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Veröffentlicht am 17.10.2018

Spannend, witzig, wunderschön! Ich liebe die Petronella Apfelmus-Reihe!

Petronella Apfelmus - Schnattergans und Hexenhaus (Band 6)
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Als ein großer Petronella Apfelmus-Fan habe ich mich schon richtig auf den sechsten Band gefreut. Bisher konnten mich alle Bände aus dieser zauberhaft schönen Reihe hellauf begeistern und ich war mir sehr ...

Als ein großer Petronella Apfelmus-Fan habe ich mich schon richtig auf den sechsten Band gefreut. Bisher konnten mich alle Bände aus dieser zauberhaft schönen Reihe hellauf begeistern und ich war mir sehr sicher, dass mir auch das neue Abenteuer der Apfelbaumhexe richtig gut gefallen wird.

Juhu, endlich Sommerferien! Diese sollen auch besonders aufregend werden, denn Lea und Luis fahren mit ihren Eltern auf einen Bauernhof. Petronella Apfelmus wird so lange das Müllerhaus hüten und die Hühner füttern. Allerdings werden die Zwillinge schon recht bald die Hilfe der Apfelbaumhexe benötigen. Die beiden niedlichen Gänse Frida und Fritz sollen verkauft werden und als Braten enden. Das kommt für Lea und Luis überhaupt nicht in Frage. Ein Rettungsplan muss her, um die Gänse davor zu bewahren, dass sie im Kopftopf landen. Was für ein Glück, dass Petronella den Zwillingen die magischen Milchstraßenstreusel vor ihrer Abreise mitgegeben hat. Mit diesen können die Kinder die Hexe jederzeit herbeirufen. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die Gänse zu retten?

Wie ich mir bereits gedacht habe, hat mir der sechste Petronella-Band herrliche Lesestunden beschert. Hätte mich aber auch sehr gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Petronella Apfelmus muss man einfach lieben.

Obwohl es bei mir nun wieder ein ganzes Jahr her war, dass ich den fünften Teil gelesen habe, hatte ich überhaupt keine Probleme, wieder in die Welt von Sabine Städings wundervoller Kinderbuchreihe einzutauchen. Die Charaktere, die die Autorin hier erschaffen hat, sind so besonders und liebevoll ausgearbeitet, dass sie sogar einer Vielleserin wie mir wunderbar im Gedächtnis bleiben. Allein schon die Namen sind klasse, diese haben es mir von Band 1 an angetan. Gurkenhut, Spargelzahn,...die Petronella Apfelmus-Reihe wimmelt wirklich nur so von fantasievollen Namen und Ideen.

Man muss bei dieser Reihe die Bände übrigens nicht unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Besser wäre es in meinen Augen schon, aber da die Bücher recht eigenständige Geschichten erzählen, sollte es kein Problem darstellen, wenn man hier nicht chronologisch liest. Allerdings halte ich es schon für sinnvoller, zumindest den ersten Band zu kennen, ehe man zum sechsten greift. Ein bisschen Wissen sollte man meiner Meinung dann doch haben.

Der sechste Band spielt, anders als die Bücher davor, die meiste Zeit nicht bei den Kuchenbrands zu Hause, sondern auf einem Bauernhof. Die Sommerferien haben nämlich begonnen und nach etwas längerer Zeit fährt die Familie mal wieder in den Urlaub.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass wir es mal mit einem anderen Setting zu tun bekommen. Der Bauernhof wird bei Kindern bestimmt super ankommen. Auf diesem gibt es nämlich, wie es sich für einen richtigen Bauernhof gehört, Tiere wie Pferde, Schafe und Gänse. Besonders die Gänse werden hier eine etwas größere Rolle spielen.

Was uns Leser und Familie Kuchenbrand aber leider auch erwartet, sind ziemlich blöde Nachbarn, die sich in dem Ferienhaus nebenan einquartiert haben. Herr und Frau Brummmund sind ja noch okay, aber die Kinder Rita und Knut? Hm, nein, diese beiden kann man wahrlich nicht als Sympathieträger bezeichnen. Sie sind frech, vorlaut und einfach nur gemein. Ohne die beiden wären die Ferien auf jeden Fall viel schöner für Lea und Luis gewesen.

