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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2022

Traurig & hoffnungsvoll zugleich. Ein zauberhaftes Buch voller Liebe, Wärme und Humor!

Bunte Schnurrbart-Tage
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Als ich „Bunte Schnurrbart-Tage“ zum ersten Mal in der Vorschau sah, konnten der ungewöhnliche Titel und das originelle Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach, ...

Als ich „Bunte Schnurrbart-Tage“ zum ersten Mal in der Vorschau sah, konnten der ungewöhnliche Titel und das originelle Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach, stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 10-jährige Maddie ist ein sehr aufgewecktes und fantasievolles Mädchen, sie besitzt einen ganz besonderen Humor und hegt eine große Leidenschaft für bunte Aufklebe-Schnurrbärte. Schnurrbärte machen das Leben einfach besser und lustiger, findet Maddie. Sie hat daher stets welche dabei und bringt mit ihnen sich selbst und andere zum Lachen. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht ihre Mitschülerin Cassie wäre, die die Herrscherin der vierten Klasse ist und deren Freundin Maddie so gerne sein würde. Und dann wären da noch ihre Probleme beim Gehen und Greifen, die in der letzten Zeit immer schlimmer geworden sind. Bei einer Arztuntersuchung stellt sich schließlich heraus, dass Maddie einen Gehirntumor hat. Von ihrer Diagnose lässt sich Maddie aber nicht unterkriegen. Dank ihrer großen Tapferkeit und Zuversicht, ihrer tollen Familie und ihren Freunden wird sie alle Herausforderungen ihrer Erkrankung meistern.

Der Woow Books Verlag zählt für mich schon längst zu meinen liebsten Kinderbuchverlagen, mir hat er inzwischen schon so einige Lesehighlights und Herzensbücher bescheren können. Mit „Bunte Schnurrbart-Tage“ durfte nun also ein weiterer Woow Books-Titel bei mir einziehen und was soll ich sagen, auch dieser hat sich für mich als ein „Für-immer-im-Regal-behalten-Buch“ entpuppt. Solltet ihr gerne – wie ich – Bücher lesen, die herzzerreißend und hoffnungsvoll zugleich sind und ernste Themen unterhaltsam und warmherzig vermitteln, kann ich euch nur empfehlen es mir gleichzutun und Maddies Geschichte kennenzulernen.

In meinen Augen hat das Autorinnenehepaar Shelly Brown und Chad Morris die schmale Gratwanderung zwischen Tragik und Komik mit Bravour gemeistert und mit ihrem gemeinsamen Werk eine Story aufs Papier gebracht, die trotz des schweren Themas ein echter Mut- und Glücklich-Macher ist und einen immerzu breit schmunzeln lässt.
Mich hat dieses Buch tief berührt und von Anfang bis Ende mitgerissen und begeistert und als ich dann das Nachwort des Autore
innenduos las und mir bewusst wurde, wie viel Persönliches zwischen diesen Seiten steckt, habe ich mich nur noch mehr in die Geschichte verliebt.
Inspiriert für „Bunte Schnurrbart-Tage“ wurde das Ehepaar durch ihre eigene Tochter, die wie unsere Protagonistin an einem Gehirntumor litt. Die Erzählung beruht also auf wahren Begebenheiten, was sie nur noch einzigartiger und bewegender macht.

Maddie, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, war mir auf Anhieb sympathisch. Mit ihr haben die beiden Autor*innen eine ganz besondere und bezaubernde Heldin erschaffen, bei der man gar nicht anders kann als sie zu lieben. Maddie ist aufgeschlossen, witzig und fröhlich und besitzt eine blühende Fantasie, sie ist einfach der reinste Sonnenschein und sorgt mit ihrer ungewöhnlichen Leidenschaft für Aufklebe-Schnurrbärte stets für gute Laune.

Ich habe unsere 10-jährige Ich-Erzählerin rasend schnell in mein Herz geschlossen und mich trotz des Altersunterschieds jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können. Ich habe mit ihr mitgelacht, mitgefühlt und mitgelitten und für ihre Stärke und Zuversicht habe ich sie zutiefst bewundert. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit dieser furchtbaren Diagnose, die Maddie erhält, so gut hätte umgehen können wie sie. Natürlich ängstigt und verunsichert sie ihre Krankheit und die Operation sehr, aber insgesamt nimmt sie das Ganze wirklich sehr gefasst und tapfer auf. Maddie ist einfach eine unheimlich inspirierende und mutmachende Persönlichkeit, die einem mit ihrer positiven Art vor Augen führt, dass man harte Zeiten und Herausforderungen auch mit einem Lächeln auf den Lippen bewältigen kann und niemals die Hoffnung verlieren darf. Sie hat zudem das große Glück, eine wunderbare Familie und tolle Freunde zu haben, die immer für sie da sind und ihr Kraft und Trost spenden.

