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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Reise nach Japan für Zuhause

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Inhaltlich nimmt einen das Buch mit auf eine Reise durch Japan – von bekannten Orten wie Tokio und Kyoto bis hin zu weniger bekannten Regionen. Besonders schön fand ich die Aufteilung nach Jahreszeiten, ...

Inhaltlich nimmt einen das Buch mit auf eine Reise durch Japan – von bekannten Orten wie Tokio und Kyoto bis hin zu weniger bekannten Regionen. Besonders schön fand ich die Aufteilung nach Jahreszeiten, wodurch man einen sehr stimmungsvollen Eindruck vom Land bekommt.



Die Mischung aus kurzen, leicht verständlichen Texten, wunderschönen Fotografien und Illustrationen ist sehr gelungen. Man bekommt Einblicke in Kultur, Traditionen und Lebensweisen, ohne dass es zu überladen wirkt. Auch Themen wie Ikigai oder Kintsugi werden verständlich erklärt.



Abgerundet wird das Ganze durch einige Rezepte, die gut ausgewählt sind und Lust machen, selbst etwas auszuprobieren. Dadurch wirkt das Buch nicht nur wie ein Bildband, sondern bietet auch einen kleinen praktischen Mehrwert.



Natürlich geht das Buch nicht extrem in die Tiefe, sondern bleibt eher an der Oberfläche – was für ein Coffee-Table-Book aber absolut passend ist. Gerade für Einsteiger oder alle, die sich für Japan interessieren, ist es ideal.



Insgesamt ist es ein wunderschön gestaltetes Buch, das Fernweh weckt und zum Träumen einlädt – perfekt zum Verschenken oder selbst behalten.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Flucht, Kampf, Zerstörung und Heilung

Wassermann
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Im Mittelpunkt steht Luk, der vor sich selbst und seiner Situation in Deutschland flieht. Der Tod seiner Mutter, familiäre Konflikte und die Frage nach der eigenen Identität begleiten ihn auf seinem Weg ...

Im Mittelpunkt steht Luk, der vor sich selbst und seiner Situation in Deutschland flieht. Der Tod seiner Mutter, familiäre Konflikte und die Frage nach der eigenen Identität begleiten ihn auf seinem Weg nach Barcelona und später weiter. Dabei fühlt sich seine Reise weniger wie ein klares Ziel an, sondern eher wie ein ständiges Weiterziehen/ weglaufen und immer auf der Suche, ohne wirklich anzukommen.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Er ist klar, stellenweise poetisch und gleichzeitig sehr nahbar. Anfangs war er etwas abgehackt, man findet allerdings schnell in die Geschichte rein. Oft wirkt es fast so, als würde der Autor direkt mit einem sprechen.

Die Gedanken und Gefühle von Luk sind intensiv und authentisch dargestellt, auch wenn sie manchmal etwas sprunghaft oder wirr wirken, was aber gut zu seiner inneren Zerrissenheit passt. Besonders gefallen hat mir, dass er so reflektiert hat.

Inhaltlich geht es um das Erwachsenwerden, Verantwortung und die Frage, ob man vor seinen Problemen davonlaufen kann. Auch Themen wie Liebe, Verlust und politische Unruhen fließen mit ein.

Ich konnte Luk auf seiner Reise gut begleiten und seine Entwicklung nachvollziehen, auch wenn nicht jede Entscheidung für mich greifbar war.

Insgesamt ist „Wassermann“ ein ruhiger, tiefgründiger Roman, der weniger durch große Spannung, sondern vielmehr durch seine Sprache und Emotionen überzeugt und noch lange nachwirkt. Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen und das Buch lässt mich seitdem nicht mehr los. Ein wirklich gelungenes Debüt!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Familiendrama

Beth is dead
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Die Geschichte hat mich direkt gepackt. Durch die Wechsel zwischen „Heute“ und „Davor“ sowie die verschiedenen Perspektiven der Schwestern baut sich nach und nach ein Gesamtbild auf, ohne zu viel zu verraten. ...

Die Geschichte hat mich direkt gepackt. Durch die Wechsel zwischen „Heute“ und „Davor“ sowie die verschiedenen Perspektiven der Schwestern baut sich nach und nach ein Gesamtbild auf, ohne zu viel zu verraten. Das Miträtseln, wer hinter Beths Tod steckt, hat wirklich Spaß gemacht, da man seine Theorien ständig überdenken musste.

