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Veröffentlicht am 28.02.2025

Braucht es das?

Games Untold – Die The-Inheritance-Games-Geschichten
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Ich hatte es anhand es Klappentextes bereits befürchtet: das Buch besteht aus einer Art Kurzgeschichten, die innerhalb des Inheritance Games Universums spielen. Pluspunkt: vorne im Buch gibt es eine Zeitachse ...

Ich hatte es anhand es Klappentextes bereits befürchtet: das Buch besteht aus einer Art Kurzgeschichten, die innerhalb des Inheritance Games Universums spielen. Pluspunkt: vorne im Buch gibt es eine Zeitachse die anzeigt, wo die einzelnen Geschichten angesiedelt sind. Aber braucht es das das wirklich? Hat was von dem rausgeschnittenen Bonusmaterial von Filmen: nicht wichtig genug um es ins Hauptwerk zu schaffen, aber vllt kann man damit trotzdem noch Geld verdienen. Lässt mich immer irgendwie unschlüssig zurück, ob ich diese Taktik schamlos oder bewundernswert finden soll.

Es gibt von der Länge her zwei Hauptgeschichten und dann noch diverse kleine Anekdoten. Für mich die interessanteste Geschichte war die über Tobias und Averys Mutter. Weil es gefühlt die einzige Geschichte war, die unerwartet kam und die für sich selbst auch schön eigenständig stand. Ich finde, die hat einen echten Mehrwert gehabt: Die restlichen Episoden fand ich amüsant und nett zu verfolgen, aber halt auch nicht mehr.

Kann man lesen, ist charmant und kurzweilig geschrieben, keine Frage. Inhaltlich aber jetzt eben für mich nicht die Wahnsinns-Bereicherung.
Es gibt quasi zu jedem Charakter eine Hauptgeschichte, die ein bisschen mehr über seine Persönlichkeit offenbart. Wie so ein kleines Schlaglicht auf ebenjenen Charakter.

Ich habs jetzt gelesen, aber noch so einen Band bräuchte es für mich nicht. Mir gefallen die in sich geschlossenen Romane deutlich besser.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Ja weiß ich jetzt auch nicht

U
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Timur Vermes hat ja kürzlich ein neues Buch rausgebracht und in dem Zuge ist mir auch „U“ vorgeschlagen worden. Konnte mich dunkel erinnern, das damals auch mal auf der Leseliste gehabt zu haben, also ...

Timur Vermes hat ja kürzlich ein neues Buch rausgebracht und in dem Zuge ist mir auch „U“ vorgeschlagen worden. Konnte mich dunkel erinnern, das damals auch mal auf der Leseliste gehabt zu haben, also mitbestellt. Die Idee dahinter war vielleicht ganz gut aber die Umsetzung war ja überhaupt nicht meins.

Zum Inhalt: eine U-Bahn. Die letzte Station an einem stressigen Tag, bevor Anke endlich an ihrem Ziel ankommt. Doch irgendwas stimmt nicht. Die Bahn scheint nicht zu halten. Eine wilde Irrfahrt beginnt.

Ich bin einfach mit der Darstellung des Textes nicht klargekommen. Kein Fließtext, stattdessen eine Aneinanderreihung von Worten, Fragmenten, unzusammenhängendem Kauderwelsch und übertriebenen Stilmitteln. Bin ich kein Fan von, für mich liest sich das abgehackt und schafft Distanz.

Inhaltlich auch eher wirr, am Ende hab ich mich gefragt, was ich da eigentlich gelesen habe und ob ich überhaupt verstanden habe, worum es geht. Passiert mir auch nicht oft. Wie in einem umnachteten Fiebertraum bewegen sich die Figuren durch die abstrakte Handlung.

Hab mehrmals überlegt das Buch abzubrechen, aber es ist ja eh nur so kurz und irgendwie habe ich auch auf den erlösenden Aha-Moment gehofft. Kam nicht. Zumindest nicht für mich. Hat mir nicht gefallen, war nicht meine Art von Geschichte. Schade.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Nerv getroffen

Briefe von morgen, die wir gern gestern schon gelesen hätten
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Dies ist das dritte Buch, das ich von Timur Vermes gelesen habe und würde es für mich genau in der Mitte einordnen wenn es darum geht wie gut mir die Bücher gefallen. Das Buch ist durchaus lesenwert, setzt ...

Dies ist das dritte Buch, das ich von Timur Vermes gelesen habe und würde es für mich genau in der Mitte einordnen wenn es darum geht wie gut mir die Bücher gefallen. Das Buch ist durchaus lesenwert, setzt aber auch voraus, dass man sich mit aktuellen Themen beschäftigt, um den Unterhaltswert der Texte tatsächlich schätzen zu wissen.