Neben ihrer Erkrankung gibt es in Maddies Leben noch eine weitere Sache, die sie sehr beschäftigt und mitnimmt. Cassie, ein Mädchen in ihrer Klasse, schikaniert sowohl unsere Protagonistin als auch andere und setzt stets alles daran um ihren Willen zu bekommen. Mich hat Cassies tonangebendes und manipulierendes Verhalten richtig wütend gemacht und aufgeregt, allerdings weiß ich aus meiner eigenen Schulzeit nur zu gut, dass es alles andere als einfach ist, gegen so jemanden wie Cassie anzugehen. Vor Maddie habe ich daher echt meinen Hut gezogen. Sie beweist auch hier eine Menge Mut und Selbstbewusstsein und zeigt uns, dass sich Stolpersteine und Probleme mit einer optimistischen Einstellung viel besser und leichter meistern lassen.

Neben der Handlung haben mich Shelly Brown und Chad Morris auch mit dem Schreibstil überzeugen können. Er ist lebendig, humorvoll und genau richtig kindlich, für mich hat er sich großartig lesen lassen.

Das Ende ist recht offen gehalten, was mich jedoch überhaupt nicht gestört hat – meiner Meinung nach macht es die Geschichte nur noch authentischer. Also mich hat der Schluss absolut zufriedenstellen können, sodass ich das Buch glücklich wieder zuklappen konnte.

Fazit: Lustig und traurig zugleich – ein wunderschönes und berührendes Buch voller Liebe, Wärme und herrlicher Schnurrbart-Momente!
„Bunte Schnurrbart-Tage“ von Shelly Brown und Chad Morris ist mal wieder so ein Kinderbuch, welches ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Es macht Mut und schenkt Hoffnung und obwohl es so ein tragisches Thema behandelt, versprüht es jede Menge Heiterkeit und bringt einen immerzu zum Lachen. Mir hat es unglaublich viel Freude bereitet, die 10-jährige Maddie und ihre Geschichte kennenzulernen und mich von ihrer lebensfrohen Art, ihrem einzigartigen Humor und ihrer verrückten Schnurrbart-Liebe verzaubern zu lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 11.09.2022

Ein absolut bezaubernder Auftakt!

Faye Fox 1. Eine Prise Wunder hilft bei jedem Fluch
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Als ich das entzückende Cover von „Faye Fox 1“ zum ersten Mal in der Vorschau sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach, zögerte ich keine Sekunde lang und packte ...

Als ich das entzückende Cover von „Faye Fox 1“ zum ersten Mal in der Vorschau sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach, zögerte ich keine Sekunde lang und packte das Buch schleunigst auf meine Want-to-read-Liste.

Freitag Fox ist kein gewöhnliches Mädchen. Sie wurde mit Fuchsohren geboren und hat ihr bisheriges Leben in einem Wanderzirkus verbracht, wo sie, eingesperrt in einem Käfig, als Kuriosität ausgestellt wird. Nichts wünscht sie sich mehr, als normal zu sein und ihrer Gefangenschaft zu entkommen. Der Traum der Freiheit soll ihr eines Tages schließlich endlich erfüllt werden, als die Teehexe Miss Butterling sie als Lehrling in ihrem wandelnden Teesalon aufnimmt. Freitag findet sich auf einmal in einer völlig fremden, märchenhaften Welt wieder, in der es die zauberhaft-verrücktesten Dinge gibt und lauter magische Kreaturen Zuhause sind. Das Fuchsmädchen ist ganz begeistert und findet schnell neue Freunde, allerdings muss sie auch sehr bald feststellen, dass in dieser Welt nicht alle lieb und freundlich sind. Der böse Mr Gram verfolgt äußerst finstere Pläne und will unbedingt, dass ihm Freitag in das Reich der Toten folgt...

Als ich mit dem Lesen begann, ist mir bereits nach wenigen Seiten klar geworden, dass mir Cover und Klappentext nicht zu viel versprochen haben und ich mit dem ersten Band von „Faye Fox“ ein Buch in Händen halte, das mich von Anfang bis Ende begeistern wird. Inzwischen habe ich es gelesen und was soll ich sagen, ich habe goldrichtig gelegen! Mich hat zwischen den Buchdeckeln genau das erwartet, was ich mir erhofft habe: Eine zuckersüße Fantasygeschichte ab 10 Jahren, die uns Leser*innen in eine märchenhafte Welt voller Magie, faszinierender Ort und liebevoller Details mitnimmt und eine perfekte Mischung aus Spannung, schrägem Humor und Tiefgang beschert. Solche Bücher liebe ich einfach und wenn es euch genauso gehen sollte, kann ich euch nur empfehlen es mir gleichzutun und die Bekanntschaft mit der fuchsohrigen Faye Fox zu machen.

