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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2017

Nett für zwischendurch

Liebe, Schnee und andere Desaster
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Hier hatte mich das Cover sofort angesprochen. Eigentlich mag ich es ja gar nicht so gerne, wenn vorne auf dem Buch richtige Menschen abgebildet werden; hier aber hat es mir auf den ersten Blick richtig ...

Hier hatte mich das Cover sofort angesprochen. Eigentlich mag ich es ja gar nicht so gerne, wenn vorne auf dem Buch richtige Menschen abgebildet werden; hier aber hat es mir auf den ersten Blick richtig gut gefallen. Besonders schön finde ich ja die verschneite Bergkulisse im Hintergrund und die blassen Farben. Da auch der Klappentext sehr nett geklungen hat und ich romantische Teenieromane immer sehr gerne lese, war ich auf „Liebe, Schnee und andere Desaster“ schon sehr gespannt gewesen.

Juno ist eine Skeptikerin und fürchtet sich vor vielen Dingen. Daher führt sie sogar eine Liste, in welcher sie alle Punkte auflistet, die ihr Angst machen und die ein Risiko bedeuten. Von Klimawandel, Naturkatastrophen, schlechten Noten und Zombies ist alles mit dabei. Auch mit aufgeführt ist ein gemeinsamer Skiurlaub mit ihrer neuen Patchworkfamilie. Als es dann tatsächlich heißt, dass sie zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und dessen beiden achtjährigen Söhnen die Ferien in Österreich verbringen soll, ist Juno darüber alles andere als begeistert und schätzt ihre Überlebenschancen nicht sehr hoch ein. Ihre Meinung ändert sich aber recht schnell, als sie den jungen Skilehrer Boy kennenlernt. Anfangs versucht sie sich noch einzureden, dass er überhaupt nicht ihr Typ ist und sie ihn gar nicht leiden kann. Dann aber beginnt sie Boy doch sehr sympathisch finden und sie merkt recht schnell, dass sich verlieben ganz klar auf ihrer Risiko-Liste bisher gefehlt hat…

Das Buch beginnt mit Junos Risiko-Liste, welche sich sehr unterhaltsam lesen lässt. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, da man so schon direkt am Anfang merkt, was für ein skeptischer und ängstlicher Typ die Protagonistin Juno ist.

Der Einstieg in das Buch fiel mir so recht leicht. Der Schreibstil ist locker und lässt sich sehr angenehm lesen. Auch habe ich die Schrift als relativ groß empfunden, sodass ich mit dem Lesen wirklich sehr flott vorangekommen bin. Auch die Kapitel waren zum Teil ziemlich kurz, sodass es öfter mal Seiten gegeben hat, die nur sehr wenig Text enthielten.

Diese Dinge haben auch hauptsächlich dazu beigetragen, dass ich das Buch so schnell durchgelesen habe. Die Story konnte mich leider nicht so packen. Das Buch ist ganz nett für zwischendurch, für mich war es aber auch nicht mehr.

Juno war mir leider nicht so sympathisch. Zum Ende hin schon etwas mehr als am Anfang, aber so richtig warm geworden bin ich mit ihr einfach nicht. Mir ging ihre Meinungsänderung bezüglich Boy und ihrer Risikoeinstellung etwas zu schnell. Vom Typ her haben Juno und ich schon so unsere Gemeinsamkeiten, auch wenn ich vieles nicht so pessimistisch sehe wie sie es tut. Aber auch ich bin eher ein ängstlicher Mensch, daher hatte ich angenommen, dass ich mich recht gut in Juno hineinversetzen könnte. Nur irgendwie ist mir das nicht so wirklich gelungen.

Auch bei Boy habe ich etwas gebraucht, bis ich ihn mochte, da haben Juno und ich also noch eine weitere Gemeinsamkeit. Nachdem aber die erste Hürde überwunden war, habe ich den attraktiven Skilehrer doch sehr gerne gemocht.

