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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Eindringlich

Strandgut
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Ich mag Bücher von Benjamin Myers, aber auf dieses Buch war ich irgendwie nicht gefasst. Die Geschichte beginnt melancholisch, geradezu elendig, geprägt von Sucht, Verlust, Trostlosigkeit. Ich habe das ...

Ich mag Bücher von Benjamin Myers, aber auf dieses Buch war ich irgendwie nicht gefasst. Die Geschichte beginnt melancholisch, geradezu elendig, geprägt von Sucht, Verlust, Trostlosigkeit. Ich habe das Buch als aufwühlend empfunden, gleichzeitig rüttelt es etwas im Leser wach, eine Mischung aus Demut über das eigene, gute Leben und der euphorischen Dankbarkeit Teil dieser wilden Welt zu sein.

Buckys Geschichte ist entrückend, emotional aufwühlend und von besonderer Tragik. Ein Leben voller verpasster Chancen, missgünstiger Umstände und der Tristess eines nicht genutzten Potentials.
Buckys Tage in England gleichen einer wilden Odyssee zwischen Entzug und neu entdeckter Prominenz. Mit Freude habe ich seine Entwicklung von absoluten Unglauben hin zu sanfter Freude und ehrlicher Hoffnung verfolgt.

Mit Dinah teilt Bucky ein paar offene und ehrliche Momente, rekapituliert dabei sein Leben, die Beziehung zu seiner verstorbenen Frau, seine Trauer und seine Sucht. Und innerhalb dieser kurzen Bekanntschaft verändert Dinah Buckys Leben. Aber auch beeinflusst ihres. Und ich finde, das ist das schöne an dieser Geschichte: wie Fremde Einfluss auf das eigene Leben nehmen, zu Freunden werden und man aneinander und miteinander wächst.

Die Erzählung schwenkt immer wieder zwischen Gegenwart und Buckys Erinnerungen hin und her; die Übergänge fast schon fließend, was eine besondere Stimmung innerhalb der Handlung schafft.
Ich habe es als feinfühlige, aber trotzdem eindringliche Geschichte empfunden, die viel in mir bewegt hat.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

was fürs Herz

The Darlington - Henry & Kate
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Ich hab mich sehr auf dieses Buch gefreut und vorab schon super viel positives darüber gehört. Entsprechend war meine Erwartungshaltung auch vorab schon relativ hoch und dieses Buch hat sie trotzdem noch ...

Ich hab mich sehr auf dieses Buch gefreut und vorab schon super viel positives darüber gehört. Entsprechend war meine Erwartungshaltung auch vorab schon relativ hoch und dieses Buch hat sie trotzdem noch spielend leicht übertroffen. Bin so begeistert von diesem Buch und kann den Folgeband kaum erwarten.

Kates Geschichte war absolut herzzerreißend, emotional aufwühlend und gleichzeitig zu umwerfend hoffnungsvoll. Die Story ist wunderbar tiefgründig, verletzlich und gleichzeitig super schön. Ich habe sehr mit ihr mitgefiebert, mitgelitten und auf ein Happy End zu ihrer Story gehofft.
Die Darlingtons sind ein echter Albtraum, aber Henry war das bestmögliche, was aus solch einem destruktiven Umfeld hätte hervorgehen können. Er ist Gefühl eine wandelnde Green Flag, was ich herrlich erfrischend finde.
Die Lovestory wirkte total gesund, nicht überstürzt und wunderbar nahbar. Hat mir sehr sehr gut gefallen, wie natürlich sich die Beziehung zwischen den Protas entwickelt,

Das Ende kam ziemlich abrupt und war mit dem fiesen Cliffhanger wirklich übel. Dadurch blieben einige Themen aus diesem ersten Band unabgeschlossen und ich hoffe, diese werden dann im Folgeband erneut aufgegriffen. Ich mochte, dass hier auch sehr aktuelle gesellschaftliche Themen aufgegriffen werden, sodass das Buch auch ein paar wichtige Botschaften bereithält.
Der Plot war dadurch vielschichtig und auch unabhängig von der Lovestory interessant und mitreißend.

Ich fand dieses Buch wirklich umwerfend schön und kann den Folgeband gar nicht erwarten.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Coole, dystopische Engel-Fantasy

Rückkehr der Engel (Extended Version)
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Marah Woolf schreibt einfach unfassbar interessante Fantasy und das Engel-Thema vor dem Hintergrund eines dystopische Venedigs, das zurück in mittelalterliche Verhältnisse fällt, fand ich sehr ansprechend. ...

Marah Woolf schreibt einfach unfassbar interessante Fantasy und das Engel-Thema vor dem Hintergrund eines dystopische Venedigs, das zurück in mittelalterliche Verhältnisse fällt, fand ich sehr ansprechend. Das Worldbuilding fand ich generell sehr gelungen, nicht zu Komplex aber mit Raum für Entwicklung in den Folgebänden.