Freitag, auch Faye genannt, mochte ich auf Anhieb. Mit ihr hat der Autor eine bezaubernde Heldin kreiert, die man mit ihrer liebenswerten und ehrlichen Art einfach sofort gernhaben muss und die man auf ihren aufregenden Erlebnissen nur zu gerne begleitet. Ich habe Freitag innerhalb kurzer Zeit fest in mein Herz geschlossen und fand es total schön mitzuerleben, wie sie sich im Verlauf des Buches weiterentwickeln und über sich selbst hinauswachsen wird.
Zu Beginn der Geschichte ist Freitag noch ein sehr unsicheres und einsames Mädchen, das sich selbst ziemlich wertlos und unbedeutend fühlt und seine Fuchsohren überhaupt nicht leiden kann. Da sie ihr bisheriges Leben eingesperrt in einem Zirkuskäfig als Hauptattraktion verbracht hat, wo sich täglich Leute über ihr ungewöhnliches Aussehen lustig machen, habe ich es absolut nachvollziehen können, warum unsere Protagonistin so wenig Selbstbewusstsein und Hoffnung besitzt. Ihre Reise wird aber eine wunderbare positive Veränderung in ihr hervorrufen. Freitag wird an Mut, Stärke und Zuversicht gewinnen und lernen an sich selbst zu glauben und ihre Fuchsohren zu akzeptieren. Sie wird viele tolle Freunde finden, die immer für sie da sind und denen sie vertrauen kann. Diese Entwicklung mitzuverfolgen hat mich unheimlich glücklich gemacht, mir ist dabei ganz warm ums Herz geworden.

Das Buch vermittelt insgesamt eine Menge wertvolle Themen und Weisheiten, was mich richtig gefreut hat. Auf eine kindgerechte und warmherzige Weise wird verdeutlicht, dass es völlig okay ist, anders zu sein. Sei immer du selbst und glaub an dich, steh zu deinen Eigenarten. Es sind doch gerade die Besonderheiten, die uns zu dem machen, der wir sind. Zudem wird uns vor Augen geführt, wie wichtig gute Freunde und Zusammenhalt sind und dass man gemeinsam viel mehr schaffen und erreichen als alleine. Von all diesen Dingen handelt dieses Buch, gelungen verpackt in einer abenteuerlichen und unterhaltsamen Story.

Was den großen Einfallsreichtum anbelangt, kann ich mich ebenfalls nur verzückt äußern. Ein umherwandelnder Teesalon, lebendiges Geschirr, verrückte Zaubersprüche, ausgefallene Gebäck- und Teesorten... – die Geschichte sprüht einfach nur so vor kreativen Einfällen. Mir hat es super viel Spaß gemacht in dieses Buch einzutauchen und diese fantastisch-kuriose und herrlich kunterbunte Welt zu erkunden.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Erzählung stellenweise an bekannte Werke erinnert, allerdings so, dass sie niemals abgekupfert wirkt. So musste ich bei dem laufenden Teeladen sofort an „Das wandelnde Schloss“ von Diana Wynne Jones denken, das Zubereiten der verzauberten Kuchen hat für mich ein leichtes Glücksbäckerei-Feeling aufkommen lassen und auch ein bisschen „Alice im Wunderland“ – Stimmung kam für mich beim Lesen auf. Trotz allem ist es dem Autor aber wirklich prima geglückt, etwas komplett Eigenständiges zu erschaffen.

Ein persönliches Highlight für mich war der Teesalon Dwimmerly End mit seiner gemütlichen Atmosphäre und den vielen liebenswürdigen Gestalten, die darin ihr Unwesen treiben. Ich habe mich vom ersten Moment an pudelwohl an diesem besonderen magischen Ort gefühlt und wollte ihn am liebsten gar nicht mehr verlassen und die Bewohner mit ihren wundersamen Eigenheiten haben mich vollkommen verzaubern können.

Die Figuren, die wir in diesem Buch kennenlernen dürfen, kann man wahrlich nur als einzigartig bezeichnen. Da hätten wir zum Beispiel die herzensgute Miss Butterling, die die Besitzerin von Dwimmerly End und eine echte Teehexe ist; ihr sympathischer und schlauer Gehilfe Jack, der statt einer Nase eine Wolfsschnauze hat und den vorlauten Nicht-Raben Madrigal, der ein recht launischer Zeitgenosse ist und über den ich mich stellenweise köstlich amüsiert habe.
Auch Drachen und Kobolden dürfen wir zwischen diesen Seiten begegnen und mit Mr Gram hat auch ein Bösewicht seinen Platz in dieser Geschichte gefunden.