Auch Junos Familie und die Mitarbeiter in dem Hotel fand ich sehr nett. Besonders Junos achtjährige Stiefbrüder. Die beiden sind total niedlich und haben mich öfters sehr zum Schmunzeln gebracht.

Was mir auch noch sehr gut gefallen hat, war der Schauplatz. Das verschneite Österreich, die Alpen – ich liebe die Berge ja sehr, daher konnte mich vermutlich auch das Cover sofort ansprechen.

Die Story allerdings konnte mich nicht so überzeugen. Die Liebesgeschichte war so ganz okay, auch wenn ich mir mehr romantische Szenen gewünscht hätte. Juno und Boy zusammen waren recht süß, nur ging es mir, wie oben bereits erwähnt, bei Junos Meinungsänderung etwas zu schnell. Sie macht sich ständig Gedanken, wie gefährlich das Leben doch ist und handelt selten spontan. Daher habe ich es als ein wenig unrealistisch empfunden, dass sie für Boy, einen Jungen, den sie kaum kennt, etwas tut, was nach ihrer Lebenseinstellung eigentlich viel zu riskant ist. Ich fand es zwar toll, dass Juno im Verlaufe des Buches deutlich gelassener wird und nicht alles als ein Hochsicherheitsrisiko ansieht; dennoch kam mir dieser plötzlicher Umschwung etwas zu flott.

Fazit: Mir hat hier leider etwas gefehlt. Empfehlen kann ich das Buch denjenigen, die nicht zu viel Romantik brauchen und sich nicht an Klischees stören. Denn ein wenig klischeehaft ist die Geschichte ja schon. Zumindest habe ich es so empfunden. Mich stören Klischees ja selten, daher waren die auch nicht der Grund, warum mich das Buch nicht so begeistern konnte. Es gab zwar einige nette Szenen, die ich sehr unterhaltsam fand, aber leider muss ich dem Buch dennoch nur 3 von 5 Sternen geben.

Veröffentlicht am 08.10.2017

Leider etwas enttäuschend

Kiss me in Paris
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Letztes Jahr hatte ich den ersten Kiss me-Teil gelesen, welchen ich mir aufgrund des wunderschönen Covers gekauft hatte. Auch bei diesem Buch finde ich das Cover einfach nur toll. Kiss me in New York konnte ...

Letztes Jahr hatte ich den ersten Kiss me-Teil gelesen, welchen ich mir aufgrund des wunderschönen Covers gekauft hatte. Auch bei diesem Buch finde ich das Cover einfach nur toll. Kiss me in New York konnte mich nicht so ganz überzeugen, daher hatte ich hier gehofft, dass vielleicht der neue Jugendroman von Catherine Rider mich mehr begeistern könnte.

Ihr Trip nach Paris hätte so schön sein können. Diesen hatte die New Yorkerin Serena Fuentes schon lange im Voraus geplant und sich alles so toll ausgemalt: das winterliche Paris, kurz vor Weihnachten, gemeinsam mit ihrer Schwester. Zusammen wollten die beiden alle Orte in Paris aufsuchen, die ihre Eltern auf ihrer Hochzeitsreise besucht hatten. Doch der Plan fällt ins Wasser. Serena ist gerade erst in Paris angekommen, da eröffnet ihr ihre Schwester, dass sie lieber mit ihrem neuen Lover nach Madrid reisen möchte. Serena ist enttäuscht, möchte die Unternehmung aber auch nicht abblasen und beschließt daher, sie alleine durchzuziehen. Wohnen wird sie in der Zeit bei einem hier völlig Fremden. Dieser heißt Jean-Luc Thayer, ist ein Kumpel von dem neuen Freund ihrer Schwester und ist alles andere als begeistert darüber, nun eine amerikanische Touristin an der Backe zu haben. Eigentlich müsste er sich dringend um sein Studium kümmern, aber ehe er es sich versieht, begleitet er Serena auf ihrer Paris-Tour. Während der gemeinsamen Zeit wird deutlich, wie verschieden die beiden sind. Doch wie heißt es so schön: Gegensätze ziehen sich an und die beiden kommen sich immer näher...


