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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2019

Gefühlvoll, witzig, wunderschön!

Once and for all
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Die Bücher von Sarah Dessen lese ich immer unheimlich gerne, für mich sind sie mittlerweile absolute Must-Reads. Auf „Once and for all“ habe ich mich daher schon sehr gefreut. In das Cover habe ich mich ...

Die Bücher von Sarah Dessen lese ich immer unheimlich gerne, für mich sind sie mittlerweile absolute Must-Reads. Auf „Once and for all“ habe ich mich daher schon sehr gefreut. In das Cover habe ich mich sofort verliebt, ich finde es so wunderhübsch! Der Klappentext hörte sich ebenfalls toll an. Hier rechnete ich mit einer gefühlvollen, tiefgründigen und süßen Geschichte, eben typisch Sarah Dessen. Ob meine Hoffnungen erfüllt wurden? Lest selbst!

Panische Bräute beruhigen, Paare dabei beobachten, wie sie sich vor dem Traualtar das Ja-Wort geben, die skurrilsten Hochzeiten miterleben - für Louna gehört all dies zum Alltag. Sie ist die Tochter einer sehr gefragten Hochzeitsplanerin und hilft tatkräftig mit im Hochzeitsgeschäft. Sie selbst glaubt allerdings nicht an das ewige Liebesglück. Nicht mehr. Seit ihr ihre große Liebe genommen wurde, hat Louna den Jungs abgeschworen und hält alle auf Abstand. Auch den smarten Ambrose, der kleine Bruder einer Kundin, lässt sie zunächst nicht an sich heran. Da kann er noch so süß, charmant, witzig und gutaussehend sein – Louna möchte keine Dates mehr und keinen neuen Freund. Dann aber stellt ihre Mutter ausgerechnet Ambrose als Praktikanten ein und je mehr Zeit Louna mit ihm verbringt, desto mehr beginnen ihre Schutzmauern zu bröckeln...

Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich mir mal die Meinungen von anderen Bloggern durchgelesen. Ich habe dabei festgestellt, dass das Buch im Englischen ziemlich viele negative Rezensionen erhalten hat. Kann ich persönlich nicht nachvollziehen, aber gut, die Geschmäcker sind eben verschieden.
Mir hat „Once and for all“ richtig gut gefallen. Für 5 Sterne hat es mir hier zwar leider nicht gereicht, aber ich bin dennoch ganz begeistert und hatte jede Menge Spaß beim Lesen.

Was ich ein klein bisschen schade fand, ist, dass die Handlung insgesamt doch etwas ereignislos ist. Es passiert gefühlt nicht viel in dem Buch. Ich bin im Nachhinein ehrlich gesagt etwas am Staunen, dass es tatsächlich 400 Seiten besitzt. Es liest sich aber dennoch toll, Sarah Dessen hat einen wunderschönen, flüssigen und sehr humorvollen Schreibstil. Ich bin hier, trotz der manchmal etwas langatmigen Stellen, nur so durch die Seiten geflogen.
Dass die Story stellenweise etwas vor sich hinplätschert, hat mich dann auch eigentlich gar nicht so groß gestört. Ich lese total gerne Bücher, die eine ruhige Handlung haben und in denen das Augenmerk nicht auf der Spannung und den Überraschungsmomenten liegt, sondern auf den Gefühlen, Emotionen und den Zusammenspielen und Entwicklungen der Charaktere.

Mit der Ausarbeitung der Charaktere konnte mich Sarah Dessen mal wieder komplett überzeugen. Louna, unsere Protagonistin, aus deren Sicht wir hier alles in der Ich-Perspektive erfahren, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist hilfsbereit und so schön sarkastisch. Anfangs war sie mir zwar etwas zu ernst drauf, allerdings versteht man ihr Verhalten immer besser, je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt.
Das Buch wird in zwei Zeitabschnitten erzählt, was mir richtig gut gefallen hat. Es gibt immer mal wieder kleine Rückblenden, in denen wir erfahren, was sich damals Furchtbares zugetragen und was dazu geführt hat, warum Louna oft so ernsthaft und traurig wirkt und der Liebe abgeschworen hat. Da werde ich aber natürlich nicht näher ins Detail gehen, ich möchte schließlich nicht spoilern. Der Grund für Lounas Trauer ist jedenfalls ein sehr schwerer und schlimmer. Ich habe zutiefst mit Louna mitgefühlt und sie für ihre Stärke sehr bewundert.

Wen ich richtig genial fand, war William, der beste Freund von Lounas Mutter und Mitinhaber des Hochzeitsunternehmens. William ist einfach zuckersüß, ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen und musste ständig über ihn schmunzeln.

Der Humor in dem Buch war auf jeden Fall absolut meiner. Obwohl die Geschichte schwere Themen wie Verlust, Trauerbewältigung und das Loslassen behandelt, ist sie dennoch stellenweise richtig witzig und hat mir öfters ein breites Grinsen auf die Lippen gezaubert.

