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Veröffentlicht am 12.10.2019

Ein zauberhaft schöner Reihenauftakt!

Adele möchte die Welt umarmen (Band 1)
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Da ich die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann wahnsinnig gerne lese, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr im Loewe Verlag der Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe von ihr erscheinen wird. ...

Da ich die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann wahnsinnig gerne lese, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr im Loewe Verlag der Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe von ihr erscheinen wird. In das wunderhübsche Cover hatte ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext konnte mich auf Anhieb überzeugen. Für mich stand daher sofort fest: Das Mädchen Adele und ihre große Familie möchte ich unbedingt kennenlernen!

Nirgendwo ist es so schön wie in der Hummelgasse! Das findet zumindest die 10-jährige Adele Anders. Zusammen mit ihrer lustigen Familie wohnt sie in einem recht kleinen (aber ganz besonderem) Haus in dieser weltallerbesten Straße. Familie Anders, das sind Mama und Papa Anders, Adele und ihre fünf Geschwister Henry (9), die Zwillinge Malin und Marlene (8), Oskar (7), die kleine Blümchen (6), und Oma Radieschen. Oma Radieschen kann aber nur Oskar sehen und hören. Sie ist nämlich ein Geist.
Ihr könnt euch nun wahrscheinlich schon denken, dass es in so einer großen Familie sehr wild und chaotisch zugeht, oder? Nun, da habt ihr richtig vermutet. Langeweile kommt in der Hummelgasse Nummer 7 wirklich in keiner Sekunde auf. Für besonders viel Aufregung sorgte die Sache mit dem siebten Kind. Erst mit einem siebten Kind ist die Familie vollständig, finden die Anders. Die sieben ist schließlich ihre Glückslieblingszahl der Welt! Adele, Henry, Malin, Marlene, Oskar und Blümchen machen sich also auf die Suche nach ihrem neuen Geschwisterchen. Diese Aufgabe wird sich nur als etwas kniffliger herausstellen, als gedacht. Zum Glück sind die Kinder aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern haben Freunde, die ihnen helfen. Ob ihre Mission wohl erfolgreich sein wird? Wird die Familie Anders noch zu einer neunköpfigen Familie (plus Geist) werden?

Mich konnten bisher alle Kinderbücher, die ich von Sabine Bohlmann gelesen habe, hellauf begeistern. Auch mit dem ersten Band ihrer neuen Reihe ist Sabine Bohlmann ein ganz wunderbares Kinderbuch gelungen, welches mich von den ersten Seiten an verzaubern konnte. Ich bin total verliebt in das Buch! Die Geschichte ist so süß und warmherzig, die Charaktere sind unheimlich sympathisch und liebenswert (na ja, okay, die Frau Knebelding aus der Nummer 12 nicht, die ist total miesepetrig und unhöflich) und die Illustrationen und Handletterings von Imke Sönnichsen sind absolut bezaubernd.

Ich wusste hier schon nach der ersten Seite, dass ich das Buch lieben werde. Erfahren tun wir alles aus der Perspektive von Adele in der Ich-Form und wie sie uns die Geschichte erzählt, ist einfach nur wunderschön. In meinen Augen ist es Sabine Bohlmann fantastisch gelungen, aus der Sicht eines 10-jährigen Mädchens zu schreiben. Durch die authentische und einfühlsame Erzählweise gelingt es einem spielend leicht, sich in die liebe Adele hineinversetzen. Mir zumindest ist dies problemlos gelungen.
Adele fand ich einfach nur großartig. Sie ist ein super sympathisches und fröhliches Mädchen, welches man sofort ins Herz schließen muss. 

Genauso sieht es bei ihrer trubeligen Familie aus. Die Familie Anders ist so wundervoll - man muss sie einfach lieben. Besonders niedlich fand ich die sechsjährige Blümchen mit ihrem putzigen Sprachfehler. Über sie musste ich ständig schmunzeln. Sehr gut unterhalten hat mich aber auch Oskar, der als Einziger in der Familie die tote Oma Radieschen sehen kann. Ist aber vermutlich ganz gut so, Oma Radieschen ist nämlich oft ganz schön grummelig drauf und haut gerne mal die kreativsten Schimpfwörter heraus. Zumindest laut Oskar.

Vermutlich wundert ihr euch jetzt ein bisschen, warum Oskar den Geist von Oma Radieschen sehen kann. Nun, ihr müsst wissen, die Familie Anders ist wirklich eine ganz außergewöhnliche Familie. Alle haben sie besondere Fähigkeiten. Von Oskar habe ich euch ja schon erzählt. Da ich aber nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich hier jetzt einfach mal über die Kräfte der anderen Familienmitglieder schweigen. Wenn ihr gerne wissen möchtet, was für magische Dinge euch sonst noch so in der Hummelgasse Nummer 7 erwarten, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet!