Hier hat mir das wunderschöne Cover eindeutig zu viel versprochen. Der zweite Band der Kiss me-Reihe hat mir sogar noch weniger gut gefallen als der erste Teil. Ich habe mit einer viel weihnachtlicheren Atmosphäre gerechnet und auch mit deutlich mehr Romantik.

Vom Cover sollte man ja meinen, dass man es hier mit einem winterlichen Weihnachtsroman zu tun bekommt. Vielleicht hatte ich einfach zu viel erwartet, ich jedenfalls wurde hier so gut wie gar nicht in eine weihnachtliche Stimmung versetzt. Normalerweise lese ich Bücher mit dem Thema Weihnachten auch immer erst in dieser Zeit; da ich meine Rezension aber nicht so lange aufschieben wollte, habe ich das Buch eben schon jetzt im Oktober gelesen. Was man auch getrost tun kann. Zumindest ich würde es nicht als ein Weihnachtsbuch bezeichnen. Vom Cover her schon, das auf jeden Fall, aber die Geschichte kann man eigentlich, wenn überhaupt, als winterlich bezeichnen, da wir die Stadt Paris im kalten Winter erleben dürfen.
Weihnachtliche Dinge wie Lichterketten, Geschenke einkaufen und die gelegentliche Bemerkung, dass ja bald Heiligabend ist, werden zwar in dem Buch erwähnt, allerdings konnten diese in mir dennoch nicht die Lust auf Weihnachten wecken, wie es Weihnachtsbücher sonst immer bei mir tun.

In Kiss me in Paris geht es eigentlich nur um die Tour, die Serena mit Jean-Luc macht, und um die ganzen Sehenswürdigkeiten, die sie aufsuchen. Man erfährt hier sehr viel über Paris, was mir sehr gut gefallen hat, aber da es hauptsächlich um diesen Trip geht, habe ich manche Szenen als etwas langweilig empfunden und hatte nach dem Lesen des Buches auch das Gefühl, dass kaum etwas passiert ist.

Auch die Romantik kam mir zu kurz. Die Beziehung zwischen Serena und Jean-Luc habe ich die meiste Zeit eher freundschaftlich empfunden. Erst zum Ende des Buch wurde sie inniger, aber selbst da wurde die Geschichte in meinen Augen kaum romantisch.
Was mir gefallen hat, war der angenehme Schreibstil. So habe ich das Buch, obwohl es mich nicht wirklich packen konnte, dann doch recht schnell durchgelesen.

Die Charaktere konnten mich leider auch nicht so wirklich überzeugen. Serena blieb mir bis zum Ende unsympathisch. Netter fand ich da Jean-Luc. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt, sodass wir beide Protagonisten besser kennenlernen. Das wiederum hatte mir ebenfalls gut gefallen. Es macht das Lesen abwechslungsreicher und man erfährt von beiden Hauptfiguren deren Gefühle und Gedanken.

Ich bin dennoch nicht so ganz mit Serena und Jean-Luc warm geworden. Manche ihrer Gedanken konnte ich nicht nachvollziehen und vieles ging mir einfach zu schnell.

Kiss me in New York konnte mich schon nicht so wirklich überzeugen und von der Fortsetzung bin ich leider noch enttäuschter. Sollte es einen weiteren Band aus dieser Reihe geben, werde ich den wohl nicht lesen. Da kann das Cover noch so schön sein, die Bücher von Catherine Rider scheinen einfach nicht so mein Fall zu sein.

Ein Pluspunkt, welcher das Buch in meinen Augen noch hat, ist, dass die Geschichte stellenweise schon etwas tiefgründiger ist. So erfahren wir, dass Serena diese Tour ihren Eltern zuliebe tut, ganz besonders für ihren Vater. Dieser ist vor einigen Jahren gestorben und Serena hat seinen Tod immer noch nicht so wirklich verarbeiten können. Für einen Jugendroman habe dieses doch recht ernste Thema als sehr passend empfunden. Manche Gespräche, die Serena und Jean-Luc führen, haben mir sehr gut gefallen und mich auch zum Gedanken angeregt.

