Cover-Bild Wassermann
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: März Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 290
  • Ersterscheinung: 09.03.2026
  • ISBN: 9783755000679
Lukas Hoffmann

Wassermann

Luk verlässt Deutschland, um Abstand zu seiner schmerzhaften Vergangenheit zu gewinnen. In Hamburg liegt seine Mutter im Sterben und sein bester Freund Bosse ist in der Psychiatrie. Ein Auslandssemester in Barcelona verspricht Ablenkung. Luk wird mitten hineingeworfen in die katalanischen Unabhängigkeitskämpfe, in Lärm, Staub, Euphorie. Er verliebt sich, rennt mit, rennt weg. Das Versprechen einer Revolution wird zum Spiegel seiner eigenen Zerrissenheit – ein Kampf gegen alles, was Halt verspricht. In Portugal, auf den Straßen, in fremden Betten versucht er, sich selbst neu zu erfinden, doch das Echo seiner sterbenden Mutter bleibt.
Nach ihrem Tod fällt die Welt in sich zusammen. Die Schuld ist konkret, der Schmerz körperlich. Luk verliert sich, betrügt, schweigt, kehrt zurück. Und diesmal bleibt er. Inmitten einer wiederaufflammenden Revolte beginnt er, für andere zu sorgen – für Kinder, für Fremde, für eine Zukunft, die nicht seine war.
›Wassermann‹ ist ein Roman über Flucht und Stillstand, über das Ende der Stärke und die Möglichkeit von Heilung. Lukas Hoffmann erzählt von einem Mann, der lernt, dass Care kein Gegensatz zu Kampf ist, sondern seine Fortsetzung – und dass Fürsorge vielleicht die radikalste Form von Widerstand ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Flucht, Kampf, Zerstörung und Heilung

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Im Mittelpunkt steht Luk, der vor sich selbst und seiner Situation in Deutschland flieht. Der Tod seiner Mutter, familiäre Konflikte und die Frage nach der eigenen Identität begleiten ihn auf seinem Weg ...

Im Mittelpunkt steht Luk, der vor sich selbst und seiner Situation in Deutschland flieht. Der Tod seiner Mutter, familiäre Konflikte und die Frage nach der eigenen Identität begleiten ihn auf seinem Weg nach Barcelona und später weiter. Dabei fühlt sich seine Reise weniger wie ein klares Ziel an, sondern eher wie ein ständiges Weiterziehen/ weglaufen und immer auf der Suche, ohne wirklich anzukommen.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Er ist klar, stellenweise poetisch und gleichzeitig sehr nahbar. Anfangs war er etwas abgehackt, man findet allerdings schnell in die Geschichte rein. Oft wirkt es fast so, als würde der Autor direkt mit einem sprechen.

Die Gedanken und Gefühle von Luk sind intensiv und authentisch dargestellt, auch wenn sie manchmal etwas sprunghaft oder wirr wirken, was aber gut zu seiner inneren Zerrissenheit passt. Besonders gefallen hat mir, dass er so reflektiert hat.

Inhaltlich geht es um das Erwachsenwerden, Verantwortung und die Frage, ob man vor seinen Problemen davonlaufen kann. Auch Themen wie Liebe, Verlust und politische Unruhen fließen mit ein.

Ich konnte Luk auf seiner Reise gut begleiten und seine Entwicklung nachvollziehen, auch wenn nicht jede Entscheidung für mich greifbar war.

Insgesamt ist „Wassermann“ ein ruhiger, tiefgründiger Roman, der weniger durch große Spannung, sondern vielmehr durch seine Sprache und Emotionen überzeugt und noch lange nachwirkt. Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen und das Buch lässt mich seitdem nicht mehr los. Ein wirklich gelungenes Debüt!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

für mich sehr interessant

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Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich bin gut in Luks Versuch eingetaucht, in Barcelona neu anzufangen, obwohl er innerlich alles andere als stabil ist. Die Stadt, aufgeheizt von politischen ...

Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich bin gut in Luks Versuch eingetaucht, in Barcelona neu anzufangen, obwohl er innerlich alles andere als stabil ist. Die Stadt, aufgeheizt von politischen Spannungen und voller Unruhe, spiegelt seine eigene Getriebenheit so treffend wider, dass man die Stimmung fast körperlich spürt. Besonders nahegegangen sind mir die stillen, schmerzhaften Augenblicke, in denen Luk nicht länger vor seinen Erinnerungen oder den Menschen fliehen kann, die ihm wichtig sind das wurde wunderbar bechrieben. Das düstere Cover fast komplett schwarz, nur eine fallende Figur hat für mich die ganze Atmosphäre des Romans auf den Punkt gebracht und ist daher wie ich finde sehr gut gearbeitet worden. Es vermittelt genau dieses Gefühl des Kontrollverlustes, in dem sich Luk über viele Seiten hinweg bewegt. der Schreibstil ist klar, direkt und emotional nah an den Figuren so dass ich zu jeder zeit problemlos losen konnte und gut in die Geschichte eingetaucht bin. Es wirkt nichts überladen oder künstlich dramatisiert. Für mich ist das Buch ein Coming-of-Age-Roman, der lange im Kopf bleibt

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Revolution oder nicht?!

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In Barcelona beginnt Luk ein Auslandssemester & die katalanische Unabhängigkeitsbewegung ist im vollen Gang. Olive, die Nachbarin ist eine Aktivistin. Kurze Zeit später kommen sie sich näher. Währenddessen ...

