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Veröffentlicht am 11.08.2021

gefährliche Machtspiele

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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„Kronenkampf“ ist mein erstes Buch der Autorin Valentina Fast, aber sicherlich nicht mein letztes. Es ist eine schöne Mischung aus Romance und Fantasy, die mir, als Neuling in diesem Genre, gut gefallen ...

„Kronenkampf“ ist mein erstes Buch der Autorin Valentina Fast, aber sicherlich nicht mein letztes. Es ist eine schöne Mischung aus Romance und Fantasy, die mir, als Neuling in diesem Genre, gut gefallen hat.

Zum Inhalt: Fiana lebt als unscheinbare Dienerin im königlichen Palast von Alandra. Doch herrschen eine Königin mit Eisenmagie und ein König mit Kupfermagie und alle 10 Jahre, treten die stärksten Magier im Kampf um die Krone Alandras gegeneinander an. Ohne es zu wollen, wird Fiana in diesen Kampf hineingezogen und muss dabei mehr von sich offenbaren, als nur ihre Kräfte.

Fiana ist eine starke und sympathische Protagonistin, die sich notgedrungen aber sehr gefasst ihrem Schicksal stellt, als sie am Kronenkampf teilnimmt. Stellt es doch ihre einzige Möglichkeit dar, dem sicheren Tod zu entkommen, stellt sie sich mutig den Herausforderungen und wächst über sich hinaus. Ich habe ihr während der Aufgaben die Daumen gedrückt, schließlich ist sie der „Underdog“ bei den Wettkämpfen. Kayden habe ich dafür verflucht, dass er Fiana das ganze Drama eingebrockt hat, aber mit fortlaufender Handlung wurde auch er mir immer sympathischer.

In dem Buch passiert so viel Handlung, dass es locker eigentlich für eine Dilogie oder Trilogie gereicht hätte. Stattdessen musste in kurzer Zeit der Kronenkampf gewonnen, ein ominöser Angriff abgewehrt, das eigene Leben gerettet und nebenbei die große Liebe gefunden werden. Die Lovestory der beiden Protagonisten fand ich zu Anfang etwas unglaubwürdig- er verrät sie, sie verzeiht ihm. Aber nachdem er mir immer sympathischer wurde, fand ich diesen Aspekt wirklich schön.

Der Schreibstil wechselt zwischen ruhig/gefasst und aufgeregt/rasant, was gut zum Genre passt. Nach den Kämpfen bekommt der Leser immer eine kurze „Romance“-Verschnaufpause. Das Buch ist gut geschrieben und lebt vor allem an den lebendigen Dialogen, da die Handlung doch recht vorhersehbar ist. An manchen Stellen gab es ein paar Längen mit sehr ausschweifenden Beschreibungen.

Ich fand das Buch eine gute Mischung aus Fantasy und Romance, aber besonders die den beiden Elementkräften und Fianas Ursprung hätte ich eigentlich gerne noch mehr erfahren. Auch die einzelnen Aufgaben des Kronenkampfes hätten für mich detaillierter sein können, aber so wird auch den Nebenfiguren Raum eingeräumt, wodurch sie ebenfalls lebendig und authentisch werden.

Insgesamt hat mich dieses Buch gut unterhalten, Thema und Handlung fand dich ansprechend und interessant. Vor allem für Fantasy-Neuling wie mich sicher einen Blick wert!

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Veröffentlicht am 10.08.2021

Voller Herz und Humor

Dich hab ich nicht kommen sehen
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"Dich hab ich nicht kommen sehen" ist ein herzerwärmender und humorvoller Roman, der Balsam für die Seele ist. Das Lesen hat sich angefühlt, wie das Beisammensitzen mit guten Freunden. Selten habe ich ...

"Dich hab ich nicht kommen sehen" ist ein herzerwärmender und humorvoller Roman, der Balsam für die Seele ist. Das Lesen hat sich angefühlt, wie das Beisammensitzen mit guten Freunden. Selten habe ich mich in einem Buch so zu hause gefühlt.