Wirklich retten konnte dieser Punkt meine Meinung zu dem Buch aber leider nicht. Für zwischendurch ist das Buch ganz okay. Man darf hier einfach nicht mit zu viel Romantik und Weihnachtsatmosphäre rechnen, ansonsten wird man von diesem Buch vermutlich, wie ich, ziemlich enttäuscht werden.

Fazit: Mich konnte das Buch leider nicht so wirklich überzeugen. Für zwischendurch ist es ganz nett, aber mein Lesespaß hielt sich hier schon in Grenzen. Ich habe ja meist den richtigen Riecher bei meiner Bücherauswahl und muss daher eher selten Sterne abziehen – hier aber reicht es bei mir leider nur für 2,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 07.10.2017

Eine turbulente Schatzsuche mit dem wilden Uff

Das wilde Uff, Band 3: Das wilde Uff jagt einen Schatz
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Da mir bereits die ersten beiden Bänden vom wilden Uff so gut gefallen haben, habe ich mich auf den dritten Band schon sehr gefreut. Auch bei diesem springt einen der Einband mit seinen knalligen Farben ...

Da mir bereits die ersten beiden Bänden vom wilden Uff so gut gefallen haben, habe ich mich auf den dritten Band schon sehr gefreut. Auch bei diesem springt einen der Einband mit seinen knalligen Farben sofort ins Auge. Bei diesem Teil finde ich das Cover ja auch besonders lustig. Hier war ich wirklich schon mehr als gespannt, was für ein witziges Abenteuer wir wohl diesmal mit dem wilden Uff erleben würden!

Mit ihrem kleinen blauen Urzeitwesen hat es die Familie Peppel alles andere leicht. Immer wieder sorgt das wilde Uff für Chaos und bringt die Peppels in peinliche Situationen. Auch jetzt ist die Familie mal wieder in Aufruhr. Dieser wird allerdings nicht vom dem Uff verursacht, sondern von Tante Ulrike, die kurzfristig ihren Besuch angekündigt hat. Tante Ulrike ist bei den Peppels nicht gerade ein gern gesehener Gast. Da sie aber nicht unhöflich sein wollen, heißt es wohl Augen zu und durch. Auch dem Uff ist der Besuch nicht recht, da er nun die Wohnung räumen und auf den Dachboden umziehen soll. Völlig undenkbar, dass Tante Ulrike das wilde Uff sieht! Der Besuch der Tante stellt sich dann aber doch als spannender heraus, als von Lio anfangs angenommen. Er und das Uff bekommen nämlich mit, dass Tante Ulrike hinter einem Schatz her ist, den sie bei den Peppels zu finden hofft. Die beiden Freunde sind sofort Feuer und Flamme und setzen alles daran, den Schatz vor Tante Ulrike zu finden…

Wie schon bei den ersten beiden Bänden hatte ich auch hier jede Menge Spaß beim Lesen und habe das Buch leider wieder viel zu schnell zu Ende gelesen. Innerhalb eines Tages war das schöne Lesevergnügen wieder für mich vorbei gewesen. Da es aber im Anschluss an die Geschichte eine Leseprobe zu dem vierten Band gibt, konnte mich mich mit dieser Info etwas vertrösten. Das vierte Abenteuer mit dem wilden Uff erscheint zwar erst im März 2018, aber zumindest wissen wir, dass es weitergehen wird, juhu!

Ich rate bei dieser Reihe, die Bände lieber in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie schon etwas aufeinander aufbauen. Zwingend notwendig ist es zwar nicht, aber ich halte es schon für sinnvoller.

Für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren eignet sich das Buch sehr gut zum Selberlesen. Die Schrift ist angemessen groß, der Schreibstil sehr einfach und flüssig und die Handlung sehr mitreißend und unterhaltsam, sodass auch Lesemuffel hier an keiner die Stelle die Lust am Lesen verlieren werden.