Als Leser ist man natürlich immer auf der Seite der Zwillinge. Ich bin beim Lesen richtig ins Mitfiebern geraten und habe so gehofft, dass Lea und Luis den doofen Brummmund Kindern so einen richtig schönen, fiesen Streich spielen. Ja, ich weiß, kein netter Gedanke, aber Rita und Knut sind wirklich blöd, den gönnt man es wirklich zutiefst, wenn sie mit bloßen Füßen in Stiefel mit frischen Pferdeäpfeln steigen. :D

Und keine Sorge, dass Buch steckt natürlich nicht voller gemeiner Streiche. Die Geschichte ist absolut kindgerecht, liebenswert und witzig wie man es von den Petronella Apfelmus Büchern kennt. Sie enthält wichtige Werte wie Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt und sie vermittelt sehr schön, dass man sich auf gute Freunde immer verlassen kann.
In Petronella haben die Zwillinge wirklich eine tolle Freundin gefunden, die ihnen stets zur Hilfe eilt und bei kniffligen Angelegenheiten zur Seite steht.

So auch in diesem Band. Wie oben bereits erwähnt, werden Gänse hier eine wichtige Rolle spielen, genauer gesagt zwei. Frida und Fritz sollen als Braten enden und das kommt für Lea und Luis natürlich überhaupt in Frage. Obwohl Petronella zu Hause geblieben ist, können sich die Zwillinge auch bei diesem Abenteuer ihrer großen Hilfe sicher sein. Und auch bei einer anderen Sache weiß die Hexe was zu tun ist. Aber nicht nur sie. Viel mehr vom Inhalt möchte ich eigentlich gar nicht verraten, nur noch so viel: In diesem Band dürfen wir die Bekanntschaft einer weiteren Hexe machen.

Klingt doch spannend und richtig schön, oder? Das ist es auch. Nicht nur die Geschichte konnte mich begeistern, auch die vielen tollen schwarz-weiß Illustrationen von SaBine Büchner haben mir richtig gut gefallen. Von denen gibt es hier eine Menge. Das Buch bietet sich daher auch wunderbar zum Vorlesen an und beschert der ganzen Familie einen wundervollen Lesespaß. Für Petronella ist man in meinen Augen nie zu alt, auch Erwachsene werden hier sehr viel Freude beim Lesen haben.
Für Mädchen und Jungen ab etwa 8 Jahren eignet sich das Buch prima zum Selberlesen. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und altersgerecht, die Schrift recht groß, die Kapitel angenehm kurz und die Handlung so mitreißend, dass an keiner Stelle Langeweile aufkommt. Dazu dann noch die vielen witzigen Illustrationen – hier wird ganz bestimmt auch so mancher Lesemuffel die Freude am Lesen entdecken.

Mir hat es großen Spaß gemacht, zusammen mit den Kuchenbrands in den Urlaub zu fahren und ich hoffe sehr, dass ich ihnen, Petronella, den Apfelmännchen und all den anderen fantasievollen Figuren noch in vielen weiteren Geschichten begegnen werde.

Fazit: Spannend, witzig, wunderbar liebenswert und zauberhaft illustriert! Auch der sechste Band dieser wunderschönen Kinderbuchreihe konnte mich von den ersten Seiten an hellauf begeistern. Ob zum Vor- oder Selberlesen – ich kann das neue Abenteuer von Petronella Apfelmus absolut empfehlen und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 16.10.2018

Ein wunderschönes Weihnachtsbuch für Groß und Klein!

Das Weihnachtswunder
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Hier war es bei mir Coverliebe auf den ersten Blick. Sieht das Buch nicht toll und wunderbar weihnachtlich aus? Ich kann euch ja schon mal verraten, dass es sich auch unter dem Schutzumschlag wirklich ...

Hier war es bei mir Coverliebe auf den ersten Blick. Sieht das Buch nicht toll und wunderbar weihnachtlich aus? Ich kann euch ja schon mal verraten, dass es sich auch unter dem Schutzumschlag wirklich sehen lassen kann. Da mich die wundervolle Aufmachung sofort ansprechen konnte und ich die Bücher von Katherine Rundell sehr gerne lese, stand für mich sofort fest, dass ich „Das Weihnachtswunder“ unbedingt lesen möchte.