Super fand ich zum Beispiel auch Lounas allerbeste Freundin Jilly und deren trubelige Großfamilie. Jilly ist echt eine Marke für sich (grins), aber auch ihr kleiner Bruder Crawford, ein etwas merkwürdiger Junge, hat mich mit seiner ehrlichen, direkten Art bestens unterhalten. Über Jilly und ihre chaotische Familie hätte ich liebend gerne noch mehr gelesen.

Wer ebenfalls ziemlich strange drauf ist, ist Ambrose. Ihn konnte ich zuerst irgendwie nicht so wirklich einschätzen. Ich muss gestehen, dass er auf mich anfangs nicht den hellsten Eindruck gemacht (sorry Ambrose!). Er kann schon eine kleine Nervensäge sein, aber lustig und charmant ist er, sehr sogar. Und gutaussehend ist er auch, mit seiner süßen Stirnlocke, die ihm immer in die Stirn fällt. Ambrose ist schon ein recht spezieller Charakter, aber sehr niedlich. Ich jedenfalls mochte ihn richtig gerne und habe mich stellenweise köstlich über ihn amüsiert.

Ihr merkt vielleicht gerade: In dem Buch wimmelt es nur so vor schrägen, liebenswerten Charakteren. Vermutlich wird da nicht jeder so empfinden wie ich, wie oben bereits erwähnt, die Geschmäcker sind ja bekanntermaßen sehr verschieden - ich jedenfalls bin total begeistert von den Charakteren. Sie haben alle so ihre Eigenarten und Ticks, was sie nur noch sympathischer macht und so wunderbar authentisch wirken lässt.

Sehr interessant fand ich die Beschreibungen über die Hochzeitsplanungen. Das war einfach mal etwas anderes für mich. Ich habe bisher noch kein Buch gelesen, in dem es groß über Hochzeiten ging. Die Hochzeiten werden echt toll und sehr unterhaltsam beschrieben. Manche Hochzeitsgeschichten sind einfach nur herrlich und irgendwie total verrückt.

Fazit: Humorvoll, emotional, tiefgründig und wunderschön! Auch wenn „Once and for all“ meine Erwartungen nicht komplett erfüllen konnte, hatte ich hier dennoch jede Menge Spaß beim Lesen. Besonders klasse fand ich die Charaktere, die teilweise so herrlich schräg und witzig sind. Die lustigen Beschreibungen über die Hochzeitsplanungen haben mich ebenfalls öfters breit schmunzeln lassen. Das Buch enthält eine tolle Mischung aus Humor, Ernst und Romantik, die mich bestens unterhalten und sehr berührt hat. Leider war die Story insgesamt dann doch ein bisschen langatmig und vorhersehbar, sodass ich hier keine 5 Sterne vergeben kann. Hinzu kommt, dass mir hier einfach das gewisse Etwas gefehlt hat. „Once and for all“ zählt für mich leider nicht zu den besten Werken von Sarah Dessen, aber wärmstens empfehlen kann ich das Buch natürlich dennoch. Es ist ein wundervolles, supersüßes Wohlfülbuch, perfekt für zwischendurch! Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 20.05.2019

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Broken Beautiful Hearts
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Als ich das erste Mal auf „Broken Beautiful Hearts“ gestoßen bin, war meine Neugier sofort geweckt. Das Cover finde ich wunderhübsch und der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Vom Kami Gracia hatte ...

Als ich das erste Mal auf „Broken Beautiful Hearts“ gestoßen bin, war meine Neugier sofort geweckt. Das Cover finde ich wunderhübsch und der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Vom Kami Gracia hatte ich vor Jahren mal die ersten beiden Bände ihrer Sixteen Moon-Reihe gelesen, womit sie mich leider nicht so ganz überzeugen konnte. Ich war nun sehr gespannt, ob mich die Autorin mit einem Buch aus dem Young Adult Genre mehr begeistern kann.

Peytons große Leidenschaft ist das Fußballspielen. Durch ihre eindrucksvollen Leistungen in dieser Sportart hat sie sogar ein Stipendium für ihr Wunschcollege ergattern können. Auch liebestechnisch läuft es gerade richtig gut bei ihr. Sie ist mit Reed zusammen, der große Bruder ihrer besten Freundin Tess. Eigentlich könnte ihr Leben perfekt sein. Der Tod ihres Vaters lastet zwar nach wie vor sehr schwer auf ihr, aber mithilfe von Reed gelingt es ihr immer besser, diesen schmerzvollen Verlust zu verarbeiten. Dann aber kommt es zu einem schlimmen Unfall und ab da ist nichts mehr wie es war. Reed zeigt sein wahres Gesicht und hat plötzlich nichts mehr von Peytons Traumprinzen. Um all dem zu entfliehen, zieht Peyton nach Back Water, zu ihrem Onkel Hawk und ihren beiden Cousins Christian und Cameron. Hier soll sie das restliche Schuljahr verbringen. Mit dem festen Vorhaben, nie wieder ihr Herz an einen Jungen zu verlieren, beginnt sie mit ihrem neuen Leben in Tennessee. Doch dann trifft sie auf Owen, einen gutaussehenden, charmanten und freundlichen Jungen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Auch Owen scheint Gefühle für Peyton zu haben. Kann sie sich aber wirklich auf ihn einlassen? Sie hatte der Liebe doch eigentlich abgeschworen...

