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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Süß, aber vom Vibe her nicht ganz so meins

A Photo Finish
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Ich mag so Cowboy-Ranch-Geschichten ja super gerne und mochte auch den ersten Band dieser Reihe wirklich gern. Hab mich deshalb sehr gefreut jetzt Violets Geschichte und mehr über ihre Arbeit als Jockette ...

Ich mag so Cowboy-Ranch-Geschichten ja super gerne und mochte auch den ersten Band dieser Reihe wirklich gern. Hab mich deshalb sehr gefreut jetzt Violets Geschichte und mehr über ihre Arbeit als Jockette zu lesen. Die Rennbahn kam in diesem Buch deutlich kürzer als erwartet, was ich schon auch schade fand.

Es wird sich sehr stark auf die gemeinsame Vergangenheit der Protas konzentriert. Ihre Chatverläufe, Gedanken und Gefühle in Bezug auf die sich entwickelnde Internetbekanntschaft werden umfangreich dargestellt. So ein bisschen geht das zulasten der Gegenwartshandlung, wo ich mit Cole irgendwann langsam ungeduldig wurde. Aber 10/10 für die Darstellung seiner Therapeutin, hab diese Frau sehr gefeiert.

Generell nimmt das Innenleben der Figuren viel Raum ein, was ich richtig gut fand. Ich lieb ja so Grumpy vs. Sunshine, wobei Cole, als er sich endlich öffnet, schon auch Zucker ist. Seine Enthüllung fand ich sehr früh vorhersehbar, hier hat mich auch eher seine Gedankenspirale und die nachvollziehbare Unsicherheit überzeugt.

Ich fand dieses „wir sperren sie mal vier Wochen zusammen, damit die sexuelle Spannung den Rest erledigt“ bisschen klischeehaft, aber ok. Da sich das Buch locker wegliest, konnte ich über diese Schwachstellen hinwegsehen. Mochte es, aber nicht mein Lieblingsbuch der Autorin.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Leseerlebnis toll, inhaltlich bisschen zäh

Der letzte Sommer auf Nantucket
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Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket ...

Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket passiert und die Ereignisse werden dann entsprechend aufgerollt. Da die Geschichte aber zu einem großen Teil in Rückblenden erzählt wird, wird das Erzähltempo massiv ausgebremst, womit ich so ein bisschen gestrudelt habe. Denn eigentlich ist ja vor allem alles rund um Coco und den Hausbrand auf den ersten Blick besonders interessant.

In der Geschichte geht es primär um die sozialen Strukturen, das Lebensgefühl einer Gesellschaftsschicht und die sich verändernde Gruppendynamik, sobald die Richardsons zu der eingefleischten Gruppe der dauerhaften Bewohner Nantuckets dazu stoßen. Zusätzlich fallen einige Figuren aus dem gesellschaftlichen Rahmen, wie Coco, die eine etwas andere Sicht auf die Sozialetikette und die sich daraus ergebenden Reibereien haben.

Plottechnisch hätte es für meinen Geschmack gerne etwas komprimierter und dichter sein können. Das Buch liest sich so ein bisschen wie eine lose Erzählung, leicht schal, nachdem die Exzesse der Nacht dem Tageslicht gewichen sind. Es ist eine Geschichte von Hedonismus, Überfluss und Ausschweifungen. Wir verfolgen zwar einen ganzen Sommer, aber so richtig passieren tut nichts.

Ich glaube, es gab nicht eine einzige sympathische Figur. Alle Charaktere sind sehr egozentrisch und die Geschichte ist eine Aneinanderreihung an Kränkungen, Rivalitäten und gegenseitigem Ausnutzen. Das fand ich Storytechnisch schon auch gegen Ende ermüdend. Ich hab da einfach noch auf eine große Wende gewartet, die einfach nicht kam. Am ehesten konnte ich noch mit Coco mitfühlen, aber auch sie hat klare Ziele vor Augen, als sie nach Nantucket kommt und so richtig bin ich auch mit ihr nicht warm geworden.

Elin Hilderbrand hat einen schönen Schreibstil, sodass ich das Buch an sich gerne gelesen habe. Und ich mag, wie nuanciert sie ihre Figuren ausgestaltet. Die Geschichte wird eindeutig von den Figuren getragen. Rein vom Leseerlebnis war das Buch also durchaus ansprechend. Inhaltlich aber dieses Mal eher nicht meins. Insgesamt 3.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Wow, hat mich ganz schön mitgenommen

Novel Haven - Sound of Dreams
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Ich finde dieses Buch distanziert sich ziemlich weit von der cosy bubble rund um Nobel Haven. Ja, das spielt kommt weiter vor und Aria entwirft ein paar Tierchen, aber das ist nur Randgeschehen. Viel mehr ...

Ich finde dieses Buch distanziert sich ziemlich weit von der cosy bubble rund um Nobel Haven. Ja, das spielt kommt weiter vor und Aria entwirft ein paar Tierchen, aber das ist nur Randgeschehen. Viel mehr steht die Online-Präsent der Protas und die geteilte Vergangenheit im Fokus der Geschichte.