Endlich ist es so weit: Der Heilige Abend ist da! Aber was ist das? Wer sitzt denn da ganz alleine am Fenster und blickt traurig in den dunklen Sternenhimmel? Es ist der Junge Theo. Da seine Eltern ausgerechnet heute arbeiten müssen, muss Theo mit seiner schlafenden Babysitterin den Weihnachtsabend alleine verbringen. Als der Junge beim Hinausschauen plötzlich eine Sternschnuppe am Himmel entdeckt, weiß er sofort, was er sich wünscht: Er will nicht alleine sein, nicht an diesem besonderen Abend. Anscheinend stimmt das, was man sich immer über Sternschnuppen erzählt, sie können wirklich Wünsche erfüllen. Denn ehe es sich Timo versieht, werden plötzlich vier Figuren am Tannenbaum lebendig. Mit ihnen wird Theo dann doch noch einen wunderbaren, magisch schönen Weihnachtsabend verbringen.

Mit „Das Weihnachtswunder“ ist Katherine Rundell eine richtig schöne Weihnachtsgeschichte gelungen, welche sich besonders gut zum Vorlesen eignet und der ganzen Familie ein tolles Leseerlebnis bescheren wird. Die Geschichte ist fantasievoll und warmherzig und die wundervollen Illustrationen traumhaft schön. Besonders die Bilder haben mir wahnsinnig gut gefallen. Die Geschichte natürlich auch, allerdings ist bei mir leider nicht komplett der Weihnachtsfunke übergesprungen. Die Handlung ist zwar weihnachtlich, nur hat mir dieser ganz besondere Weihnachtszauber dann leider doch etwas gefehlt.

Das Buch beginnt zunächst recht traurig. Wir lernen den Jungen Theo kennen, der an Heiligabend alleine mit seiner Babysitterin zu Hause ist. Seine Eltern sind beide berufstätig und so schwer beschäftigt, dass sie sich sogar am Weihnachtsabend nicht frei nehmen können. So kommt es also, dass Theo einsam am Fenster sitzt und nur seine schlafende Babysitterin als Gesellschaft hat. Dies soll sich aber noch ändern. Plötzlich werden vier Figuren am Weihnachtsbaum lebendig und mit ihnen zusammen wird Theo dann doch noch einen wundervollen Heiligabend erleben.

Mir hat es großen Spaß gemacht, zusammen mit Theo, dem Schaukelpferd, dem Engelchen, dem Trommler und dem Rotkelchen auf diese magische, kleine Reise zu gehen. Wie Theo, so haben auch die vier lebendig gewordenen Figuren einen großen Wunsch. Welche sehnliche Wünsche das sind und ob diese an diesem Weihnachtsabend erfüllt werden, das werde ich hier nicht verraten, da müsst ihr das Buch schon selber lesen. :D

Ich kann dieses schöne Weihnachtsbuch wärmstens empfehlen. Für Kinder ab etwa 5 Jahren ist es prima zum Vorlesen geeignet. Die Geschichte wird sehr einfach und kindgerecht erzählt, sodass jüngere Kinder allem sehr gut folgen können.

Meine Highlights waren die farbenfrohen, wundervollen Illustrationen von Emily Sutton. Auf jeder Seite begegnet einem eine Zeichnung und zu meiner großen Freude gibt es in dem Buch sehr viele doppelseitige Illustrationen. Es ist natürlich immer Geschmackssache, mir jedenfalls haben die Bilder richtig gut gefallen. Da sie sehr detailreich sind, gibt es immer etwas Neues zu entdecken, sodass besonders Kinder hier sehr viel Spaß beim Betrachten und Schmökern haben werden.

So traurig „Das Weihnachtswunder“ zunächst beginnt, so schön endet es. Auch wenn es mir hier leider an bisschen an weihnachtlicher Atmosphäre gefehlt hat, bin ich dennoch richtig begeistert von dem Buch. Vielleicht lag es bei mir auch einfach daran, dass ich es nicht in der Adventszeit gelesen habe, sondern jetzt im Herbst. Ich werde es mir auf jeden Fall noch mal im Dezember mit dem Buch gemütlich machen, wer weiß, vielleicht springt der weihnachtliche Funke bei mir dann doch noch komplett über.

