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Veröffentlicht am 08.06.2017

Kann man seiner besten Freundin wirklich trauen?

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Emily und Stephanie sind grundverschieden und dennoch beste Freundinnen. Emily ist die perfekte Glamourfrau mit tollem Job, Vorzeigeehemann und schickem Haus. Stephanie ist eher die graue Maus, Bloggerin, ...

Emily und Stephanie sind grundverschieden und dennoch beste Freundinnen. Emily ist die perfekte Glamourfrau mit tollem Job, Vorzeigeehemann und schickem Haus. Stephanie ist eher die graue Maus, Bloggerin, bereits verwitwet und sie betet ihre Freundin an. Ihre beiden Söhne gehen zusammen in die gleiche Vorschule. Eines Tages holt Emily ihren Sohn jedoch nicht wie gewohnt bei Stephanie ab und bleibt verschwunden. Darin sieht Stephanie eine ungeahnte Möglichkeit für sich.

Zu Beginn der Geschichte verarbeitet Stephanie in ihrem Blog das Verschwinden ihrer Freundin. In Rückblicken erzählt sie, wie sie und Emily sich kennen gelernt und angefreundet haben. Es wird deutlich, dass Stephanie wegen Emilys perfektem Leben sehr neidisch auf ihre Freundin ist. Nachdem Emily verschwunden bleibt und sogar eine Leiche gefunden wird, wird die Geschichte endlich spannend. Die Autorin führt den Leser in einen Strudel aus Hörigkeit, Intrigen und psychologischen Machtspielen. Alle Protagonisten haben ihre Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen.

Ein großes Lob für die Sprecherin Tanja Geke, die mit ihrer rauchigen etwas sexy anmutenden Stimme für gelungene Unterhaltung sorgt. Besonders die Stimme für Emily ist absolut zutreffend imitiert, man kann aus ihr sofort das verschlagene Glamourgirl heraushören.

Fazit: Dies war mein allererstes Hörbuch und dank der tollen Sprecherstimme ein guter Einstieg. Die Geschichte startete wegen der teils etwas langatmigen Blogeinträge zu Beginn etwas zäh, nimmt dann jedoch Fahrt auf und endet teilweise etwas überraschend. Alles in allem ein gelungener Thriller, der zum Ende noch etwas mehr Pep und Finesse vertragen hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Dramaturgie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.05.2017

Wahre Liebe meistert jede Hürde

Nächstes Jahr am selben Tag
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Die 18-jährige Fallon lernt den gleichaltrigen Ben am Abend vor ihrem Umzug nach New York kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie verbringen die Zeit vor dem Abflug miteinander. ...

Die 18-jährige Fallon lernt den gleichaltrigen Ben am Abend vor ihrem Umzug nach New York kennen. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie verbringen die Zeit vor dem Abflug miteinander. Fallon möchte sich jedoch nicht an jemanden binden, bevor sie 23 Jahre alt ist. Sie beschließen daher, sich die nächsten fünf Jahre immer am gleichen Tag und Ort wieder zu treffen. Darüber hinaus gibt es keinen Kontakt.

Fallon möchte Schauspielerin werden und zieht von Los Angeles nach New York. Am Abend vor ihrem Abflug lernt sie in einem Diner den gleichaltrigen Ben kennen. Ben möchte Schriftsteller werden und studiert. Fallon hat aufgrund Geschehnisse in der Vergangenheit ihr Selbstvertrauen verloren. Ben ist ein sehr sympathischer junger Mann, den sich jede Mutter für ihre Tochter wünscht. Stets wählt er die richtigen Worte und bringt Fallon auch in peinlicheren Situationen zum Lachen. Dies gibt ihr neuen Mut. Fallon möchte sich trotz der intensiven Stunden mit Ben nicht auf eine Fernbeziehung einlassen. Ben schlägt vor, dass sie sich jedes Jahr am gleichen Tag und Ort wieder treffen, um zu sehen, ob ihre Gefühle später für eine feste Beziehung ausreichen. Natürlich verlaufen die Wiedersehen durch ungeahnte Komplikationen nicht immer reibungslos, so dass Ben und Fallon auf die harte Probe gestellt werden.

