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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Schöner Schlagabtausch

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Ich liebe die Känguru-Reihe und für mich war es das erste Buch, das ich als Hörbuch gehört habe. Marc-Uwe Kling kann einfach genial erzählen. Ein bisschen gestört hat mich das Lachen und Klatschen aus ...

Ich liebe die Känguru-Reihe und für mich war es das erste Buch, das ich als Hörbuch gehört habe. Marc-Uwe Kling kann einfach genial erzählen. Ein bisschen gestört hat mich das Lachen und Klatschen aus dem Off. Das erinnert an alte Sitcoms und Talkshow-Formate und wirkt auf mich irgendwie abgedroschen. Außerdem lenkt es ab, könnte man gut drauf verzichten, dann das hat die Geschichte gar nicht nötig.

Inhaltlich super witzig und den Zeitgeist treffend wird rebelliert. Gegen die Zustände! Könnte mich vor Lachen schießen, bin ganz ehrlich. Trifft den Nagel einfach sowas von auf den Kopf- absolut herrlich.
Es ist eine wilde Mischung aus Rumblödelei und bitterbösem Humor, wobei auf weltpolitische Gegebenheiten eingegangen und quergeschossen wird. Vor allem aktuelle Politiker bekommen ordentlich ihr Fett weg. Ich habe mich köstliche amüsiert und teilweise wirklich beherzt lachen müssen.

Kling kann echt mit Worten jonglieren, wie wenig andere Autoren, wobei herrliche Dialoge, zweckentfremdete Zitate und eiskalte Spitzen entstehen. Absolut fantastisch. Könnte da ewig bei zuhören, so charmant, witzig und brillant ist das.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

fands ok, aber nicht mein Buch

Wassermann
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Ich weiß gar nicht so richtig, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ich lese Coming-of-Age wirklich gerne, habe hier den klassischen Vibe derartiger Geschichten aber nicht so wirklich gefühlt. Ja, es geht ...

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ich lese Coming-of-Age wirklich gerne, habe hier den klassischen Vibe derartiger Geschichten aber nicht so wirklich gefühlt. Ja, es geht irgendwie schon um ein Jahr voller Liebe, Freundschaft, Familie und dem Leben fernab von zu Hause, aber irgendwie auf einer eher oberflächliche Art, die mich nicht so richtig erreicht hat.

Luk als Figur war für mich nicht zu fassen, eher unnahbar angelegt und außer seiner sexuellen Entwicklung, fand für mich wenig greifbares in diesem Jahr statt. Ich fand seine Figur auch irgendwie eher unsympathisch angelegt, immer auf den eigenen Vorteil bedacht, nicht wirklich loyal anderen gegenüber. Ja, er entschließt sich zu Therapie, erkennt was er an Olive hatte und aufgegeben hat, macht Fehler und kehrt immer wieder zum Ursprung zurück, aber das wurde für mich alles sehr schnell und eher oberflächlich abgehandelt.

Auch die Freundschaft zu Kurt, die mir anfangs noch essentiell erschien, driftet ab, wird zur Randnotiz. So richtig bin ich mir nicht sicher, was ich aus dieser Geschichte hätte mitnehmen sollen. Es ist kein schlechtes Buch, überhaupt nicht, aber für mich auch keines, was einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Es war angenehm und leicht zu lesen, hat mich aber nicht bewegt

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein Ort für unser Leben

Sandwich
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Orte bewahren unsere Erinnerungen an wichtige Momente und große Emotionen. Und genau so ein Ort ist das Ferienhaus auf Cape Cod für Rocky und ihre Familie. Ein Ort, an den sie jährlich zurückkehren und ...

Orte bewahren unsere Erinnerungen an wichtige Momente und große Emotionen. Und genau so ein Ort ist das Ferienhaus auf Cape Cod für Rocky und ihre Familie. Ein Ort, an den sie jährlich zurückkehren und der die Chronik der Familie untermalt.

Rocky denkt in diesem Sommer nicht nur viel über sich selbst und ihr Leben nach, sondern auch über ihren Körper, ihre Sexualität und Weiblichkeit. Darüber, was es heißt Mutter zu sein, ein Kind zu lieben, aber auch ein Kind zu verlieren.

Diese Buch war für mich kein leichter Sommerroman, da ist das Cover etwas trügerisch. Der Unterton der Geschichte ist schon eher betrübt, nachdenklich, ein bisschen schmerzlich und wehmütig. Die alltäglichen Szenen des Sommers untermalen kontrastreich all das, was Rocky nicht in der Lage ist mit ihrer Familie zu teilen.