Dieses Buch ist für mich ein klassischer Auftaktband; es werden super viele Figuren eingeführt, die aber alle leider ziemlich blass bleiben. Dass hier so wenig Charakterentwicklung stattfindet und vermeintlich wichtige Figuren wenig plastisch bleiben ist für mich vermutlich das größte Manko des Buches.

Von der Storyline her werden viele Nebenschauplätze eröffnet, die vermutlich im weiteren Verlauf der Bände eine größere Rolle spielen. Vor allem das Thema rund um die Schlüsselträgerinnen finde ich super spannend.

Die Autorin hat einen wunderbar bildhaften Schreibstil, so dass man völlig gebannt von der Geschichte ist. Der POV von Lucifer ist ein nettes Add-On, das ich vermutlich nicht unbedingt bräuchte, aber einen guten Bogen zu Moons eigenen Beobachtungen schlägt.

Macht auf jeden Fall Lust auf mehr, auch wenn ich den Cliffhanger super fies finde. Man muss quasi Band 2 lesen.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Stimmungsvoll, gruslig, erschreckend

The Book Eaters
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The Book Eaters ist eine Art dystopisch gesellschaftliche Horrornovel, ein Schauerroman mit Urban Fantasy Elementen. Das englische, fast schon urig anmutende Setting hat genau meinen Geschmack getroffen ...

The Book Eaters ist eine Art dystopisch gesellschaftliche Horrornovel, ein Schauerroman mit Urban Fantasy Elementen. Das englische, fast schon urig anmutende Setting hat genau meinen Geschmack getroffen und passt zur stimmungsvollen Geschichte, die in zwei Zeitebenen das Leben der Buchesserin Devon beleuchtet.

Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, da nicht nur die Rolle der Frau in der Gesellschaft der Buchesser an dystopische Roman wie den „Report der Magd“ erinnert und einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, es geht teilweise auch sehr brutal und gewaltsam zu. Die Horror-Elemente und Gewalt sind dabei aber nicht effektheischerisch, sondern unterstreichen das grausame Los von Devons Leben.

Das Gesamtbild erschließt sich erst im Verlauf der Geschichte, nimmt aber kontinuierlich an Spannung und Tempo zu. Generell ist dieser Roman super düster und atmosphärisch angelegt. Die Charakterentwicklung fand ich auch größtenteils stimmig.
Im letzten Drittel tut sich aber nochmal eine vermeintlich neue Baustelle auf, die ich einen Ticken drüber fand. Das hätte es für mich einfach nicht gebraucht.

Ich war richtig gefesselt von der Story, die mich immer wieder schaudern ließ. Gleichzeitig verpackt sie tiefgründige Themen und geisterte mir noch lange im Gedächtnis herum. Die Erzählung, die stellenweise fast schon einen auf düstere Art märchenhaften Charakter annimmt, war einfach mal ein völlig anderes Leseerlebnis, das mich positiv überrascht hat. Wer aber sensibel auf Gewalt, Brainwashing und bildhafte Brutalität reagiert, für den ist dieses Buch vermutlich nichts.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Umwerfend

Frank & Red
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Ich hatte direkt schon im Prolog Tränen der Freude und Trauer im Auge. Passiert mir auch selten, dass mich schon so wenige Seiten so mitreißen. Da wars mir eigentlich schon klar, dass dies ein absolutes ...

Ich hatte direkt schon im Prolog Tränen der Freude und Trauer im Auge. Passiert mir auch selten, dass mich schon so wenige Seiten so mitreißen. Da wars mir eigentlich schon klar, dass dies ein absolutes Highlight-Buch wird. Erinnert ein bisschen an „ein Mann namens Ove“

Red ist ein sehr eigenwilliger Junge, der erstmal sehr anstrengend wirkt, aber auch engagiert, großherzig und absolut kindlich unschuldig ist.
Meine Lieblingsepisoden des Buches drehen sich viel um Marcie, ihr Auftauchen und die Interaktionen mit Frank, sowie die Erinnerungen die damit verknüpft sind. Die Beziehung der beiden hört sich so erfüllt an, ihre gemeinsame Geschichte ist voller bedeutender Meilensteine, Lachen und Weinen.

Es ist ein Buch voller sehr menschlicher Themen, dass mich emotional sehr angesprochen hat. Die zwei Erzählperspektiven von Red und Frank ergänzen einander perfekt und helfen zu verstehen, wie die Figuren denken und fühlen. Und obwohl Red und Frank oberflächlich betrachtet nicht viele Gemeinsamkeiten haben, so sind sie genau das, was der jeweils andere brauchte.

Es ist eine absolut berührende Geschichte über Freundschaft und Familie, darüber wie schwer es manchmal ist, den ersten Schritt zu machen und aufeinander zuzugehen. Aber auch vom Verzeihen und von Versöhnung. Ganz ehrlich , hab sehr geheult am Ende, so schön wars.

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