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Veröffentlicht am 01.03.2020

Spannend, witzig, fantasievoll - ein tolles Kinderbuch!

Jagd auf den Nebelgeist
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Da mir „Spukalarm in der Schokofabrik“ von Mascha Matysiak so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal von ihrem neuen Kinderbuch hörte, welches dieses Jahr, ebenfalls wieder ...

Da mir „Spukalarm in der Schokofabrik“ von Mascha Matysiak so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal von ihrem neuen Kinderbuch hörte, welches dieses Jahr, ebenfalls wieder im Hummelburg Verlag, erscheinen wird. Das Cover gefiel mir auf Anhieb richtig gut und auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Für mich stand daher augenblicklich fest: „Jagd auf den Nebelgeist“ möchte ich unbedingt lesen!

Dem Beginn der Ferien hat Finjan ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Endlich kommt Nele wieder zu Besuch! Voller Freude holt er seine beste Freundin vom Bahnhof ab. Gut, dass er sein Skateboard dabei hat, auf dem er Neles super schweren Koffer transportieren kann. Wobei – vielleicht war die Idee doch nicht so dolle. Der Koffer auf dem davon rollenden Skateboard wird nämlich dazu führen, dass die alte Frau Silbernadel von ihrem Fahrrad stürzt und daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Kurz nach dem Unfall zieht plötzlich ein dichter Nebel in der Stadt auf. Was hat es mit dieser dicken Suppe nur auf sich? Es ist der Nebelgeist Foggy, den Frau Silbernadel fangen wollte. Aber diese liegt ja nun im Krankenhaus. Hm, und jetzt? Foggy muss auf jeden Fall schleunigst verschwinden! Dieser Nebelgeist ist der reinste Unruhestifter. Es liegt nun an Nele und Finjan, sich auf die Jagd nach Foggy zu machen. Stellt sich nur die Frage: Wie fängt man eigentlich einen Nebelgeist?

Mascha Matysiak ist es auch mit ihrem zweiten Kinderbuch gelungen, mir ein wundervolles Leseerlebnis zu bescheren. Mir hat „Jagd auf den Nebelgeist“ unheimlich gut gefallen – sogar noch ein bisschen besser als „Spukalarm in der Schokofabrik“. Es spricht ja wohl einiges für das Buch, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe, oder? Natürlich haben auch die nur gut 160 Seiten dazu beigetragen sowie die schön große Schrift, die kurzen Kapitel und die vielen Illustrationen, aber mit ein Grund, warum ich das Buch so ratzfatz durch hatte, war definitiv auch die super mitreißende und originelle Story.

Wie schon „Spukalarm in der Schokofabrik“ so erzählt auch „Jagd auf den Nebelgeist“ eine richtig tolle Geistergeschichte voller Spannung, Humor, Abenteuer und Fantasie. Ein Nebelgeist namens Foggy, der eine kleine Stadt komplett auf den Kopf stellen wird, eine pastell-veilchenfarbene Pudeldame namens Luise, ein Onkel und eine Tante, die absolute Star Trek-Fans sind und daher in einem unglaublich genialen Ufo-Haus leben, zwei Kinder, die mit der Hilfe von zwei sehr ulkigen Gestalten auf Nebelgeist-Jagd gehen werden… - all das und noch vieles mehr erwartet euch hier. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man so gefesselt von den Geschehnissen ist.

Hauptprotagonisten der Geschichte sind die zwei Kinder Finjan und Nele. Bei den beiden könnte ich echt nicht sagen, wen ich nun mehr in mein Herz geschlossen habe. Die zwei sind einfach beide so sympathisch. Finjan habe ich eher als etwas ruhiger empfunden, während Nele sehr flippig ist. So ist bunt zum Beispiel ihre Lieblingsfarbe, was man nur zu gut an ihrer Kleidung sehen kann. ;)
Mit Finjan und Nele wird sich Zielgruppe prima identifizieren können, da bin ich mir vollkommen sicher. Die zwei Freunde wurden total liebevoll ausgearbeitet und wirken stets absolut authentisch.

Neben Finja und Nele haben mir auch die Nebenfiguren wahnsinnig gut gefallen. Kapitän Jolle, Juna, Frau Silbernadel,… - da ich nur nicht zu viel von der Handlung verraten möchte und finde, dass man gerade Kapitän Jolle und Juna ganz ohne Vorwissen kennenlernen sollte, werde ich über die weiteren Charaktere jetzt mal nicht groß was erzählen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr es hier im Verlaufe des Buches mit lauter liebenswerten, außergewöhnlichen und teils ziemlich schrägen Gestalten zu tun bekommen werdet.

Neben freundlichen Gesichtern machen wir in dem Buch auch mit weniger netten Figuren Bekanntschaft. Ich sage nur: Foggy, der Nebelgeist. Vor so einem Nebelgeist sollte man sich definitiv besser in Acht nehmen. Er ernährt sich von den Ängsten der Menschen und sorgt für lauter Unruhe und Chaos. Finjan und Nele werden alles daran setzen, um diesen gemeinen Foggy zu verjagen. Ob ihnen das wohl gelingen wird? Und wenn ja – wie? Nun, darüber werde ich hier selbstverständlich schweigen. Wenn ihr das gerne wissen möchtet, müsst ihr schon selbst zu dem Buch greifen und euch auf Nebelgeistjagd begeben. :D

Empfohlen wird „Jagd auf den Nebelgeist“ für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Kinder ab diesem Alter sollten hier keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Mascha Matysiak hat einen locker-leichten und sehr lebhaften Schreibstil, welcher sich bezaubernd schön liest. Schriftgröße und Kapitellänge sind auch optimal, sodass ein fabelhafter Lesefluss zustande kommt. Zum Vorlesen ist das Buch in meinen Augen ebenfalls perfekt geeignet.