Zum Inhalt: Mari ist neu in Berlin, geflüchtet vor einem Leben, dass sie nicht mehr führen kann- nicht mehr führen will. Bei einer Wohnungsbesichtigung trifft sie auf Tom, der sie direkt ins Herz schließt und schnell wird Mari als Teil der Familie Stein "adoptiert". Für die junge Frau, die normalerweise auf Abstand geht und sich in Arbeit vergräbt ist das ein ganz neues Gefühl und Mari erkennt, dass es mehr im Leben gibt, als die erfolgsbedingt Anerkennung, die sie von ihren Eltern kennt.

Die Charaktere waren auf so vielschichtige Weise sympathisch, verschroben, fürsorglich und aufdringlich, wie ich es selten in einem Roman erlebe. Die Autorin hat hier wirklich viel Arbeit und vor allem Herz reingesteckt. Ich hatte das Gefühlt, selbst Teil dieses sonderbaren Freundes- und Familienkreises zu sein und mit jeder kleinen Geste wurde mir warm ums Herz.
Mari ist mir besonders an Herz gewachsen und am liebsten hätte ich sie permanent fest umarmt und ihr ein Butterbrot geschmiert.

In diesem Buch ist nicht alles heiter Sonnenschein, was die Geschichte nur lebendiger und realitätsnaher macht. Es gibt ihm eine gute Tiefe, die aber durch die witzigen Passagen nicht zu schwermütig ist. Generell ist das Buch herrlich leicht und voller Witz geschrieben. Ich habe mich in der Geschichte rundum wohl gefühlt und wollte es gar nicht weglegen, so sehr war ich versunken.

Für mich ein fantastisches Buch, sprühend vor Witz und mit echter Wohlfühlatmosphäre, dass ich guten Gewissens weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 09.08.2021

eine unkonventionelle Familiengeschichte

Der Panzer des Hummers
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Der Klappentext und das farbenfrohe Cover von "Der Panzer des Hummers" hatten mich sofort angesprochen. Der Titel lässt viel Interpretationsspielraum, wird aber im Verlauf der Geschichte gut aufgegriffen. ...

Der Klappentext und das farbenfrohe Cover von "Der Panzer des Hummers" hatten mich sofort angesprochen. Der Titel lässt viel Interpretationsspielraum, wird aber im Verlauf der Geschichte gut aufgegriffen. Thematisch wurde das Buch als Familiengeschichte eingeordnet, welches sich mit dem Auseinanderleben und Zusammenfinden beschäftigt. Das Buch hat mich allerdings unschlüssig zurückgelassen, ob es wirklich um Familie ging.

Zum Inhalt: die Geschwister Ea, Niels und Sidsel haben sich nach dem Tod der Eltern auseinanderlebt. Alle drei führen sehr unkonventionelle Leben- Ea, die versucht sich eine Familie und einen Platz im Leben zu schaffen, Sidsel, die als alleinerziehende Mutter versucht Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen und Niels, der sich an nichts und niemanden binden will. Dieses Buch erzählt, wie Geschwister jeder für sich, ihr Leben gestalten.

Das Buch ist aus den wechselnden Perspektiven diverser Personen geschrieben, die jede für sich genommen schöne und interessante Geschichten ergeben, aus denen sich allerdings für mich kein Gesamtbild zusammenfügen lässt. Die Handlungsstränge laufen parallel aber treffen sich größtenteils nicht. Die auf den Klappentext angedeutete Konfrontation und Klärung der Beziehung der Geschwister bleibt in meinen Augen aus.