Ich bin hier gar nicht mit so großen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ich hatte mit einer locker-leichten Geschichte gerechnet, perfekt für zwischendurch. Ich wurde dann sehr positiv überrascht. Mir hat „Broken Beautiful Hearts“ richtig gut gefallen, sogar besser, als von mir erhofft. Die Story war deutlich tiefgründiger und ernster als erwartet, sodass ich hier auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen wurde. Für volle 5 Sterne hat es mir insgesamt dann leider doch nicht gereicht, da es dann doch so ein paar Kleinigkeiten gab, die ich nicht so gut fand, aber ich bin dennoch ganz begeistert von dem Buch und kann es wärmstens empfehlen.

Ich komme einfach mal zuerst zu den Dingen, die mir nicht so gefallen haben. Was ich nicht gut fand, waren die ständigen Schlägereien und Auseinandersetzungen. Immer wieder enden hier Gespräche in Streit und Prügeleien. War mir irgendwann einfach zu viel des Guten. Woran sich die Autorin vielleicht auch etwas weniger hätte bedienen können, sind die Klischees. Zum Glück bin ich aber nicht so jemand, der sich groß daran stört, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass so mancher hier mit den Augen rollen wird.
Was ich persönlich dann doch ein bisschen nervig fand, war das kindliche Verhalten von Peytons Cousins Christian und Cameron. Die zwei sind fast erwachsen, benehmen sich aber wie die totalen Kinder. Süß und witzig sind die beiden schon, ich jedenfalls mochte sie unheimlich gerne – etwas weniger Kleinkindverhalten hätte ich aber dennoch ganz gut gefunden.

Mein letzter kleiner Kritikpunkt bezieht sich auf Owens Geschichte. Da hat mich einfach etwas gestört. Ich kann leider gar nicht so richtig benennen, was genau mir daran nicht so gefallen wird. Vielleicht kennt ihr das ja, dass es manchmal einfach Dinge in Büchern gibt, die einen stören, bei denen man aber gar nicht so wirklich sagen, warum eigentlich. Auf mich wirkte Owens Geschichte (auf die ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen kann) einfach zu konstruiert. Aber berührt und geschockt hat sie mich natürlich dennoch. Einfach nur schlimm und krass, was für ein großes Päckchen Owen zu tragen hat. Mir tat er entsetzlich leid.

So, das war es dann aber auch mit dem Meckern. Allzu groß gestört haben mich diese Punkte auch gar nicht. Ich hatte hier echt viel Spaß beim Lesen und habe das Buch richtig weggesuchtet. Der Schreibstil von Kami Garcia ist toll, er ist flüssig und jugendlich und liest sich super angenehm. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin.
Erfahren tun wir hier alles aus der Sicht von Peyton in der Ich-Perspektive. Bei Peyton muss ich gestehen, habe ich ein bisschen gebraucht ehe ich komplett mit ihr warm geworden bin. Sie war mir vor dem schlimmen Vorfall etwas zu zickig und kratzbürstig und ihr Handeln konnte ich auch nicht immer nachvollziehen. Dies wandelte sich aber im Verlaufe des Buches. Peyton macht eine wunderbare Entwicklung durch. Ich habe sie immer lieber gewonnen und konnte mich immer besser in sie hineinversetzen. Peyton ist eine sehr starke Persönlichkeit, die man für ihre große Zielstrebigkeit und Willensstärke nur bewundern kann.

Ganz anders ist es bei Reed. Ihn fand ich anfangs noch total nett, aber das änderte sich nach der furchtbaren Nacht schlagartig. Ich habe so einen Hass auf diesen Blödmann entwickelt! Gut, dass Peyton, wenn auch unter schlimmen Bedingungen, erkannt hat, was für einen Idioten sie da zum Freund hatte und ihm sofort den Rücken gekehrt hat.
Reeds Schwester Tess fand ich ebenfalls richtig doof. Sie glaubt ihrer besten Freundin nicht und lässt sie total hängen. Ein bisschen konnte ich sie zwar schon verstehen, schließlich ist Reed ihr Bruder, aber trotzdem...nee, Sympathie konnte ich gegenüber Tess nicht empfinden.

Wer mein Herz dafür im Sturm erobert hat, ist Owen! Owen ist einfach wundervoll, er ist so ein lieber und hilfsbereiter Kerl; bei ihm kann man gar nicht anders, als ihn gernzuhaben. Auch wenn mich etwas an seinem großen Geheimnis gestört hat, fand ich Owen einfach nur toll.
Dass er Kampfsport macht, hat mir persönlich zwar nicht so gut gefallen (ich mag diese Sportart einfach nicht), aber gut, jeder hat eben so eine Vorlieben und Hobbys. Peytons große Leidenschaft, das Fußballspielen, ist auch so gar nicht mein Ding und obwohl das Thema Sport hier doch recht viel von der Handlung einnimmt, hat es mich nicht gelangweilt. Ich fand es sogar sehr interessant, mal ein bisschen mehr über diese Sportarten zu erfahren.