Was genau wir alles mit dieser außergewöhnlichen Truppe Aufregendes erleben werden und welchen Herausforderungen und Gefahren sich unsere Romanheldin stellen muss, werde ich euch hier nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Stellt euch aber mal darauf ein, dass ihr beim Lesen ordentlich ins Mitfiebern, Mitbangen und Schmunzeln geraten werdet und das Buch kaum mehr aus der Hand legen mögt. Bei mir zumindest war es so, mich haben die Geschehnisse durchweg fesseln und bestens unterhalten können, sodass ich nach dem Beenden am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen hätte. Leider werde ich mich da nur noch ein Weilchen gedulden müssen – die deutsche Übersetzung der Fortsetzung wird voraussichtlich erst nächstes Jahr im August erscheinen. Auf mein Wiedersehen mit Faye Fox und Co. freue ich mich jetzt schon sehr!

Fazit: Ein zauberhaftes Abenteuer voller Fantasie, Magie und Wunder!
Der englische Autor Andy Sagar hat mit dem ersten Band von „Faye Fox“ einen rundum gelungenen Auftakt aufs Papier gebracht, der sämtliche Zutaten beinhaltet, die ein gutes Kinderbuch ausmachen: Eine spannende, witzig-skurrile und herzerwärmende Geschichte, die ein wahres Feuerwerk an fantasievollen Ideen enthält und mit vielen tollen Botschaften gespickt ist; lauter originelle und charmante Charaktere und eine starke Heldin, die man einfach lieben muss. Ob Jung oder Alt – ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Eine wunderbare Geschichte voller Spannung und Magie. Ein großes Muss für alle Eiskönigin-Fans!

Disney – Dangerous Secrets 4: Elsa und Anna: DER WALD DER SCHATTEN (Die Eiskönigin)
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Da mir die bisherigen Bände der Dangerous-Secrets-Reihe so gut gefallen haben und ich „Die Eiskönigin“ total gerne mag, musste ich natürlich auch den vierten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf ...

Da mir die bisherigen Bände der Dangerous-Secrets-Reihe so gut gefallen haben und ich „Die Eiskönigin“ total gerne mag, musste ich natürlich auch den vierten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf „Elsa und Anna: Der Wald der Schatten“ war ich ungeheuer gespannt.

Nichts wünscht sich Anna mehr, als ihre große Schwester Elsa zu unterstützen und auf ihrer kurz bevorstehenden langen Schiffsreise zu begleiten. Doch obwohl Elsa als Königin von Arendelle alle Hände voll zu tun hat, weist sie jegliche Hilfe ab und beabsichtigt, ohne Anna die Welt zu bereisen. Doch dann bricht plötzlich eine rätselhafte Krankheit im Königreich Arendelle aus und Anna sieht ihre Chance endlich gekommen, Elsa von ihrem Vorhaben zu überzeugen und ihr zu helfen. Sie setzt sofort alles daran, ein Heilmittel gegen diese mysteriöse Seuche zu finden. Auf ihrer Suche stößt sie im Schloss auf einen geheimen Raum und findet in einem Buch einen vielversprechenden Zauberspruch. Als sie ihn jedoch ausspricht, befreit sie das Land nicht wie erhofft von der Krankheit, sondern bringt es in nur noch größere Gefahr. Ein furchtbarer Albtraum aus ihrer Kindheit erwacht zum Leben und beginnt sie zu verfolgen. Anna muss sich schleunigst etwas einfallen lassen, um Arendelle zu retten.

Nachdem uns bereits der Auftakt der Dangerous-Secrets-Reihe in das Frozen-Universum mitgenommen hat, entführt uns nun also auch der vierte Band in das zauberhafte Königreich Arendelle. Dieses Mal stehen jedoch nicht die Eltern von Elsa und Anna im Mittelpunkt, sondern die Schwestern selbst und anders als im Vorgänger, der vor den Ereignissen von „Die Eiskönigin“ 1 und 2 spielt, schlägt „Elsa und Anna: Der Wald der Schatten“ eine Brücke zwischen den beiden Filmen. Den ersten Teil sollte man daher besser gesehen haben, um Verständnisschwierigkeiten und Spoiler zu vermeiden. Den ersten Dangerous-Secrets-Band muss man jedoch nicht kennen. Die Bände dieser Reihe erzählen vollkommen eigenständige Geschichten und sind daher problemlos unabhängig voneinander lesbar.

Für mich, als große Frozen-Liebhaberin, die beide Filme mehr als nur einmal geschaut hat, hat sich das Eintauchen in die Geschichte angefühlt wie nach Hause kommen. Der US-amerikanischen Autorin Kamilla Benko ist es in meinen Augen einfach nur fabelhaft gelungen, den einmaligen Frozen-Zauber aus den Filmen einzufangen und aufs Papier zu bringen. Dieses besondere Eiskönigin-Feeling kommt beim Lesen wirklich richtig gut rüber, man spürt es auf jeder einzelnen Seite. Kamillo Benko besitzt zudem einen wundervollen Schreibstil, der perfekt zu dieser märchenhaften Story passt und sich schön leicht und flüssig liest. Mir jedenfalls hat der Sprachstil auf Anhieb zugesagt und da die Kapitel zudem sehr kurz sind, kam für mich von Beginn an ein angenehmer Lesefluss zustande.