Ich kann euch diesen gelungenen Reihenauftakt wirklich nur ans Herz legen! Die Geschichte enthält eine so wunderschöne Botschaft und erwärmt einem so richtig das Herz. Man ist immerzu am Mitfiebern und Schmunzeln und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

Empfohlen wird das Buch vom Verlag für Mädchen ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Wer schon geübter ist im Lesen, sollte hier keine Probleme beim Durchschmökern haben. Die Schrift ist recht groß und der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Ich persönlich habe die Kapitel nur teilweise als etwas lang empfunden. Die hätte man vielleicht ein bisschen kürzer halten können.

Was dann natürlich auf gar keinen unerwähnt bleiben darf, ist die tolle Aufmachung des Buches. Von der liebevollen Gestaltung bin ich richtig begeistert! Die vielen schwarz-weiß Illustrationen von Imke Sönnichsen sind super niedlich und wunderhübsch und auch ihre Handletterings sind absolut hinreißend.
 
Fazit: Spannend, lustig, fantasievoll und herzerwärmend schön! Ein zauberhafter Reihenauftakt, welchen man am liebsten umarmen möchte, weil man ihn so gerne hat! „Adele möchte die Welt umarmen“ ist ein Buch für die ganze Familie und macht einfach rundum glücklich. Ich habe herrliche Lesestunden mit dem Buch verbracht und mich vom ersten Moment an pudelwohl in der Hummelgasse Nummer 7 gefühlt. Auf ein Wiedersehen mit Adele und ihrer außergewöhnlichen Familie freue ich mich schon sehr! Ihr erstes Abenteuer kann ich jedem, egal ob Groß oder Klein, ob zum Vor- oder zum Selberlesen, wirklich nur ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 12.10.2019

Bin leider ziemlich enttäuscht von dem Buch

Das verwunschene Schloss
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Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Also bei mir war hier Liebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext sofort überzeugen konnte, wanderte „Das verwunschene Schloss“ schleunigst auf meine ...

Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Also bei mir war hier Liebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext sofort überzeugen konnte, wanderte „Das verwunschene Schloss“ schleunigst auf meine Wunschliste.

Da der Vater bei einer Online-Versteigerung ein richtiges Märchenschloss zu einem Hammer-Schnäppchenpreis ergattern konnte, heißt es für die 13-jährige Linda und ihre Eltern nun: Zelte in der Stadt abbrechen und ab geht`s in die Einöde! Super! Oder auch nicht...Auf einem Schloss zu wohnen findet Linda natürlich mega cool, welches Mädchen träumt nicht davon? Blöd ist nur, dass besagtes Schloss irgendwo im nirgendwo liegt. Noch nicht einmal auf Google Maps ist dieser Ort zu finden. Hoffentlich hören durch den Umzug wenigstens endlich diese seltsamen, unheimlichen Anrufe auf, die Linda zurzeit jede Nacht zur Geisterstunde aus dem Schlaf reißen. Aber Pustekuchen. Das Schloss, welches fortan ihr neues Zuhause sein wird, steckt voller Rätsel und Geheimnisse. Hier geht es eindeutig nicht mit rechten Dingen zu! Die nächtlichen Anrufe bleiben, Steinfiguren fangen plötzlich an zu sprechen, ein alter Wasserspeier berichtet Linda von einer gefährlichen Prophezeiung...Für Linda beginnt ein aufregendes Abenteuer!

Mir haben Cover und Klappentext leider zu viel versprochen. Ich bin ziemlich enttäuscht von dem Buch. Echt schade, die Idee der Story ist so gut! Es gibt so viele tolle Ansätze: Ein Umzug auf ein altes geheimnisvolles Schloss, mysteriöse nächtliche Anrufe, gruselige Steinfiguren, seltsame Vorkommnisse...klingt doch echt gut, oder? Mich konnte die Umsetzung dieser vielen coolen Einfälle nur leider nicht begeistern.

Die ersten Seiten haben mir sogar noch sehr gut gefallen. Das Buch beginnt mit diesen rätselhaften Anrufen, die die Protagonistin Linda zurzeit jede Nacht erhält. Da dachte ich noch, dass sich die Handlung zu einer richtig spannenden Story mit tollen mystischen Fantasy- und Gruselelementen entwickeln könnte. Leider verflog meine anfängliche Begeisterung nur sehr schnell. Ich fand das Buch insgesamt ziemlich langweilig, Spannung kam für mich irgendwie kaum welche auf. Ich habe mich beim Lesen sogar öfters dabei ertappt, dass ich damit begonnen habe, die Seiten nur noch zu überfliegen, weil mich die Handlung einfach nicht so richtig packen konnte.