Bei den anderen Nebencharakteren kann ich nun nicht behaupten, dass ich sie alle mochte. Hat mich aber nicht gestört, ich finde, in einer solchen Art von Buch muss es einfach auch ein paar Charaktere geben, über die man sich so schön aufregen kann. ;)

Womit mich die Autorin vollkommen überzeugen konnte, ist die Liebesgeschichte von Peyton und Owen. Sie wird so gefühlvoll und wunderschön beschrieben und wirkt so herrlich authentisch. Mich haben die gemeinsamen Momente von Peyton und Owen sehr berührt und öfters breit schmunzeln lassen.

Neben der Lovestory haben mir auch die vielen wichtigen Themen und Werte, die die Handlung enthält, wahnsinnig gut gefallen. Es geht um Mobbing, Betrug und Gewalt, um Vertrauen, Freundschaft und Familie, um das Loslassen, dem Finden zu sich selbst, um Stärke, Mut und den Willen, das Beste aus seinem Leben zu machen. Es steckt wirklich viel in diesem Buch, sodass es definitiv mehr ist als nur ein gutes Buch für zwischendurch.

Fazit: Ein wundervolles Buch, welches mir sogar besser gefallen hat als erwartet. Mich konnte Kami Garcia mit ihrem Young Adult Young Roman deutlich mehr begeistern als mit ihrer Fantasyreihe. „Broken Beautiful Hearts“ erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte, welche mich sehr berührt und bestens unterhalten hat. Die Story ist humorvoll, mitreißend und sehr tiefgründig. Sehr bewegt hat mich auch das Nachwort der Autorin, in welchem deutlich wird, dass Peytons Geschichte zum großen Teil ihre eigene ist. Ich kann „Broken Beautiful Hearts“ wärmstens empfehlen und vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 19.05.2019

Traumhaft schön!

Der geheime Garten
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„Der geheime Garten“ zählt seit langem zu meinen absoluten Lieblingsklassikern. Als ich erfuhr, dass der Coppenrath Verlag diese wundervolle Geschichte als eine MinaLima Schmuckausgabe herausbringen wird, ...

„Der geheime Garten“ zählt seit langem zu meinen absoluten Lieblingsklassikern. Als ich erfuhr, dass der Coppenrath Verlag diese wundervolle Geschichte als eine MinaLima Schmuckausgabe herausbringen wird, wusste ich sofort: Das Buch muss ich unbedingt haben! Viel zu lange war es schon wieder her, dass ich den geheimen Garten zusammen mit dem Mädchen Mary besucht hatte. Meine Erinnerungen mussten unbedingt wieder aufgefrischt werden. Ich habe mich daher schon riesig darauf gefreut, es mir zusammen mit dieser wunderhübschen Schmuckausgabe gemütlich zu machen und in die Welt von Frances H. Burnetts zauberhaften, zeitlosen Klassiker einzutauchen.

Die zehnjährige Mary ist in Indien aufgewachsen, wo sie ein langweiliges und sehr trostloses Leben geführt hat. Sie hat nie Liebe und Fürsorge erfahren dürfen, wodurch sie sich zu einem sehr kränklichen und unfreundlichen jungen Mädchen entwickelt hat. Sympathisch wirkt Mary nicht und sie macht es einem auch nicht leicht, sie zu mögen.
Nach dem Tod ihrer Eltern wird Mary nach England geschickt, zu dem riesigen, prachtvollen Landgut ihres Onkels. Hier soll die Waise fortan leben. Das große Haus mit seinen vielen Zimmern steckt voller Geheimnisse und weckt sehr schnell die Neugierde des jungen Mädchens. Was sind das nur für unheimliche Schreie, die immer wieder nachts durch die Gänge hallen und bei denen alle behaupten, sie nicht vernommen zu haben? Und was hat es mit diesem geheimen Garten auf sich, der seit zehn Jahren verschlossen ist und den in der Zeit niemand mehr betreten hat? Mary möchte unbedingt diesen geheimnisvollen Garten besuchen. Als sie den Schlüssel zu diesem magischen Ort findet, beginnt ein aufregendes Abenteuer für sie...

Ach Leute, ich bin verliebt. Ich bin so verliebt in dieses Buch! Das Cover ist ein Traum, die Geschichte, die zwischen diesen wunderschönen Buchdeckeln schlummert, ist so zauberhaft und die gesamte Aufmachung mit den vielen liebevollen Zeichnungen und interaktiven Elementen ist einfach großartig. Hier hat sich der Coppenrath Verlag wirklich selbst übertroffen, finde ich, dieses Buch wird definitiv zurecht als Schmuckausgabe betitelt.

Wer diesen einzigartigen Klassiker von Frances H. Burnett noch nicht kennt, sollte das in meinen Augen schleunigst ändern. „Der geheime Garten“ ist für mich einfach so ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte. Bei dieser herzerwärmenden Geschichte wird garantiert jeder ins Träumen geraten. Mir ist hier beim Durchschmökern nur noch mal bewusst geworden, dass „Der geheime Garten“ zurecht zu meinen liebsten Klassikern gehört.