Auch bei den Charakteren hat die Autorin meiner Meinung nach einen überzeugenden Job gemacht und die Persönlichkeiten von bekannten Figuren hervorragend getroffen. Olaf, Kristoff, Rentier Sven, Oaken - alle sind sie mit von der Partie und verzücken und erheitern uns Leserinnen mit ihren uns so wohlvertrauten Eigenschaften und Besonderheiten.
Neben „alten“ Figuren dürfen wir auch ein paar neue Gesichter kennenlernen, die ebenfalls mit viel Liebe ausgearbeitet wurden und sich stimmig in diese magische Welt einfügen.
Meine Favoritin war Anna, aus deren Sicht alles in der dritten Person geschildert wird. Da wir über ihre Empfindungen und Gedanken am meisten erfahren, kann man sich in sie als Leser
in am besten hineinversetzen und fühlt und fiebert richtig mit ihr mit.

Hinsichtlich der Handlung kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern, vor allem von den Themen und wertvollen Botschaften, die vermittelt werden, bin ich ganz begeistert.
Geschwisterliebe, Zusammenhalt, Familie, Freundschaft, Mut, das Hinauswachsen über sich selbst – von all diesen Dingen handelt die Geschichte unter anderem, wunderbar verpackt in einem spannenden und fantasievollen Abenteuer. Die Erzählung führt uns sehr schön vor Augen wie wichtig es ist, gute Freunde und Verbündete an seiner Seite zu haben, die immer für einen da sind und auf die man sich jederzeit verlassen kann. Gemeinsam ist man stark und kann viel mehr schaffen und erreichen als alleine. Zudem wird verdeutlicht, dass man sich seinen Ängsten stellen und versuchen sollte, sie zu bekämpfen.

Besonders gut gefallen hat mir die Darstellungsweise von Elsas und Annas Schwesternbeziehung. Wie in den Filmen, so wird auch hier deutlich, wie sehr sich die zwei ungleichen Schwestern lieben und dass sie viel mehr verbindet als unterscheidet. Vor allem Anna hängt sehr an ihrer großen Schwester und würde stets alles tun, um ihr zu helfen und sie zu unterstützen. Mir hat es mal wieder das Herz erwärmt zu sehen, wie tief und stark die Verbundenheit zwischen den beiden ist. Zugleich habe ich mit ihnen an vielen Stellen aber auch sehr mitgelitten. Anna leidet sehr darunter, dass Elsa sie zunehmend aus ihrem Leben ausschließt und nicht auf ihre Mission mitnehmen möchte, und Elsa trägt als Königin eine große Last und Verantwortung auf den Schultern und muss nicht nur für ihre Schwester da sein, sondern auch für ihr Volk.
Zu ernst und ergreifend wird das Ganze aber natürlich nicht, keine Sorge. Es gibt auch viele lustige Momente, die einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder breit schmunzeln lassen. So ist Olaf wie gewohnt der reinste Sonnenschein und sorgt mit seiner fröhlichen und süßen Art für jede Menge gute Laune. Trotz allem hadere ich jedoch ein klein wenig mit der Altersangabe von ab 10 Jahren, muss ich gestehen. Die Story ist stellenweise schon recht düster und unheimlich – ich könnte mir vorstellen, dass sie für manche jüngere Leser*innen vielleicht ein bisschen zu schaurig sein könnte. Ich persönlich würde das Buch daher eher ab 12 Jahren empfehlen.

Mir, als Erwachsene, hat das Buch insgesamt herrliche Lesestunden bereiten können. Ich fand es richtig aufregend neue interessante Einblicke in Annas und Elsas Leben zu erhalten und mich gemeinsam mit ihnen auf eine Reise voller Gefahren und Herausforderungen zu begeben. Langeweile kam für mich an keine Stelle auf, mich haben die Geschehnisse durchweg mitreißen, begeistern und bestens unterhalten können, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und es innerhalb kurzer Zeit beendet habe.

Fazit: Ein großes Muss für alle Eiskönigin- und Disney-Fans!
Kamilla Benko hat mit „Elsa und Anna: Der Wald der Schatten“ eine tolle ergänzende Geschichte zu den Eiskönigin-Filmen geschrieben, in welcher sie uns auf ein packendes und unterhaltsames Abenteuer voller Spannung, Emotionen und Magie mitnimmt. Ich kann das Buch nur empfehlen. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht mich gemeinsam mit Anna, Elsa und ihren Freunden auf eine gefahrvolle Reise zu begeben und mich dabei von der einzigartigen Frozen-Atmosphäre verzaubern zu lassen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Ein fantastischer Auftakt!

