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Veröffentlicht am 28.07.2020

Berührender, süßer Abschluss der Reihe

Liebe mich. Für immer
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Auch der dritte und letzte Band dieser Reihe wird wieder abwechselnd aus den Perspektiven von Amy und Sam erzählt.

Beide Charaktere kennt man bereits aus den vorherigen Bänden. Amy ist Sozialarbeiterin ...

Auch der dritte und letzte Band dieser Reihe wird wieder abwechselnd aus den Perspektiven von Amy und Sam erzählt.

Beide Charaktere kennt man bereits aus den vorherigen Bänden. Amy ist Sozialarbeiterin mit Leib und Seele und ein richtiger Workaholic. Im Rahmen ihres Projektes gibt sie jungen Straftätern eine zweite Chance, so hat sie auch schon Rhys und Malik wieder auf die Beine geholfen. Sam ist Tamsins Jugendfreund und war lange in sie verliebt. Er sieht sehr gut aus und ist sehr beliebt bei seinen Studentinnen. Um Tamsin zu vergessen, hat er sich in den letzten Monaten mit zahlreichen Frauen verabredet, doch keine konnte sein Interesse wecken.
Amy und Sam mochte ich bereits in den vorherigen Bänden sehr. Amy hat ein großes Herz und versucht, alle Menschen in ihrer Umgebung zu retten - so hat sie bspw. auch Rhys kleine Schwester als Pflegekind bei sich aufgenommen. Es wurde aber auch schon angedeutet, dass sie selbst es nicht leicht als Kind hatte, was mich sehr neugierig auf sie gemacht hat. Sam ist ein lieber, verständnisvoller Kerl und tat mir wirklich leid, als er mit ansehen musste, wie Tamsin und Rhys zusammen kamen. Seither habe ich mir ein schönes Happy End für ihn gewünscht.

Das Buch beginnt mit einer sehr skurrilen Begegnung der beiden, die ganz anders verläuft, als man zuerst vermutet. Anschließend gehen beide wieder getrennte Wege, schaffen es aber auch nicht so richtig, den jeweils anderen wieder aus dem Kopf zu bekommen. Ich fand sehr süß, dass Sam ein echter Romantiker ist, an die einzig wahre Liebe glaubt und diese ziemlich schnell in Amy erkennt. Er spürt, dass Amy ihn trotz aller Ängste mag, und kämpft daher um sie. Die Annäherung der beiden, in der es immer wieder Fortschritte und Rückschläge gab, war sehr süß zu erleben.

Auch haben mir die Nebenhandlungen sehr gut gefallen - Amy bekommt ein Erbe, das zugleich eine Ehre und eine zusätzliche Belastung darstellt, und Sam als großer Filmeliebhaber setzt sich mit all seinen Freunden für ein Herzensprojekt ein. Diese Nebenhandlungen haben mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern auch gezeigt, was für Menschen Amy und Sam sind - und wie gut sie harmonieren und zusammen passen. Zum Ende hin gab es dann den üblichen dramatischen Konflikt, der für meinen Geschmack gerne etwas schneller hätte aufgelöst werden können. Gut fand ich aber sowohl Sams Herangehensweise, als auch Amys Charakterentwicklung und Selbstreflexion.

Als Sozialarbeiterin muss ich abschließend allerdings noch los werden, dass mir der Eindruck von Pflegefamilien und vom Hilfesystem, der hier dem Leser vermittelt wird, nicht gut gefallen hat. Wie üblich ist dieser sehr negativ und verursacht eher Angst und Misstrauen als Zuversicht. Und auch Amy stellt wieder einmal eine Sozialarbeiterin mit Helfersyndrom dar, statt eine normale Sozialarbeiterin mit Freude an ihrem Beruf zu sein. Natürlich spielt die Geschichte in den USA, und da mag das System noch mal anders als hier in Deutschland sein. Dennoch finde ich so etwas immer schade.

Fazit:
Insgesamt eine sehr schöne, berührende Liebesgeschichte und ein gelungener Anschluss der Trilogie. Empfehlenswerte 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2020

Eine sehr enttäuschende Liebesgeschichte

Truly
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Diese Geschichte wird aus den Perspektiven von Andie und Cooper erzählt und ist der erste Teil einer Trilogie, in der jedoch in jedem Band andere Charaktere im Mittelpunkt stehen.

Andie musste in den ...

Diese Geschichte wird aus den Perspektiven von Andie und Cooper erzählt und ist der erste Teil einer Trilogie, in der jedoch in jedem Band andere Charaktere im Mittelpunkt stehen.