Fazit: Warmherzig, weihnachtlich, magisch schön. Mit „Das Weihnachtswunder“ ist Katherine Rundell ein tolles Vorlesebuch für die ganze Familie gelungen, welches ich für die Weihnachtszeit wärmstens empfehlen kann. Die Geschichte ist fantasievoll und wurde wunderschön illustriert. Besonders die Illustrationen haben mir richtig gut gefallen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.10.2018

Witzig, turbulent, wunderschön! Für mich das beste Buch des Mutter-Tochter-Gespanns!

Ava und der Junge in Schwarz-Weiß
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Auf das neue Buch des Mutter-Tochter-Gespanns habe ich mich riesig gefreut. Ihre drei bisherigen gemeinsamen Bücher haben mir richtig gut gefallen, daher wanderte ihr neues Werk auch sofort auf meine Wunschliste, ...

Auf das neue Buch des Mutter-Tochter-Gespanns habe ich mich riesig gefreut. Ihre drei bisherigen gemeinsamen Bücher haben mir richtig gut gefallen, daher wanderte ihr neues Werk auch sofort auf meine Wunschliste, sogar ehe ich mir überhaupt den Klappentext durchgelesen hatte. Hier war ich mir einfach absolut sicher, dass „Ava und der Junge in Schwarz-Weiß“ ganz genau das Richtige für mich sein wird.

Die 16-jährige Ava hat keine Ahnung, wie sich das anfühlt, wenn man so richtig verliebt ist. Schmetterlinge im Bauch, ein wildes Herzklopfen? Hm, nein, bisher leider Fehlanzeige. Das soll sich in diesen Sommerferien jedoch ändern. Zusammen mit ihrer Mutter wird Ava zu ihrer Oma Luise ins Alte Land fahren, wo ihre Oma ein altes Kino betreibt, das Titania Palast. An diesem Ort wird Ava das erste Mal erleben, wie es sich anfühlt, bis über beide Ohren verliebt zu sein. Von dem charmanten – etwas merkwürdigen - Horst fühlt sie sich sofort angezogen. Allerdings ist sie auch von Frans ganz fasziniert. Hat sie sich etwa in zwei Jungen auf einmal verliebt? Für welchen soll sie sich denn nun entscheiden? Neben diesem Gefühlschaos beschäftigt Ava aber auch noch etwas ganz anderes: Das Kino ihrer Oma läuft nicht mehr allzu gut und es droht der Verkauf. Das kommt überhaupt nicht infrage, es muss schleunigst ein Rettungsplan her! Horst wird dabei eine sehr große Hilfe sein. Nur verbirgt er auch ein sehr großes Geheimnis, welches es nicht immer einfach gestaltet, die Pläne reibungslos in die Tat umzusetzen. Ob das Titania Palast wohl gerettet werden kann? Und für welchen Jungen wird sich Ava schließlich entscheiden?
„Ava und der Junge in Schwarz-Weiß“ konnte mich von den ersten Seiten an hellauf begeistern. Das neue Werk von Stefanie Gerstenberger und ihrer Tochter Marta Martin ist vermutlich nun sogar mein Lieblingsbuch der beiden.

Was mir ganz besonders gut gefallen hat, ist der Schauplatz. Als Leser verschlägt es uns zusammen mit der 16-jährigen Ava und ihrer Mutter ins Alte Land, wo die beiden Avas Oma Luise besuchen werden. Diese hat sich leider bei einem Unfall das Handgelenk gebrochen und benötigt ganz dringend Unterstützung im Titania Palast, ein altes, außergewöhnliches Kino, welches sie seit vielen Jahren führt. Das Besondere an diesem Lichttheater? Nun, zum einen befindet es sich in einem alten, verwinkelten Gebäude, das früher mal eine Gaststätte war. Cool, oder? Dann werden im Titania Palast nur alte Streifen gezeigt. Neue Filme sucht man dort im Programm vergebens. Vermutlich nicht jedermanns Sache. Die Besucher bleiben jedenfalls immer mehr aus und wenn nicht bald wieder mehr Geld in die Kasse springt, wird Avas Oma wohl nichts anderes übrig bleiben, als ihr geliebtes Kino dichtzumachen.