Dark Sigils – Was die Magie verlangt
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Da mich Anna Benning mit ihrer Vortex-Trilogie so richtig vom Hocker gehauen hat, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihre neue Reihe „Dark Sigils“ unbedingt kennenlernen muss. Auf den ersten Band ...

Da mich Anna Benning mit ihrer Vortex-Trilogie so richtig vom Hocker gehauen hat, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihre neue Reihe „Dark Sigils“ unbedingt kennenlernen muss. Auf den ersten Band war ich tierisch gespannt!

Die 17-jährige Rayne ist einer zweigeteilten Welt aufgewachsen. Seit die Magie vor vielen Jahren zurückkehrt ist, existiert eine magische Spiegelwelt am Himmel, der sogenannte Mirror. Hier lebt und herrscht der Mirror-Lord gemeinsam mit seinen Sieben. Magie ist allerdings nicht die wundervolle Kraft, wie man früher glaubte – sie ist düster und gefährlich. Auch Rayne weiß das, kann auf Magie aber dennoch nicht verzichten – sie ist schließlich ihre einzige Chance, um in den Armenvierteln Londons zu überleben. Dank eines Sigils – ein besonderes Artefakt – ist es ihr möglich Magie zu wirken und regelmäßig in Arenen für ihre eigene Freiheit und die ihrer besten Freundin Lily zu kämpfen. Als Raynes Kräfte plötzlich außer Kontrolle geraten, kann ihr nur noch ein Einziger helfen: Der Mirror-Lord. Ob sie ihm aber vertrauen kann?

Sieht das Cover nicht umwerfend aus? Also bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Der Max Meinzold hat es einfach voll drauf, für mich ist er schon längst ein echter Covergott.
Die äußere Gestaltung verspricht auch wahrlich nicht zu viel – mir zumindest hat das, was zwischen den Buchdeckeln schlummert, wahnsinnig gut gefallen, meine (extrem hohen) Erwartungen konnten definitiv gänzlich erfüllt werden. Anna Benning, die bereits mit „Vortex“ unter Beweis gestellt hat, dass ein wahres Schreibtalent in ihr steckt, hat nun auch mit dem Auftakt ihrer neuen dystopischen Fantasy-Reihe ab 14 Jahren eine atemberaubende Story aufs Papier gebracht, in der sie uns Leser*innen in eine einzigartige magische Welt voller Geheimnisse und Intrigen mitnimmt und mit ihren Worten durchgehend an die Seiten fesselt. Ich habe auch dieses Werk aus ihrer Feder regelrecht inhaliert und innerhalb kurzer Zeit beendet.

In die Handlung habe ich sehr gut hineingefunden. In Anna Bennings wunderbarem Schreibstil habe ich mich mal wieder sofort verliebt und von dem futuristischem London, in dem die Geschichte spielt, war ich vom ersten Moment an ganz fasziniert.
Wie bereits bei „Vortex“, so hat Anna Benning auch dieses Mal ein beeindruckendes Wordbuilding kreiert. Ich war beim Lesen richtig am Staunen, was sich die deutsche Autorin wieder alles Cooles und Kreatives hat einfallen lassen, muss allerdings gestehen, dass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich mich einigermaßen zurecht gefunden habe. Die Mirrorwelt und ihr Magiesystem sind schon äußerst komplex – konzentriert lesen ist hier auf jeden Fall erforderlich. Mich persönlich hat es in keinster Weise gestört, dass ich mir zunächst kein genaues Bild von dem Setting machen konnte, ganz im Gegenteil. Ich war von dieser düsteren und geheimnisvollen Welt dennoch von Beginn an total begeistert und der Sogwirkung, die durch dieses allmähliche Füttern von Informationen zustande kommt, habe ich mich kaum mehr entziehen können. Vieles bleibt jedoch unklar – wir erfahren in diesem Band längst nicht alles, es gibt zweifellos noch eine ganze Menge zu erkunden und zu entdecken und darauf freue ich mich schon sehr.

Rayne, unsere 17-jährige Hauptfigur, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, mochte ich ebenfalls auf Anhieb. Mit ihr hat Anna Benning eine großartige und starke Protagonistin erschaffen. Rayne ist sympathisch, mitfühlend, mutig und tough und lässt sich nicht unterkriegen, sie ist eine Kämpferin und würde alles tun, um ihre Liebsten zu beschützen. Ich habe Rayne sehr für ihre Entschlossenheit und Willensstärke bewundert und mich dank der authentischen Darstellungsweise ihrer Empfindungen und Gedanken jederzeit mühelos in sie hineinversetzen können.

Adam, der Mirrorlord, habe ich ebenfalls schnell in mein Herz geschlossen. Er gibt sich zunächst zwar ziemlich kühl und arrogant, allerdings zeigt sich noch, dass sich hinter seiner Fassade in Wahrheit ein sehr einfühlsamer und liebenswerter Kerl verbirgt. Ich war Adams einmaligem Badboy-Charme einfach im Nu hoffnungslos verfallen und die Wortgefechte, die er sich mit seinen Freunden liefert, habe ich zutiefst genossen.
Auch die zarte Lovestory, die sich zwischen ihm und Rayne entwickelt, mochte ich unheimlich gerne. Sie fügt sich leicht und stimmig ins Geschehen ein und rückt niemals in den Vordergrund und obwohl die romantischen Gefühle für meinen Geschmack fast schon ein wenig zu rasch da waren, hat mich die Liebesgeschichte trotz allem überzeugen können.

Neben Rayne und Adam dürfen wir im Verlauf der Erzählung noch viele weitere interessante Charaktere kennenlernen, die ebenfalls – egal ob gut oder böse – glaubhaft und facettenreich ausgearbeitet wurden. Besonders gut gefallen hat mir Lily, Raynes tolle beste Freundin, die stets an unsere Romanheldin glaubt und immer für sie da ist. Die innige Freundschaft der beiden wird wundervoll beschrieben, mir hat sie richtig das Herz erwärmt.

Handlungstechnisch hat mich das Buch ebenfalls komplett abholen können. Alles ist einfach so genial durchdacht und da ständig etwas neues Aufregendes und Unerwartetes passiert, mag man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Ich jedenfalls habe vieles überhaupt nicht vorhersehen können. Mich haben die Wendungen durchweg mitfiebern und mitzittern lassen und da auch die emotionalen und unterhaltsamen Momente nicht zu kurz kommen, saß ich öfters auch ganz bewegt oder mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht da. Die Mischung aus Spannung, Action, Humor, Fantasy, Gefühl und Romantik ist in meinen Augen einfach nur hervorragend geglückt.

Da am Ende vieles offen bleibt und uns der Epilog mit einem Cliffhanger zurücklässt, würde man am liebsten sofort zum nächsten Band greifen und weiterlesen. Leider werden wir uns da nur noch ein Weilchen gedulden müssen – der zweite Teil wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 erscheinen. Auf diesen freue ich mich schon sehr, ich bin so gespannt, wie es wohl mit Rayne und Co. weitergehen wird!

Fazit: Fesselnd, romantisch, außergewöhnlich. Ein absoluter Pageturner mit Suchtgarantie, den man nicht mehr aus der Hand legen kann!
Anna Benning ist mit dem ersten Band ihrer neuen dystopischen Urban-Fantasy-Trilogie ein fantastischer Auftakt gelungen, der voller Magie, fantasievoller Ideen und Überraschungen steckt und einen von Anfang bis Ende in Atem hält. Mich hat die deutsche Autorin mit dem ersten Teil von „Dark Sigils“ vollauf begeistern können, für mich ist dieses Buch ein echtes Highlight. Ich habe es richtig verschlungen und nun fiebere ich dem Erscheinen von Band 2 ganz sehnsüchtig entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Wunderschön und herzerwärmend. Ein großartiges & zauberhaft illustriertes Bilderbuch!

Wieder zu Hause!
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Schon damals, als ich das Buch zum ersten Mal in der Vorschau sah, war mir sofort klar, dass es sich bei dem Titel um ein wahres Schätzchen handelt und es einen festen Platz in meiner Bilderbuchsammlung ...

Schon damals, als ich das Buch zum ersten Mal in der Vorschau sah, war mir sofort klar, dass es sich bei dem Titel um ein wahres Schätzchen handelt und es einen festen Platz in meiner Bilderbuchsammlung erhalten wird. Inzwischen habe ich es gelesen und hach, was soll ich sagen, ich bin verliebt. Die Geschichte, die Gestaltung, die originelle Schilderdungsweise, die wertvollen Themen, die vermittelt werden – ich bin von allem ganz hin und weg. In meinen Augen haben Colleen Rowan Kosinski und Valeria Docampo mit „Wieder zu Hause!“ ein richtige Bilderbuchperle geschaffen, die sowohl erzählerisch als auch künstlerisch etwas ganz Besonderes ist.


Was die Innenaufmachung angeht, könnte ich euch hier nun endlos etwas vorschwärmen. Valeria Docampo, deren Zeichenstil ich wahnsinnig gerne mag, hat das Buch mit vielen ganzseitigen farbenprächtigen Illustrationen versehen, die zum Hineinträumen, Wohlfühlen und langem Verweilen und Betrachten einladen und die Atmosphäre und Emotionen der Geschichte perfekt einfangen. Ich habe mich an den Bildern gar nicht sattsehen können, sie sind einfach so wunderschön und strahlen dank der warmen Farben eine herrliche Geborgenheit, Gemütlichkeit und Lebensfreude aus.


Dank des hohen Bildanteils ist die Erzählung meiner Ansicht nach auch schon für jüngere Kinder geeignet. Der Altersangabe vonseiten des Verlags, die bei ab 3 Jahren liegt, schließe ich mich daher an. Die komplette Handlung und deren Botschaft werden dreijährige Kinder zwar vermutlich noch nicht vollends erfassen können, aber es wird ihnen garantiert sehr viel Vergnügen bereiten, das Buch durchzublättern und dabei die vielen stimmungsvollen und ausdrucksstarken Illustrationen zu bestaunen.


Neben der Gestaltung überzeugt „Wieder zu Hause!“ natürlich auch mit der Geschichte, die von Colleen Rowan Kosinski geschrieben wurde und die auf eine außergewöhnliche Art und Weise geschildert wird: Aus der Perspektive des Hauses. Die Menschen, die in diesem Buch vorkommen und die nichts davon wissen, dass ihre Behausung fühlen und denken kann, kommen niemals zu Wort, wir erleben sie ausschließlich aus dem Blickwinkel des Hauses. Mich hat diese Erzählform auf Anhieb in helle Begeisterung versetzen können, ich fand es ungeheuer faszinierend und spannend in das Seelenleben eines Hauses einzutauchen und zu erfahren, wie es alles wahrnimmt.


In kurzen poetischen Sätzen erzählt das Haus, wie es nach seinem Fertigbau erwartungsvoll darauf wartet, zu einem Zuhause gemacht zu werden, wie es seine erste Familie kennen und lieben lernt und wie sehr es sich daran erfreut, wenn die kleinen Kinderfüße auf den Dielen herumtapsen und die Küche nach vom frisch gebackenem Brot duftet. Mir ist beim Lesen ganz warm ums Herz geworden – die Liebe, die das Haus für seine Familie empfindet, wird einfach so zauberhaft beschrieben. Man spürt die große Glückseligkeit und Dankbarkeit des Hauses richtig und kann gar nicht anders, als sich ebenfalls glücklich und zufrieden zu fühlen.

Dann aber kommt der Tag, an dem die Familie ihr Heim verlässt und die Stimmung ändert sich. Trauer und Einsamkeit ziehen in das Haus ein, statt Kinderlachen und Klaviergeklimper ist es von Stille erfüllt.

Einfühlsam und sanft wird veranschaulicht, wie das Haus allmählich jegliche Hoffnung verliert und verfällt, wie es aufgibt und sich dagegen wehrt, für neue Leute ein Zuhause zu werden. Doch dann folgt ein weiterer Umschwung: Ein neues Paar, das sich partout nicht abschrecken lässt, verliebt sich in das Haus und erkennt dessen Einzigartigkeit und Schönheit. So beginnt der Widerstand des Hauses zunehmend zu bröckeln, es akzeptiert die neue Familie und schließt es immer mehr ins Herz.


Abschied nehmen und Loslassen, Trauer und Verlust, Veränderungen und Neuanfang, der Wunsch nach einem vertrauten Ort, an dem man sich sicher und heimisch fühlen kann, Diversität – von all diesen Dingen handelt dieses Buch unter anderem, kindgerecht und liebevoll verpackt in einer emotionalen und berührenden Geschichte. Ich finde es einfach nur toll, wie Colleen Rowan Kosinski die teils sehr schwierigen Themen der Erzählung anspricht, vor allem von dem Punkt, wie selbstverständlich von queeren Figuren erzählt wird, bin ich begeistert. Es wird überhaupt nicht zum Thema gemacht oder als etwas Besonderes präsentiert, dass es sich bei der neuen Familie um zwei Männer mit einem Kind handelt, sondern als etwas völlig Normales dargestellt. Ich hoffe sehr, dass es noch viele weitere Kinder- und Jugendbücher solcher Art geben wird, für meinen Geschmack gibt es davon auf dem deutschen Markt leider immer noch viel zu wenige. Dass „Wieder zu Hause!“ diesen wichtigen Aspekt beinhaltet, freut mich daher wirklich sehr.


Fazit: Colleen Rowan Kosinski und Valeria Docampo haben mit ihrem gemeinsamen Werk „Wieder zu Hause!“ einen echten Bilderbuchschatz herausgebracht, mit welchem sie Jung und Alt ein einzigartiges (Vor-) Leseerlebnis bescheren. Ich kann „Wieder zu Hause!“ jedem nur ans Herz legen. Ich habe mich sofort in dieses wundervolle Bilderbuch verliebt und hatte unheimlich viel Freude dabei, mich beim Durchschmökern von der herzerwärmenden Geschichte und den traumhaft schönen, atmosphärischen Bildern verzaubern zu lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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