Die Themen waren tough für mich, bin ich ehrlich. Die DMs, die beide Protas bekommen sind harter Tobak und waren echt nicht leicht zu verdauen. Ich finde das total wichtig, dass hier mal aufgezeigt wird, dass man auch in der Anonymität des Internets nicht einfach alles bei anderen Leuten rauslassen und abladen kann. Einfach absolut heftig, wie das die Hauptcharaktere auch mitnimmt.

Für Felix ist ja so ein bisschen mein Herz gebrochen. Ich fand seine Geschichte so tragisch und unfassbar schmerzlich. Kein Kind sollte sowas durchmachen müssen. Das Buch war für mich echt eine emotionale Achterbahnfahrt. Aber die Lovestory war echt süß und irgendwie auch heilsam- hat mir richtig gut gefallen.

Hab dieses Buch inhaliert. Echt, ich liebe diese Reihe. Hätte gerne, dass sie niemals endet.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Wilder Ritt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Eine Cold Cade Reihe von Arno Strobel war genau das, was ich jetzt in dieser grauen Jahreszeit gebraucht habe. Hätte nicht gedacht , dass mich das so catcht, nachdem ich seine letzten Standalone Thriller ...

Eine Cold Cade Reihe von Arno Strobel war genau das, was ich jetzt in dieser grauen Jahreszeit gebraucht habe. Hätte nicht gedacht , dass mich das so catcht, nachdem ich seine letzten Standalone Thriller doch recht vorhersehbar fand. Aber Thema und Aufbereitung haben mich total abgeholt.

Es gibt im Buch einen Verweis auf einen anderen Strobel-Thriller. Da ich den nicht gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob es den aktuellen Fall spoilern würde. Man braucht die Vorgeschichte zumindest nicht, um sich hier zurecht zu finden.

Ich weis nicht wie authentisch ich die Ermittler-Konstellation mit einer persönlich betroffenen Zivilistin finde. Aber ok, es sei so. Was ich mochte, war die temporeiche Erzählung. Es wird nicht lang gefackelt, da werden schon die ersten Querverbindungen geknüpft. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse sogar zu sehr, sodass man kaum nachkommt, wer jetzt eigentlich wie im Verdacht steht.

Der Plot ist schon ziemlich wild und die Wendungen sehr überraschend und unerwartet. Bis zuletzt hatte ich absolut keinen Plan was da los ist. Die Auflösung fand ich daher ganz solide.

Das Buch liest sich einfach locker weg, ich hab gar nicht erst versucht hinter all den Twists hinterherzukommen, sondern hab mich einfach mitreißen lassen. Kann man machen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Intergalaktische Überlebens-Gameshow

Dungeon Crawler Carl
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Ich hab dieses Buch in letzter Zeit überall im Netz im Netz gesehen und obwohl die Story erstmal so gar nicht nach meinem Beuteschema klang, haben mich die vielfältigen positiven Erwähnungen doch neugierig ...

Ich hab dieses Buch in letzter Zeit überall im Netz im Netz gesehen und obwohl die Story erstmal so gar nicht nach meinem Beuteschema klang, haben mich die vielfältigen positiven Erwähnungen doch neugierig gemacht. Und ganz ehrlich- ich verstehe total. Ich habe diese Geschichte jede Sekunde gefeiert und bin so froh, dieses Buch gefunden zu haben. Ich liebe die KI Kommentare aus dem Off, die die Geschichte begleiten und Carls Aktionen und Fortschritt bewerten, belohnen und Informationen geben. Der trockene Humor der Geschichte ist genau meins und ich hab mich köstlich amüsiert beim Lesen.

Es gibt so ein bisschen Gaming-Vokabular, aber das hält sich für mein Empfinden im Grenzen, zumindest bin ich gut klargekommen. Das circa erste Viertel gibt eine ganz gute Einführung in die neue Welt rund um das Dungeon, das Gameplay und die Figuren selbst. Das Setting ist absolut spektakulär und die teilweise vulgäre Sprache, sowie die Ausstattung der Figuren und Monster schaffen ein stimmiges Gesamtbild.

Prinzessin Donut ist quasi von Beginn an mein Lieblingscharakter gewesen. Und ganz ehrlich, als die Katze dann ein Dino-Haustier bekommt, hätte ich mich schießen können. Das ist genau die Art Geschichte, die ich lesen will- wahnwitzig skurril, aber auf sehr liebenswerte Art. Generell ist die Geschichte gespickt mit coolen Figuren. Carl ist einfach super findig und hat einen guten moralischen Kompass, wodurch seine Odyssee durch die ersten Ebenen richtig Spaß macht.

Wenn man bedenkt, dass es potentiell 18 Ebenen gibt, dann hat sich die Handlung hier jetzt sehr lange auf den ersten beiden aufgehalten. Es war keine Sekunde zäh oder langatmig, aber wenn die Reihe das so weiter durchzieht weiß ich nicht, ob das nicht vielleicht irgendwann seinen Charme und Witz verliert.

Für mich ein absolut unerwartetes Highlight, ich will jetzt unbedingt wissen wie es weitergeht, so angefixt bin ich.

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