Was ich ganz besonders schade fand, ist der fehlende Zauber des Settings. Ich spreche hier natürlich nur für mich, vielleicht wird so manch Anderer ganz anders empfinden – ich jedenfalls hatte mir von der Kulisse, sprich dem alten Schloss, auf welches Linda mit ihrem Eltern ziehen wird, mehr erhofft. Schlösser üben auf mich in der Regel immer etwas Magisches und Faszinierendes aus. Das blieb bei mir hier leider aus. Alles wird irgendwie nur so oberflächlich und wenig atmosphärisch beschrieben.

Wie bei dem Setting, so sieht es auch bei den Figuren aus. Auch da habe ich die Ausarbeitung als sehr oberflächlich und lieblos empfunden. Linda mochte ich zu Beginn der Geschichte noch recht gerne. Wir erfahren die Geschichte aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive und auf den ersten Seiten konnte mich Linda mit ihrer witzigen Art noch richtig zum Schmunzeln bringen. Da habe ich noch gedacht, dass sie genau so ein Mädel ist, wie ich sie in Büchern liebe: Lustig, liebenswert und schlagfertig. Leider änderte sich das dann aber doch recht schnell. Mich hat Linda irgendwann einfach nur noch genervt. Sie war mir dann doch zu sehr Teenager. Ihr Handeln fand ich öfters nicht nachvollziehbar und stellenweise auch sehr überzogen dargestellt.
Noch weniger warm geworden bin ich mit Lindas Eltern. Ihre Eltern fand ich irgendwie komisch; auf mich haben sie keinen authentischen Eindruck gemacht. Und die weiteren Charaktere konnten mich leider auch nicht so wirklich überzeugen.

Bezüglich der Story habe ich oben ja bereits erwähnt, dass mir die Spannung gefehlt hat. Was für mich dann auch noch hinzu kam, ist dieses schnelle Abhandeln von Dingen. Ich habe die Handlung teilweise als sehr sprunghaft und etwas wirr empfunden, wodurch für mich leider kein angenehmer Lesefluss zustande kam. Da konnte auch der tolle Schreibstil das Steuer nicht mehr herumreißen. Den Schreibstil von Irene Zimmermann mochte ich sehr gerne. Er ist flüssig, humorvoll und leicht. Zudem ist er sehr jugendlich gehalten, was vor allem die Zielgruppe ansprechen wird. Für mich hat sich das Buch aufgrund der hastigen Abhandlungen aber dennoch nicht schön lesen lassen.

Sehr enttäuscht bin ich auch von dem Ende, welches mir zu schnell und abrupt kam. Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich diese nicht lesen, das steht für mich jetzt schon fest.

Zum Schluss, ehe ich zu meinem Fazit komme, möchte ich hier aber wenigenstens noch eine sehr postive Sache nennen: Die Aufmachung des Buches. Bezüglich des Covers habe ich euch ja schon erzählt, dass ich es traumhaft finde. Die Innengestaltung des Buches konnte mich ebenfalls richtig verzaubern. Die Kapitelanfänge sind mit wundervollen Vignetten versehen worden und auch unten auf Seiten befinden sich wunderhübsche Verzierungen. Total süß finde ich auch die Einbandillustration mit den vielen kleinen niedlichen Telefonen. Tja, echt schade, dass mich die Story nicht genauso begeistern konnte wie die großartige Aufmachung.

Fazit: Ich bin leider mit zu hohen an „Das verwunschene Schloss“ herangegangen – mich hat das Buch ziemlich enttäuscht. Da es nicht allzu dick ist und die Kapitel recht kurz sind, habe ich das Buch zwar recht schnell durchgelesen, aber mein Lesespaß hielt sich leider sehr in Grenzen. In meinen Augen wurde hier sehr viel Potenzial verschenkt. Das Setting konnte mich nicht so verzaubern wie von mir erhofft, mit den Charakteren bin ich einfach nicht warm geworden und die Handlung habe ich als ziemlich langweilig, oberflächlich und sprunghaft empfunden. Also ich kann das Buch leider nicht empfehlen, allerdings sind die Geschmäcker bekanntermaßen ja sehr verschieden. Vielleicht kann die Geschichte andere ja mehr begeistern. Für mich reicht es hier leider nur für 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Ein märchenhaft schönes Hörerlebnis!