Auch für Erwachsene ist die wilde Uff-Reihe sehr zu empfehlen. Ich finde ja, für diese netten Geschichten ist man nie zu alt. Ich jedenfalls habe mich hier bestens unterhalten gefühlt und musste über so einige Szenen sehr schmunzeln.

Das wilde Uff ist aber auch echt klasse. Es hat nur Flausen im Kopf und hält die arme Familie Peppel ganz schön auf Trab. Verzichten wollen die vier Peppels aber dennoch nicht mehr auf ihr wildes Urzeitwesen. So frech dieses auch ist, das kleine Kerlchen ist auch verdammt liebenswert und sympathisch. Ich habe das wilde Uff ja schon längst fest in mein Herz geschlossen und freue mich über jede weitere Geschichte mit ihm.

Neben vielen bekannten Charakteren lernen wir in diesem Band eine neue Person kennen: Tante Ulrike. Diese ist anfangs wirklich alles andere als nett und kein einfacher Gast. Ich konnte die Peppels da ja schon verstehen, dass sie so entsetzt über ihren Besuch waren. Als Leser aber amüsiert man sich ganz köstlich über die etwas eigenwillige Tante Ulrike.
Auch der böse Professor Dr. Dr. Snaida hat in diesem Band wieder seinen Auftritt und sorgt für spannende Szenen. Langeweile kommt hier ganz klar nicht auf und man ist bis zum Schluss am Mitfiebern.

Auch die vielen lustigen Illustrationen von Benedikt Beck sind mal wieder erstklassig und passen einfach perfekt zu dieser witzigen Kinderbuchreihe. Das Cover liefert ja schon einmal einen Vorgeschmack auf die unterhaltsamen Zeichnungen. Mir haben diese richtig gut gefallen, besonders die Illustrationen von Tante Ulrike haben mich sehr zum Grinsen gebracht.

Mit dem dritten Band ist Michael Petrowitz erneut eine klasse Fortsetzung gelungen, die riesengroße Lust auf den vierten Band macht. Auf den freue ich mich ja schon sehr!

Fazit: Lustig, spannend und abenteuerlich! Erneut eine richtig tolle Fortsetzung, die große Lust auf den vierten Band macht. Langeweile kommt hier an keiner Stelle auf, sodass hier garantiert jeder sehr viel Spaß am Lesen haben wird und das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ich bin ja schon längst im wilden Uff-Fieber und gebe dem dritten Band sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 06.10.2017

Eine sehr warmherzige und unterhaltsame Geschichte für Groß und Klein

Bluma und das Gummischlangengeheimnis
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Da mir die Pernilla-Reihe von Silke Schlichtmann so gut gefallen hatte, war ich auf ihr neues Kinderbuch schon sehr gespannt gewesen. Hier gefiel mir ja das Cover auf Anhieb. Es hat so einen gewissen Retrocharme, ...

Da mir die Pernilla-Reihe von Silke Schlichtmann so gut gefallen hatte, war ich auf ihr neues Kinderbuch schon sehr gespannt gewesen. Hier gefiel mir ja das Cover auf Anhieb. Es hat so einen gewissen Retrocharme, was wohl an der besonderen Farbgebung und den tollen Illustrationen von Ulrike Möltgen liegen mag. Ich habe es als erfrischend anders empfunden, da Kinderbücher sonst ja meist in etwas schrilleren Farben gehalten werden. Der Klappentext konnte meine Neugier auf Blumas Geschichte sofort wecken, sodass ich ganz erwartungsvoll mit dem Lesen begonnen habe.