Geht es gemäß Klappentext doch eigentlich um die Geschichte der drei Geschwister, so nehmen andere Personen auffallend viel Platz in der Geschichte ein, sodass Bee für mich, obwohl nicht zu Familie gehörend, einer der Hauptcharaktere war. Auch die kurzen Episoden aus dem Himmel, fallen für mich etwas aus dem Kontext und steuern nicht so recht etwas zur Haupthandlung bei. Gäbe es diese Episoden nicht, würden sie nicht fehlen.

Insgesamt hat sich das Buch leicht und angenehm lesen lassen und ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Dadurch, dass alle Personen recht unkonventionell leben, war die Geschichte interessant und lebendig. Für mich standen vor allem die Themen Elternschaft/Familienkonzepte im Fokus, allerdings eher rational als emotional betrachtet.

Alles in allem hat mir die Tiefe und der Rote Faden in der Geschichte gefehlt, ich hatte das Gefühl, mal kurz hinter die Kulissen spicken zu dürfen, aber nur einen kurzen Auszug zu sehen.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

actionreicher und fesselnder Politthriller

Die Tochter des Präsidenten
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"Die Tochter des Präsidenten" ist der neue Thriller von James Patterson, den diesem zusammen mit Bill Clinton verfasst hat. Ich bin begeisterter Patterson-Leser und habe auch bereits den letzter Thriller ...

"Die Tochter des Präsidenten" ist der neue Thriller von James Patterson, den diesem zusammen mit Bill Clinton verfasst hat. Ich bin begeisterter Patterson-Leser und habe auch bereits den letzter Thriller der Kooperation Patterson/Clinton gelesen. Dieser hier hat seinen Vorgänger in meinen Augen sogar nochmal toppen können. Ein Packender und rasanter Thriller, bei dem ich dem Ende entgegengefiebert habe.

Zum Inhalt: Matt Keating muss sich nach seiner ersten Amtszeit als Präsident gegen seine rebellierende Vizepräsidentin geschlagen geben. Als Ex-Seal hat er sich beim Volk nach einem verpatzten militärischen, antiterroristischen Einsatz nicht gerade beliebt gemacht. Schlimmer allerdings sind die Feinde im Ausland, die er sich mit diesem Einsatz gemacht hat. Als plötzlich das Leben seiner Tochter auf dem Spiel steht muss Keating sich entscheiden, was für ein Mann er sein will, und ob er der neuen Regierung trauen kann. Ein packende Jagd beginnt.

Ich fand Keating einen sympathischen Protagonisten, der mich total an Tom Kirkmann aus „Designated Survivor“ erinnert hat, einfach weil er nie eine ehrliche Chance bekommen hat. Er wirkt als Präsident und Vater überaus authentisch und war auf jeden Fall ein Protagonist mit dem man mitfiebert. Auch die bodenständige und clevere Mel war mir auf Anhieb sympathisch und ich war zutiefst beeindruckt wie mutig sie im Verlauf der Geschichte immer wieder war. Sie hat sich zu keiner Zeit unterkriegen lassen, war besonnen und fokussiert, was sie für mich zur eigentlichen Heldin der Story macht.

Das Buch hat rasant an Fahrt aufgenommen und war von Beginn an wirklich gut geschrieben und unglaublich fesselnd. Ich bin inzwischen ziemlich verwöhnt was Thriller angeht, aber dieser hier hatte einfach alles: einen interessanten, durchdacht strukturierten Plot, der an keiner Stelle unplausibel war, einen Underdog der zum Helden wird, sympathische Charaktere, für die man sich Erfolg wünscht, interne sowie externe Gegner und eine grandiose Verfolgungsjagd, die in einen packenden Showdown gipfelt.

Ich habe mir für dieses Buch mit großem Vergnügen die Nacht um die Ohren geschlagen, so dringend wollte ich wissen, wie es ausgeht. Und jede Sekunde davon hat sich gelohnt- ein wirklich gelungenes Buch, dass ich guten Gewissens empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Düstere, dystopische Welt mit kleinen Mankos

Der dunkle Schwarm
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Mit der "Neon"-Reihe hatte mich Marie Graßhoff total abgeholt und in mir einen treuen Fan gefunden, denn wenn mir mal was gefällt, dann bleibe ich dabei. Logisch also, dass ich dieses Buch lesen musste. ...