Ich habe mich im Titania Palast sofort pudelwohl gefühlt. Es wird zwar als sehr heruntergekommen und renovierungsbedürftig beschrieben, aber ich wäre beim Lesen dennoch liebend gerne in das Buch hineingekrochen, um mir das Kino mal selbst anzuschauen, den Charme der 50iger Jahre zu genießen, mich auf einem gemütlichen Sitz im Großen Saal zu fläzen und mir einen alten schwarz-weiß Film reinzuziehen. Bevorzugt „Der Herzensbrecher“ - ein Film, der in diesem Buch eine sehr große Rolle spielen wird.

Wie bereits die vorherigen Bücher des Mutter-Tochter-Duos, so beinhaltet auch dieses Buch Fantasy-Elemente. Zumindest ein bisschen. Menschen, die während eines Films plötzlich aus der Leinwand springen, würde ich schon als eher unrealistisch bezeichnen. Ich glaube, ich würde vor Schreck in Ohnmacht fallen, wenn mir beim Filme schauen plötzlich einer der Charaktere in Natura gegenüber stehen würde. Falls mir so etwas mal passieren sollte, dann hoffe ich wirklich sehr, dass so jemand wie Horst aus der Leinwand steigt und nicht so eine Figur wie King Kong, Lord Voldemort oder so. :D

Gegen so einen Typen wie Horst hätte ich überhaupt nichts einzuwenden. Horst – allein schon den Namen finde ich super. Wer heißt heute bitte schön noch so? Genau, kaum jemand. Der Horst in diesem Buch stammt auch nicht aus unserer Zeit, sondern aus 1956. Logisch, dass er in unserer Zeit einen leichten Kulturschock erleidet. Hach, es war stellenweise so amüsant, wie er auf so Dinge wie Handys oder andere technische Geräte reagiert. Dafür, dass er auf so viel Neues stößt, ist Horst wirklich verdammt ruhig und gelassen. Er ist einfach eine total coole Socke, anders kann man es nicht sagen. Und wie er spricht, da bin ich aus dem Grinsen oft gar nicht mehr heraus gekommen.
Horst war auch mit Abstand mein Lieblingscharakter in der Geschichte. Sein 50er Jahre Charme konnte mein Herz sofort im Sturm erobern. Ihm ist es mit seiner liebenswerten, witzigen Art immer wieder bestens gelungen, mir beim Lesen ein breites Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

Allerdings haben mir natürlich auch die anderen Charaktere richtig gut gefallen. Unsere Protagonistin Ava war mir auf Anhieb sympathisch. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht, sodass wir einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt bekommen. In dieser sieht es nur zunehmend chaotisch aus. Ava wird sich nämlich in diesen Ferien gleich in zwei Typen verlieben. Sie, die vorher noch nie so ein richtiges Schmetterlingsflattern im Bauch gehabt hat, bekommt nun gleich die doppelte Dosis. Nicht nur der charmante Horst lässt ihr Herz schneller schlagen – auch Frans lässt ihre Gefühle verrückt spielen. Die Jungen könnten unterschiedlich wohl nicht sein, dennoch ist Ava von beiden ganz fasziniert und kann sich einfach nicht entscheiden, welchen der beiden sie mehr liebt.

Liebeswirrwarr, die bange Frage, ob man das Titania Palast retten kann, Stress in der Familie, 50er Jahre Feeling pur – all das und noch so manches mehr erwartet einen in diesem schönen Buch. Mir hat es herrliche Lesestunden beschert. Durch den locker, leichten Schreibstil und der mitreißenden Handlung habe ich „Ava und der Junge in schwarz-weiß“ für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende gelesen. Mit ihrem neuen Werk zeigen Mutter und Tochter mal wieder, dass sie zusammen ein super Team ergeben und gemeinsam die wundervollsten Bücher zustande bringen, die stets eine tolle Mischung aus Teenieroman, Liebesgeschichte, verrückten, schrägen Ideen und jeder Menge Humor enthalten.