Eigentlich könnte Blumas Leben so schön sein. Sie lebt mit ihren Eltern im schönen Alten Land, hat eine tolle Freundin und versteht sich besten mit ihrer Nachbarin Alice. Wären da nur nicht die blöde Fünf in Mathe oder die Sache mit dem Hund Flocki, den ihre Freundin Rosa genauso gerne haben möchte wie sie. Auch dass ihre Mutter ausgerechnet jetzt nach Bayern verreisen muss, ist Bluma gar nicht recht. Es gibt da nämlich noch etwas, was Bluma keine Ruhe lässt und das noch viel schwerer wiegt als all die anderen Dinge: Bluma hat geklaut. Wieso nur hat sie eine der Gummischlangen aus Alice Glas gemopst? Nun steckt sie mittendrin in dem Schlamassel und versucht verzweifelt, wieder einen Weg aus diesem hinaus zu finden…

Ich habe das Mädchen Bluma ja sofort in mein Herz geschlossen. Die meisten der Probleme, mit denen sie hier zu kämpfen hat, sind wohl jedem bekannt: Eine schlechte Note in der Schule, der Wunsch nach einem Haustier, Streit mit der besten Freundin und das schlechte Gewissen, welches einen plagt, wenn man sich etwas genommen hat, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.
Blumas Gefühle werden richtig schön und für Kinder sehr gut nachvollziehbar von der Autorin beschrieben.
Man merkt beim Lesen recht schnell, dass das Mädchen für ihr junges Alter schon sehr weit ist und sich sehr reife und clevere Gedanken macht. So sind ihre Lösungsversuche, um wieder aus diesem Schlamassel herauszufinden, äußerst kreativ und für uns Leser des Öfteren sehr unterhaltsam. Nicht alle Einfälle führen wirklich zu einem Erfolg, aber gerade das lässt einen hier als Leser mitfiebern. Schließlich möchte man ja auch wie Bluma, dass das Gefühlschaos ein Ende hat und sich Bluma endlich wieder auf schönere Dinge konzentrieren kann.

Letztendlich gelingt es Bluma auch, eine Lösung für all ihre Probleme zu finden, aber der Weg bis dahin ist nicht leicht und verlangt von Bluma auch einiges ab.

Mir hat diese herzallerliebste Geschichte ja richtig gut gefallen. Sie enthält so schöne Botschaften für Kinder und ist auch durchaus für Erwachsene sehr lehrreich und lesenswert.
Die Eltern von Bluma hatte ich anfangs ja als etwas unsympathisch empfunden, da sie ihrer Tochter in meinen Augen zu wenig Beachtung schenken und auch anfangs gar nicht merken, wie bedrückt diese ist. Zum Ende des Buches aber ändern sie ihr Verhalten und diese Wendung hat mir wirklich sehr gut gefallen, da sie einem nur zu deutlich macht, dass man als Eltern besser mehr auf seine Kinder eingehen und ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, damit man es auch schneller merkt, wenn diese Kummer haben.

Neben dem Dilemma, in welchem Bluma steckt und der dem Mädchen keine Ruhe lässt, gibt es in dem Buch auch einige humorvolle Szenen, die mich sehr zum Schmunzeln gebracht haben. Die Mischung aus unterhaltsam und lehrreich ist der Autorin mit ihrem dritten Kinderbuch sehr gut gelungen und ich kann wirklich auch Erwachsenen dieses schöne Buch sehr ans Herz legen.

Der Schreibstil von Silke Schlichtmann ist sehr leicht und flüssig und liest sich richtig angenehm.
Durch die vielen wundervollen Illustrationen von Ulrike Möltgen bekommt das Buch einen ganz besonderen Charme. Die Zeichnungen sind mal ganz etwas anderes und mir haben sie sehr gut gefallen.

Was ich auch sehr lustig fand, war, dass die Autorin das Buch ein bisschen mit ihrer Pernilla-Reihe verknüpft hat. Zwar nur ganz wenig und auch ohne den Namen Pernilla zu erwähnen, aber ich, als Pernilla Fan, habe die Verbindung natürlich sofort erkannt.

