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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Eine Schneise der Verwüstung

John
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Yoko war für mich letztes Jahres eines dieser überraschenden Highlight-Bücher und umso neugieriger war ich, wie es wohl mit ihr weitergehen würde. Band 2 spielt circa 5 Jahres später, knüpft aber trotzdem ...

Yoko war für mich letztes Jahres eines dieser überraschenden Highlight-Bücher und umso neugieriger war ich, wie es wohl mit ihr weitergehen würde. Band 2 spielt circa 5 Jahres später, knüpft aber trotzdem unmittelbar an die Ereignisse des vorherigen Bandes an. Insgesamt nicht ganz so mitreißend wie Band 1, aber weiterhin sehr solide.

Yoko war es nicht nur gelungen Rache zu üben, sondern auch ungeschoren mit einer neuen Identität als John davonzukommen. Aber sie ist rastlos und dazu kommt, dass auch die Polizei weiterhin nach ihr sucht. Als ihre Identität droht enttarnt zu werden, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei und Yoko muss erneut zu drastischen Mitteln greifen.

Yoko spielt wie ein Puppenspieler mit den Erwartungen der Menschen, manipuliert sich aus diversen brenzligen Situationen heraus und zieht eine erneute Schneise der Verwüstung und des Todes hinter sich her.

Die Geschichte ist wieder super wendungsreich und voller Überraschungen. Yoko hat noch einige Tricks auf Lager und mogelt sich mal wieder auf fantastische Weise aus den Fängen derer, die sie verfolgen. Teilweise ist das fast schon ein bisschen tot much, stellenweise sehr überzogen, wie sie es auch hier wieder schafft quasi im Alleingang derartig viel Chaos und Unruhe zu stiften. Trotzdem ist es einfach super unterhaltsam.

Das Ende ist wieder mal sehr offen gestaltet, sodass man auf ein weiteres Buch hoffen darf.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Schmerzlich schön

Preston Brothers, Band 3 - Leaving Leo
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Ich hab die beiden vorherigen Bücher der Reihe quasi inhaliert und war so bereit für Band 3. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden habe ich mir aber für diesen hier mehr Zeit nehmen müssen. Es ist ...

Ich hab die beiden vorherigen Bücher der Reihe quasi inhaliert und war so bereit für Band 3. Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden habe ich mir aber für diesen hier mehr Zeit nehmen müssen. Es ist auf eine andere Art tragisch, anders schmerzlich. Leise, wo die bisherigen Bände laut waren. Das kam irgendwie unerwartet, war aber auch eine sehr schöne Überraschung.

Wie schon in den anderen Büchern der Reihe beginnt es mit einer Begegnung- Boy meets Girl. Aber die Connection zwischen den Protagonisten ist anders. Unentschlossener, weniger fordernd. Es steht viel anderes im Fokus. Ich bin irgendwie mit einer gewissen Erwartungshaltung an den männlichen Protagonisten Leo herangegangen, die auf den ersten beiden Bänden beruhte. Aber Leo ist kein Bad Boy und er trägt ganz andere Lasten mit sich herum als seine Brüder.

Ich hab das ländliche Setting geliebt- Tatas Haus, Holden, das Diner. Irgendwie war das einfach super stimmig, so ein richtig sicherer Hafen, der einen Ruhepol zu den sonst sehr schmerzhaften Themen darstellt. Hab mich da irgendwie direkt wohlgefühlt.

Die Inhalte sind gefühlt erwachsener als in den anderen beiden Bänden, der Schmerz den die beiden Protagonisten sich selbst und einander zufügen ein stärker innengerichteter. Hatte beim Lesen teilweise einen richtigen Kloß im Hals. Aber da ist auch viel Licht, viel Liebe, viel Vergebung. Und das ist das schöne an diesem Buch.

Ein richtig tolles Buch, das einfach alles ist.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Unfassbar spannend

Die Festung
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Ich hab tatsächlich schon einige Escape-Thriller gelesen, auch das Locked-In Prinzip auf Insels oder ähnlichem ist ja an sich nichts neues. Da ich das aber prinzipiell super gerne lese, war ich schon neugierig ...

Ich hab tatsächlich schon einige Escape-Thriller gelesen, auch das Locked-In Prinzip auf Insels oder ähnlichem ist ja an sich nichts neues. Da ich das aber prinzipiell super gerne lese, war ich schon neugierig wie das hier umgesetzt wurde. Meine Erwartungshaltung war eher nicht so hoch, aber ich kann ganz ehrlich sagen, dass das hier vielleicht das beste Buch war, was ich jemals zu diesem Thema gelesen habe. Wow, war das spannend. Und ich mochte die eher unkonventionelle Erzählweise- richtig stark.