Ich war hier durchweg am Schmunzeln und Mitfiebern. Für welchen Jungen sich Ava schließlich entscheiden wird und ob das Titania Palast gerettet werden kann, das werde ich hier natürlich nicht verraten. Und auch, wie es eigentlich sein kann, dass Schauspieler während des Films aus der Leinwand schlüpfen, auch da werde ich schweigen. Wenn ihr all das wissen wollt, müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Fazit: Witzig, fantasievoll, turbulent und wunderschön! Mit ihrem neuen gemeinsamen Werk konnte mich das Mutter-Tochter-Gespann mal wieder hellauf begeistern. Die Geschichte lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und sorgt für jede Menge Lacher und Schmunzler. Kinoliebhabern kann ich das Buch ganz besonders ans Herz legen, vor allem all denjenigen, die auf schöne alte Filmklassiker stehen. In meinen Augen ist das Buch nicht nur was Jugendliche, Erwachsene werden hier garantiert genauso viel Spaß beim Lesen haben. Ich kann den neuen Roman von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin absolut empfehlen und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 11.10.2018

Wunderbar winterlich und zauberhaft schön!

Flora Flitzebesen (Bd. 5)
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Kennt ihr eigentlich schon Flora Floribunda, genannt Flora Flitzebesen? Falls nicht, ist das natürlich sehr schade, denn mit Flora und ihren Freunden kann man jede Menge toller Abenteuer erleben. Es sollte ...


Kennt ihr eigentlich schon Flora Floribunda, genannt Flora Flitzebesen? Falls nicht, ist das natürlich sehr schade, denn mit Flora und ihren Freunden kann man jede Menge toller Abenteuer erleben. Es sollte in meinen Augen aber kein Problem darstellen, Flora erst mit diesem Band kennenzulernen. Die Bände bauen zwar schon etwas aufeinander auf, erzählen aber dennoch recht eigenständige Geschichten und sollten gut unabhängig voneinander zu lesen sein.

Als großer Fan dieser schönen Hexenreihe hieß es für mich, viele liebgewonnene Charaktere wiederzusehen. Die Figuren, die Eleni Livanios hier erschaffen sind, sind wirklich etwas ganz Besonderes. Ob Hexen, Hexer, Elfen, Katzen, Raben, Spinnen und was einem sonst noch zwischen den Buchdeckeln erwartet – bis auf ein paar Ausnahmen bekommt man es hier mit lauter liebenswürdigen, netten Charakteren zu tun, die man einfach sofort ins Herz schließen muss. Die Ausnahmen sind die Bösewichte, denn natürlich bekommt man es auch in diesem Band mit Figuren zu tun, die nicht so einen sympathischen Eindruck erwecken. Solche Charaktere müssen meiner Meinung nach aber einfach sein, da sie für ordentlich Spannung im Buch sorgen.

Obwohl wir es in diesem Band mit hauptsächlich netten Figuren zu tun bekommen, verliert die Handlung an keiner Stelle an Tempo und lädt einen durchweg zum Mitfiebern ein. Ob der Zauberwettbewerb, die bange Frage, ob Maltes Mutter wieder gesund wird oder Floras Besuch bei ihrem Vater im gefährlichen Drachental – das Buch kann mit vielen spannenden Szenen aufwarten und beschert Jung und Alt ein hexisch-schönes Leseerlebnis.

Besonders aufregend fand ich Floras Besuch bei ihrem Vater im Drachental. Auch mit diesem Ort hat Eleni Livanios mal wieder einen großartigen Schauplatz erschaffen. Als Leser würde man hier wirklich manchmal am liebsten in das Buch hineinkriechen, um sich selbst einmal das Hexenrosental anzuschauen, auf Besen zu fliegen oder auf Drachen zu reiten.

Sehr schön finde ich auch, dass die Geschichte tolle Werte wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft enthält. Diese dürfen für mich für ein gutes Kinderbuch einfach nicht fehlen.
Ebenfalls sehr gut fand ich, dass das ernste Thema Trennung zur Sprache kommt. Floras Eltern haben sich schon früh voneinander getrennt und erst in diesem Band dürfen wir zusammen mit dem Hexenmädchen ihren Vater kennenlernen. Mit Floras Vater bin ich anfangs leider nicht so richtig warm geworden. Ihm scheinen seine Drachen oft wichtiger zu sein als seine Tochter. Zum Ende des Buches aber habe ich Floras Papa dann doch noch recht lieb gewonnen.