Obwohl ich die Geschichte schon kannte, kam für mich hier beim Lesen an keinster Stelle Langeweile auf. Und mal ehrlich, bei so einem Buch geht das auch gar nicht. „Der geheime Garten“ kann man gar nicht oft genug lesen. Es ist einfach jedes Mal aufs Neue der reinste Lesegenuss - und wenn das Buch dann auch noch so märchenhaft aufgemacht ist wie dieses hier, ist das Leseerlebnis natürlich erst recht ein unvergessliches, welches man gar nicht oft genug erleben kann.

Die Geschichte von „Der geheime Garten“ ist voller berührender und warmherziger Momente. Sie ist voller Wunder und enthält eine so tolle Botschaft. Das Buch nimmt einen mit auf eine außergewöhnliche Reise, die ganz bestimmt jeden, egal ob Jung oder Alt, begeistern wird. Sie wird einfach wunderschön erzählt. Der Schreibstil ist etwas altmodisch, was er aber natürlich auch sein muss. Ich persönlich habe die Sprache sogar als recht modern empfunden. Natürlich nicht zu modern, das wäre für so einen zeitlosen Klassiker mehr als unpassend, aber als extrem veraltet habe ich den Schreibstil nicht empfunden. Er ist einfach nur perfekt und liest sich so toll! Die anschauliche Sprache beschert einem beim Lesen ein pures Kopfkino, das man am liebsten gar nicht mehr abschalten möchte, und sie lässt eine herrlich magische Atmosphäre enstehen, welche mich auch beim erneuten Lesen wieder komplett verzaubern konnte.

Ich habe das stattliche Anwesen von Marys Onkel richtig bildlich vor mir sehen können, mit seinen vielen geheimnisvollen Räumen, den langen Fluren und den großen Gärten. Ganz besonders eindrucksvoll wird natürlich ein ganz bestimmter Garten beschrieben, der geheime Garten, ein verwunschener Ort, in dem Träume wahr werden.

Die Charaktere, auf die wir hier stoßen, sind ebenfalls wundervoll. Mary ist zu Beginn noch so ein richtiger verhätschelter, bockiger Trotzkopf, aber selbst da muss man sie irgendwie schon gern haben. Sie kennt es eben nicht anders, sie ist es von klein auf gewohnt, dass ihr jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird. Mary kann einem nur leidtun: Sie wurde nie richtig geliebt, ihre Eltern sind nicht mehr am Leben und in ihrem neuen Zuhause wird sie ziemlich sich selbst überlassen. Ihr neues Umfeld wird Mary aber sehr positiv verändern. Sie wird sich zu einem fröhlichen, glücklichen abenteuerlustigen, hübschen jungen Mädchen entwickeln. Es bereitet einem einfach die reinste Freude mitzuerleben, wie aus der traurigen Mary eine glückliche und lebensfrohe Mary wird.

Auch ein weiterer wichtiger Charakter wird hier eine unglaubliche Entwicklung durchlaufen. Da ich nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde bezüglich dieser Buchfigur allerdings nicht näher ins Detail gehen.

Zu den anderen Charakteren möchte ich eigentlich auch gar nicht groß was sagen. Man sollte sie am besten ohne viel Vorwissen selber kennenlernen. Ich kann euch jedenfalls versichern, dass ihr sie alle lieben werdet, da sie so einzigartig sind und so liebevoll ausgearbeitet wurden. Die freundliche Martha, der aufgeweckte Dickon, der mürrische Gärtner Ben - alle sind sie auf ihre Art und Weise liebenswert und einmalig und zaubern einem beim Lächeln ständig ein breites Lächeln aufs Gesicht.

Was das Lesevergnügen dann erst so richtig außergewöhnlich macht, ist natürlich die besondere Aufmachung des Buches. Die Illustrationen haben ihren ganz eigenen Charme und passen so wunderbar zur Handlung. Ob die ganzseitigen Illustrationen, die kleineren Bilder oder die hübschen Verzierungen bei den Seitenzahlen – alle Zeichnungen sind so farbenfroh und traumhaft schön. Es steckt so viel Liebe in der Gestaltung, ich könnte euch hier jetzt ewig etwas vorschwärmen, da ich so begeistert von allem bin. Großartig fand ich dann natürlich auch die 9 interaktiven Extras wie zum Beispiel eine coole Drehscheibe, eine Mary als Ausschneidepuppe oder die Karten und Briefe. Das Lesen und Durchblättern wird hier wirklich zum reinsten Abenteuer.

Fazit: In diese wundervolle Ausgabe von „Der geheime Garten“ muss man sich einfach verlieben! Der Verlag hat sich hier in meinen Augen selbst übertroffen, das Buch ist ein einziger Traum und hat mir die allerschönsten Lesestunden beschert. Die Gestaltung dieses zeitlosen Klassikers ist einfach großartig! Es steckt so viel Liebe in allem, man möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen und es immer und immer wieder durchblättern, weil es so wunderschön ist. Neben der besonderen Aufmachung ist aber natürlich auch die Geschichte vom geheimen Garten eine ganz außergewöhnliche. Sie ist magisch und berührend und beschert einem die reinste Lesefreude. Ich bin total verliebt in diese zauberhafte Schmuckausgabe und kann sie jedem wirklich nur ans Herz legen! Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 17.05.2019

Spannend, witzig, abenteuerlich! Ein richtig schöner Reihenauftakt!