Für die warme Jahreszeit kann ich „Jagd auf den Nebelgeist“ übrigens ganz besonders empfehlen. Die Geschichte verströmt so ein herrliches Sommer-Feeling. In mir zumindest hat die Story irgendwie eine mega gute Sommerlaune geweckt.
Neben der Atmosphäre bin ich auch von dem Setting hellauf begeistert. Vor allem das Haus von Neles Onkel und Tante hat es mir angetan. Ich habe es zwar nicht so mit Ufos, Weltraum und so und bin auch kein Star Trek-Fan, aber das coole Haus von diesen beiden Astrophysikern würde ich mir dennoch nur zu gerne mal in der Wirklichkeit anschauen.

Was den Lesespaß dann nur noch großartiger macht, sind die vielen farbigen Illustrationen von Edda Skibbe. Mir haben ihre Bilder total gut gefallen. Sie sind farbenfroh und wunderhübsch und harmonieren hervorragend zum Geschehen im Text.

Fazit: Ein wunderbares Kinderbuch voller spannender, lustiger und fantasievoller Momente! Mir hat „Jagd auf den Nebelgeist“ ein tolles Leseerlebnis beschert. Die Story lädt von den ersten Seiten an zum Mitfiebern ein und lässt an keiner einzigen Stelle Langeweile aufkommen. Sie steckt voller Überraschungen und süßer Ideen und wurde zauberhaft schön von Edda Skibbe illustriert. Egal ob Groß oder Klein, ob zum Vor- oder zum Selberlesen – ich kann „Jagd auf den Nebelgeist“ wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2020

Ein toller Lese- und Vorlesespaß für Groß und Klein!

Monty, Castor und der Findelfuchs
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Kinderbücher, in denen Tiere in die Rollen der Buchhelden schlüpfen und tolle Abenteuer erleben, fallen seit ich lesen kann absolut in mein Beuteschema. Meine Neugierde war daher sofort geweckt, als ich ...

Kinderbücher, in denen Tiere in die Rollen der Buchhelden schlüpfen und tolle Abenteuer erleben, fallen seit ich lesen kann absolut in mein Beuteschema. Meine Neugierde war daher sofort geweckt, als ich das erste Mal von „Monty, Castor und der Findelfuchs“ hörte. Die Geschichte klang einfach nur zauberhaft und in das entzückende Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Für mich stand sehr schnell fest: Den Waschbären Monty, den Biber Castor und den kleinen Fuchs Foxi möchte ich unbedingt auf ihrer abenteuerlichen Reise zum Stadtpark begleiten! Ich ließ das Buch daher sehr gerne bei mir einziehen.

Als der Waschbär Monty eines Tages etwas schwarz Glänzendes im Schnee liegen sieht, hält er seinen Fund zuerst für eine leckere Nacktschnecke. Hungrig wie er ist, beißt er hinein – und bekommt einen riesengroßen Schrecken, als plötzlich eine rote Bestie mit einem ohrenbetäubenden Geschrei auf ihn zuspringt. Das schwarze Etwas, das Monty für eine köstliche Nacktschnecke gehalten hat, ist in Wahrheit die Nase eines kleinen Fuchses. Das arme Kerlchen ist auf der verzweifelten Suche nach seiner Familie, von der es getrennt wurde. Monty und sein bester Freund Castor, der dickliche Biber, beschließen dem kleinen Fuchs zu helfen. Was für ein Glück, dass das Fuchskind, das den Namen Foxi erhält, nun nicht mehr auf sich alleine gestellt ist. Der Weg in den Stadtpark, in welchem seine Familie lebt, ist ziemlich weit und sehr gefährlich. Böse Krähen, stark befahrene Straßen, der gemeine Kralle und seine fiese Fuchsbande – überall lauern Gefahren. Ein großes Abenteuer beginnt...

Maike Harel ist mit „Monty, Castor und der Findelfuchs“ in meinen Augen ein wunderbares Kinderbuch gelungen. Die Geschichte lädt von Anfang bis Ende zum Mitfiebern ein und macht durch den großartigen Humor einfach nur mega gute Laune. Ich war bereits auf der ersten Seite am Schmunzeln, als wir den Waschbären Monty und den Biber Castor kennenlernen. Wir erfahren alles aus der Sicht von Monty in der Ich-Perspektive und bereits nach wenigen Sätzen wird deutlich: Monty ist der Knaller! Mir zumindest hat dieser schlagfertige und äußerst gewitzte Waschbär unglaublich gut gefallen. Seine Art, wie er uns die Geschichte erzählt, hat mich immerzu breit grinsen lassen. Monty hält sich selbst für einen ziemlich coolen Typen, was des öfteren für sehr amüsante Szenen sorgen wird. Ich muss gestehen, dass mir Monty nicht immer sympathisch war, aber sehr liebgewonnen habe ich ihn dennoch. Seine witzigen Gedankengänge und flotten Sprüche habe ich beim Lesen richtig gefeiert.

