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Veröffentlicht am 02.10.2022

Das Spiel geht weiter

The Inheritance Games - Das Spiel geht weiter
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„The Inheritance Games“ war eines meiner absoluten Highlights aus diesem Frühjahr. Nun geht die Geschichte um Averys mysteriöses Erbe und die Hawthorne Brüder in die nächste Phase. Avery kommt dem Geheimnis ...

„The Inheritance Games“ war eines meiner absoluten Highlights aus diesem Frühjahr. Nun geht die Geschichte um Averys mysteriöses Erbe und die Hawthorne Brüder in die nächste Phase. Avery kommt dem Geheimnis der Familie und damit auch ihrer eigenen Familiengeschichte auf die Spur: Spannung und packende Rätsel sind wieder vorprogrammiert.

Zum Inhalt: Nachdem Avery den ersten Schock um ihr unfassbares Erbe überwunden hat, geht die rätselhafte Schnitzeljagd im Hause Hawthorne in die zweite Runde. Denn auch Xander hat noch eine Aufgabe zu erfüllen und sie hängt mit dem ungeklärten Tod von Tobias Hawthorne II zusammen. Und noch immer ist Avery von Zwietracht und Neid umgeben und muss ein ums andere Mal um ihre Sicherheit bangen. Und dann sind da noch ihre ungeklärten Gefühle für die Hawthorne Brüder.

Auch Band 2 der Reihe ist wieder sehr packend geschrieben, was ich für einen Jugendroman wirklich bemerkenswert finde. Die Rätsel sind wieder sehr vielfältig und äußerst knifflig und es hat mir wirklich gut gefallen, die Lösungen nachzuvollziehen und den Hinweisen zusammen mit Avery und James zu folgen.

Was mir sehr gut gefallen hat ist die stärkere Einbindung der Nebencharaktere Libby und Max, die Avery zusätzlichen Rückhalt geben. Das Buch vertieft die Familiengeschichte der Hawthornes und zeigt endlich Averys Verwicklung damit auf. Dadurch wirkte die Geschichte für mich emotionaler als der erste Band, vor allem weil auch Avery endlich beginnt sich zu öffnen.

Der Band schließt die Geschichte um Tobias II ziemlich gut ab, trotzdem bleiben noch ein par Geheimnisse offen, von denen ich hoffe, dass sie in Band 3 aufgelöst werden. Das Buch hat sich wieder toll lesen lassen und war mit den Verwicklungen der Vergangenheit sehr spannend zu lesen.

Für mich eine sehr starke Fortsetzung, die mir sogar noch ein bisschen besser gefallen hat als Band 1, da die Charakterentwicklung wirklich stark war und ich die Rätsel einen Ticken besser nachvollziehbar fand.

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Veröffentlicht am 30.09.2022

Warme Stimmung im Herzen

Love Songs in London – All I (don't) want for Christmas
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Ist es jemals zu früh sich auf Weihnachten zu freuen? Ich denke nicht. Und deshalb ist dieses Buch genau richtig um sich auf die besinnliche, kalte Jahreszeit und die Festtage einzustellen. Es ist warm, ...

Ist es jemals zu früh sich auf Weihnachten zu freuen? Ich denke nicht. Und deshalb ist dieses Buch genau richtig um sich auf die besinnliche, kalte Jahreszeit und die Festtage einzustellen. Es ist warm, herzlich, gemütlich und absolut bezaubernd und zeigt, dass es Weihnachtswunder noch gibt.

Zum Inhalt: Febe hat von ihrer Großmutter ein Haus, einen Hund und sonst nichts als Schulden geerbt. Um trotzdem den Skiurlaub finanzieren zu können, auf den sie sich so freut, lässt sie sich auf einen ungewöhnlichen Deal ein. Sie soll über die Weihnachtstage die Freundin von Liam spielen, der damit seine Ex eifersüchtig machen und zurückgewinnen will. Eigentlich ein Klacks, wäre seine Familie nicht absolut bezaubernd und Febe plötzlich gar nicht so sicher, ob das wirklich nur ein Job für sie ist.

Ich liebe es, wie atmosphärisch die ganze Geschichte ist. Die Weihnachtsstimmung ist absolut greifbar und ich fand die ganzen kleinen Traditionen von Liams Familie einfach liebenswert und wunderschön zu lesen. Febe Kekse klangen absolut umwerfend, zu gerne hätte ich die Rezepte dafür um sie nachzubacken. Als kleines Extra gibts im Buch eine Weihnachtsplaylist und einen ganz besonderes Songtext abgedruckt.