Gleichzeitig kommt gut durch, wie sehr Rocky selbst das Zentrum ihrer Familie ist. Man spürt die tiefe Verbundenheit, die innerhalb der Familie herrscht.

Ich fands nicht unbedingt leicht dieses Buch zu lesen, einfach weil das Thema für mich so ein bisschen auch gewisse Pausen einforderte. Aber es ist ein einnehmender und schmerzlich nahbarer Roman zum Thema Familie. Ich mags

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Richtig cooler Jugendthriller

Revenge
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Ich fand schon den Einsteg in die Geschichte richtig stark: es geht direkt packend und schockierend los, sodass der Leser mitten ins Geschehen geworfen wird. Die wechselnden Erzählperspektiven, die sich ...

Ich fand schon den Einsteg in die Geschichte richtig stark: es geht direkt packend und schockierend los, sodass der Leser mitten ins Geschehen geworfen wird. Die wechselnden Erzählperspektiven, die sich auch die beiden Protagonistinnen Liv und Sara fokussieren, habe mir gut gefallen. Und ein toller Knuff war für mich auch die Täterperspektive.

Die Erzählweise aus Gegenwart und Rückblenden über die vergangen sechs Tage, die sich der Gegenwarts stetig annähern, fand ich gut gewählt. So wird das Tempo kontrolliert und der Leser bekommt häppchenweise das nächste Puzzlestück zur Lösung des Rätsels serviert. Dadurch wollte ich unbedingt dranbleiben u d war wirklich mitgerissen.

Als sich das Bild so langsam zusammensetzt war ich regelrecht geschockt, welches Thema sich hier noch versteckt. Aber richtig gut, wie es hier eingebunden und auch verarbeitet wird. War teilweise richtig wütend beim Lesen. Passiert ja selten, dass man auf Seite des Täters steht, aber hier war das für mich definitiv so.

Ich hätte mir vielleicht besonders zum Schluss noch so ein bisschen mehr Aufarbeitung der Lebenssituationen von Liv und Sara gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Mir hats gefallen, ich war bestens unterhalten und hab das Buch als leicht lesbar empfunden.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Toxisch lässt grüßen

Ultramarin
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Die Geschichte gibt mir massive Saltburn-Vibes: Lou als Sozialprojekt der Geschwister Raf und Sophie, der sich auf eine toxische Beziehung mit Raf einlässt, geprägt von dem starken Machtgefälle zwischen ...

Die Geschichte gibt mir massive Saltburn-Vibes: Lou als Sozialprojekt der Geschwister Raf und Sophie, der sich auf eine toxische Beziehung mit Raf einlässt, geprägt von dem starken Machtgefälle zwischen den beiden und einfach nicht loskommt, obwohl es ihn zunehmend ins Verderben stürzt. Ich wollte das Buch mehrmals gegen die Wand werfen, so sehr hat es mich aufgeregt, wie Lou mich sich umspringen lässt und trotzdem jedes Mal wieder ergeben angelaufen kommt, sobald Raf pfeift. So vieles an der Story war dermaßen toxisch, das kann ich gar nicht in Worte fassen.

Ich fand den Schreibstil anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig, fast schon abgehackt und durch die nicht gekennzeichnete wörtliche Rede auch nicht ganz so angenehm zu lesen. Aber man kommt da dann doch recht schnell rein und dann passt auch zur Stimmung. Die knappen Sätzen, die teilweise derben Beschreibungen, das dezidierte Auseinandernehmen von Lous Innenleben- das alles trägt zur Atmosphäre bei.

Die Geschichte ist der Inbegriff eines trägen Sommer und des Müßiggangs, aber schon Anfang an ist die Stimmung angespannt, unterschwellig brodelnd durch all das Ungesagte, die stille Hoffnung Lous und Raf völliger Ich-Zentrierung. Ich fand Raf irgendwie unheimlich und konnte null nachvollziehen, was Lou an ihm findet. Auch in den Rückblenden vom ersten Aufeinandertreffen bis zu Gegenwart erfährt der Leser die kleinen, leisen Demütigungen, die Raf Lou beifügt, das absolut schäbige Verhalten ihm gegenüber.

Der Beginn des Buches deutet ja bereits an, dass vermutlich irgendwas aus dem rüder läuft, mit dem Ende hätte ich trotzdem niemals gerechnet, das fand ich absolut grandios. Ich fands unerwartet gut.

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