Castor, den Biber, fand ich auch große Klasse. Castor ein total lieber und hilfsbereiter Kerl, den man einfach sofort gernhaben muss. Monty und Castor sind wahrlich ziemlich verschiedenen, aber vermutlich passen sie gerade deswegen so gut zusammen. Die beiden ergeben ein tolles Team und können sich stets aufeinander verlassen. Was für ein Glück, dass der kleine Fuchs Foxi ausgerechnet von diesem ungewöhnlichen Duo gefunden wird. Die beiden Freunde fassen sehr schnell den Entschluss, sich um das kleine Fuchskind zu kümmern und es zu seiner Familie in den Stadtpark zurückzubringen. Wobei dazu gesagt sein muss, dass in erster Linie Castor dafür war, Foxi helfen. Monty war zuerst nicht so begeistert von dieser Idee. Der Fürsorglichere der beiden ist zweifellos der Biber Castor. ;)

Den kleinen Foxi habe ich ebenfalls sofort in mein Herz geschlossen. Foxi, so viel kann ich ja schon mal verraten, wird uns im Verlaufe des Buches noch eine große Überraschung bescheren. Da ich aber nicht spoilern möchte, werde ich bezüglich dieses Geheimnisses jetzt einfach mal schweigen. Spannung muss schließlich sein, hehe.

Apropos Spannung: Die kommt hier auf jeden Fall nicht zu kurz. Ich habe die Story als richtig mitreißend empfunden. Die aufregende Reise von der Verkehrsinsel zum Stadtpark ist ein einziges Abenteuer und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Mit dem gefährlichen Kralle und seiner Fuchsbande ist definitiv nicht gut Kirsch essen, so viel sei schon mal gesagt. Die spannenden Szenen sind aber natürlich vollkommen kindgerecht. Vom Verlag wird „Monty, Castor und der Findelfuchs“ für Mädchen und Jungen ab 5 Jahren empfohlen und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Meinem Empfinden nach müssten Kinder ab diesem Alter dem Geschehen der Handlung problemlos folgen können. Zum Selberlesen ist das Buch meiner Meinung nach ab 8 oder 9 Jahren geeignet.
Zum Vorlesen bietet sich „Monty, Castor und der Findelfuchs“ jedoch besonders gut an. Ich bin mir sehr sicher, dass das Buch für den allerschönsten Vorlesespaß sorgen und Groß und Klein begeistern wird.

Was mir an der Geschichte besonders gut gefallen hat, sind die vielen wichtigen Werte und Botschaften, die sie enthält: Wenn du gute Freunde an deiner Seite ist, brauchst du dich vor nichts zu fürchten und schaffst so gut wie alles. Freundschaft und Zusammenhalt wird in dem Buch wirklich ganz große geschrieben, was mich riesig gefreut hat. Auch die Werte Mut, Hilfsbereitschaft und Vertrauen sind ein großer Bestandteil der Handlung. Total schön fand ich auch, dass hervorgehoben wird, dass man auch prima befreundet sein kann, wenn man komplett verschieden ist und nicht derselben Art angehört.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die zahlreichen wunderhübschen farbigen Illustrationen von Betina Gotzen-Beek. Mir haben ihre Bilder unheimlich gut gefallen. Sie sind super niedlich und so herrlich fröhlich und passen einfach nur perfekt zu dieser tollen Freundschafts- und Abenteuergeschichte. Meine persönliche Highlights waren die Zeichnungen von Foxi. Ich liebe den pfiffigen und frechen Blick dieses kleinen Fuchses. Werft einen Blick aufs Cover und ihr wisst, was ich meine. :D
Genial fand ich, dass es ziemlich viele ganzseitige Illustrationen gibt. Über so etwas freue ich mich in Büchern immer sehr! 

Die Geschichte endet sehr abgeschlossen, sodass ich davon ausgehe, dass es sich bei „Monty, Castor und der Findelfuchs“ um einen Einzelband handelt. Soweit ich weiß, veröffentlicht der Hummelburg Verlag auch in erster Linie Einzeltitel und keine Reihen. Ich würde zu einem Wiedersehen mit Monty und Co. aber definitiv nicht Nein sagen. Sollte es vielleicht doch eine Fortsetzung geben, wäre ich ganz bestimmt eine der Ersten, die sich darauf stürzen würde. :)

Fazit: Ein tierisch schönes Leseabenteuer für Jung und Alt! Mir hat „Monty, Castor und der Findelfuchs“ ein wundervolles Leseerlebnis beschert. Das Buch steckt voller spannender, liebenswerter und witziger Momente und lädt durchweg zum Mitfiebern ein. Die Geschichte enthält viele wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Mut und Zusammenhalt und wurde absolut bezaubernd illustriert. Ich habe Monty, Castor und Foxi wahnsinnig liebgewonnen und würde mich sehr über ein zweites Abenteuer mit den drei Freunden freuen. Ich kann „Monty, Castor und der Findelfuchs“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 27.02.2020

Märchenhaft schön und so fantastisch illustriert! Für Mumins-Fans ein großes Muss!