Der Zauberer von Oz
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Da ich ein großer Fan von „Der Zauberer von Oz“ bin, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich hörte, dass es eine Neuerzählung von diesem märchenhaften Klassiker gibt. Ist das Cover nicht ein Traum? ...

Da ich ein großer Fan von „Der Zauberer von Oz“ bin, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich hörte, dass es eine Neuerzählung von diesem märchenhaften Klassiker gibt. Ist das Cover nicht ein Traum? Also ich bin so verliebt in dieses wunderhübsche Cover! Das rote Mohnblumenfeld, die schlafende Dorothy mit Toto im Arm...hach, einfach nur bezaubernd! Ein richtiger Blickfang! Das Hörbuch musste ich einfach bei mir einziehen lassen.

Zusammen mit ihrer Tante, ihrem Onkel und ihrem kleinen schwarzen Hund Toto lebt das Mädchen Dorothy auf einem Hof mitten in der Prärie in Kansas. Als eines Tages ein Wirbelsturm aufkommt, schafft es Dorothy nicht, sich und Toto im Keller in Sicherheit zu bringen. Der Tornado reißt das Farmhaus mit sich fort – und somit auch Dorothy und Toto. Sie landen in einer fremden Welt, dem wundersamen Land Oz, welches von einem mächtigen Zauberer regiert wird. Dorothy ist sehr betrübt, sie möchte unbedingt zurück nach Hause. Sie macht sicher daher auf in die Smaragdstadt, wo der Zauberer von Oz lebt. Sie hofft, dass er ihr dabei helfen kann, zurück nach Kansas zurückkehren.
Auf ihrem Weg trifft Dorothy auf eine Vogelscheuche, die sich nichts mehr wünscht als Verstand. Ob der mächtige Zauberer von Oz ihm wohl welchen beschaffen kann?
Die Vogelscheuche begleitet Dorothy und Toto. Kurz darauf schließt sich ihnen noch ein weiterer Gefährte an: Ein Blechmann, dessen größter Wunsch ein Herz ist. Auch er erhofft sich vom Zauberer von Oz Hilfe.
Wenig später treffen sie auf einen feigen Löwen. Wie gerne wäre der Löwe mutig! Vielleicht kann ihm ja der Zauberer Mut schenken. Der Löwe beschließt daher, sich der Truppe ebenfalls anzuschließen.
Zusammen machen sie sich auf den Weg zum Zauberer von Oz. Wird er ihnen wohl all ihre Wünsche erfüllen können?

In „Der Zauberer von Oz“ von Lyman Frank Baum erzählt uns ja die liebe Dorothy von dem großen Abenteuer, welches sie zusammen mit dem Hund Toto, der Vogelscheuche, dem Blechmann und dem Löwen erleben wird. Hier dagegen erfahren wir die Geschehnisse aus der Sicht der Vogelscheuche.

In meinen Augen ist Sébastien Perez die Neuerzählung dieser zeitlosen Geschichte großartig gelungen! Mich konnte sie vollkommen verzaubern und herrliche Hörstunden bescheren. Die Vogelscheuche war schon immer eine meiner Lieblingsfiguren aus „Der Zauberer von Oz“ gewesen, daher fand ich es einfach nur wundervoll hier erleben zu können, wie sie diese fantastische Reise durch das Land Oz wahrnimmt. Die Handlung an sich ist natürlich dieselbe geblieben, allerdings wurden einige Szenen neu hinzugefügt oder andere weggelassen. So ist zum Beispiel der Beginn der Geschichte etwas anders.
Im Original erfahren wir, wie Dorothy mit ihrem Hund Toto durch einen Tornado in das Land Oz gelangt. In der Neuerzählung von Sébastien Perez beginnt die Handlung mit der Erschaffung der Vogelscheuche. Es wird beschrieben, wie sie von zwei Bauern zusammengebastelt und anschließend auf ein Feld gestellt wird. Es dauert allerdings nicht lange, bis Dorothy auf die Vogelscheuche trifft. Ab dem Moment beginnt dann die große Reise durch das Land Oz, auf der unsere Gefährten lauter spannende Abenteuer erleben werden.

Wie die Geschichte erzählt wird, ist wunderschön. Der Text ist in recht moderner Sprache verfasst, hat zugleich aber auch einen altmodischen Touch, sodass dieser besondere, märchenhafte Zauber des Klassikers nicht verloren geht. Mich konnte diese poetische Erzählweise hellauf begeistern und durchweg in ihren Bann ziehen.

