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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Justizfälle am Rande des Undenkbaren

Dunkle Momente
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Dieses Buch hätte in meinen Augen viel mehr Publicity und Hype verdient, denn mein Gott war das ein wunderbares Lesegnügen.
So ein bisschen bedient das Buch auch den Voyeur im Leser, den Teil der sich ...

Dieses Buch hätte in meinen Augen viel mehr Publicity und Hype verdient, denn mein Gott war das ein wunderbares Lesegnügen.
So ein bisschen bedient das Buch auch den Voyeur im Leser, den Teil der sich am Unglück und Elend anderer ergötzt, was sich super spannend finde.

Die einzelnen Geschichten beschäftigen sich unter anderem mit den Facetten von Schuld, beleuchten verschiedenste Tatbestände und die moralischen, gesellschaftlichen und juristischen Aspekte, die mit den Taten zusammenhängen.

Die dargestellten Szenarien gehen sehr ins Extreme, es sind keine Alltagsdelikte. Es dreht sich um eher skurrile, abgründige Morde, mit sehr eigenwilligen Motiven. Dass das Ganze aus der Sicht der verhandelnden Strafverteidigerin geschildert wird, fand ich einen super spannenden Kniff. Denn während Täter- und Opferperspektive oft recht klar sind, bewegt sie sich durch die Grauzonen des Rechtsystems, dem sie dient. Und das fand ich richtig mitreißend. Absolut genial!

Die einzelnen Fälle sind knackig geschildert und in kurze Kapitel unterteilt, die sich auf die essentiellen Aspekte beziehen und sich damit zügig und flüssig lesen lassen. Es gibt quasi keinen Fachjargon und die juristischen Aspekte werden simpel runtergebrochen, sodass sie leicht verständlich sind.

Mich hats voll abgeholt und überzeugt, ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Wieder ein richtig abgründiger Thriller

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Die Max Bischoff-Reihe ist mein absoluter Favorit aus der Feder von Arno Strobel. Ich mag zwar auch seine Standalones, aber die Figuren der Reihe haben es mir einfach angetan. Und wieso das so ist, erfährt ...

Die Max Bischoff-Reihe ist mein absoluter Favorit aus der Feder von Arno Strobel. Ich mag zwar auch seine Standalones, aber die Figuren der Reihe haben es mir einfach angetan. Und wieso das so ist, erfährt man hier teilweise im Nachwort: denn da wird offenbart, dass eine der Figuren direkt aus dem Leben gegriffen ist. Finde ich herrlich und einfach total cool.

Und natürlich glänzen auch die Stammcharaktere wieder um die Wette. Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich ein bisschen in Marvin verliebt bin und er Max in meinen Augen ein kleines bisschen den Rang abgelaufen hat, der ist einfach absolut grandios und trägt bei mir maßgeblich zum Unterhaltungswert der Geschichte bei.

Den Fall finde ich absolut perfide, wahnsinnig abgründig und auch ein bisschen gruslig. Also eine absolut göttliche Mischung für einen Thriller und ideal für Ermittler Max Bischoff. Der Plot bleibt bis zum Schluss sehr wendungsreich und das Motiv des Täters eher nebulös, was in zahlreichen Verdächtigungen mündet- ich liebe es.

Für mich ein absolut packender Pageturner, der von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhält und wieder in die dunklen Abgründe der menschlichen Psyche eintaucht.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Die Ruhe vor dem Sturm

The Last Bookstore on Earth
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Ich fand die Idee einer postapokalyptischen Buchhandlung wirklich interessant und hatte richtig Lust auf dieses Geschichte. Der Leser begleitet Liz, die als eine der wenigen Menschen einen todbringenden ...

Ich fand die Idee einer postapokalyptischen Buchhandlung wirklich interessant und hatte richtig Lust auf dieses Geschichte. Der Leser begleitet Liz, die als eine der wenigen Menschen einen todbringenden Sturm überlebt hat. Wenig wird über die den postapokalyptischen Zustand nicht preisgegeben. Nur, dass es sich um Wetterkatastrophen handelt und ein Großteil von Liz Heimat zerstört ist. Aber ihre persönliche Welt ist klein, beschränkt sich auf den Buchladen. Dadurch bekommt auch der Leser nur minimale Eindrücke, dieser neuen Welt, die für Liz erstmal z halbwegs komfortable ist.

Ein bisschen unrealistisch finde ich es schon, dass eine 17-Jährige, die das Haus nicht verlässt, solange alleine durchhält. Es gibt dazu zwar eine Erklärung, aber die wirkt schon sehr verklärt. Alles rund um die Buchhandlung, die Briefe und Lebensgeschichten derjenigen, die Liz kleine Welt kreuzen, wird zwar angeschnitten, aber nicht weiter vertieft.

Es ist eine eher ruhige Geschichte der Beschaulichkeit. Das Buch wird ja auch als "cozy Dystopie" beworben, auch wenn ich ehrlich gesagt an der postapokalyptischen Situation und Liz Lebensumständen nichts so richtig cozy fand. Ja, der Bauchladen ist ein cooles und vllt cozy Setting, aber auch nur, bis man sich vergegenwärtigt, dass er gefühlt fast auseinander fällt und ein Sturm droht. Also joa, ist ein Vibe- aber cozy?! So richtig Stimmung kommt erst im letzten Drittel auf und auch da beschränkt es sich auf einen sehr kleinen Rahmen. Ich hätte mir hier wirklich einen Blick über die Buchhandlung hinaus gewünscht.