Abenteuer im Mumintal
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Wer von euch kennt die Zeichentrickserie der Mumins? Also ich verbinde mit dieser TV-Serie ganz wundervolle Kindheitserinnerungen. Ich muss nur zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie ein Buch der ...

Wer von euch kennt die Zeichentrickserie der Mumins? Also ich verbinde mit dieser TV-Serie ganz wundervolle Kindheitserinnerungen. Ich muss nur zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie ein Buch der Mumins gelesen habe. Das musste ich wirklich schleunigst ändern! Als ich nun beim Durchstöbern der neuen Vorschau des Urachhaus Verlags auf „Abenteuer im Mumintal“ gestoßen bin, war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. Das Cover sieht so wunderhübsch aus und die paar Illustrationen, die in der Vorschau abgebildet sind, sind zum Träumen schön. Für mich stand sofort fest: Mit diesem Vorlesebuch, welches gleich drei Mumins-Geschichten enthält, wollte ich die einzigartigen Mumins nun endlich auch mal über das Lesen kennenlernen. Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Hast du schon einmal von dem großartigen Mumintal gehört? Nicht? Also dann hast du eindeutig etwas verpasst! An diesem herrlich idyllischen Ort kann man die tollsten Dinge erleben und jede Menge Spaß haben. Wenn du tatsächlich noch nie vom Mumintal gehört hast, dann wirst du vermutlich auch gar nicht wissen, was Mumintrolle sind, oder? Und die Bekanntschaft mit der Muminmutter, dem Muminvater und ihrem Sohn Mumin wirst du ja dann auch noch nicht gemacht haben. Nun, das muss schleunigst geändert werden! Mit diesem Buch kannst du die Muminwelt wunderbar kennenlernen. Begib dich zusammen mit der Muminmutter und Mumin auf die Suche nach dem Muminvater und einem trockenen Plätzchen. Lerne die Freunde der Mumins kennen: Das entzückende Snorkfräulein, die kleine freche Mü, das Schnüferl und den Schnupferich. Erkunde das einmalige Mumintal mit all seinen schönen Orten und fantasievollen Geschöpfen und bestaune das ungewöhnliche blaue Turmhaus der Mumins. Tauche in drei fantastische Abenteuer ein, die von einer spannenden Reise, den Hattifnatten und einem magischen Hut erzählen und lass dich von all diesen Erzählungen komplett verzaubern.

Als das Buch bei mir eintraf und ich es das erste Mal aufschlug, war es sofort um mich geschehen. Auf der ersten Doppelseite befindet sich eine traumhaft schöne Karte, die das Mumintal im Sommer zeigt. Obwohl die Karte nur schwarz-weiß ist, ist sie umwerfend. Ich konnte mich an dieser doppelseitigen Illustrationen gar nicht sattsehen. Die Karte ist allerdings nur ein Vorgeschmack darauf, was einem sonst noch im Innenteil des Buches erwartet. Alle drei Mumin-Geschichten wurden absolut hinreißend von Cecilia Heikkilä illustriert. Ob die kleineren schwarz-weiß Zeichnungen oder die zahlreichen farbigen Bilder – allesamt sind einfach nur fantastisch und schaffen eine märchenhafte Atmosphäre. Wobei meine Highlights definitiv die vielen farbenfrohen Illustrationen waren. Diese sind ein Traum, sag ich euch. Zumindest mir haben sie wahnsinnig gut gefallen.

Zu meiner großen Freude kommen wir in dem Buch in den Genuss von vielen, vielen Bildern. Auf jeder Doppelseite gibt es mindestens eine Illustration. „Abenteuer im Mumintal“ ist in meinen Augen einfach nur das perfekte Familienbuch, welches für die allerschönsten Vorlesestunden sorgen wird. Wobei es aber selbstverständlich auch irre viel Spaß macht, wenn man das Buch für sich alleine liest. ;)
Zum Vorlesen kann ich „Abenteuer im Mumintal“ jedoch ganz besonders empfehlen. Durch die famose Aufmachung befindet sich nie allzu viel Text auf den Seiten und die Geschichten lassen sich prima vortragen. Der Schreibstil ist lebendig und kindgerecht und liest sich einfach nur fabelhaft. Meiner Meinung nach wurden die drei Mumin-Abenteuer hervorragend für jüngere Kinder nacherzählt. Ohne den altmodischen Charme zu verlieren, den vermutlich die Originalfassungen besitzen, werden die drei Geschichten leicht verständlich und altersgerecht erzählt. Da ich, wie oben bereits erwähnt, bisher noch nie ein Mumin-Buch gelesen hatte, kann ich nun leider keine Vergleiche zu den ursprünglichen deutschen Übersetzungen ziehen. Ich kann nur sagen, dass ich hellauf begeistert von dieser herrlich zeitlosen Erzählweise bin und das Buch mit einem wohlig warmen Dauerbauchkribbeln gelesen habe, weil ich so verzaubert von allem war.

