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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Schockierend düster, ich liebe es

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Waren die vorherigen Bände auch derartig düster und abgründig? Ich kann mich nicht erinnern, aber damn ich liebe den Vibe dieses Buches.

Die Figuren sind einfach der Knaller und durch sie schafft das ...

Waren die vorherigen Bände auch derartig düster und abgründig? Ich kann mich nicht erinnern, aber damn ich liebe den Vibe dieses Buches.

Die Figuren sind einfach der Knaller und durch sie schafft das Buch spielend leicht den Spagat zwischen Reibung und Leichtigkeit. Ich hab so oft über Avery und Thomas schmunzeln müssen und gleichzeitig ist da so viel Spannung, so viel Grausamkeit und viel bittere Erkenntnis. Dieses Buch schließt den Kreis zu den vorherigen absolut grandios.

Es passiert in diesem Band einfach wahnsinnig viel, sodass der Leser vor Schreck, Ekel, Spannung und Panik kaum zu Atem kommt. Dieses Buch ist ein absolut wilder Ritt und dadurch echt fesselnd.

Es werden ein paar grundlegende Zeitreise-Paradoxa aufgeworfen, die aber in meinen Augen gut gelöst werden. Außerdem werden auch endlich Antworten auf Fragen aus den anderen Bänden gegeben, was ein sehr stimmiges, rundes Gesamtbild erzeugt.

Es war dunkel, böse und voller Spannung. Fands richtig toll

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Eigentümlich, aber auf gute Art

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Ich lese diese Art Bücher super gerne in denen ein magisch anmutender Laden seinen Gästen nicht nur eine klassische Ware verkauft, sondern auch ein Gefühl, eine Reflexion, eine Erkenntnis oder was immer ...

Ich lese diese Art Bücher super gerne in denen ein magisch anmutender Laden seinen Gästen nicht nur eine klassische Ware verkauft, sondern auch ein Gefühl, eine Reflexion, eine Erkenntnis oder was immer diese Menschen gerade brauchen. Die Fähigkeiten der hier verkauften Süßwaren fand ich tatsächlich ziemlich cool, wie kleine Hilfsmittel sich dem zustellen, was sowieso bereits vorhanden ist und in den Menschen schlummert.

Das Buch ist wie für derartige japanische Romane üblich, in einzelne Kurzgeschichten unterteilt. Die Geschichten sind in der Ich-Perspektive erzählt, die Themen tatsächlich alle sehr alltäglich/ banal. Dadurch sind sie aber auch sehr nahbar und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Nach jeder Geschichte gibt es ein kurzes Resümee durch Kogetsu.

Mir hat vor allem auch Kogetsus eigene Geschichte richtig gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr über das Halbwesen erfahren und mehr Einblicke in die Mondlichtgasse bekommen. Vor allem das Thema, dass nur Leute, deren Leben ins Wanken geraten ist, die Mondscheingasse überhaupt betreten können, hätte gerne intensiver werden dürfen, denn eigentlich macht gerade das die Geschichte so intertessant. Ich hoffe hier so ein bisschen auf einen weiteren Band, in dem das vllt nochmal vertieft wird.

Den Schreibstil fand ich angenehm einfach gehalten, von der Kultur selbst, bekommt man überraschend wenig mit und wären die Süßwaren nicht so exotisch und würde der Weg nicht immer über einen Schreib führen, könnte die Geschichte beinahe überall angesiedelt sein. Aber auch hier wieder: das trägt natürlich dazu bei, dass man sich ziemlich gut damit identifizieren kann und nicht groß drüber nachdenken muss.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich hätte wirklich gerne ein Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Bedenke, was du dir wünschst

Der Regenzaubermarkt: Der Feel-Good-Bestseller aus Korea – tauche ein in eine magische Welt, in der alles möglich ist!
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Ich finde dieses Buch wirklich ganz besonders, es erinnert mit ein bisschen an Formate wie „Chihiros Reise ins Zauberland“, denn auch hier verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie und die ...

Ich finde dieses Buch wirklich ganz besonders, es erinnert mit ein bisschen an Formate wie „Chihiros Reise ins Zauberland“, denn auch hier verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie und die Protagonistin Serin muss nicht nur versuchen, ein ideales, alternatives Leben für sich zu finden, sie darf dabei auch nicht sich selbst und die Zeit aus den Augen verlieren.

Die Dokebis fand ich anfangs seltsam eigentümlich und wusste nicht so recht, was ich von ihnen halten soll. Nach Ende des Buch muss ich sagen: drollige Idee und ich mochte ihre schrulligen Eigenheiten. Mein klarer Favorit innerhalb der Geschichte war aber die magische Begleiter-Katze Isha. Die hat mich sehr begeistert.