Die Blaubeerdetektive 1: Gefahr für den Inselwald!
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Als ich das erste Mal über die Blaubeerdetektive gestolpert bin, war meine Neugierde sofort geweckt. Kinderkrimis fallen seit meiner Kindheit absolut in mein Beuteschema und Skandinavien als Schauplatz ...

Als ich das erste Mal über die Blaubeerdetektive gestolpert bin, war meine Neugierde sofort geweckt. Kinderkrimis fallen seit meiner Kindheit absolut in mein Beuteschema und Skandinavien als Schauplatz liebe ich über alles. Cover, Klappentext und Titel überzeugten mich auf Anhieb, daher stand für mich sehr schnell fest, dass ich die Blaubeerdetektive unbedingt kennenlernen möchte. Da das Hörbuch von Sebastian Rudolph gelesen wird, ein Sprecher, dem ich sehr gerne lausche, habe ich mich kurzerhand für das Hörbuch entschieden.

Der Sägewerkbesitzer Mäkelä, auch gerne der Holzwurm genannt, gilt in dem kleinen finnischen Dorf Kaninkorva als der allergrößte Miesepampel. Ein freundlicher Gruß, ein liebes Lächeln? Nee, nicht beim Mäkelä, da kann man bei ihm lange drauf warten. Seit kurzem aber grüßt der Sägewerkbesitzer alle im Dorf, ist total nett und lächelt sogar! Da kann etwas nicht stimmen, da sind sich die Blaubeerdetektive sofort einig. Die Blaubeerdetektive, das sind Samu, Alma, Selma, Olli und ihr Hund Riku. Sie sind eine richtige Detektivbande und haben sogar ein Bandenquartier, in dem sie sich regelmäßig treffen. Es befindet sich auf der Blaubeerinsel in einer alten Fischerhütte. Bisher hat der erste Fall leider auf sich warten lassen, aber bei dem Holzwurm wittern die Kinder sofort ein kniffliges Rätsel, das es zu lösen gilt. Sie beginnen dem Sägewerkbesitzer nachzuspionieren und finden sehr schnell heraus, was der miesepampelige Holzwurm Mieses vorhat: Er will ein unter Naturschutz stehendes Eichenwäldchen abholzen, weil es angeblich von gefährlichen Borkenkäfern befallen ist! Die Kinder beginnen weitere Nachforschungen anzustellen und finden schließlich noch heraus, was es mit diesen merkwürdigen Borkenkäfern genau auf sich hat. Der Miesepampel ist wirklich ein ganz hinterlistiger Fuchs (bzw. Holzwurm), dem unbedingt das Handwerk gelegt werden muss! Wie gut, dass die Blaubeerdetektive deutlich cleverer sind als ihr Gegner und schon eine gute Idee haben, wie sie ihren ersten spannenden Fall lösen können...

Mit dem ersten Band der Blaubeerdetektive ist dem finnischen Autor Pertti Kivinen ein richtig schöner Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe gelungen, der große Lust auf mehr macht und die Herzen aller Detektivfreunde höher schlagen lässt! Der erste aufregende Fall dieser aufgeweckten Detektivbande ist spannend, witzig, atmosphärisch und lädt durchweg zum Mitfiebern ein.

Erzählt wird hier alles von Samu in der Ich-Perspektive. Mir war Samu auf Anhieb richtig sympathisch, ich fand ihn total süß und habe ich ihn vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. Auch die anderen Detektivmitglieder haben mir sehr gut gefallen. Olli ist das totale Superhirn und klugscheißert sehr gerne rum. Mich haben seine altklugen Sprüche bestens unterhalten und immer wieder sehr zum Schmunzeln gebracht. Dank Ollie dürfen wir hier übrigens neue schwierige Wörter lernen wie „ergo“ oder „Indizien“. Genie Ollie weiß natürlich, was diese Worte bedeuten und erklärt sie seinen Detektivfreunden. Fand ich super, da so auch die Zielgruppe hier ihren Wortschatz erweitern kann.

Über wen ich mich auch köstlich amüsiert habe, waren Samus große Zwillingsschwestern Alma und Selma. Die beiden sind sehr temperamentvoll, kann ich euch sagen, was vor allem ihr kleiner Bruder öfters zu spüren bekommt. Und Ollie auch, Selma und Alma legen sich nämlich gerne mal mit Superhirn Ollie an, hihi.
Mit den vier Kindern ist Pertti Kivinen einfach eine total lustige und charmante Truppe gelungen, mit der zusammen wir hoffentlich noch so einige weitere spannende Fälle lösen werden.

Richtig klasse fand ich die Erzählweise des Buchs. Dadurch, dass hier alles aus der Sicht von Samu erzählt wird, hat der Schreibstil so etwas wunderbar Kindliches und eignet sich somit perfekt für die Zielgruppe. Ich persönlich liebe solche Erzählungen über alles, da man sich durch diese auch als Erwachsene so schön in die jungen Protagonisten hineinversetzen kann.