Das Buch enthält die drei Geschichten Die Reise ins Mumintal, Die Mumintrolle und der Zauberhut und Die Mumintrolle auf der Insel der Hatifnatten. Da ich die drei Abenteuer bisher nur von der Zeichentrickserie kannte, fand ich es unheimlich interessant, sie nun noch mal über das Lesen zu erleben. Hinzu kommt, dass das Durchschmökern des Buches in mir ein wunderbares nostalgisches Gefühl hervorgerufen hat. Obwohl ich die TV-Serie zuletzt als kleines Kind gesehen habe (was nun alles schon ein Weilchen her ist), kann ich mich doch noch erstaunlich gut an sie erinnern. Vor allem die drei Geschichten, die einen hier erwarten, sind mir noch recht gut in Erinnerung.
Das Buch ist auf jeden Fall nicht nur für Kinder ab 4 Jahren wärmstens zu empfehlen – ich kann „Abenteuer im Mumintal“ auch Erwachsen nur ans Herz legen. Und für Mumin-Liebhaber ist dieses Schätzchen eh ein absolutes Muss.


Zur Handlung brauche ich vermutlich nicht groß was sagen, oder? Wer hat nicht schon von den Mumins gehört? Die Mumins-Erzählungen der finnischen Autorin Tove Jansson wurden eindeutig zurecht zu so bekannten Klassikern. Tove Jansson hat mit dem Mumins-Universum eine ganz zauberhafte und unfassbar fantasievolle Welt erschaffen mit lauter außergewöhnlichen Figuren und Geschöpfen. Der Muminvater, die Muminmutter, der neugierige Mumin, das hübsche Snorkfräulein, die kleine aufmüpfige Mü, der kluge Schnupferich mit seiner Mundharmonika, das Schnüferl – all diese Figuren muss man einfach sofort ins Herz schließen. Ich finde ja die Namen total ulkig. Das Snorkfräulein, das Schnüferl – also ich musste da beim Lesen irgendwie ständig schmunzeln, wenn ich die Namen las. :D
Die drei Geschichten, die wir mit unseren Freunden in diesem Buch erleben dürfen, stecken voller Fantasie und Abenteuer und enthalten lauter wichtige Werte und Weisheiten. Sie laden zum Mitfiebern und Träumen ein und machen einfach nur mega gute Laune. Ich hatte super viel Spaß beim Lesen und möchte mir nun unbedingt noch mehr Mumins-Bücher zulegen. Und die Zeichentrickserie will ich mir nun auch demnächst mal wieder anschauen. Bin jetzt irgendwie total im Mumins-Fieber. :D

Fazit: Ein bezaubernd schönes Buch für Jung und Alt! Mir hat „Abenteuer im Mumintal“ ein unvergessliches Leseerlebnis beschert. Ich bin total verliebt in die drei wundervollen Geschichten und die vielen, vielen großartigen Illustrationen. Das Buch steckt voller spannender, lustiger, fröhlicher und unglaublich fantasievoller Momente und zaubert einem immerzu ein breites Lächeln auf die Lippen. Egal ob Groß oder Klein, ob Muminliebhaber oder Muminliebhaber in spe – ich kann „Abenteuer im Mumintal“ jedem nur ans Herz legen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 26.02.2020

Ein zauberhaft schöner Reihenauftakt voller Wunder, Geheimnisse und Magie!

Die Wunderfabrik – Keiner darf es wissen!
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Schaut das Cover nicht unglaublich toll und wunderhübsch aus? Also ich war sofort ganz hin und weg, als ich es das erste Mal sah. In natura sieht es sogar noch hinreißender aus. Das Buch schimmert so herrlich, ...

Schaut das Cover nicht unglaublich toll und wunderhübsch aus? Also ich war sofort ganz hin und weg, als ich es das erste Mal sah. In natura sieht es sogar noch hinreißender aus. Das Buch schimmert so herrlich, wenn man es ins Licht hält.
Der Klappentext hatte mich aber auch sofort. Die Zutaten, die Stefanie Gerstenberger für ihr erstes Kinderbuch zusammengemischt hat, sind einfach ganz genau mein Ding. Da ich zudem schon Bücher von der Autorin gelesen habe, die mir wahnsinnig gut gefallen haben, stand für mich wirklich sofort fest: „Die Wunderfabrik“ muss ich unbedingt lesen!

Die 12-jährige Winnie und ihre große Schwester Cecilia sind wenig begeistert, als ihre Eltern ihnen eröffnen, dass sie die Sommerferien bei ihren Großeltern in Wales, in ein kleinem Kaff irgendwo am Ende der Welt verbringen müssen. Kein Internet, super ekliges Essen, Ausflüge alleine sind tabu und so gut wie alles in der riesigen Villa der Großeltern ist verboten. Henry scheint das Ganze nicht viel auszumachen, aber die Schwestern fassen sehr schnell den Entschluss zu verduften. Da ist ihnen die hippe Metropole London eindeutig viel, viel lieber! Ihr Fluchtversuch misslingt aber leider und die Geschwister müssen fortan in der düsteren großelterlichen Fabrik arbeiten. Unter Beaufsichtigung natürlich. Und sie müssen dabei potthässliche Kleidung tragen. Unerträglich! Schlimmer kann es echt nicht mehr kommen.
Winnie beginnt schließlich während der Lakritze-Herstellung mit einer neuen Zutat herumzuexperimentieren und muss dabei zu ihrer riesengroßen Verblüffung feststellen, dass sie die Gabe hat, Süßigkeiten mit Magie zu versehen! Hat Winnie etwa das geheime Talent ihres Großvaters geerbt? Anscheinend. Leider gibt es da aber jemanden, der keine guten Absichten verfolgt und für seine dunklen Pläne Winnies magische Fähigkeiten benötigt. Ein spannendes Abenteuer beginnt...