Was mir hier nur aufgefallen ist, was aber vermutlich der Übersetzung geschuldet ist: Im Original von Lyman Frank Baum heißt es, dass die Vogelscheuche „Verstand“ haben möchte. Hier allerdings wird immer nur von einem „Gehirn“ gesprochen. Mich hat diese Änderung irgendwie ein bisschen gestört. Da finde ich es ein wenig schade, das das Wort Verstand nicht übernommen wurde.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt meinerseits: Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn diese Neufassung einen anderen Titel oder zumindest noch einen Untertitel erhalten hätte. Es wird hier zwar die Geschichte aus dem Original erzählt, nur eben schon abgewandelt. Um dies besser deutlich zu machen, hätte ich mir auch eine leichte Änderung im Titel gewünscht.

Eingelesen wurde die Geschichte einfach nur grandios von Felix von Manteuffel. Ihm durfte ich nun schon in so einigen Hörbüchern lauschen und jedes Mal war ich hellauf begeistert von seiner tollen Vortragsweise. Felix von Manteuffel hat eine super angenehme Stimme, der man immer wieder nur zu gerne lauscht. Auch hier ist es die reinste Freude ihm zuzuhören. Ihm ist es hervorragend gelungen, jeder Figur ihre eigene Stimme zu verleihen, sodass man ein unvergessliches und wunderbar lebendiges Hörerlebnis beschert bekommt.

Neben der fabelhaften Interpretation von Felix von Manteuffel haben mir auch die musikalischen Einspielungen unheimlich gut gefallen. Manche Melodien haben irgendwie etwas Trauriges an sich, zumindest habe ich es so empfunden. Das meine ich jetzt aber nicht negativ, ganz im Gegenteil! Ich bin richtig verzaubert von der wunderschönen Musik. Sie schafft eine magische und ganz besondere Atmosphäre und passt in meinen Augen perfekt zu diesem zeitlosen Klassiker.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist die liebevolle Aufmachung des Digipacs und des Booklets. Wenn man den Pappschuber aufklappt, wird man von einer wunderhübschen Illustration von Benjamin Lacombe empfangen. Noch zauberhafter aber ist das Booklet, welches noch ein paar mehr Motive von Benjamin Lacombe enthält. Die Illustrationen stammen aus dem Buch zu diesem Hörbuch, welches im Jacoby & Stuart Verlag erschienen ist. Ich bin total verliebt in die Bilder, ich kann mich gar nicht an ihnen sattsehen. Die Buchausgabe von dieser tollen Neuerzählung muss ich mir daher auch unbedingt noch zulegen!

Fazit: Ein märchenhaft schönes Hörerlebnis für Jung und Alt! Sébastien Perez ist hier eine wundervolle Neuerzählung von „Der Zauberer von Oz“ gelungen, welche mich von den ersten Hörminuten an verzaubern konnte. Ich fand es richtig spannend zu erfahren, wie die Vogelscheuche das große Abenteuer im Land Oz erlebt und fand es auch sehr interessant, die liebe Dorothy, die ja im Original die Hauptperson ist, hier mal aus einem ganz anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Hellauf begeistert bin ich auch von der erstklassigen Vortragsweise von Felix von Manteuffel und der bezaubernden Musik. Ich kann das Hörbuch wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 10.10.2019

Ein wundervolles und ganz besonderes Kinderbuch!

Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen
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Beim Durchstöbern der neuen Vorschau des Südpol Verlags ist mir Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen sofort ins Auge gesprungen. Sieht das Cover nicht toll aus? Also ich ...

Beim Durchstöbern der neuen Vorschau des Südpol Verlags ist mir Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen sofort ins Auge gesprungen. Sieht das Cover nicht toll aus? Also ich finde es wunderhübsch. Da mich auch der Klappentext sofort überzeugen konnte, wanderte das Buch schleunigst auf meine Wunschliste.

Annie ist mit ihrer Mutter gerade umgezogen und fühlt sich leider noch ziemlich fremd und unwohl in der neuen Stadt. Ihre neue Wohnung ist erst halb eingerichtet, die Straßen kennt Annie alle noch nicht, sie muss sich in einer neuen Schule einleben und ihre neue Mitschüler sind alle einfach nur doof. Dann aber lernt Annie eines verregneten Tages Kurt kennen. Kurt, der bei Regenwetter mit seinem seltsamen Suppenfahrrad immer vor dem Supermarkt steht und leckere warme Suppen verkauft. Annie schließt diesen außergewöhnlichen Mann sehr schnell ins Herz. Als plötzlich sein Suppenfahrrad gestohlen wird, fasst Annie sofort den Entschluss, ihrem neuen Freund zu helfen und sein geliebtes Rad zu suchen. Ob ihr Nikita, ein Junge aus ihrer Klasse, bei ihrer Spurensuche wohl behilflich sein wird? Etwas komisch ist dieser Nikita ja schon mit seinem großen Wissen über das Wetter. Aber nett ist er. Gemeinsam wird es ihnen bestimmt gelingen, das verschwundene Suppenfahrrad wiederzufinden. Oder?