Die Autorin lässt mit ihrem unverwechselbar gefühlvollen Schreibstil den Leser direkt in die Geschichte eintauchen. Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit den Protagonisten mit. Die Kapitel werden aus abwechselnder Sicht erzählt.

Fazit: Colleen Hoover hat erneut einen sehr einfühlsamen Roman über eine junge Erwachsenenliebe geschrieben. Durch die zu meisternden Hindernisse reifen Fallon und Ben gemeinsam heran, wodurch ihre Liebe nur noch stärker wird. Fans der Autorin werden mit Sicherheit nicht enttäuscht. Ich bedanke mich für ein neues Lieblingsbuch.

Veröffentlicht am 01.05.2017

Moderne Cinderella

Finding Cinderella
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Daniel erlebt mit einem ihm unbekannten Mädchen in der dunklen Schulputzkammer die romantischste Stunde seines Lebens. Leider ist "Cinderella" danach spurlos verschwunden. Ein Jahr später trifft er bei ...

Daniel erlebt mit einem ihm unbekannten Mädchen in der dunklen Schulputzkammer die romantischste Stunde seines Lebens. Leider ist "Cinderella" danach spurlos verschwunden. Ein Jahr später trifft er bei seinem besten Freund auf Six.

Finding Cinderella ist das Spin-Off zur Hope-Reihe. Das Buch wird aus Sicht des Jungen erzählt, was ich persönlich als willkommene Abwechslung sehe.

Daniel hatte bislang einige Freundinnen, ohne diese geliebt zu haben. Bei Six haben sich die Jungen nie die Mühe gemacht, sie wirklich kennen zu lernen. Durch einen Zufall lernen die beiden sich bei Daniels Freund Dean kennen. Sie spüren sofort eine besondere Verbindung und fühlen sich zueinander hingezogen. Schnell werden die beiden ein Paar, doch sie haben auch mit "Geistern aus der Vergangenheit" zu kämpfen.

Colleen Hoover versteht es mit ihrem Stil den Leser sofort in die Geschichte eintauchen zu lassen. Gewohnt flüssig und locker wird der Plot erzählt. Aber auch die leisen und tiefsinnigen Aspekte kommen nicht zu kurz und werden gefühlvoll erzählt. Die Charaktere wachsen gemeinsam heran.

Fazit: Der Autorin ist ein weiterer sehr guter und durchdachter Roman gelungen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und gewohnt jung. Sie zeugen jedoch von gewisser Reife und gehen die ihnen gestellten Probleme vernünftig an. Auch alle Nebencharaktere werden sehr liebenswürdig dargestellt.

Fans von Colleen Hoover werden mit Sicherheit auch von diesem Roman begeistert sein, zumal die Autorin es versteht die Handlung kurz und prägnant zu verarbeiten.


Veröffentlicht am 01.05.2017

Enttäuschende „Täuschung“

For 100 Days - Täuschung
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Avery wird ihre Wohnung gekündigt. Durch einen glücklichen Zufall kann sie für drei Monate als Housesitterin in einem Luxus Appartement fungieren. Dabei lernt sie den charismatischen Geschäftstycoon Nick ...

Avery wird ihre Wohnung gekündigt. Durch einen glücklichen Zufall kann sie für drei Monate als Housesitterin in einem Luxus Appartement fungieren. Dabei lernt sie den charismatischen Geschäftstycoon Nick Baine kennen.

For 100 Days – Täuschung ist der erste Band einer Triologie von Lara Adrian. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Leider werden im Laufe des Buches viele Wörter und Sätze wiederholt, was sprachlich sehr ermüdend wirkt und nicht gerade anspruchsvoll ist.