Das Buch hält ein paar schöne Weisheiten parat, unter anderem, dass Erfolg alleine nicht glücklich macht, jeder Wunsch auch eine Schattenseite birgt und des einen Glück des anderen Unglück sein kann. Aber nicht nur rund um die Wunschmurmeln gibt es einiges zu entdecken, auch auf dem Regenbogenmarkt selbst ist einiges los.

Die Geschichte ist bunt, ein bisschen chaotisch, teilweise aufregend und zum Ende sogar ziemlich actionreich. Also von allem ein bisschen was. Ich war erst nicht sicher ob mir vor allem das Ende und auch die Geschichte selbst so richtig gefallen haben, aber jetzt, wo ich es ein paar Tage habe sacken lassen, ist der Gesamteindruck doch recht positiv.

Es ist eine kurzweilige Geschichte, die sich einfach und flüssig liest. Die ganzen Dokebi-Namen habe ich quasi sofort wieder vergessen und so 100% logisch fand ichs nicht, was es mit dem goldenen Ticket und der besonderen Murmel auf sich hatte, aber da ich mich gut unterhalten gefühlt habe, würde ich das verzeihen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

überhaupt nicht mein Buch

Wilder Honig
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Ich hab mich hier vom Klappentext ein bisschen täuschen lassen, denn ich habe eine völlig andere Geschichte erwartet. Passiert mir inzwischen selten, dass ich bei der Buchwahl dermaßen daneben liege, aber ...

Ich hab mich hier vom Klappentext ein bisschen täuschen lassen, denn ich habe eine völlig andere Geschichte erwartet. Passiert mir inzwischen selten, dass ich bei der Buchwahl dermaßen daneben liege, aber dieses Buch hat mir einfach gar nicht gefallen.

Thematisch fand ichs ehrlich gesagt schwierig, vieles kam mir wenig authentisch und irgendwie aus der Luft gegriffen vor. Entscheidungen und Verhaltensweisen der Figuren waren für mich wenig nachvollziehbar und generell habe ich es so empfunden, als ob es eigentlich kaum tatsächliche Handlung gab

Zentrales Element im Buch sind die Briefe des Verstorbenen. Ich seh, wo man damit hinwollte, aber stilistisch war das tatsächlich überhaupt nicht mein Fall. Ich habe es nicht als poetisch sondern eher als schwülstig empfunden und hab mich gefühlt stellvertretend für Hannah darüber aufgeregt.

Ja, man lernt so einiges über Bienen, aber die eigene Beziehung und das Leben damit zu vergleichen verschönte hier für mich eine Situation, die ich als sehr grenzwertig empfunden habe. Ich sage nicht, dass man Johns Sicht nicht vielleicht sogar nachvollziehen kann, aber rein inhaltlich und auch wie es hier übermittelt wird, das hat hauptsächlich meine Wut befeuert.

Positiv möchte ich den ruhigen, fast schon stoischen Erzählstil der „normalen“ Handlung hervorheben. Das hat sich toll lesen lassen, auch wenn ich es inhaltlich sehr unbefriedigend empfunden habe. Ich bin definitiv nicht die Zielgruppe

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Eine Frage der Perspektive

Sonnenaufgang Nr. 5
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Carsten Henn versteht es einfach, Geschichten zu erzählen, die ins Herz treffen, die beklemmen, einem das Herz schwer werden lassen, bei denen lachen und weinen nah beieinander liegen. Die Geschichte einer ...

Carsten Henn versteht es einfach, Geschichten zu erzählen, die ins Herz treffen, die beklemmen, einem das Herz schwer werden lassen, bei denen lachen und weinen nah beieinander liegen. Die Geschichte einer gealterten Diva, von der Gnadenlosigkeit des Showbusiness und dem Danach.

Ich fand die Erzählweise zwar etwas eigentümlich: alles dreht sich um die ehemalige Ikone Stella Dor, aber die, die ihr Leben berühren bekommen ebenfalls kleine, persönliche Episoden und Anekdoten, sodass es gar nicht unbedingt eine Geschichte über Stella, sondern über Lebenswege, Beziehungen und Schicksale ist.

Und während Gegenwart und Vergangenheit zwischen den Geschichten und Erinnerungen verschmelzen, findet eine Bewegung statt. Der Autor gibt seinen Figuren Ecke und Kanten, kleine Eigenheiten, die aufreiben und liebswürdig sind

Das Buch ist voller Schlüsselmomente im Leben der Figuren. Augenblicke, die verfliegen, aber so viel bedeuten, dass wir uns an ihnen festhalten.

Ich habe dieses Buch wieder sehr genossen und kann es nur wärmstens empfehlen

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