsstunden in ihren vollen Terminkalender zu pressen. Sie hat große Versagensängste, da die Schauspielerei ihr Lebenstraum ist und sie keinen Plan B hat, sollte sie die Ausbildung nicht schaffen.
Ethan hingegen hat in seinem Leben schon wahnsinnig viel erreicht, ist dafür aber auch tief abgestürzt und muss nach seinem Entzug nun von Neuem starten. Er weiß noch nicht, was er mit sich und seinem restlichen Leben anfangen soll.
Ich mochte sehr, wie realistisch und ungeschönt Ethans Abhängigkeit und sein Kampf dafür, clean zu bleiben, dargestellt wurden. Auch seine Ratlosigkeit, wie sein Leben weitergehen soll, und die Unsicherheit, wie er den Medien und seinen Fans gegenüber treten kann, fand ich sehr gut beschrieben. Ich habe sehr mit ihm gelitten. Schön fand ich auch, dass das Thema Leistungsdruck durch Allyson hier so einen großen Raum einnahm und sehr intensiv beschrieben wurde, da ich denke, dass dieses Thema für seine weite Verbreitung noch viel zu selten in Büchern aufgegriffen wird.
Leider konnte mich das Buch dennoch nicht komplett von sich überzeugen, was für mich hauptsächlich an zwei Faktoren lag. Zum Einen konnte ich Allyson ihre (echten) Gefühle für Ethan irgendwie nicht abnehmen. Ich spürte zwar das Knistern zwischen ihnen, und Ethans Gefühle wirkten auf mich authentisch, aber für mich hatte ihre Beziehung zueinander eher etwas von Star-und-Fangirl als von einer Beziehung auf Augenhöhe. Obwohl versucht wurde darzustellen, dass Allyson in den "neuen" Ethan und nicht in den Star Ethan Cooper verliebt ist, konnte ich dieses komische Gefühl nicht abschütteln.
Zum Anderen hatte ich ab einem bestimmten Punkt leider erhebliche Probleme damit, Allysons Entscheidungen nachzuvollziehen. Sicherlich sind Entscheidungen im Zusammenhang mit Suchtmittelabhängigkeit nicht logisch erklärbar, und vielleicht ist es deshalb auch nur natürlich, gewisse Entscheidungen nicht zu verstehen, wenn man sich nicht in dieser Lage befindet. Dennoch fand ich einige ihrer Entscheidungen absolut nicht plausibel, insbesondere aufgrund ihrer Freundschaft zu Ethan und der Gespräche, die sie mit ihm hatte. Das hat mir Allyson in der zweiten Hälfte des Buches leider sehr unsympathisch gemacht.
Ich habe das Hörbuch gehört und empfand beide Sprecher*innen (Julia Preuß und Alexander Pensel) als sehr angenehm und passend für die Charaktere.
Fazit:
Leider ist dieser Teil für mein Empfinden der schwächste der Reihe, was allerdings auch an dem sehr schwierigen und zugleich wichtigen Thema Suchterkrankung liegen könnte. Obwohl ich von der Geschichte etwas enttäuscht wurde, fand ich sie lesenswert und habe die Zeit mit Ethan sehr genossen. Ich vergebe gute 3,5 Sterne.