Die Charaktere sind interessant angelegt, auch wenn mir die drei verbliebenen Schwestern teilweise etwas unsympathisch waren. Beth selbst ist mir dabei noch am meisten im Kopf geblieben. Positiv ist aber, dass alle Figuren ihre eigenen Geheimnisse haben, was die Spannung unterstützt.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, allerdings hat die Geschichte im Mittelteil ein paar Längen und wirkt stellenweise etwas ruhiger. Gegen Ende zieht die Spannung aber nochmal deutlich an und überzeugt mit guten Wendungen.

Insgesamt ist „Beth is Dead“ kein klassischer Thriller, sondern eher ein ruhigerer Young-Adult-Krimi mit Fokus auf Familie und Beziehungen. Trotz kleiner Schwächen eine spannende Geschichte, die zum Miträtseln einlädt.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Sarkasmus, Selbstzweifel und schonungslose Ehrlichkeit

Half His Age
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Der Einblick ins teenager Leben.



Waldo ist ein teenie wie kein anderer, und doch erkennt man sich selbst wieder in ihr.

Der Sarkasmus, das Online frust Shopping, und die unbeholfenheit des nicht erwachsen ...

Der Einblick ins teenager Leben.



Waldo ist ein teenie wie kein anderer, und doch erkennt man sich selbst wieder in ihr.

Der Sarkasmus, das Online frust Shopping, und die unbeholfenheit des nicht erwachsen seins.

Jenette McCurdy erzählt hier eine Geschichte die nicht nur intensive ist, sondern auch lustig. Man schwingt zwischen schmunzeln, Lachen und Besorgnis.



Die Darstellung der Dysfunktionalen Beziehungen zieht Empathie und Sympathie in einem hoch. Von Waldos Mutter zu ihrer besten Freundin. Die Art wie Jenette hier die Realität eines armen, einsamen Mädchens zeigt sich in Lust, wut und Träumereien die einem fast schon unangenehm fühlen lassen.



Es ist unglaublich leicht in das Buch reinzukommen und der Humor packt einen sofort. Waldo is nicht nur ein teenager, sie ist ein selbstironischer Spiegel der Gesellschaft in der Frauen nur immer gut genug sind wenn sie intensiv sich selbst kleiner machen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Neuanfang

Mirabellentage
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Nach "Mühlensommer" war ich besonders interessiert, wie es wohl weiter gehen wird. Es war eine sehr schöne Überraschung, dass die Nebenfigur aus Mühlensommer hier ihre eigene Geschichte bekommen hat.

Der ...

Nach "Mühlensommer" war ich besonders interessiert, wie es wohl weiter gehen wird. Es war eine sehr schöne Überraschung, dass die Nebenfigur aus Mühlensommer hier ihre eigene Geschichte bekommen hat.

Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und sehr lebendig. Besonders gelungen sind die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die ein stimmiges Bild vom einfachen, oft auch einengenden Leben in einer katholischen Dorfgemeinschaft zeichnen. Für viele Leser:innen dürfte hier ein hoher Wiedererkennungswert entstehen, gerade wenn eigene Erinnerungen an das Landleben mitschwingen.

Emotional bietet das Buch eine breite Palette: von nachdenklichen Momenten über berührende Szenen bis hin zu humorvollen Episoden. Allerdings ist genau dieser Humor nicht durchgehend treffsicher. Einige Einfälle, etwa rund um den neuen Pfarrer und sprachliche Missverständnisse, wirken eher überzogen oder albern und treffen nicht jeden Geschmack. Hier verliert die Geschichte stellenweise etwas an Wirkung.

Dennoch überzeugt der Roman insgesamt durch seine stimmige Atmosphäre, die liebenswerte Hauptfigur und das Thema des späten Aufbruchs. Annas Reise, sowohl innerlich als auch äußerlich, entwickelt eine leise, aber nachhaltige Kraft.

Fazit:
Ein warmherziger, atmosphärischer Dorfroman über Verlust, Erinnerungen und den Mut zum Neuanfang. Nicht jeder Humor zündet, doch die authentische Stimmung und die sympathische Protagonistin machen Mirabellentage zu einer gelungenen, emotionalen Lektüre, besonders für Fans von ruhigen, lebensnahen Geschichten.

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