Was ich ebenfalls super fand, ist das Setting. Das kleine Dörfchen Kaninkorva, die Blaubeerinsel – alles wird so schön idyllisch und anschaulich beschrieben, sodass eine zauberhafte Atmosphäre entsteht und man von einer richtigen Abenteuerlust überfallen wird. 
 
Womit mich der Autor ebenfalls begeistern konnte, sind die vielen schönen Themen, die die Geschichte enthält. Es geht um Freundschaft, Familie, Mut und Zusammenhalt; um die Natur und den Umweltschutz. Vor allem die Naturaspekte werden hier sehr großgeschrieben, was mir ganz besonders gut gefallen hat. Die Geschichte unterhält einen nicht nur, sie ist auch informativ und lehrreich.

Vorgelesen wird das Ganze großartig von Sebastian Rudolph. Er ist in meinen Augen für diese Reihe der reinste Glücksgriff. Er betont alles so witzig und lebendig, sodass man von den ersten Hörminuten an mit Feuereifer dabei ist und gar nicht mehr aufhören mag mit dem Zuhören.

Ich kann das Hörbuch vom ersten Band der Blaubeerdetektive wärmstens empfehlen. Das Tolle hier ist auch, dass es für Mädchen und Jungen gleichermaßen gut geeignet ist, da wir hier beide Geschlechter vertreten haben. Kleine Spürnasen ab etwa 8 Jahren werden hier die reinste Freude beim Zuhören haben und vermutlich sofort den Wunsch verspüren, ein Mitglied dieser coolen Detektivbande zu sein.

Fazit: Ein toller Reihenauftakt, der durchweg zum Mitfiebern einlädt und für Detektivfans ein großes Muss ist! Der erste knifflige Fall der Blaubeerdetektive ist spannend, mitreißend, witzig und wird herrlich humorvoll und atmosphärisch von Sprecher Sebastian Rudolph gelesen. Die Geschichte handelt von Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Natur und Umweltschutz und ist in meinen Augen nicht für Kinder ab 8 Jahren, sondern auch für deutlich ältere Spürnasen absolut hörenswert. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Zuhören und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.05.2019

Gefühlvoll, romantisch und wunderschön!

First Comes Love
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Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Also bei mir war es große Coverliebe auf den ersten Blick. Der Klappentext machte ich mich auch super neugierig auf das Buch, sodass für mich sofort feststand, dass ...

Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Also bei mir war es große Coverliebe auf den ersten Blick. Der Klappentext machte ich mich auch super neugierig auf das Buch, sodass für mich sofort feststand, dass ich es unbedingt lesen muss. Tatsächlich ist mir erst nach dem Lesen aufgefallen, dass es sich bei „First Comes Love“ um eine Neuauflage von dem Buch „Dylan und Gray“ handelt, das bereits 2012 im Boje Verlag erschienen ist. Da stellte sich mir sofort die Frage: Wie kann es bitte sein, dass mir das Buch nicht früher aufgefallen ist? Denn ja, so viel kann ich schon mal verraten, mir hat „First Comes Love“ richtig gut gefallen!
Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist das Cover der alten Ausgabe. Da ich ein absoluter Coverkäufer bin, erklärt vermutlich die in meinen Augen wenig hübsche Aufmachung von „Dylan und Gray“ warum ich erst jetzt auf diesen wundervollen Jugendroman aufmerksam geworden bin. Wie gut also, dass der Verlag diese tolle Neuausgabe herausgebracht hat. Wer weiß, wahrscheinlich hätte ich sonst nie zur Liebesgeschichte von Gray und Dylan gegriffen. :D

Als Gray auf dem Campus das erste Mal auf Dylan trifft, ist er sofort ganz fasziniert von diesem sonderbaren Mädchen. Ihr Schlabber-Look, ihre zarte Gestalt, ihre hibbelige, vor Lebensfreude sprühende Art, ihre Liebe für die Fotografie – Gray spürt sofort, dass Dylan anders ist als all die Mädchen, denen er bisher begegnet ist. Mit Dylan wird es ihm endlich gelingen, die Mauern zu durchbrechen, die er um sich herum aufgebaut hat. Gray ist ein sehr in sich gekehrter und schweigsamer Typ. Er interessiert sich nicht groß daran, was um ihn herum geschieht und bleibt lieber für sich. Früher aber war das anders. Früher, vor diesem schlimmen Schicksalsschlag…
Dylan und Gray fangen an, Zeit miteinander zu verbringen, freunden sich an und verlieben sich schließlich ineinander. Gemeinsam werden die zwei eine wunderschöne Zeit erleben, die für beide am liebsten nie wieder enden soll. Doch leider wird Dylan nur über die Sommerferien in Arizona bleiben. Danach möchte sie weiterreisen und mehr von der Welt sehen. Werden die beiden dennoch zusammenbleiben? Das Verlieben kann so einfach so sein, aber das Verlassen, Wiederfinden und Verzeihen ist leider meistens deutlich schwerer...