Andie musste in den letzten Jahren viel durchmachen und konnte deshalb auch nicht pünktlich mit ihrer besten Freundin June ihr Studium beginnen. Als sie nun in Junes Studentenwohnheim ankommt, hat sie zwar einen Studienplatz, allerdings keine Wohnung und keinen Job. Zufällig ergibt sich eine Stelle als Barkeeperin in einer beliebten Bar - allerdings hat Andie in dieser Hinsicht keinerlei Erfahrung, und der Kollege, der sie einarbeiten soll, scheint alles andere als begeistert von ihr zu sein. Aber Andie ist fest entschlossen, diese Herausforderung zu meistern und sich ihren gemeinsamen Traum mit June zu erfüllen...

Andie mochte ich von Beginn an sehr gerne. Ich konnte mich in vielerlei Hinsicht mit ihr identifizieren; mit ihren ruhigen, manchmal schüchternen Art, aber auch mit ihrem inneren Mut und ihrer Entschlossenheit, mit der sie ihre Ziele verfolgt.Sie stellt sich immer wieder neuen Herausforderungen auch außerhalb ihrer Komfort-Zone, und das hat mich sehr beeindruckt. Ihre Freundschaft mit June reicht tief und man spürt die Liebe, die beide füreinander empfinden, in jeder Interaktion zwischen ihnen. Solch eine Freundschaft ist sehr selten und es hat mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, die beiden miteinander zu beobachten. Sie sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich dadurch aber hervorragend.

Damit muss ich aber auch schon zu meinem ersten großen Kritikpunkt kommen: Sehr sehr oft hatte ich das Gefühl, dass June Andie die Show stiehlt. Zum Einen durch ihre lockere, freche Art, durch die sie immer in den Mittelpunkt gerät; zum Anderen durch ihre sehr amüsanten und aufregenden Interaktionen mit Mason. Es kam mir so vor, als ob die Autorin sich wahnsinnig auf die Geschichte von June und Mason freut, die im zweiten Band erzählt wird, und darüber ihre aktuellen Protagonisten in den Schatten stellt. In vielen gemeinsamen Szenen wirkte es, als ob Andie lediglich die Beobachterin von Junes Leben ist und nicht die Erzählerin ihrer eigenen Geschichte.

Mein zweiter großer Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte zwischen Andie und Cooper. Denn, ehrlich gesagt: es gab keine. Andie und Cooper haben im gesamten Buch nur 2 Szenen, in denen sie sich ernsthaft miteinander unterhalten, und auch da erfahren sie kaum etwas voneinander. Alle anderen Szenen, in denen sie aufeinander treffen, bestehen aus gegenseitigem sprachlosen Anstarren, heimlichen Anschmachten oder zickigen Streitereien. Es gab einfach keine richtige Interaktion zwischen ihnen. Es ist mir leider vollkommen unverständlich geblieben, wie die beiden Gefühle füreinander entwickeln konnten, die über körperliche Anziehung hinaus gehen – und schließlich sogar von Liebe sprechen können.

Das Buch wird zwar zur Hälfte aus Coopers Perspektive erzählt, aber dennoch konnte ich keine Verbindung zu ihm aufbauen. Auch in den Szenen aus seiner Sicht erfährt man nicht viel mehr über ihn, als man so schon wusste. Er blieb mir zu blass und nichtssagend. Und ich mochte sein teilweise extrem eifersüchtiges, machohaftes, besitzergreifendes Verhalten nicht, insbesondere in Anbetracht dessen, dass er keine Beziehung mit Andie hatte – im Prinzip ja noch nicht mal mit ihr befreundet war.

Zum Ende hin hatte ich die Hoffnung auf einen Wendepunkt, auf eine emotionale Szene, in denen endlich das große Geheimnis um Coopers Verhalten gelüftet wird und er und Andie sich ENDLICH ernsthaft und tiefgründig unterhalten. Leider wurde ich auch in dieser Hinsicht komplett enttäuscht, und erneut standen June und Mason viel mehr im Vordergrund, als sie es sollten.
Ich bin auf ihre Geschichte gespannt und auch auf den dritten Band, weshalb ich dieser Reihe wahrscheinlich noch eine Chance geben werde. Aber ich kann dieses Buch nicht als Liebesgeschichte betrachten; es ist eher eine Geschichte über Andie, über einen Neuanfang und darüber, sich durchzubeißen.