Zum Vorlesen eignet sich dieses tolle Buch perfekt. Kinder ab 5 Jahren werden hier sehr viel Spaß beim Lauschen dieser zauberhaften Geschichte haben. Auch zum Staunen und Betrachten gibt es eine Menge. Das Buch wurde wunderschön illustriert, an den farbenfrohen, liebevoll gezeichneten Bildern von Eleni Livanios kann mich einfach nie sattsehen. Besonders gut gefallen hat mir mal wieder die Einbandillustration vorne und hinten im Buch. Diese doppelseitige Zeichnung ist sooo schön! Sie ist wunderbar winterlich und sorgt für eine herrliche Weihnachtsstimmung. Die Geschichte selbst habe ich zwar leider als weniger weihnachtlich empfunden als ich erwartet habe, aber das Winterfeeling kommt eindeutig nicht zu kurz. Ob Kälte, Schnee oder das nahende Winterwendfest – für die kalte Jahreszeit ist das neue Flora Flitzebesen-Abenteuer ganz besonders gut geeignet.

Fazit: Winterlich, spannend, magisch schön! Auch Flora Flitzenbesens fünftes Abenteuer hat mir wahnsinnig gut gefallen. In dieser tollen Kinderbuchreihe ist einfach jeder Band wundervoll. Zum Vorlesen eignet sich diese Reihe wirklich perfekt, aber auch zum Selberlesen für Kinder ab der 3. Klasse sind die Flora Flitzebesen Bücher sehr zu empfehlen. Mir haben die mitreißende, fantasievolle Handlung zusammen mit den wunderschönen Illustrationen ein herrliches Leseerlebnis beschert und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 09.10.2018

Ein tolles Zeitreiseabenteuer für Kinder ab 10 Jahren!

Fanny und wie sie die Welt sieht
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Von Alex Hennig von Lange habe ich nun schon einige Bücher gelesen, sowohl Jugend- als auch Kinderbücher. Besonders ihre Romane für Kinder haben mir sehr gut gefallen, daher war meine Neugier auch sofort ...


Von Alex Hennig von Lange habe ich nun schon einige Bücher gelesen, sowohl Jugend- als auch Kinderbücher. Besonders ihre Romane für Kinder haben mir sehr gut gefallen, daher war meine Neugier auch sofort geweckt, als ich entdeckte, dass dieses Jahr ein neues Buch von ihr im Thienemann-Esslinger Verlag erscheinen wird. Für mich stand sehr schnell fest, dass ich das Mädchen Fanny unbedingt kennenlernen möchte.

Die 11-jährige Fanny kann die Schule nicht leiden. Wozu all die Lernerei, das meiste davon wird sie doch eh nie brauchen. Eines Tages aber kann Fanny die Musikstunde gar nicht abwarten. Für den Unterricht hat sie ein Referat über Mozart vorbereitet, welches dank der Hilfe ihrer großen Schwester perfekt geworden ist. Endlich wird Fanny mal eine gute Note nach Hause bringen, da ist sie sich sicher. Leider wird es an diesem Tag nur nicht zu dem Vortrag kommen. Zuerst erhalten die Schüler die Nachricht, dass ihre Musiklehrerin einen Unfall hatte und dann fliegt Fanny auch noch etwas Schweres an den Kopf, sodass sie das Bewusstsein verliert. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, blickt sie in das Gesicht eines fremden Mädchens mit weißer Perücke. Und anstatt im Klassenraum, befindet sich Fanny plötzlich in einem Garten, der zu einem eindrucksvollen Schloss gehört. Was ist passiert? Fanny versteht die Welt nicht mehr. Noch verwirrter ist sie, als sie Wolfgang Amadeus Mozart begegnet. Das kann doch kein Zufall sein, schließlich wollte sie über Mozart doch heute ihr Referat halten. Alles äußerst merkwürdig. Hat sie etwa eine Zeitreise gemacht? Aber ist so etwas nicht unmöglich? Was sich Fanny aber noch viel mehr fragt: Wie kann sie wieder nach Hause, in ihre Zeit, zurückkehren?

Mit „Fanny und wie sie die Welt sieht“ ist Alexa Hennig von Lange ein richtig schönes Kinderbuch gelungen, welches mir tolle, kurzweilige Lesestunden beschert hat. Die etwa 150 Seiten waren bei mir im Nu gelesen. Wirklich schade, dass das Buch nur so kurz ist, ich hätte gerne noch etwas mehr Zeit mit Fanny verbracht.