In Barcelona beginnt Luk ein Auslandssemester & die katalanische Unabhängigkeitsbewegung ist im vollen Gang. Olive, die Nachbarin ist eine Aktivistin. Kurze Zeit später kommen sie sich näher. Währenddessen erkrankt Luks Mutter in Deutschland. Muss er sich zwischen Spanien & Deutschland entscheiden?


„Wassermann“ von Lukas Hoffmann ist sein Romandebüt.

Das Auslandssemester ist die Flucht, um der Verantwortung, der Traurigkeit in Deutschland zu entkommen oder die Suche zur Identität? Was hält das Leben für einen bereit. Angekommen dominieren im Alltag, politische Unruhen, Demonstrationen, um die katalanische Unabhängigkeitsbewegung & persönliche Konflikte müssen ausgetragen werden. Mitmischen oder den eigenen Weg gehen? Die Entscheidung ist nicht einfach. Soll ich als Held oder Verlierer aus der Revolution gehen? Schließe ich mich der Gruppe aus Solidaritätsprinzipen an?

In Deutschland erkrankt seine Mutter & stirbt später. Das Band zur Schwester wird stärker. Durch den tragischen Abschied findet er seine innere Stärke & lernt Verantwortung zu übernehmen. Die Liebe zu Olive ist kompliziert, sie verbringen viel Zeit, aber sie ist auch in politische Aktionen involviert. Als Unterstützter ist er Mittäter, also lieber auf Distanz bleiben?

„Wassermann“ ist in 4 große Teil geteilt, die die Phasen eines Kampfes vermuten lassen & bearbeitet große Themen wie Identität, Erwachsenwerden & Solidarität. Wie Luk sich unsicher in einem fremden Land bewegt & mit Emotionen/Handlungen überschüttet wird, so liest es sich stellenweise. Ich konnte mit Luk eine Verbindung aufbauen. Gerade durch die innere Zerrissenheit. Die Sprache ist leicht, stellenweise poetisch. Der Ansatz in der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung die Handlung spielen zu lassen, fand ich skeptisch, aber für mich ist es gelungen. Obwohl viele Themen bearbeitet werden, ist es ein toller Coming-of Age Roman.
Hoffmann verarbeitet teilweise Züge aus seinem Leben. Wer in Barcelona war, hat die Orte vor Augen.



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Veröffentlicht am 10.04.2026

Nahbar, ehrlich, mitreißend

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Der Roman „Wassermann“ von Lukas Hoffmann hat mich sprachlich sehr überzeugt. Der Autor verwendet eine flüssige und bildhafte Sprache. Schon von der ersten Seite an lässt sich die Geschichte leicht verfolgen, ...

Der Roman „Wassermann“ von Lukas Hoffmann hat mich sprachlich sehr überzeugt. Der Autor verwendet eine flüssige und bildhafte Sprache. Schon von der ersten Seite an lässt sich die Geschichte leicht verfolgen, ohne dass man das Gefühl hat, sich durch komplizierte Passagen kämpfen zu müssen. Gerade diese klare Ausdrucksweise schafft eine Atmosphäre, die den Leser tief in die Handlung hineinzieht.
Besonders gelungen finde ich, wie Hoffmann Einblicke in die Gefühlswelt seines Protagonisten gibt. Die Emotionen werden authentisch dargestellt, sodass man als Leser schnell eine Verbindung zu der Hauptfigur aufbauen kann. Mir war der Protagonist von Anfang an sympathisch. Seine Gedanken und Erlebnisse sind meist nachvollziehbar und regen zum Nachdenken an. Durch diesen Zugang wird der Roman nicht nur unterhaltsam, sondern auch berührend.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Zwischen Laufen und Ankommen

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"Wassermann" von Lukas Hoffmann ist ein Roman, der stark über Stimmung und damit die Sprache funktioniert. Im Vordergrund steht Luk, der versucht, vor familiären Konflikten, dem bevorstehenden Tod seiner ...


"Wassermann" von Lukas Hoffmann ist ein Roman, der stark über Stimmung und damit die Sprache funktioniert. Im Vordergrund steht Luk, der versucht, vor familiären Konflikten, dem bevorstehenden Tod seiner Mutter und dem damit einhergehenden Gefühl von Überforderung zu fliehen. Positiv zu erwähnen ist dabei, dass diese Themen nie plakativ auserzählt werden.

Besonders gut fand ich den Schreibstil: Der besteht aus kurzen, präzisen Sätzen und knappen, fragmentierten Kapiteln, die eine klare Distanz zeigen, was zugleich Luks Innenleben spiegelt. Der Roman wird davon geprägt, dass man als Lesende den Eindruck gar Luk würde sein eigenes Leben in einigen Aspekten nur beobachten, anstatt es wirklich mitsamt seiner Emotionen zu erleben.

Spannend fand ich auch, wie die politischen Unruhen rund um die katalanische Bewegung in Barcelona in ein paar Aspekten auch Luks inneren Zustand widerspiegeln: seine Orientierungslosigkeit und sein Verlangen aus dem Ist-Zustand auszubrechen.

Im Fazit: Ein Roman, der nachhallt, wenn man sich auf die ruhige, introspektive Erzählweise einlässt.

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