Fazit: Ein ganz zauberhaftes und sehr herzerwärmendes Buch, welches einen nachdenklich stimmt, einen aber auch durch viele lustige Szenen bestens unterhält. Die Protagonistin Bluma ist ein richtig liebes Mädchen, welches man einfach gern haben muss. Ihre Gefühle und Gedanken werden hier für jeden sehr gut nachvollziehbar beschrieben. Mein Lese-Spaß war hier perfekt und ich gebe dem Buch sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 05.10.2017

Ein wundervoll magischer Lesegenuss

Die Glücksbäckerei – Die magische Zeit
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Auf den sechsten Band der Glücksbäckerei Reihe hatte ich mich ja schon riesig gefreut! Ich liebe diese schöne Kinderbuchreihe und bin bisher noch von keinem Band enttäuscht worden. Auch das sechste Abenteuer ...

Auf den sechsten Band der Glücksbäckerei Reihe hatte ich mich ja schon riesig gefreut! Ich liebe diese schöne Kinderbuchreihe und bin bisher noch von keinem Band enttäuscht worden. Auch das sechste Abenteuer von Rose und ihrer Familie verspricht wieder spannend und fantasievoll zu werden. Schon das Cover ist wieder der reinste Traum! Sehen die Cover dieser Reihe nicht unglaublich schön aus? Für mich sind diese auf jeden Fall eine meiner liebsten Buchcovers! Auch die Buchrücken sehen richtig klasse aus und machen sich ganz wunderbar im Regal.

Kurz vor dem Schulball, zu welchem sie mit ihrem Freund Devin gehen möchte, erfährt Rose, dass sie sich den Titel „Meisterbäckerin“ noch gar nicht verdient hat. Erst wenn sie eine magische Prüfung abgelegt hat und diese von dem Hund bewertet wurde, darf sie auch Rezepte in dem magischen Backbuch veröffentlichen. Ausgestattet mit den Geschenken ihrer Liebsten und begleitet von dem zotteligen Hund reist Rose in die kanadische Wildnis in ein abgelegenes, kleines Städtchen. In diesem aber geht es nicht mit rechten Dingen zu: Es scheinen nur Kinder in dem Ort zu leben, zudem scheint die Zeit rückwärts zu gehen. Rose findet heraus, dass die Kinder in Wahrheit schon längst erwachsen sind und rückwärts altern. Ein Fluch wurde über sie verhängt und Roses Aufgabe ist es nun, ein Gegenrezept zu finden. Keine leichte Aufgabe. Doch zum Glück hat die junge Glücksbäckerei ja den gutmütigen Hund an ihrer Seite und auch Freunde findet sie schnell in dem kleinen Städtchen. Ob es Rose wohl gelingen wird, den Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen und die Prüfung zu bestehen?

Ich war schon von den ersten Seiten an ganz gebannt. Innerhalb kurzer Zeit habe ich das Buch durchgelesen und bin auch von dem sechsten Abenteuer von Rosmarin Glyck hellauf begeistert!

Kathryn Littlewood ist mit dieser schönen Reihe wirklich etwas ganz Besonderes gelungen. Nicht nur die wundervollen Cover sind großartig gelungen, auch die spannenden und liebenswerten Geschichten, die sich zwischen den Buchdeckeln jedes einzelnen Bandes verbergen, sind der reinste Lesegenuss.
Besser wäre es hier, die Reihe mit dem ersten Band zu beginnen und dann chronologisch weiterzulesen. Zwingend notwendig ist es vermutlich sind, aber ich persönlich halte es für sinnvoller.
Da ja aber alle Bände ganz zauberhaft sind, sollte man diese eh gelesen haben. Es entgeht einem sonst wirklich etwas.

Im sechsten Band verschlägt es Rose Glyck nach Kanada in ein äußerst seltsames Städtchen. Die Kirchturmuhr läuft rückwärts, es leben nur Kinder in dem Ort, die sich aber wie Erwachsene benehmen und auch dessen Tätigkeiten ausüben und über all diese Merkwürdigkeiten scheint sich niemand zu wundern. Klingt ja schon fast wie der Ort eines Gruselfilms. Gruselig ist das Buch zwar nicht, aber dafür sehr spannend und fantasievoll. Eben so, wie wir es von der Reihe gewöhnt sind. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, sodass ich ja des Öfteren sehr schmunzeln musste.