Fanny habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein total liebes und sympathisches Mädchen, aus deren wir Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren. Als Leser bekommt man einen wunderbaren Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und kann gar nicht anders, als Fanny gernzuhaben. Leider werden aber oft ausgerechnet die nettesten Menschen gemobbt. So auch Fanny. Sie hat keine Freunde und muss in der Schule ausgerechnet neben Lucy sitzen, die sie richtig zu hassen scheint und ärgert wann und wo sie nur kann. Als Leser fühlt man richtig mit der armen Fanny mit und entwickelt eine große Wut auf die blöde Lucy. Zumindest war es bei mir so. Mir tat Fanny richtig leid, dass sie so wenig Anschluss in ihrer Klasse findet und das ihr einziger Freund Joschi vor kurzem weggezogen ist und sie nun ganz alleine die Mobbingattacken durchstehen muss.

Auch zu Hause hat es Fanny nicht leicht. Ihre Schwester gilt als hochbegabt, bringt stets Spitzennoten nach Hause, ist in allem die Beste und wird gelobt ohne Ende. Anders als Fanny, die ziemlich schlecht in der Schule ist und bisher noch nichts gefunden hat, in was sie wirklich gut ist.

Ein weiterer Punkt, der die Situation zu Hause nicht immer einfach macht, ist das Thema Geld. Fannys Familie ist nicht wirklich arm, allerdings kommen sie nur gerade so über die Runden.
Das Buch befasst sich also mit so einigen ernsteren Themen, die einem zu Nachdenken anregen und die Handlung tiefgründiger gestalten, als ich erwartet hatte.

Aber keine Sorge, das Buch ist natürlich nicht zu ernst. Nein, ganz im Gegenteil. Mich hat diese schöne Geschichte bestens unterhalten. Zusammen mit Fanny verschlägt es uns recht schnell ins Jahr 1768. Das es dort zu so manchen amüsanten und turbulenten Situationen kommt, kann man sich denken. Fanny reist in eine für sie komplett andere Welt. Die Kleidung ist anders, die Gepflogenheiten, die Art zu sprechen...ja, als Leser hat man hier wirklich eine Menge zum schmunzeln.

Ich habe mich sehr darüber amüsant, wie Fanny versucht die Welt am Hofe zu verstehen. Auch die Leute, auf die das Mädchen trifft, haben mich bestens unterhalten.

Sehr gut gefallen hat mir, wie viel man über die Zeit des jungen Mozarts lernt. Auch ihn persönlich dürfen wir kennenlernen. Fanny wird sogar die Gelegenheit bekommen, sich mit ihm über seine Musik zu unterhalten und gemeinsam mit ihm Klavier zu spielen.

Was die Genauigkeit der Recherche angeht, kann ich leider nicht groß was sagen, da ich mich in diesem Bereich nicht so gut auskenne. Ich denke aber schon, dass vieles hier geschichtlich korrekt ist. Die Zeit am Hofe wird sehr anschaulich und herrlich lebendig beschrieben, sodass man sich von allem ein ganz genaues Bild machen und sich beim Lesen wunderbar ins Jahr 1768 versetzen kann.

Für Mädchen – und vielleicht auch Jungen – ab 10 Jahren, die gerne Zeitreisegeschichten lesen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Der Schreibstil ist locker, leicht und liest sich super angenehm. Die Kapitel sind schön kurz und die Handlung lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen.
Sehr gut gefallen hat mir auch die Message, die das Buch enthält sowie das Ende, welches mich absolut zufrieden stellen konnte.

Fazit: Ein tolles Zeitreiseabenteuer für Kinder ab 10 Jahren! Ich kann das Buch sehr empfehlen, mir hat es richtig schöne Lesestunden beschert. Die Handlung ist spannend, witzig, tiefgründig und bietet nicht nur für junge Leser ein tolles Lesevergnügen - ich kann das Buch auch Erwachsenen sehr ans Herz legen. Ich habe Fanny richtig gerne in das Jahr 1768 begleitet und hatte dabei jede Menge Spaß. Für volle 5 Sterne hat mir dann nur doch irgendwie etwas gefehlt, von mir gibt es daher sehr gute 4 von 5 Sternen!