Findet ihr nicht irgendwie auch, dass das Cover so eine richtig schöne Herbstatmosphäre verströmt? Vermutlich liegt es an den Farben oder vielleicht auch an dem Gemüse, ich jedenfalls musste sofort an den Herbst denken, als ich das Cover das erste Mal sah.

Auch die Geschichte hat in meinen Augen etwas Herbstliches an sich. Suppenwetter, wie es im Titel so lustig heißt, ist ein anderes Wort für graue Regentage. Natürlich gibt es im Herbst auch viele schöne Sonnentage, aber ich persönlich verbinde diese Jahreszeit schon eher mit nasskalten und regnerischen Tagen. Ich kann euch das Buch daher für den Herbst ganz besonders ans Herz legen.

Mir hat Suppenwetter wundervolle Lesestunden beschert. Ich habe das Buch an einem Nachmittag durchgeschmökert und da es an diesem Tag sehr grau und nass draußen war, hat das Buch gerade wirklich einfach nur perfekt gepasst.

Die Geschichte beginnt, ihr ahnt es sicher schon, an einem Regentag. Wir lernen unsere Protagonistin Annie kennen, die gerade mit dem Fahrrad von der Schule nach Hause fährt. Annie habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein super liebes und sympathisches Mädchen. Es wird nur leider sehr schnell deutlich, dass Annie gerade gar nicht gut drauf ist. Sie fühlt sich richtig unwohl und einsam in der neuen Stadt. Mir tat Annie so leid, dass ihr Leben gerade so schwierig und trist ist. Aber keine Sorge Suppenwetter ist kein regnerisches Schlechte-Laune-Buch, oh nein! Es ist ein Buch, das Hoffnung, Mut und Freude schenkt und einen richtig glücklich macht. Und es beschert einem einen großen Heißhunger auf warme Suppen. Zumindest ich habe hier plötzlich einen unbändigen Appetit auf Suppen bekommen und mir nach dem Lesen erst mal ein leckeres Gemüsesüppchen gekocht. :D

Die große Lust auf heiße Suppen haben wir übrigens Kurt zu verdanken. Im Klappentext erfährt man ja bereits, das Kurt an Regentagen immer mit seinem Suppenfahrrad unterwegs ist und seine selbst gekochten Suppen verkauft. Mit Kurt ist Lucie Kolb ein ganz besonderer Charakter gelungen. Er ist ein herzensguter Kerl, der anderen Menschen gerne eine Freude macht, selbst aber kaum etwas besitzt und in einem stillgelegten Hafen zu Hause ist. Das wohl aber Tollste an ihm ist: Er verwendet für seine Suppen hauptsächlich das, was der Supermarkt wegschmeißt, obwohl es noch gut ist.

Suppenwetter behandelt auf eine zauberhafte Weise das wichtige Thema Müll und dass wir Menschen hier in Deutschland viel zu viele Lebensmittel wegschmeißen, obwohl sie noch einwandfrei und essbar sind. Ich muss gestehen, dass ich mich auch immer sehr an das Verfallsdatum halte und irgendwie immer ein mulmiges Gefühl dabei bekomme, wenn ich etwas esse, was über dieser Angabe liegt und das, obwohl an dem, was ich da zu mir nehme, nichts dran ist. Mich hat das Gelesene daher sehr nachdenklich gestimmt und ich hoffe so sehr, dass es anderen, die dieses wunderschöne Buch lesen werden, auch so gehen wird.

Weitere tolle Themen, die das Buch behandelt, sind Freundschaft, Vorurteile, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und das Wetter. Annie hält Nikita anfangs für sehr seltsam und sonderbar. Ein bisschen komisch ist er ja auch irgendwie, mit seinem Expertenwissen über das Wetter. Nikita ist aber ein total lieber Junge, was Annie auch noch merken wird. Dieser Aspekt, dass in Annie noch so ein großes Umdenken stattfinden wird, hat mir ganz besonders gut gefallen. Wir Menschen lassen uns leider immer viel zu schnell vom ersten Eindruck täuschen und grenzen zudem leider oft Menschen aus, die anders sind.