Avery hat als Teenager etwas Schreckliches erlebt. Außerdem ist ihre Mutter seit neun Jahren im Gefängnis. Zu Beginn der Geschichte wirkt Avery sehr selbständig. Sie hat einen Job als Kellnerin und eine tolle Freundin namens Tasha. An dem Abend, an dem sie die Kündigung bzgl. ihrer Wohnung erhält, bekommt sie das Angebot, als Housesitterin für drei Monate einzuspringen. Dieses nimmt sie natürlich dankend an. Während des ersten Aufenthalts in der neuen Wohnung trifft sie im Fahrstuhl auf Nick Baine. Er ist ein attraktiver Geschäftsmann, der sich nimmt, was er will. Direkt nach dem zweiten Aufeinandertreffen von Avery und Nick verbringen sie die Nacht miteinander. Danach mutiert Avery jedoch regelrecht zur Unterwürfigkeit. Sie betet Nick wie einen Gott an und sämtliche Handlung dreht sich nur noch um die Erfüllung ihres gemeinsamen Sexlebens. Darüber hinaus lässt Avery Nick lange Zeit über ihre Vergangenheit und den wahren Grund ihres Aufenthalts im Luxus Appartement im Unklaren. Nick verschweigt ebenfalls etwas. Zum Ende des Buches kommt endlich die lang ersehnte Spannung auf. Doch der Leser muss auf den zweiten Teil warten, um mehr Hintergrundinformationen zu bekommen.

Fazit: Aufgrund des Titels und Klappentextes hatte ich deutlich mehr von dem Buch erwartet. Leider wurde ich enttäuscht. Es gibt viele Parallelen in Sachen Charaktere und „Handlung“ zu anderen bekannten Büchern dieses Genres. Die Autorin lässt sich nicht viel Neues einfallen. Lediglich der Schluss bringt die Handlung wieder etwas in Schwung und macht neugierig auf den zweiten Teil. Alles in allem kann ich jedoch nur zwei Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
  • Gefühle
  • Schreibstil
  • Handlung
  • Cover
Veröffentlicht am 22.04.2017

Obsessive Liebe

Du bist nie allein
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Julie ist seit vier Jahren Witwe. Nun ist sie endlich wieder bereit für eine neue Liebe. Ihre beiden Verehrer sind vom Charakter sehr unterschiedlich. Richard, äußerlich sehr attraktiv und weltgewandt, ...

Julie ist seit vier Jahren Witwe. Nun ist sie endlich wieder bereit für eine neue Liebe. Ihre beiden Verehrer sind vom Charakter sehr unterschiedlich. Richard, äußerlich sehr attraktiv und weltgewandt, Mike eher schüchtern und bodenständig. Nach einigen Rendezvous trifft sie ihre Entscheidung. Doch der zurückgewiesene Verehrer nimmt seine Niederlage nicht einfach hin.

Nicholas Sparks ist für seine gefühlvollen Liebesromane bekannt. In "Du bist nie allein" lässt er noch einen weiteren Aspekt mit einfließen, so dass der Plot umfangreicher wird. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. In bekannter Art führt der Autor die beiden Liebenden zusammen. Hierfür brauchen die beiden leider recht viel Zeit. Manchmal möchte man sie regelrecht anschubsen. Der Gegenspieler wird in seinem Charakter treffend dargestellt und man merkt anhand der Erzählung bereits zu Beginn, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Seine Tyrannei Julie gegenüber wird gut ausgearbeitet. Leider dauert es auch hier wieder recht lange, bis man ihm auf die Schliche kommt. Die Geschichte wird dadurch zum Ende teilweise sehr zäh.

Für mich ist der wahre Held des Buches Julies Hund Singer. Durch ihr Witwendasein ist er ihr bester Freund geworden und sie behandelt ihn wie einen Menschen. Wer wie ich selbst einen Hund hat, kann dies gut nachvollziehen.

Fazit: Die Thematik finde ich gut, nur leider nicht spannend genug umgesetzt. Beim Thema Obesession hätte der Autor mehr in die Tiefe gehen können, um der Geschichte mehr Dramatik zu verleihen. Von daher bin ich etwas enttäuscht und könnte mir vorstellen, dass es anderen Fans von Nicholas Sparks ähnlich geht.