Fazit:
Eigentlich hat es mir Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen; allerdings lag dies nicht an Cooper oder der Liebesgeschichte, sondern ausschließlich an der wunderschönen Freundschaft zwischen Andie und June. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch und diese wurden SEHR enttäuscht, was mir beim Schreiben dieser Rezension noch einmal sehr deutlich wurde. Leider kann ich nur 2,5 Sterne vergeben und hoffe sehr, dass mich die Autorin mit anderen Büchern mehr überzeugen wird.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.05.2020

Liebesgeschichte mit K-Pop-Star

When We Dream
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"When we dream" ist der erste Teil einer Trilogie, die sich um die Figuren Ella und Jae-yong ("Jay") dreht. Die Liebesgeschichte wird aus Ellas Perspektive erzählt und dreht sich um die K-Pop-Kultur, Vorwissen ...

"When we dream" ist der erste Teil einer Trilogie, die sich um die Figuren Ella und Jae-yong ("Jay") dreht. Die Liebesgeschichte wird aus Ellas Perspektive erzählt und dreht sich um die K-Pop-Kultur, Vorwissen benötigt man allerdings nicht.

Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern mit ihren beiden Schwestern in Chicago. Sie studiert und jobbt nebenbei, um die Haushaltskasse zu entlasten. Ella ist eine Leseratte, zeichnet sehr gerne oder schaut mit ihrer kleinen Schwester Liv Disney-Filme. Sie ist ein eher ruhiger Typ und mag keine Menschenmassen. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren und habe sie schnell in mein Herz geschlossen.
Ella trifft bei einer Veranstaltung auf Jay, ohne zu wissen wer er ist. Ein weiteres Treffen folgt, Nachrichten werden geschrieben und nach und nach lernen sich die beiden näher kennen. Was wie eine Freundschaft beginnt, wird schrittweise für beide mehr... das darf es jedoch nicht, da Jay Mitglied der erfolgreichsten K-Pop-Band der Welt ist und offiziell solo sein muss.

Obwohl die Geschichte wie eine typische Rockstar-Romance beginnt, ist sie doch ganz anders und erfrischend neu.
Zum Einen erfährt man innerhalb der Geschichte viel über die südkoreanische Kultur und die Musikindustrie, was allerdings nicht unbedingt FÜR K-Pop spricht. Im Gegenteil ist es teilweise sehr erschreckend, welche Auflagen die Musiker erfüllen müssen und welche Verträge sie unterschreiben; sie stehen unter enormen Druck und haben praktisch kein Privatleben. Es war dennoch interessant, dies zu erfahren und insbesondere die Geschichte von Ella und Jay wird mit diesen Hintergrundinformationen noch einmal dramatischer. Man wird mit Ella zusammen in die Welt des K-Pop eingeführt, sodass man nach und nach mehr erfährt und nicht das Gefühl bekommt, damit überhäuft zu werden.
Zum Anderen ist Jay als Charakter ganz anders, als es bei Männern in Rockstar-Geschichten meistens der Fall ist. Jay ist zurückhaltend, teilweise fast schüchtern, ein wahrer Gentleman und ebenfalls eine Leseratte. Hätte ich ihn nicht sowieso schon gemocht, hätte mich spätestens seine Leidenschaft für "Harry Potter" für ihn eingenommen. Man merkt ihm an, wie wichtig ihm die Musik ist und wie dankbar er für das ist, was er erleben darf; auch wenn er nicht mit allen Aspekten dieses Lebens glücklich ist.

"When we dream" ist eine sehr ruhige Geschichte, die nahezu ohne Dramen und ohne sexuelle Szenen auskommt, aber dennoch die gesamte Zeit über fesselt. Den Figuren wird Zeit gegeben, sich zu entwickeln und einander kennen zulernen, sodass die Szenen, in denen sie sich schließlich näher kommen, authentisch wirken und knistern. Die gegenseitigen Gefühle entwickelten sich in einem für mich plausiblen Tempo.
Ich mochte Ellas Beziehung zu Liv; zwar ist Ella etwas älter und reifer, doch die beiden verstehen sich wie beste Freundinnen und man spürt ihre emotionale Nähe zueinander. Mit ihrer älteren Schwester Melanie hingegen konnte ich leider nicht warm werden, da sie mir zu abweisend und abwesend vorkam und ich ihr Verhalten am Ende des Buches sehr unreif fand.

Das Ende dieses Buches war sehr traurig, aber zugleich auch sehr realistisch und nachvollziehbar. Mir hat sehr gefallen, wie der Cliffhanger zum zweiten Band gestaltet wurde. Ich würde fast sagen, das Ende war zwar traurig, aber auch wunderschön, und ich habe es selten erlebt, dass ich nach dem Beenden einer Geschichte mit Tränen in den Augen und einem Lächeln dasitze. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und kann die Wartezeit kaum ertragen.