Die Protagonisten sind einfach zu süß; sie fordern sich gegenseitig, aber unterstützen sich auch. Sie miteinander interagieren zu sehen hat einfach Spaß gemacht. Dazu kommen die vielen tollen Nebencharaktere, die man einfach lieben muss und die mich mehr als einmal haben lächeln und auflachen lassen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings: ein paar Dinge werden einfach im Raum stehen gelassen. Unter anderem die Sache mit Febes Mom (ich will hier nicht spoilern, aber dass dieses Thema nicht mehr aufgegriffen wurde, fand ich sehr ernüchternd) und wie es nach dem letzten Streit zwischen den Brüdern weitergegangen ist. Irgendwie hat mir da ein Abschluss gefehlt.

Ansonsten eine wundervolle, weihnachtliche Geschichte, die ins Herz trifft

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Veröffentlicht am 30.09.2022

Gefährliches Escape Game

Succession Game
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„Succession Game“ ist ein Jugendroman im Gaming Format mit Hackerelementen. Die Story hat mich ein bisschen an eine Kombination aus den Serienformaten Squid Game und Panic erinnert, nur dass statt Kinderspielen ...

„Succession Game“ ist ein Jugendroman im Gaming Format mit Hackerelementen. Die Story hat mich ein bisschen an eine Kombination aus den Serienformaten Squid Game und Panic erinnert, nur dass statt Kinderspielen eine Art Augmented Reality Videospiel gespielt wird, bei denen es neben Mut und Geschicklichkeit eben auch um Köpfchen geht. Die Story klingt an sich erstmal total spannend und macht auf jeden Fall neugierig auf den Inhalt. Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet und das Setting als Escape Room hat mir gut gefallen.

Zum Inhalt: Théo ist Successor Champion bei Succession Game, dem erfolgreichsten Augmented Reality Escape Spiel. Seit vier Jahren ist er ungeschlagen, seine Strategie eine Mischung aus Geschicklichkeit und Charisma. Aber anders als die anderen will Théo nicht wegen des Preisgeldes gewinnen, viel mehr muss er gewinnen. In diesem Jahr will Clue gegen ihn antreten und Théo ist sich sicher, sie zu erkennen. Er kann nur noch nicht einschätzen, ob sie als Verbündete oder Feindin am Spiel teilnimmt. Und als plötzlich einer der Spieler stirbt, ist Théo klar, dass er dem ganzen ein Ende setzen muss. Koste es, was es wolle.

Das Setting des Spiels und auch die Rätsel und Spiele selbst finde ich interessant und spannend konstruiert. Auch ihre Vielfältigkeit hat mir gut gefallen und besonders das Teambuilding und die privilegierte Rolle des Champions tragen erheblich zur Spannung bei. Théo ist zwar irgendwie ein schwieriger Charakter, aber auch sehr einnehmend, wenn er will. Er kennt die Arena wie seine Westentasche und hat dadurch den einen oder anderen Trick auf Lager, was einfach toll zu lesen ist. Es hat mir gut gefallen, wie Personas und ihre Fähigkeiten nach und nach kennenzulernen, die Grundrivalität hat zudem für eine angespannte Atmosphäre gesorgt, die ein intensives Leseerlebnis kreiert hat.

Vor allem mit den vielen Perspektivwechseln, den unterschiedlichen Charakteren innerhalb und außerhalb des Spiels, sowie den Chatverläufen und „inneren Monologen“ hatte ich am Anfang ganz schön zu kämpfen. Ich hatte das Gefühl total überflutet zu werden mit Figuren, Alter Egos und Informationen. Ich bin daher nicht ganz so leicht in die Story reingekommen. Mir hat zudem die Gaming- und Programmierer-Sprache echt Schwierigkeiten bereitet, weil ich manchmal, besonders bei Episoden mit Arc nicht ganz folgen konnte, was genau jetzt sein Plan ist.

Die Story hinter dem Spiel fand ich ganz gut, auch wenn sie an vielen Stellen überdramatisiert und etwas vorhersehbar wirkt. Nicht immer fand ich alle Handlungsentscheidungen unbedingt schlüssig, aber muss ich ja auch nicht. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.09.2022

Starke Frauenbilder im Trojanischen Krieg

Wir Töchter von Sparta
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Die Geschichte des Trojanischen Krieges ist schon vielfach erzählt worden und an sich nichts neues. Dich erzählen sie meist die Geschichten der Schlacht, der Helden und der Sieger. Dieses Buch erzählt ...

Die Geschichte des Trojanischen Krieges ist schon vielfach erzählt worden und an sich nichts neues. Dich erzählen sie meist die Geschichten der Schlacht, der Helden und der Sieger. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Frauen. Eine Geschichte voller Leid, voller Angst, aber auch von Hoffnung und Stärke.