Das Buch wird aus der Sicht von Protagonistin Bonnie erzählt, die nach dem Entkommen aus dem Escape-Spiel in einem True Crime Podcast nach Antworten sucht. Das Buch trifft damit irgendwie auch so ein bisschen den aktuellen Popkultur-Nerv. Die Aufnahmen werden von entsprechend von den Ereignissen auf der Insel unterbrochen. Das fand ich tatsächlich richtig gut gemacht, weil man einerseits die Erlebnisse selbst hat und dann Bonnies Aufarbeitung dessen. Ich fand das ganze dadurch irgendwie deutlich authentischer, was auch massiv zur Stimmung beiträgt.

Das Escape-Spiel selbst hats echt in sich. Teilweise konnte man als Leser schon versuchen bei den Worträtseln mitzurätseln, was ich immer einen schönen Kniff finde. Die Anspannung nimmt im Verlauf der Handlung deutlich zu und ich fand es war einfach super spannend zu verfolgen. Zu der sowieso misslichen Lage kommen noch die Spannungen innerhalb der Gruppe, was schnell zu einer gewissen Eskalation führt. Generell fand ich das alles sehr stimmig konstruiert. Soweit, so gut, aber nicht übermäßig bemerkenswert. Aber dann kommt im letzten Drittel der Hammer: ein Twist den ich nicht mal ansatzweise habe kommen sehen und der zu ziemlich alles in frage stellt. Wow, einfach wow. Das hat nochmal richtig was aus der Handlung rausgeholt.

Für mich war das ein richtiger Pageturner, vor allem dann gegen Ende. Super packend mit richtig böser Komponente. Klare Leseempfehlung von mir

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Dieses Mal ein eher seichter Krimi

Ihr werdet sie nicht finden
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Ich hatte so Bock auf dieses Buch, da ich die letzten Thriller von Winkelmann wirklich stark fand. Thematisch fand ich, dass dieses Buch weniger von der aktuellen Brisanz seiner letzter Thriller hatte, ...

Ich hatte so Bock auf dieses Buch, da ich die letzten Thriller von Winkelmann wirklich stark fand. Thematisch fand ich, dass dieses Buch weniger von der aktuellen Brisanz seiner letzter Thriller hatte, aber trotzdem interessant klang. Leider hat es mich aber eher nicht mitreißen können. Das soll nicht heißen, dass das Buch schlecht war, aber es war für mich eher ein ruhiger Krimi.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und verknüpft einen aktuellen Vermisstenfall mit einem Cold Case von vor sieben Jahren. Die Idee selbst fand ich ziemlich stimmig. Und es wird viel klassische Ermittlungsarbeit betrieben, was ich sehr authentisch fand. Aber so richtig kommt dabei keine Spannung auf, einfach weil generell eher wenig passiert.

Die Rückblenden zum Verschwinden von Jonas Tochter fand ich unterm Strich interessanter und spannender als die aktuelle Ermittlung, die eher schleppend in Gang kommt und dann auch relativ schnell eine andere Richtung annimmt.

Die Entdeckungen und Enthüllungen innerhalb der Ermittlung fand ich teilweise etwas unglaubwürdig, ohne genau festmachen zu können, woran das genau lag. Aber irgendwie kam mir die Auflösung ziemlich übertrieben vor. Die Charaktere bleiben auch alle einfach sehr blass und das Ende fand ich einfach nicht so 100% zufriedenstellend.

Es ist schon gut geplottet und liest sich auch locker weg, aber mir hat hier dieses gewisse Etwas gefehlt. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Richtig heftig, aber auch richtig cool

Holly
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Ich mochte Holly schon in „The Outsider“ richtig gern, ich mag ihre unkonventionelle Art und wie rational sie ihre Fälle angeht. In „Holly“ spielt sie nun die Hauptrolle und ist einem sehr abgründigen ...

Ich mochte Holly schon in „The Outsider“ richtig gern, ich mag ihre unkonventionelle Art und wie rational sie ihre Fälle angeht. In „Holly“ spielt sie nun die Hauptrolle und ist einem sehr abgründigen Fall auf der Spur. War einfach wieder unheimlich cool, ein bisschen schaurig und packend bis zum Schluss.

Anders als in „The Outsider“ ist der vorliegende Fall weniger abgedreht, aber nicht weniger brutal oder abgründig. Die Geschichte wird wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass der Leser quasi von Anfang an alles über den Fall weiß. Dachte erst das nimmt dem ganzen vielleicht die Spannung, aber das ist absolut nicht der Fall.

Ich fand tatsächlich wieder sehr spannend, auch eine gewisse Ekelkomponente war vorhanden und dadurch kommt schon auch eine total gruslige Atmosphäre auf. Irgendwie hat der Fall auch eine Art psychologische Komponente, die eine gewisse Sogwirkung entfesselt.

Das Buch liest sich wieder grandios. Da alte Fälle mit dem aktuellen Fall von Holly verknüpft werden, entsteht auch eine gewisse Dringlichkeit, ein Mitfiebern zur Auflösung des Falls. Das Ende war wieder absolut spektakulär.

Habs echt weginhaliert und für mich ist das mit eines der besten Bücher, die ich von Stephen King gelesen habe.

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