Fazit:
Eine süße, ruhige Liebesgeschichte, die mich fesseln und begeistern konnte und in der sich die Zeit genommen wird, Gefühle langsam entstehen zu lassen. Zugleich erfährt man als K-Pop-Neuling wie ich sehr viel über die südkoreanische Musikindustrie, und ich muss gestehen, dass mich dieses Buch dazu gebracht hat, mir zum ersten Mal diese Musik anzuhören - nun haben BTS einen neuen Fan. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen und vergebe empfehlenswerte 4,5 Sterne.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.02.2020

Etwas schwächer als Band 1

Halte mich. Hier
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In diesem zweiten Teil der Reihe geht es um Zelda und Malik, die besten Freunde von Tamsin und Rhys. Man kann dieses Buch jedoch auch lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Wieder wird die Geschichte abwechselnd ...

In diesem zweiten Teil der Reihe geht es um Zelda und Malik, die besten Freunde von Tamsin und Rhys. Man kann dieses Buch jedoch auch lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Wieder wird die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt.

Zelda liebt bunte Haare, bunte Nägel und ausgefallene Kleidung. Sie ist ein sehr geselliger und sehr ehrlicher Mensch, der mit seiner Meinung nicht hinterm Zaun hält und dadurch auch gelegentlich aneckt. Zelda wirkt auf Andere wie eine sehr selbstbewusste junge Frau, die sich nichts vorschreiben lässt und die ihre Meinung konsequent vertritt. Direkt zu Beginn des Buches wird allerdings klar, dass ihr Selbstbewusstsein nur Fassade ist. Ihre Eltern ermöglichen es ihr zu studieren, und um deren (finanzielle) Unterstützung nicht zu verlieren muss sie sich an jedem Besuchswochenende verbiegen und verstellen. Für dieses Doppelleben und das, was sie mit sich machen lässt, schämt sie sich. Zelda sucht verzweifelt nach einem Studienfach oder einem Thema, für das sie sich begeistern kann, und es verunsichert sie, dass alle anderen Menschen in ihrer Umgebung ganz genau wissen, was sie später einmal machen möchten.
Malik ist ein wahrer Familienmensch, der seine Fehler aus der Vergangenheit bereut und es diesmal besser machen will. Er hat ein sehr gutes, enges Verhältnis zu seinen Eltern und seinen Geschwistern und muss oft auf diese aufpassen. Malik ist ein begeisterter Koch und umso glücklicher, dass er nun eine Kochlehre beginnen kann.

Zu Beginn des Buches kennen sich Zelda und Malik kaum. Als Leser bekommt man den Eindruck, dass sie sich zwar nicht unsympathisch sind, aber auch nicht sonderlich aneinander interessiert. Bei einem gemeinsamen Wochenendausflug geht dann aber plötzlich alles ganz schnell, und obwohl ich so meine Probleme damit hatte, diese plötzlichen Gefühle nachzuvollziehen, hat es irgendwie zu den Charakteren gepasst. Die beiden sind sehr süß zusammen und ergänzen sich hervorragend.

Die Problematik „reiches, weißes Mädchen und armer, dunkelhäutiger Junge“ wurde immer wieder mal thematisiert, blieb allerdings sehr auf den Konflikt mit Zeldas Familie beschränkt. Das hat mir gut gefallen, da Zeldas Familie bei dieser Thematik wirklich „speziell“ ist und ihrer Liebe ansonsten keine großen Hindernisse im Weg stehen. Nicht so gut gefallen hat mir allerdings, wie Zelda mit der schwierigen Situation umgegangen ist. Sie ist nahezu hilflos, steht nicht für sich selbst und ihre Liebe zu Malik ein und lässt sich viel zu lange viel zu viel von ihren Eltern gefallen. Das hat für mich nicht zu ihrem Charakter gepasst, und auch unabhängig von ihrer Persönlichkeit fand ich sie da für ihr Alter unglaublich unselbstständig.

Das Ende des Buches war dann für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Maliks Situation zum Ende hin fühlte sich für mich so an, als würde die Autorin ihr erstes Buch kopieren. Und eine gewisse Wendung innerhalb Zeldas Familie kam mir sehr unglaubwürdig vor, da hätte es für meinen Geschmack schon früher mal ein paar Andeutungen gebraucht. Insgesamt bin ich aber mit dem Ausgang zufrieden und konnte das Buch mit einem guten Gefühl zur Seite legen.