Zum Inhalt: Helena und Klytämnestra sind die Prinzessinnen von Sparta. Helena ist bekannt für ihre sagenumwobene Schönheit und Klytämnestra soll ihrem Vater auf den Thron folgen. Doch das Schicksal hat etwas anderes für die Schwestern geplant und so wird Klytämnestra mit dem König Agamemnon verheiratet und Helena Thronerbin. Doch die Ehe ist nicht das, was sich die Schwestern erhofft hatten und schon bald, finden sich beide in einem goldenen Gefängnis wieder. Kann das schon alles gewesen sein?

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Schwestern erzählt, die getrennt verheiratet wurden und sich beide in ein sehr ähnliches Schicksal fügen müssen. Die Geschichte greift viele Elemente auf, die man bereits aus der Geschichte um den Trojanischen Krieg und den Göttermythen kennt. Ein bisschen Hintergrundwissen schadet definitiv nicht, um sich zurecht zu finden, ist aber nicht unbedingt nötig.

Das Buch umreißt einen riesigen zeitlichen Rahmen, was sich immer wieder in Zeitsprüngen von mehreren Jahren bemerkbar macht. Das ist zwar nötig um alle Schlüsselereignisse wiederzugeben, trotzdem hat es für mich unnötig Distanz geschaffen. Gerade bei einer so bekannten Geschichte hätte mir einen kleinerer, dafür tiefergehender Ausschnitt vermutlich besser gefallen.

Trotzdem wird die Situation der Frauen in Griechenland sehr eindringlich und emotional geschildert. Nicht nur die Schwestern taten mir leid, auch die Sklavinnen und all die Frauen die während dieser Zeit geraubt und geschändet wurden. Das Leben im Überfluss aber auch dir Kriegshandlungen werden anschaulich geschildert. Das Buch schafft eine authentische, spannende Atmosphäre. Mal ein interessanter, neuer Blickwinkel auf die Geschichte, der mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 28.09.2022

Die Vergangenheit holt einen immer ein

Der Sturm
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Der Sturm“ bringt alles mit, was ein dramatischer und atmosphärischer Thriller braucht: ein kleines Küstenstädtchen, das von einem dramatischen Ereignis heimgesucht wurde, die Geister der Vergangenheit, ...

Der Sturm“ bringt alles mit, was ein dramatischer und atmosphärischer Thriller braucht: ein kleines Küstenstädtchen, das von einem dramatischen Ereignis heimgesucht wurde, die Geister der Vergangenheit, die nicht ruhen und ein Geheimnis, das ans Licht drängt. Spannung vorprogrammiert.

Zum Inhalt: Zwölf Jahre ist es her, dass ein Sturm Kiernans Heimat heimgesucht und sein Leben für immer verändert hat. Denn in dieser Nacht ist sein großer Bruder ums Leben gekommen- als es Kiernan retten wollte. Und es war nicht die einzige Tragödie in dieser Nacht, denn es ist auch ein junges Mädchen verschwunden. Zwölf Jahre später drohen die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht zu kommen.

Die Geschichte rollt anhand eines aktuellen Kriminalfalls die Ereignisse von vor zwölf Jahren auf, was ich sehr gelungen inszeniert finde. Es gibt viele Nebencharaktere, die bereits in der Sturmnacht eine Rolle spielen und nun auch zum aktuellen Mordfall befragt werden. Dabei kommen auch Geheimnisse von vor zwölf Jahren ans Licht und alte Wunden werden wieder aufgerissen. Zusätzlich gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.

Obwohl die Geschichte einen ziemlich ruhigen Ton anschlägt, ist sie doch sehr spannend. Das ergibt sich hauptsächlich aus der Getriebenheit des Protagonisten Kiernan, der, jetzt wo er selbst Vater ist, sich endlich von einer alten Schuld befreien will. Die Beziehungen der Charaktere untereinander würde ich als angespannt beschreiben. Wie es bei alten Freundschaften nun mal so ist, wenn man sich eigentlich auseinander gelebt hat, die Vergangenheit einen aber nach wie vor verbindet.

Die Auflösung des falls kam für mich sehr überraschend, ich hätte definitiv mit einem anderen Ausgang gerechnet. Die Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, finde ich zwar eher lasch gestreut, es wird aber halbwegs schlüssig erklärt.
Insgesamt war das Buch für mich jetzt kein Pageturner und das immer wieder durchkauen der Sturmnacht vor zwölf Jahren war ein bisschen anstrengend, aber an sich war der Plot schon gut gemacht. In meinen Augen ein solider Thriller

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