Ihr merkt vermutlich gerade: Obwohl Suppenwetter so dünn ist, gerade mal gute 140 Seiten umfasst die Geschichte, steckt doch verdammt viel in dem Buch. Und wisst ihr, was auch noch total cool ist? Neben diesen vielen wichtigen Themen beinhaltet die Story auch noch eine Art Detektivgeschichte. Annie möchte unbedingt das gestohlene Suppenfahrrad von Kurt wiederfinden. Wo ist es nur? Wer hat es gestohlen? Also ich bin da so richtig ins Mitfiebern geraten. Spannend fand ich es dann auch zu sehen, wie prima sich Annie weiterentwickelt und wie sehr sie bei ihrem großen Abenteuer über sich hinauswachsen wird.

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die wunderschönen, zweifarbigen Vignetten von Corinna Böckmann an den Kapitelanfängen. Mir haben die Zeichnungen unheimlich gut gefallen. Sie passen einfach nur perfekt zur dieser herzerwärmenden Geschichte!

Fazit: Spannend, lustig, warmherzig – ein wunderschönes Buch für Groß und Klein, perfekt geeignet für gemütliche Suppenwettertage! Mit Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen ist Lucie Kolb ein ganz besonderer Kinderroman gelungen, der auf eine bezaubernde und sehr kindgerechte Weise aufzeigt, wie sehr wir Deutschen zu einer Wegwerfgesellschaft geworden sind und dass wir daran dringend etwas ändern sollten. Auch von Freundschaft, Hilfsbereitschaft, dem Anderssein und Vorurteilen handelt die Geschichte. Wenn ihr gerade auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Buch seid, dass euch bestens unterhält, zum Nachdenken anregt und Appetit auf leckere, warme Suppen macht, kann ich euch Suppenwetter sehr ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 09.10.2019

Super spannend und absolut fesselnd! Ein tolles Debüt!

Disappeared
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Als ich das erste Mal auf „Disappeared“ von Kathy Tailor gestoßen bin, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Das Cover finde ich richtig cool und der sehr vielversprechend klingende Klappentext ...

Als ich das erste Mal auf „Disappeared“ von Kathy Tailor gestoßen bin, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Das Cover finde ich richtig cool und der sehr vielversprechend klingende Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Ein einsam gelegenes Internat? Ein spurlos verschwundenes Mädchen? Geheimnisse, Intrigen und eine verbotene Liebe? Ich hörte das Buch förmlich nach mir rufen. Als man es mir dann als Rezensionsexemplar anbot, habe ich natürlich sofort zugesagt. Kurz nachdem das Buch bei mir eintraf, habe ich mich ganz erwartungsvoll darauf gestürzt.

Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die 16-jährige Freya auf das Internat Hohenhausen, welches weit abgelegen in einem Wald liegt. Kurz nach ihrer Ankunft verschwindet ihre Mitschülerin Maria spurlos. Es wird sofort nach ihr gesucht, aber nichts, keine Spur. Was ist nur mit Maria geschehen? Ist sie abgehauen? Oder wurde sie entführt? Vielleicht sogar ermordet? Freya lässt Marias Verschwinden einfach keine Ruhe. Sie beginnt auf eigene Faust nachzuforschen und findet schnell heraus, dass Maria mit einem Drogendrealer in Kontakt war und sich unter anderem Schlaftabletten von ihm besorgt hat. Hat sie vielleicht Selbstmord begangen? Aber wo ist dann ihre Leiche? Weiß ihre Mitschülerin, die verwöhnte Zicke Cora vielleicht mehr? Sie scheint jedenfalls gar nicht erfreut über Freyas Ermittlungen zu sein und droht ihr sogar! Freya ist geschockt und verwirrt. Durch ihre Nachforschungen und Gefühle verstrickt sie sich immer mehr in die Geschehnisse und gerät dabei in große Gefahr…

Wow, was für ein tolles Debüt! Ich bin hellauf begeistert von dem Buch, in meinen Augen ist Kathy Tailor mit „Disappeared“ ein großartiger Jugendthriller gelungen, der eine absolute Suchtgefahr darstellt! Zumindest ich war von den ersten Seiten an total gefesselt von der Handlung und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es so richtig weggesuchtet und in einem Rekordtempo beendet.

Ich hatte einen wunderbaren Einstieg in das Buch. Kathy Tailor hat einen wunderschönen und sehr locker-leichten Schreibstil, welcher sich super angenehm lesen lässt. Da mich die Handlung vom ersten Moment an packen konnte und die Kapitel zudem schön kurz sind, bin hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen.