Fazit:
Insgesamt fand ich diesen Teil etwas schwächer als den ersten Band. Zelda, die ich als Persönlichkeit sehr mochte, verlor mir zum Ende hin zu viel von ihrem Schneid und ihrem Kampfgeist. Ich wurde allerdings erneut sehr gut unterhalten und kann das Buch trotz einiger Kritikpunkte weiterempfehlen. Gute 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Berührende, musikalische Liebesgeschichte...

Faded - Dieser eine Moment
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Dieser erste Teil einer Dilogie wird abwechselnd aus den Perspektiven von Felicity und Ryder erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Gelegentlich sind Songtexte in den Kapiteln abgedruckt.

Felicity ...

Dieser erste Teil einer Dilogie wird abwechselnd aus den Perspektiven von Felicity und Ryder erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Gelegentlich sind Songtexte in den Kapiteln abgedruckt.

Felicity flieht vor ihrer Vergangenheit nach Nashville; ohne Geld, ohne Unterkunft und ohne einen Job. Das alles findet sie jedoch recht schnell in einer Bar, in "The Nightingale". Diese Bar ist bekannt dafür, neue Talente zu entdecken und bei jungen Bands wie bei Zuschauern extrem beliebt. Dort trifft sie auf Ryder, der als Gitarrist, Songschreiber und - unfreiwilliger - Sänger auf der Bühne steht. Vom ersten Moment an funkt es zwischen den beiden, doch ihre Leben und ihre Ziele sind nicht miteinander vereinbar.

Felicity mochte ich sofort, weil sie eine selbstbewusste, sturköpfige junge Frau ist, die trotz allem, was sie erlebt hat, nicht aufgibt. Ryder hingegen konnte ich zu Beginn noch nicht gut einschätzen, und er hat einige Entscheidungen getroffen, die ihm bei mir keine Pluspunkte einbrachten. Ich fand das anfängliche Hin und Her zwischen den beiden interessant und unterhaltsam, aber auch etwas frustrierend. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass der Beginn des Buches noch am schwächsten war. Die Story nahm mit dem weiteren Verlauf an Tempo, Tiefe, Gefühl und Dramatik zu und konnte mich insgesamt komplett fesseln und überzeugen. Auch wenn die Liebesgeschichte sehr schnell voran schreitet und es einige Momente gab, die mir aufgrund der Kürze des Kennenlernens übertrieben vorkamen, habe ich mit den beiden mitgefiebert und bin in romantischen Momenten dahin geschmolzen. An dramatischen Szenen wurde nicht gespart, dennoch hat es zu der Story und den Themen der Protagonisten gepasst.

Sowohl Ryder, als auch Felicity schreiben Songs und mir hat sehr gefallen, dass immer wieder einzelne Zeilen oder ganze Texte im englischen Original im Buch abgedruckt waren. Oft wurden die Gefühle der beiden dadurch auf den Punkt gebracht; manchmal sogar deutlicher, als sie sich bisher eingestehen wollten.
Neben den beiden Protagonisten gab es noch einige Nebenfiguren, die sehr gut ausgearbeitet waren und die mir ebenfalls an Herz gewachsen sind. Carly, Tiffany, Isaac, aber auch Aiden und Lincoln waren kein bloßes Beiwerk, um die Geschichte zu dehnen, sondern haben die Story und vor allem die Protagonisten voran gebracht und über sich hinaus wachsen lassen.
Sehr gefallen hat mir auch die Referenz zum Titel des Buches, "Faded" - hierzu gibt es einen sehr berührenden Songtext, der den Titel sehr passend macht.

Das Ende dieses Buches ist - wie zu erwarten - ein Cliffhanger. Ich fand die Entwicklungen auf den letzten Seiten sehr realistisch dargestellt und den Cliffhanger dadurch auch irgendwie passend. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es im zweiten Teil weitergehen wird und habe wirklich keinen Schimmer, wie die Autorin diese Ausgangslage zu einem Happy End entwickeln könnte. Mit Felicitys Vergangenheit und Ryders Gegenwart gibt es auf jeden Fall genug Stoff, damit der nächste Teil genau so spannend wie dieser werden kann.

Fazit:
Auch wenn dieses Buch einige dramatische, kitschige Szenen hatte, so haben diese mich beim Mitfiebern und Mitschmachten überhaupt nicht gestört. "Faded - Dieser eine Moment" ist ein sehr spannender, gefühlvoller erster Teil, in dem Musik eine sehr große Rolle spielt. Ich freue mich schon sehr auf den abschließenden zweiten Band und vergebe sehr empfehlenswerte 4,5 Sterne.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere