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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwischen Humor und ernsten Problemen

Einatmen. Ausatmen.
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Maxim Leo hat einfach eine tolle Art zu Schreiben, seine Romanen treffen für mich immer genau den richtigen Ton und so wandert diese Geschichte herrlich elegant zwischen amüsant und nachdenklich, zwischen ...

Maxim Leo hat einfach eine tolle Art zu Schreiben, seine Romanen treffen für mich immer genau den richtigen Ton und so wandert diese Geschichte herrlich elegant zwischen amüsant und nachdenklich, zwischen Schalk und Ernst und schickt den Leser auf eine Reise der Selbstreflektion.

Protagonistin Marlene hat sich direkt zu Beginn in mein Herz geschlichen mit ihrer trockenen, ehrgeizigen Art und dem nüchternen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen. Im Verlauf der Geschichte merkt der Leser, wie tief da Verletzungen in ihr sitzen, die sie selbst gar nicht als solche Wahrgenommen hat. Marlenes Geschichte ist wie ein Befreiungsschlag- nicht nur für sich selbst, sondern indirekt auch für den Leser, für die Frauen, für die sie steht.

Die Geschichte hält der Gesellschaft so ein bisschen den Spiegel vor: funktionieren um jeden Preis, Maschine sein statt Mensch. Und Lifestyle-Coaching als Erfolgskonzept. Man merkt an einigen Stellen durchaus, dass die Geschichte etwas konstruiert ist um den Leser in eine bestimmte Richtung zu führen. Aber ich bin ehrlich, das störte mich in diesem Fall nicht, da es funktioniert. Und die Geschichte wirft dabei ein paar richtige und wichtige Denkansätze auf, die mich haben innehalten und nachdenken lassen.

Ich fand das Ende zwar fast schon ein bisschen zu weichgezeichnet, gleichzeitig passt es aber auch zur Geschichte und lässt offen, was als nächsten bei den Figuren passiert. Ich hatte generell einfach richtig viel Spaß beim Lesen, hab geschmunzelt und die Augen verdreht, mir für Marlene Erfolg gewünscht und Alex im Stillen so ein bisschen verflucht. Find schon, dass das Buch wieder ein cooles Gesamtpaket ist.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Ein Roadtrip, der alles verändert

Somewhere in Summer
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Bücher von Tonia Krüger lese ich super gern, da sie für mich zwar Feelgood-Romane sind, aber auch immer eine besondere Tiefe haben, die sie den Charakteren zu eigen macht und die, die Geschichten für mich ...

Bücher von Tonia Krüger lese ich super gern, da sie für mich zwar Feelgood-Romane sind, aber auch immer eine besondere Tiefe haben, die sie den Charakteren zu eigen macht und die, die Geschichten für mich Nahbar und authentisch machen. So auch hier: ein Roadtrip ist für mich der Inbegriff eines Feelgood-Sommers- Freiheit, Verheißung, Aufregung. Aber der Grund dafür, hat mir erstmal das Herz gebrochen. Die Geschichte ist für mich der Inbegriff von „bittersweet“.

Das Thema Verlust ist sehr präsent in diesem Buch. Es zeigt sich in Kleinigkeiten und großen Gefühlen. Aber auch die anderen zentralen Themen rund um Cadens Familiengeschichte und die Brothers-Best-Friend-Romance geben der Geschichte Tiefe und halten sich gegenseitig in einem angenehmen Gleichgewicht. Es hat sich zu keiner Zeit überladen angefühlt, sondern sehr nahbar, sehr echt. Ich hatte das Gefühl man bekommt einen guten Zugang zu den Figuren.

Ich habe die kleinen Einschübe zu Fremdworten und ihren Bedeutungen geliebt. Sie geben dem Buch etwas besonderes, da sie auch passend zur Handlung ausgewählt wurden und für eine besondere, nachdenklich und emotionale Stimmung sorgen. Man merkt einfach, dass sich die Autorin hier auch wirklich Gedanken gemacht hat.

Ich fand neben der Lovestory auch die Freundschaft zwischen den Protas, aber auch zwischen Riley und Mac, den Jungs unter sich und zwischen allen und Scott richtig schön. Man merkt richtig, was die Figuren verbindet, auch wenn es nicht immer leicht und sonnig ist. Genau das hat die Geschichte auch für mich so ergreifend gemacht.

Ich hab dieses Buch super gern gelesen, fand es toll geschrieben, emotional sehr nahbar und eine gelungene Mischung aus schönen und schwermütigen Momenten.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

hätte man mehr draus machen können

When Shadows Darken the Sun
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Das Buch besticht durch eine super schöne, hochwertige Optik, die bei mir vor allem der Anreiz war, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte selbst hat in meinen Augen ihr Potential nicht ausgeschöpft, war ...

Das Buch besticht durch eine super schöne, hochwertige Optik, die bei mir vor allem der Anreiz war, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte selbst hat in meinen Augen ihr Potential nicht ausgeschöpft, war stellenweise regelrecht zäh und das Ende mit Cliffhanger war nicht so mein Fall. Ich hätte mir hier irgendwie einen abgeschlossenen Einzelband gewünscht und weiß nicht, ob ich Band 2 lesen werden.