Ich muss ja gestehen, dass meine Erwartungen an das Buch ziemlich hoch waren. Ich liebe die Jugendbücher, die Stefanie Gerstenberger zusammen mit ihrer Tochter geschrieben hat, der Klappentext von „Die Wunderfabrik“ klang einfach nur unbeschreiblich gut und an dem umwerfenden Cover kann ich mich gar sattsehen. Es ließ sich daher einfach nicht vermeiden, dass ich mir sehr viel von dem Buch erhofft habe. Das von mir ersehnte Highlight wurde „Die Wunderfabrik“ letztendlich dann zwar leider nicht, aber hellauf begeistert von dem Buch bin ich dennoch. Stefanie Gerstenberger ist mit dem ersten Band ihrer neuen Reihe in meinen Augen ein wundervoller Serienauftakt gelungen. Der Verlag wirbt damit, dass „Die Wunderfabrik“ ein wahrer Leckerbissen für Fans von „Die Glücksbäckerei“ und „Die Duftapotheke“ ist. Dieser Empfehlung kann ich vollkommen zustimmen! Ich gehöre definitiv zu denen, die die zwei eben genannten Buchreihen verschlungen haben und über alles lieben. Mich hat es daher riesig gefreut, als ich beim Lesen feststellte, dass „Die Wunderfabrik“ ein bisschen vergleichbar mit „Die Glücksbäckerei“ und „Die Duftapotheke“ ist.

Erfahren tun wir alles aus der Sicht der zwölfjährigen Winnie in der dritten Person. Winnie war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist aufgeweckt, lustig und wirkt so schön authentisch. Ich bin mir sehr sicher, dass sich die Zielgruppe, sprich Kinder ab 10 Jahren, prima mit Winnie identifizieren kann.
Winnies Geschwister, die vierzehnjährige Cecilia und der fünfjährige Henry, habe ich ebenfalls unheimlich liebgewonnen. Henry fand ich einfach nur zuckersüß und Cecilia mit ihrer temperamentvollen Art hat mich bestens unterhalten.
Besonders gut gefallen hat mir der Schwesterzusammenhalt. Winnie und Cecilia ergeben zusammen ein tolles und sehr pfiffiges Team und werden nach ihrem vereitelten Fluchtversuch gemeinsam versuchen, hinter das Geheimnis ihrer Großeltern zu kommen.

Dass Grandma Ruth und Grandpa Herb etwas zu verbergen haben, wird sehr schnell klar. Ich bin da so richtig ins Mitfiebern und Herumrätseln geraten und wollte, wie die Geschwister, endlich Antworten auf all die seltsamen Dinge haben, die sich am laufenden Band ereignen werden. Wer genau sind die drei Hausangestellten der Großeltern, die von Winnie und Cecilia den Namen „Das Tragische Team“ erhalten? Warum dürfen die Geschwister nicht alleine ins Dorf Tullymore? Wie bitte, zu gefährlich? Echt jetzt? In dem kleinen öden Kaff? Was hat eigentlich dazu geführt, dass aus dem ehemaligen Touristenziel so ein schnarchlangweiliger und nicht gerne besuchter Ort wurde? Warum darf niemand wissen, wer Cecilia, Winnie und Henry sind? Wieso haben die Großeltern mit ihrer Herstellung von Lakritze aufgehört? Welche Geheimnisse verbirgt die riesige Villa von Ruth und Herb Wallace-Walker? 
Ja, ihr seht: Lauter mysteriöse Fragen, auf die nicht nur die Geschwister, sondern auch wir Leser schleunigst Antworten haben wollen.

Ich habe die Story als richtig mitreißend und spannend empfunden, sodass ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe. Es liest sich klasse, Stefanie Gerstenberger hat einen locker-leichten und sehr jugendlichen Schreibstil. Da zudem die Kapitel angenehm kurz sind und die Schrift recht groß ist, kommt ein fabelhafter Lesefluss zustande.
Was die Handlung dann noch aufregender macht, sind die vielen rätselhaften Einschübe. Immer mal wieder gibt es Kapitel aus der Sicht der Großeltern (ebenfalls aus der Beobachterperspektive) und Passagen, die von einem geheimnisvollen Fremden in der Ich-Form erzählt werden. Besonders letzteres fand ich genial! Wer ist dieser Unbekannte nur, der sich ganz in der Nähe der Kinder aufzuhalten scheint und definitiv nichts Gutes im Schilde führt?

Neben der Spannung kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ich habe mich zum Beispiel köstlich über die (nicht vorhandenen) Kochkünste der Großmutter amüsiert. Die Frau kann nur eins kochen: Brei. Und zwar in den verschiedensten Ausführungen. Da konnte ich Winnie und Cecilia komplett verstehen, dass sich ihre Begeisterung über die Mahlzeiten bei den Großeltern sehr ins Grenzen hält. ;)

Was natürlich auch reichlich enthalten ist, ist die Magie. Die Geschichte hat stellenweise fast schon etwas Märchenhaftes an sich und steckt voller fantasievoller Ideen. Ich hatte mir allerdings ein bisschen mehr von der Wunderfabrik erhofft. Vielleicht aufgrund des Covers? Hm, kann sein. Mich konnte die Story rundum die magischen Lakritze jedenfalls nicht so verzaubern wie ich es gerne gehabt hätte. Irgendwie hat mir da einfach ein bisschen was gefehlt, etwas, was ich leider gar nicht genau benennen kann.
Allzu schlimm fand ich diesen Punkt aber nicht. Mir hat das Buch echt richtig, richtig gut gefallen und ich freue mich jetzt schon riesig auf den zweiten Band, der für Herbst dieses Jahres angekündigt ist. Im Verlaufe des Buches werden so viele Fragen geklärt, aber da auch noch so einiges offen bleibt, wird in einem die große Lust auf die Fortsetzung geweckt. Bei mir zumindest ist das der Fall. Ich bin schon mega gespannt, wie es mit Winnie und Co. in Wales weitergehen wird!

Fazit: Ein zauberhaftes Kinderbuch voller Überraschungen, Geheimnisse und Magie! Stefanie Gerstenberger ist mit „Die Wunderfabrik – Keiner darf es wissen!“ in meinen Augen ein wunderschöner Reihenauftakt gelungen, der große Lust auf mehr macht und durchweg zum Mitfiebern einlädt. Für die volle Sternenzahl hat es mir zwar dann leider doch nicht gereicht, aber wärmstens empfehlen kann ich das Buch selbstverständlich dennoch, definitiv! Besonders ans Herz legen kann ich „Die Wunderfabrik“ Fans von „Die Glücksbäckerei“ und „Die Duftapotheke“. Für diese ist das Buch in meinen Augen ein großes Muss! Mir hat der erste Band von „Die Wunderfabrik“ ein wunderbares Leseerlebnis beschert und ich vergebe sehr gute 4 von 5 magischen Sternen!

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Veröffentlicht am 25.02.2020

Unglaublich spannend und märchenhaft schön - ein fantastischer Abenteuerschmöker!

Anouks Spiel
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Da mich meine bisherigen Werke von Akram El-Bahay hellauf begeistern konnten, war meine Neugierde natürlich umgehend geweckt, als ich das erste Mal von seinem neuen Kinderroman „Anouks Spiel“ hörte. Der ...

Da mich meine bisherigen Werke von Akram El-Bahay hellauf begeistern konnten, war meine Neugierde natürlich umgehend geweckt, als ich das erste Mal von seinem neuen Kinderroman „Anouks Spiel“ hörte. Der Klappentext klang einfach nur unbeschreiblich gut und von dem genialen Cover fühlte ich mich auf den ersten Blick wie magisch angezogen. In meinen Augen ist das Cover ein richtiger Hingucker! Ich liebe diese abenteuerliche und geheimnisvolle Atmosphäre, die es verströmt. 
Für mich stand sofort fest: „Anouks Spiel“ möchte ich unbedingt lesen! Ich ließ das Buch also nur zu gerne bei mir einziehen.

Anouk ist total genervt von ihrer kleinen Schwester Maya. Ständig bekommt sie die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern. Sogar an ihrem 13. Geburtstag scheint ihnen Maya wichtiger zu sein als Anouk. Aus Wut und Enttäuschung getrieben schreibt die 13-jährige einen unbedachten Wunsch auf: Sie wünscht sich, dass ihre Eltern nur noch ihr allein gehören. Am nächsten Morgen ist Maya plötzlich spurlos verschwunden und ihre Eltern haben keine Ahnung, von wem Anouk redet, als sie sie nach ihrer kleinen Babyschwester fragt. Existiert Maya etwa nicht mehr? Hat Anouk Maya etwa tatsächlich weggewünscht? Auf einmal plagt sie ein schlechtes Gewissen. Anouk möchte den Wunsch unbedingt wieder ungeschehen machen. Dieses Unterfangen ist nur leider nicht so leicht. Als Anouk ein rätselhaftes Paket erreicht, in welchem sich ein Brettspiel befindet und in ihrem Zimmer plötzlich ein sprechender Schimpanse namens Pan auftaucht, erfährt Anouk, dass sich ihre schlimme Tat nur mit dem magischen Spiel wieder rückgängig machen lässt. Wenn sie es schafft, den dunklen Prinzen in vier Runden zu besiegen, bekommt sie ihre Schwester zurück. Scheitert sie aber und der Prinz geht als Gewinner hervor, verliert Anouk Maya für immer. Anouk ist sofort bereit, sich in das Spiel zu würfeln. Ein gefährliches Abenteuer beginnt, welches dem Teenager einiges abverlangen wird. Zum Glück ist Anouk aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern gute Freunde und treue Gefährten an ihrer Seite Ob es ihr gelingen wird, ihre kleine Schwester zu retten?

Ich bin eindeutig nicht mit den falschen Erwartungen an „Anouks Spiel“ herangegangen – mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen! Akram El-Bahay ist einfach der geborene Märchen- und Geschichtenerzähler. Seine malerische Wortwahl und sein unfassbarer bildhafter Schreibstil konnten mich erneut von Anfang bis Ende komplett verzaubern und mir das reinste Kopfkino bescheren.

Erfahren tun wir alles aus der Sicht der 13-jährigen Anouk in der dritten Person. Mit Anouk ist Akram El-Bahay eine wundervolle Protagonistin gelungen. Dank der einfühlsamen Erzählweise konnte ich mich auf Anhieb spielend leicht in sie hineinversetzen und ihr Denken, Handeln und Fühlen jederzeit vollkommen nachvollziehen. Besonders gut gefallen hat mir, was für eine großartige Entwicklung unsere Buchheldin durchmachen wird. Anouk wird sich während ihres großes Abenteuer selbst besser kennenlernen und an den Gefahren und Aufgaben, die sie zu meistern hat, über sich selbst hinauswachsen. Ich habe Anouk als ein sehr toughes und starkes Mädel wahrgenommen. Vor ihrem enormen Mut und ihrer Stärke kann man wahrlich nur den Hut ziehen. Was mir Anouk dann nur noch sympathischer gemacht hat, ist ihre Liebe für das Geschichten erzählen und ihre Leidenschaft für Zimtschnecken – zwei Dinge, die ich auch unheimlich gerne mag. :D
Bezüglich der Zimtschnecken sollte ich hier vielleicht eine kleine Warnung aussprechen: Sowohl zu Beginn als auch am Ende des Buches bekommt man einen unbändigen Appetit auf leckere Zimtschnecken. Was für ein Glück, dass uns der Autor am Schluss noch mit einem tollen Zimtschnecken-Rezept versorgt. Das Rezept muss ich unbedingt noch ausprobieren!

Die weiteren Charaktere wurden ebenfalls phänomenal ausgearbeitet. Mein persönlicher Star war der Schimpanse Pan, Anouks Wegbegleiter. Dieser Affe, ups, sorry Pan, in meinte natürlich Schimpanse, ist einfach nur der Knaller. Mir hat er immerzu Gründe zum Schmunzeln geliefert und öfters ein fettes Grinsen auf die Lippen gezaubert. Pan muss man einfach lieben. Ich bin mir sehr sicher, dass es den meisten Lesern so ergehen wird wie mir und ihnen Pan besonders gut in Erinnerung bleiben wird.
Die weiteren Nebenfiguren, egal ob Gut ob Böse, tragen mit ihren besonderen Eigenschaften aber natürlich ebenfalls dazu bei, dass man unvergessliche und rundum perfekte Lesestunden mit dem Buch verbringt. Manche sind so schön schräg und schrullig drauf – herrlich, sag ich euch.
Die Wipflinge, die Piraten, Toni, das Kamel, der kleine, aber extrem tapfere Prinz Ki (auch einer meiner persönlichen Helden!), der Regelmacher...hach, ich bin wirklich mega begeistert von all den einzigartigen Gestalten, denen man im Verlaufe des Buches begegnet.

Neben den Charakteren bin auch von dem Setting ganz fasziniert. Akram El-Bahay hat mal wieder eine märchenhaft schöne Fantasiewelt erschaffen, in welche man als Leser nur zu gerne eintaucht. Ob von dem Reich der Wipflinge, der Wüste, dem Meer oder wohin es uns sonst noch so mit der Spielerin Anouk und ihren Begleitern verschlagen wird – ich hatte von allen Schauplätzen die wunderbarsten Bilder im Kopf.

Insgesamt saß ich dann doch länger als gedacht an dem Buch, was aber ganz allein dem Zeitmangel zuzuschreiben ist. Hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich „Anouks Spiel“ garantiert nahezu in einem Rutsch durchgelesen. Die Handlung ist super spannend und fesselnd und lässt an keiner einzigen Stelle Langeweile aufkommen. Sie enthält lauter überraschende Wendungen, jede Menge Geheimnisse und lauter magische Momente. Anouks kleine Schwester Maya ist schon nach den ersten paar Seiten wie vom Erdboden verschluckt, sodass es nicht lange dauert, bis das Spiel beginnt und wir zusammen mit Anouk in eine fremde Welt reisen. Ab da erleben wir mit Anouk und ihren Begleitern ein packendes Abenteuer nach dem nächsten. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, da man so sehr am mitfiebern und mitzittern ist. 
 
Was genau wir alles zusammen mit unseren außergewöhnlichen Buchhelden erleben werden und ob es Anouk am Ende gelingen wird, das Spiel zu gewinnen und ihre kleine Schwester somit zu retten – all das werde ich hier natürlich nicht verraten. Und wer sich hinter dem mysteriösen dunklen Prinzen verbirgt – auch das darüber werde ich schweigen. Wenn ihr all das gerne wissen möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet! Legt euch das Buch zu und begleitet Anouk durch das Spiel!

Fazit: Unglaublich spannend und märchenhaft schön – ein fantastischer Abenteuerschmöker für Jung und Alt! Akram El-Bahay ist es mal wieder grandios gelungen, mir mit einem seiner Werke ein wunderschönes Leseerlebnis zu bescheren. Ich bin total begeistert von „Anouks Spiel“! Die Geschichte steckt voller Magie und Fantasie und konfrontiert uns Leser mit lauter Überraschungen und Geheimnissen. Ich warne lieber mal vor: Bei diesem Buch besteht definitiv Suchtgefahr.
Ich kann „Anouks Spiel“ jedem wärmstens empfehlen. Vor allem Fans von „Jumanji“ und „Die unendliche Geschichte“ kann ich das Buch echt nur ans Herz legen. „Anouks Spiel“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

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