Das einzige, was ich hier etwas schade fand, war, dass Rose dieses Abenteuer ohne ihre Familie meistern muss. Diese sind zwar natürlich immer in ihrem Herzen dabei und zudem hat sie auch von jedem Familienmitglied ein ganz besonderes Geschenk mit auf die Reise bekommen – dennoch habe ich Roses Geschwister sehr vermisst. Ihre Brüder Tymo und Basil zählen eindeutig zu meinen Lieblingscharakteren dieser Reihe, da sie mich mit ihren Scherzen immer bestens unterhalten können. Die beiden haben mir bei diesem Abenteuer daher schon etwas gefehlt.

Mir hat das Buch aber dennoch richtig gut gefallen! Der Schreibstil ist herrlich locker und flüssig und liest sich super angenehm. Für Kinder ab 10 Jahren lässt sich das Buch wunderbar selberlesen.

Die Cover dieser Reihe werden wohl eher junge Mädchen ansprechen, ich aber kann mir durchaus vorstellen, dass hier auch so mancher Junge viel Spaß beim Lesen haben wird. Besonders dieser Band ist fesselnd und wird an keiner Stelle langweilig.

Als ein bisschen schaurig habe ich die Vorstellung ja schon empfunden, dass die Stadt, in die Rose reist, nur von Kindern bewohnt wird und es in dieser auch sprechende Babys gibt. Die Spannung ist aber dennoch sehr kindgerecht, sodass sich hier niemand zu sehr gruseln wird.

Der Gruselfaktor wird auch deutlich durch den netten Humor und die liebenswerten Charaktere abgemildert. So ist der sprechende Hund, Roses Begleiter bei dieser Reise, zwar schon ein strenger Prüfer, aber gleichzeitig auch total nett und Rose eine große Hilfe bei ihrer schwierigen Aufgabe. Auch die Bewohner, auf die Rose trifft und die ihr bei ihrem Abenteuer zur Seite stehen, sind sehr sympathisch und hilfsbereit. Die Charaktere in den Glücksbäckerei Büchern empfinde ich ja immer als sehr gelungen. Selbst die bösen Figuren haben so ihren Charme und dürfen bei diesen Büchern einfach nicht fehlen.

So bekommt es Rose auch im sechsten Band mit einer recht unangenehmen Person zu tun. Da Rose aber nicht allein ist und auf ihre Freunde zählen kann, traut sie sich auch hier, ohne ihre Familie, sich dem Bösen zu stellen und mit ihrer Fähigkeit Gutes zu bewirken.

Roses großes Talent ist das Backen und wie es sich für einen guten Glücksbäckerei Band gehört, bekommen wir es auch in diesem mit lauter magischen Rezepten zu tun. Versehen mit magischen Zutaten wird auch jeder noch so unscheinbar wirkende Keks zu einer ganz besonderen Nascherei mit einer unglaublichen Wirkung. Der Autorin gehen da zum Glück nie die Ideen aus, sodass auch das sechste Abenteuer dieser tollen Reihe ein fantasievolles Rezept nach dem anderen bereithält.

Ich hoffe ja so sehr, dass es noch weitere Bände der Glücksbäckerei Reihe geben wird! Dieser Teil endet relativ abgeschlossen und nicht so offen, wie manch andere Bände. Irgendwann muss natürlich jede Reihe mal ein Ende haben, aber ich wäre auf jeden Fall mehr als glücklich, wenn es hier nicht bei den sechs Bänden bleiben würde!

Fazit: Spannend, witzig und herrlich fantasievoll! Auch der sechste Band zeigt wunderschön, dass man mit der Hilfe seiner Freunde und der Familie jede noch so große Aufgabe meistern kann. Auch wenn mir hier die liebenswerte Familie von Rose Glyck etwas gefehlt hat, hatte ich hier jede Menge Spaß beim Lesen und kann dieses Buch absolut empfehlen! Von mir erhält das Buch volle 5 von 5 Sternen!