Der Start und das erste Aufeinandertreffen der Protagonisten waren eigentlich ziemlich cool. Gleich zu Anfang wird viel Stimmung und eine fast schon unheimliche Atmosphäre aufgebaut. Das täuscht auch so ein bisschen darüber hinweg, dass handlungstechnisch gar nicht mal so viel passiert.

Mit am eindrucksvollsten fand ich, was für ein nahbarer Herrscher Nox ist, nicht nur wie er sich seinem Volk gegenüber verhält, sondern auch gegenüber Cass. Da hat er echt Sympathiepunkte bei mir gesammelt.

Das Worldbuilding bleibt vor allem anfangs eher schwammig. Es deutet sich zwar ein bisschen was an, bleibt aber eher unkonkret, bis sich die beiden Protagonisten auf die Reise durch den Hof der Nacht begeben. Und dann wurde es stellenweise regelrecht schwülstig in den Beschreibungen.

Das Turnier selbst, das im Klappentext angeteasert wird, spielt auch erstmal keine große Rolle, genauso wie die scheinbar schwache Prinzessin des Taghofes, für die sich aber auch keiner weiter zu interessieren scheint. Das nahm dann auch eine größere Enthüllung zur Mitte des Buches vorweg. Gegen Ende wird das dann alles recht schnell abgehandelt, wodurch für mich die Spannung auf der Strecke blieb.

Enemies-to-Lovers hab ich hier auch nicht so recht gefühlt. Es war eher Strangers to allies with benefits to enemies secretly admiring each other. Hier hat mir auch so ein bisschen der Vibe gefehlt. Es war angenehm zu lesen und an sich hätte ich auch Lust mehr über die Welt, die Götter und die neue Aufgabe für Nox und Cass zu lesen, bin aber grad nicht sicher, ob ich wirklich noch ein zweites Buch brauche..

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Veröffentlicht am 23.03.2026

War solide

Moorland. Die Zwillinge
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Thriller von Andreas Winkelmann lese ich super gerne und Settingtechnisch hat er hier in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Ich finde allein den Rahmen so unheimlich und stimmungsvoll, dass er mich ...

Thriller von Andreas Winkelmann lese ich super gerne und Settingtechnisch hat er hier in meinen Augen einen Volltreffer gelandet. Ich finde allein den Rahmen so unheimlich und stimmungsvoll, dass er mich allein damit schon abgeholt hat.

Auch das Thema rund um den Social Media Kanal Moormaid, die erschreckenden Bilder und das Psychospielchen des Täters fand ich unglaublich packend und stark umgesetzt. Da wird einem schon auch beim Lesen ganz anders.
Man merkt aber beim Lesen schon, dass der Autor hier gezielt Stimmung gegen einige seiner Charaktere macht und ich fand die ausgelegten Fährten teilweise wirklich sehr offensichtlich.

Mit der Auflösung hätte ich so ne gerechnet, vor allem weil diese im Vergleich zu vielem anderen überhaupt nicht angedeutet wurde. Es wird viel mit der Stimmung innerhalb der Ortsgemeinschaft und den Geheimnissen einzelner gearbeitet. Kommissarin Gold ist da selbst kein unbeschriebenes Blatt. Dadurch gibt es konstant neue Erkenntnisse und es herrscht nie Leerlauf.

Spannungsrechnisch ist es vielleicht nicht unbedingt der packendste Thriller von Winkelmann, trotzdem wird sie auf einem konstant guten Niveau gehalten. Mich haben hier vor allem die charakterlichen Entwicklungen in diesem Buch überzeugt. Würde einen zweiten Band daher auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Eine Küchenhexe räumt auf

The House Witch 1
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Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter ...

Ich fand diese Geschichte nicht nur maximal cosy, sondern auch absolut hinreißend durch die herrlichen Figuren. Dass die männliche Künchenhexe und sein tierische Begleiter überzeugen, war ja nicht weiter verwunderlich, aber Hut ab vor der Charakterentwicklung der Ritter und den findigen Verstand von Lady Annika. Und ich mags wie aufgeschlossen hier mit Sexualität, gesellschftlichen Konventionen und generell Beziehungen aller Art umgegangen wurde

Ich dachte erst das Königshaus-Setting könnte abgedroschen sein. Aber die königliche Familie war so sympathisch und nahbar, dass mir das richtig gut gefallen hat. Ich hätte da gerne sogar tiefere Einblicke bekommen und hoffe da auf den Folgeband. Fins Geschichte ist mir schon auch zu Herzen gegangen, gleichzeitig hätte ich mir hier zum Beispiel eine Konfrontation gewünscht.

Sogar Konfrontationen generell, denn das Ende wirkte super unfertig auf mich. Die Handlung reißt geradezu einfach ab. Ich weiß, dass es vermutlich noch mindestens einen weiteren Band geben wird, aber ich hätte mir trotzdem einen Abschluss oder zumindest Cliffhanger gewünscht, der sich wenigstens halbwegs nach einem solchen anfühlt.

Das Buch hat sich aber toll weglesen lassen und ich mochte die Atmosphäre und dezente Magie der Geschichte.

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