Mit der "Neon"-Reihe hatte mich Marie Graßhoff total abgeholt und in mir einen treuen Fan gefunden, denn wenn mir mal was gefällt, dann bleibe ich dabei. Logisch also, dass ich dieses Buch lesen musste. Für mich kann es an den "Wow"-Effekt der "Neon"-Reihe allerdings nicht ganz anknüpfen.

Zum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2100, Städte sind zu Betonwäldern gewachsen, die so hoch aufragen, dass die Menschen am Boden den Himmel nicht mehr sehen. Es gibt ein Klassensystem, aus dem ein Entkommen kaum mehr möglich ist. Die Menschen habe ihre Gehirne über Implantate vernetzt, die ihnen Kommunikation und Wissensaustausch ermöglichen. Atlas lebt ein unscheinbares Leben als Programmiererin, doch nachts handelt sie mit Informationen. Bis sie einen Auftragt annimmt, der alles überschreitet, was sie sich vorstellen kann und Atlas an ihre Grenzen treibt.

Das Cover ist düster und wirkt in Kombination mit dem Titel fast schon bedrohlich, was fantastisch zur geschaffenen dystopischen Welt und der Handlung passt. Das Worldbuilding in diesem Buch ist wirklich große Klasse, ich bin immer wieder erstaunt und beeindruckt, was Marie da erschafft. Ich hatte Atlas Welt unmittelbar vor Augen, was ehrlich gesagt ein erschreckendes Bild war. Aber schon allein dafür lohnt es sich, mal in das Buch rein zu lesen.

Im Zentrum der Geschichte stehen Atlas, deren Implantat irgendwie anders funktioniert als das der übrigen Menschen und ihr Android und Begleiter Julien. Besonders die Dynamik zwischen den beiden ist ganz besonders, denn Julien ist nicht einfach eine Maschine für Atlas. Das Duo war mir auf Anhieb sympathisch, auch wenn Atlas zu Anfang sich unnahbar und unscheinbar gibt. Der Leser erfährt im Verlauf der Story immer mehr über die ungewöhnliche Beziehung der beiden, was toll herausgearbeitet ist.

Marie schreibt immer sehr bildhaft und detailliert, sodass ich mich gut in die Geschichte und die Handlungsorte fallen lassen konnte und mich von der Handlung habe mitreißen lassen. Diese ist ab Seite 1 schon sehr interessant und wird zunehmend spannender, um in ein großes Finale zu gipfeln. Die Geschichte legt ein ziemliches Tempo vor, sodass man als Leser aufpassen muss, um nicht den Anschluss zu verlieren.

An einigen Stellen musste ich beim Lesen kurz innehalten um zu reflektieren, was ich da gerade gelesen hatte, da mir bestimmte Zusammenhänge/Erkenntnisse/Vorgehensweisen nicht immer ganz schlüssig erschienen. Das ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass viel Handlung und viele verschiedene Themen in diesem Buch verarbeitet wurden. Auch die Nebencharaktere bleiben das gesamte Buch über sehr blass, obwohl einige von ihnen durchaus Potential zu mehr gehabt hätten.

Mir gefällt, dass das Buch aufgrund der angesprochenen Themen eine gewisse Brisanz und Aktualität hat, gerade im Bereich Sci-Fi/Dystopie ist mir sowas wichtig.

Das Buch hat mich wahnsinnig gut unterhalten und mich um den Schlaf gebracht. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Ich bin mir nicht sicher, ob es einen zweiten Band geben wird, die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potential und zumindest für mich sind einige Fragen ungeklärt geblieben.

Für Fans von Marie Graßhoff eine klare Empfehlung, aber auch für all jene, die Dystopien mögen!

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