Erfahren tun wir die Geschichte größtenteils aus der Sicht von Freya in der dritten Person. Mit Freya ist Kathy Tailor eine wundervolle Protagonistin gelungen. Sie ist sympathisch, stark und mutig. Stellenweise kam sie mir etwas naiv vor, allerdings hat mich das nicht gestört, im Gegenteil. Ich fand Freyas Verhalten für eine 16-jährige sehr authentisch und glaubhaft. Dank dem bildhaften und sehr einfühlsamen Schreibstil gelingt es einem als Leser spielend leicht sich in Freya hineinzuversetzen und ihr Denken, Handeln und Fühlen nachzuvollziehen. Zumindest mir ist dies problemlos gelungen.

Neben Freyas Erzählanteilen bekommen wir auch immer mal wieder Kapitel aus der Sicht von Maria zu lesen. Namentlich sind die Kapitel nicht kenntlich gemacht, aber da Marias Passagen in der Ich-Form erzählt werden, weiß man dennoch immer sofort, wer gerade an der Reihe ist mit dem Erzählen. Mir haben diese wechselnden Perspektiven total gut gefallen. Die Story wird dadurch nur noch mitreißender und packender. Besonders zum Ende hin, wenn die Handlungsstränge immer mehr zusammenlaufen und man mit einer überraschenden Wendung nach der nächsten konfrontiert wird, kann man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Das Ende hat es echt in sich. Es ist einfach so wahnsinnig spannend! Die gut letzten 100 Seiten habe ich wirklich wie in einem Rausch gelesen.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Setting. Bücher, die in Internaten spielen, lese ich seit meiner Kindheit unheimlich gerne. Das Internatsfeeling, das ich so liebe, kommt hier zu meiner großen Freude auch richtig gut rüber.
Was mich aber noch viel mehr begeistert konnte, ist die schaurige, düstere und beklemmende Atmosphäre, die durch die Kulisse und die anschaulichen Beschreibungen geschaffen wird. Die Internatsschule Hohenhausen liegt sehr abgelegenen in einem Wald. Schon wenn man das liest, bekommt man doch irgendwie Gänsehaut, oder? :D Nun, ich kann euch versprechen, der Gruselfaktor kommt hier definitiv nicht zu kurz! Zusammen mit Freya verschlägt es uns ziemlich oft in den Wald und das meistens nachts. Also mir sind da öfters kalte Schauer über den Rücken gelaufen.

Das Erzeugen von Spannung hat Kathy Tailor auf jeden Fall voll drauf. Womit sie mich ebenfalls komplett überzeugen konnte, sind die Charaktere. Manche bleiben zwar etwas blass, aber schlimm fand ich das nicht, für mich war die Ausarbeitung der Figuren absolut stimmig. Besonders klasse fand ich Terri, Freyas toughe und schlagfertige Zimmermitbewohnerin. Ihre T-Shirts mit den witzigen Sprüchen fand ich genial, diese haben mir ständig ein breites Grinsen entlockt. Insgesamt liegt der Fokus der Story natürlich schon auf der Spannung, aber auch über humorvolle Szenen, die das Ganze etwas auflockern und uns Leser zum Schmunzeln bringen, stolpert man beim Lesen immer mal wieder. Sehr unterhaltsam fand ich zum Beispiel die beiden Polizisten, die wir im Buch kennenlernen dürfen. Die zwei werden zwar schon etwas übertrieben dargestellt (die beiden sind wirklich nicht die Hellsten), aber mich persönlich hat dies nicht gestört.

Zu den weiteren Charakteren werde ich hier nun mal lieber nichts sagen, da ich sonst Sorge habe, zu viel von der Handlung zu verraten. Ich will ja schließlich niemanden spoilern. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr es mit so einigen rätselhaften Figuren zu tun bekommen werdet, von denen viele etwas zu verbergen haben und man eine lange Zeit nicht weiß, woran man bei ihnen ist.

Empfohlen wird das Buch ab 14 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. In meinen Augen ist das Buch aber nicht nur für jugendliche Thriller-Fans ein großes Muss - auch für erwachsene Leser ist es absolut lesenswert!

Fazit: Ein extrem packender Jugendthriller, der richtig unter die Haut geht und uns Leser durchweg in Atem hält! In meinen Augen ist Kathy Tailor mit „Disappeared“ ein großartiger Debütroman gelungen. Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil es so fesselnd und mitreißend ist. Besonders das Ende ist eine Wucht, mich hat es richtig geflasht. Wenn ihr auf spannende Thriller mit Gänsehaut-Feeling und lauter genialen Plot Twists steht, solltet ihr euch „Disappeared“ unbedingt näher anschauen! Auch Liebhabern von Internatsgeschichten und Fans von Geheimnissen, Intrigen und verbotenen Liebschaften kann ich das Buch sehr ans Herz legen. Ich bin total begeistert und freue mich schon sehr auf die weiteren Werke der Autorin. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!