Es gibt eine zarte Liebesgeschichte, die aber kaum Raum einnimmt. Genauso wie Liz Vergangenheit vor dem ersten Sturm. Wird zwar in Rückblenden anerzählt, trägt aber nicht unbedingt was zum Plot bei. Mir fehlte hier das gewisse Etwas. Die Geschichte bewegt sich in dieser kleinen Bubble und kommt nicht so richtig in die Gänge.

ich fands nicht schlecht, aber halt auch keine Geschichte, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Schöner Lesestoff für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

die Unkalkulierbarkeit des Lebens

No Hard Feelings
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Ich hab mich bzw. meine Altersgruppe direkt in der Buchbeschreibung wiedergefunden und lese aktuell total gerne Romane über Frauenfreundschaften, die im Stile von Sex and the City den Alltag, das Leben ...

Ich hab mich bzw. meine Altersgruppe direkt in der Buchbeschreibung wiedergefunden und lese aktuell total gerne Romane über Frauenfreundschaften, die im Stile von Sex and the City den Alltag, das Leben allgemein und sich verändernde Lebensmodelle und Beziehungsgefüge von Frauen Ende Zwanzig/Anfang Dreißig betrachten. Vielleicht hat mich das Buch ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt, aber mir hat hier ein bisschen die Leichtigkeit und auch positive Bestärkung gefehlt, die ich mir bei solchen Büchern immer erhoffe. Dass heißt nicht, dass ich nicht auch ernste Themen und Tiefgründigkeit zu schätzen weiß, aber dieses Buch habe ich teilweise einfach als anstrengend empfunden.

Die generelle Auswahl an Themen rund um Job, sich verändernde Freundschaften, Dating und Toxic Relationships fand ich eigentlich super gewählt und das Buch deckt da auch super viel ab. Auch die drei Freundinnen fand ich grundsätzlich gut gewählt und ich habe ein bisschen von mir auch in jeder von ihnen wiedergefunden.
Aber ich finde auch, dass Frauenfreundschaften und generell jegliche Beziehungen zwischen Frauen hier über weite Strecken einen sehr negativen Touch bekommen haben. Ich fand das Verhalten von Penny und ihren Freundinnen beim Lesen teilweise super anstrengend. Ich sag nicht, dass es nicht auch mal so sein kann, aber wo ist das Empowerment und der Zusammenhalt, die wir eigentlich so sehr brauchen und die ich eigentlich viel lieber lesen würde.

Penny ist Wrack, ganz ehrlich. Das tat ja stellenweise richtig weh ihr dabei zuzusehen, wie sie von einer Katastrophe in die nächste steuert. Das ist für mich schon nicht mehr liebenswert. Ich seh den Unterhaltungswert, den diese Geschichte haben könnte und für viele bestimmt auch hat, aber mich hats stellenweise einfach richtig aufgeregt. Und wahrscheinlich macht genau das das Buch auch so gut, dass es diese Reibungspunkte gibt, in denen man sich vielleicht sogar selbst wiedererkennt, auch wenn man es nicht zugeben will.

Schwanke sehr zwischen "finds sehr genial" und "hat mich sehr genervt". Trifft beides zu, macht den Gesamteindruck aber auch irgendwie schwer erklärbar.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Brutaler Pageturner

Der Nachtgänger
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Ich hab ja schon einige Bücher von Lars Kepler gelesen und eigentlich müsste man langsam mal wissen, worauf man sich da einlässt. Trotzdem bin ich jedes einzelne Mal von der Brutalität der Geschichten ...

Ich hab ja schon einige Bücher von Lars Kepler gelesen und eigentlich müsste man langsam mal wissen, worauf man sich da einlässt. Trotzdem bin ich jedes einzelne Mal von der Brutalität der Geschichten und auch von den starken sexuellen Komponenten überrascht. Dieses Buch ist wieder nichts für schwache Nerven und eher zartbesaitete Leser werden hier vermutlich eher abgestoßen, denn es wird blutig und sehr grausam.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass Saga nicht am Fall mitarbeitet. Joona knackt den Fall zwar auch alleine, aber die Dynamik dieses eingespielten Duos hat schon ein bisschen gefehlt. Dafür hatte Erik Maria Bark mal wieder einen Gastauftritt, was ich sehr unterhaltsam fand. Die Hypnosesessions mit Erik waren für mich auch Schlüsselmomente Innerhalb der Handlung und waren so spannend und interessant inszeniert.

Generell war das Kernthema des Buches rund um Schlafwandeln und Schlafforschung sehr interessant angelegt und die Schlüsselrolle von Hugo, der sich vom Hauptverdächtigen zum wichtigsten Zeugen mausert, fand ich sehr gelungen angelegt. Generell gab es um Hugo auch eine packend angelegte Nebenhandlung, die mich stellenweise auch einfach richtig mitgenommen hat.

Das Autorenduo ist einfach super stark im Legen falscher Fährten und ich hatte während des Lesens einige Theorien und Verdächtigungen, aber das Ende habe ich tatsächlich überhaupt nicht kommen sehen. Ein bisschen überzogen fan dich das ganze schon, aber auch das kennt man ja von Lars Kepler- es ist alles ein bisschen übertrieben, sehr an der Grenze dessen, was noch halbwegs authentisch wirkt.
Ich habe hier trotzdem wieder fieberhaft mitgerätselt und fand das Buch einen absoluten Pageturner- packend von Beginn bis Ende. Und bei Kepler kann man sich gewiss sein: man weiß nie wer alles auf der Todesliste landet. Das Buch ist da wieder sehr schonungslos und war damit für mich wieder beste Unterhaltung.

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