In meinen Augen ist Katie Kacvinsky hier ein wundervolles Jugendbuch gelungen, bei welchem ich so froh bin, dass ich dank der Neuausgabe darauf aufmerksam geworden bin. Mir hat „First Comes Love“ tolle Lesestunden beschert. Das Buch war zwar insgesamt anders als von mir erwartet, aber keineswegs schlecht anders, ganz im Gegenteil. Die Story hat sich als deutlich tiefgründiger herausgestellt als ich zuerst angenommen hatte. Ich hatte hier mit einem locker-leichten und ein bisschen kitschigen Buch gerechnet. Locker-leicht ist die Handlung zwar, aber nicht kitschig. Die Liebesgeschichte von Dylan und Gray ist eine ganz besondere und einzigartige, die mir ständig prickelnd angenehme Gänsehaut-Momente beschert hat und mich richtig hat mitfiebern lassen. Auch vor mich hin geschmunzelt habe ich hier ohne Ende. Der Mix aus Romantik, Tiefgründigkeit, Ernst und Humor ist hier einfach großartig gelungen!

Was mich nur beim Lesen anfangs total verwirrt hat, ist der Name Dylan. Keine Ahnung, für mich ist Dylan einfach ein Jungenname. :D
Ich musste mir daher ständig in Erinnerung rufen, dass Dylan hier ein Mädchen ist. Irgendwann hatte ich es mir schließlich eingeprägt, aber glücklich bin ich irgendwie nach wie vor nicht mit dem Namen.

Abgesehen von meiner Namensverwirrung bin ich aber hellauf begeistert von „First Comes Love“. Es spricht ja wohl eindeutig für das Buch, dass ich es innerhalb eines Tages durchgesuchtet habe, oder? ;)
Es liest sich auch echt klasse, mir hat der Schreibstil von Katie Kacvinsky sehr gut gefallen. Allerdings musste ich mich an die Erzählweise des Buches erst etwas gewöhnen. Die Autorin vermischt öfters indirekte und direkte Rede, was ich zuerst als etwas komisch, zugleich aber auch als erfrischend anders empfunden habe.

Anders und außergewöhnlich fand ich auch unsere beiden Protagonisten, in die ich mich beim Durchschmökern immer mehr verliebt habe.
Dylan und Gray sind zwei ganz besondere und einzigartige Menschen. Vor allem Dylan hat mir unheimlich gut gefallen. Sie ist so lebensfroh und irgendwie total verrückt. Liebenswert-verrückt. Man gar nicht anders, als die quirlige Dylan sofort ins Herz zu schließen. Gray war mir ebenfalls auf Anhieb sympathisch. Er ist das krasse Gegenteil zu Dylan, er ist schweigsam, ernst und unnahbar. Im Verlaufe des Buches erfahren wir aber noch, warum Gray so ist und was für ein großes Päckchen er zu tragen hat. Mir tat Gray unendlich leid.

Die Geschichte wird im Wechsel aus den Perspektiven von Dylan und Gray erzählt, wobei Grays Anteil der größere ist. Ich fand die Sichtwechsel hier sehr gelungen und konnte mich in beide Charaktere prima hineinversetzen. Ihre Gefühle und Gedanken werden so wunderbar und gefühlvoll beschrieben – man hat beim Lesen richtig das Gefühl, dabei zu sein und alles hautnah mitzuerleben.
Ich fand es so spannend mitzuverfolgen, wie sich Dylan und Gray kennenlernen, immer näher kommen und schließlich ineinander verlieben. Ihre Liebesgeschichte ist einfach so ehrlich und authentisch. Na ja, okay, mir persönlich ging es ein kleines bisschen zu schnell mit den beiden. Aber gestört hat es mich eigentlich nicht. Manchmal ist das eben einfach so, dass die Gefühle auf einmal da sind.

Super fand ich auch die Message, die das Buch enthält. „First Comes Love“ ist ein wunderschöner Jugendroman über Freundschaft, Liebe und Vertrauen, über das Loslassen und das Verwirklichen seiner Ziele und Träume. Die Geschichte von Dylan und Gray führt einen nur zu gut vor Augen, dass gerade die kleinen Dinge und Erlebnisse die schönsten und unvergesslichsten Momente im Leben sein können. Die Lovestory der beiden kommt ganz ohne Kitsch und Drama aus und wird so einfühlsam, humorvoll und mitreißend erzählt, sodass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Was ich hier auch unbedingt noch erwähnen muss, ist das Setting. Das Buch spielt in Arizona und ich weiß nicht warum, aber ich liebe diesen Schauplatz in Büchern! Ich bin hier daher absolut auf meine Kosten gekommen, denn Arizona wird so cool und erstklassig beschrieben, sodass ich beim Lesen wundervolle Bilder im Kopf hatte.

Fazit: Romantisch, tiefsinnig, liebenswert-verrückt, hoffnungsvoll und einfach nur schön! „First Comes Love“ erzählt eine besondere Liebesgeschichte, die ganz ohne Kitsch und Drama auskommt und erfrischend anders ist. Ich habe mich sofort in Dylan und Gray verliebt, die beide einfach einzigartig sind und mich durch ihre süße, humorvolle Art bestens unterhalten haben. Das Buch enthält einen wundervollen Mix aus Romantik, Tiefgründigkeit, Ernst und Humor, der einen auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt. Ich kann die Liebesgeschichte von Dylan und Gray wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!