Auf der Suche nach sich selbst
WassermannSchon das geheimnisvoll-düstere Cover von Wassermann zieht einen sofort in seinen Bann – es wirkt beinahe wie ein stilles Versprechen, dass einen eine schwere, tiefgründige und emotional aufwühlende Geschichte ...
Schon das geheimnisvoll-düstere Cover von Wassermann zieht einen sofort in seinen Bann – es wirkt beinahe wie ein stilles Versprechen, dass einen eine schwere, tiefgründige und emotional aufwühlende Geschichte erwartet, die weit unter die Oberfläche geht und Spuren hinterlässt.
Hoffmanns Schreibstil ist dabei klar, reduziert und gleichzeitig erstaunlich intensiv. Durch seine oft fragmentarischen, knapp gehaltenen Sätze entsteht eine besondere Nähe zur Gefühlswelt der Hauptfigur. Genau diese sprachliche Zurückhaltung verstärkt die innere Unruhe von Luk und macht seine Zerrissenheit, seine Sehnsucht und seine Verlorenheit umso greifbarer. Zwischen den Zeilen schwingt eine leise, aber beständige Melancholie mit, die den gesamten Roman durchzieht und ihm eine eindringliche Tiefe verleiht.
Im Zentrum steht der Hauptprotagonist Luk, ein junger Mann auf der Flucht – nicht nur vor der Krebserkrankung seiner Mutter, sondern auch vor sich selbst. Von Hamburg aus treibt es ihn nach Barcelona und weiter nach Portugal, immer in der Hoffnung, irgendwo neu anfangen zu können. Doch egal, wie weit er geht: Die Vergangenheit reist unsichtbar mit….