Tatäschlich haben mir vor allem die Reklamen besonders gut gefallen, die auf ihre skurrile Art einfach herrlich witzig waren. Und ganz ehrlich, so abwegig finde ich die meisten davon gar nicht. Timur Vermes hat damit auf jeden Fall den Zeitgeist des Konsums getroffen.

Bei den Briefen selbst fand ichs durchwachsen: einige davon fand ich durchaus sehr gelungen, während andere mich absolut gar nicht abgeholt haben. Ist ja aber auch ok. Aufgrund der Kürze der Textbeiträge kann man da gut selektieren und gegebenenfalls überspringen, was nicht gefällt.

Besonders unterhaltsam fand ich den Erfassungsbogen für bbbydesign und die Quasi-Anleitung zu den I-Witness Linsen. Auf eine schräge Art spiegelt diese Artikel gut die Möglichkeiten und Gefahren wieder, die derartige Innovationen mit sich bringen.

Generell finde ich, dass sich die Textbeiträge auch gut als Gesprächsgrundlage eigenen, da sie zum diskutieren einladen.
Keine Ahnung ob das ein Buch ist, das man gelesen haben muss, aber ich fands sehr kurzweilig und durchaus anregend.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Doktorspiele ohne viel Vorspiel

Degrees of Engagement
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Vielleicht kurz mal so viel: die Ausgangssituation für die Story fand ich sehr überraschend, es geht ohne viel Vorgeplänkel ins Fake-Dating, wobei da auch direkt alle Register gezogen werden und das nachdem ...

Vielleicht kurz mal so viel: die Ausgangssituation für die Story fand ich sehr überraschend, es geht ohne viel Vorgeplänkel ins Fake-Dating, wobei da auch direkt alle Register gezogen werden und das nachdem die beiden Protas zuletzt eigentlich kaum Kontakt hatten. Dass da aus dem Umfeld niemand stutzig wurde, hat hingegen mich sehr stutzig gemacht. Das Buch hat einen beträchtlichen Spice-Anteil, neben dem alles andere eher kurz gehalten wird. Wer kurzweiligen Spice und eine seichte Liebesgeschichte sucht, wird hier gut bedient.

Zum Inhalt: Bianca hat den Höhepunkt ihrer akademischen Laufbahn erreicht und darf sich nun offiziell "Doktor" nennen. Ein Grund zum Feiern. Nur blöd, dass ihre engsten Freunde und ihre Familie das scheinbar anders sehen und ihr alle für die Party absagen. Bianca ist gekränkt und beschließt es allen heimzuzahlen. Kurzerhand erspinnt sie sich eine Fake-Verlobung mit ihrem Kommilitonen Xavier, doch das geht schnell nach hinten los.

Das akademische Setting fand ich eigentlich ziemlich cool, aber auch das wird eher nur kurz angeschnitten und nicht wirklich vertieft. Hatte auf ein bisschen mehr Ali Hazelwood-Vibes gehofft, danach sucht man hier aber vergebens. Trotzdem fand ich das Buch unterm Strich gut, einfach weil es kurzweilig, humorvoll und leicht zu lesen war. Die Chemie zwischen den Protas stimmt auf jeden Fall und "he falling first" ist sowieso total mein Ding. Ich mochte das ungezwungene Geplänkel der beiden, wie sie sich gegenseitig foppen und nicht zu ernst nehmen. Es hat einfach Spaß gemacht ihr Miteinander zu verfolgen.

Dass sie es aber trotz all der Funken nicht schaffen, mal ernsthaft über ihre gegenseitigen Gefühle zu sprechen finde ich so überholt. Sie sind intelligente, aufgeschlossene Menschen, beide eigentlich super empathisch, merken aber trotzdem nicht, was ihr gesamtes Umfeld längst weiß? Ja ne, ist klar. So richtig tiefgründig wird die Geschichte nicht, es wird zwar einiges rund um Xaviers Kindheit angedeutet und auch die überholte Denkweise von Biancas Familie und Freunden thematisiert, was "Ehe als herausragendste Errungenschaft einer Frau" angeht, aber das alles kratzt eher an der Oberfläche. Ist auch ok, das Buch will unterhalten und das schafft es auch.

Die Storyline ist denkbar vorhersehbar, inklusive großer Geste zum Happy End. Süß, kann man machen. Ist halt so ein klassisches Buch für zwischendurch, wo man nicht viel nachdenken muss, sondern sich einfach fallen lassen kann.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Teenie-Hormone lassen grüßen

Mismatch
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Ich lese Sport-Romance an sich immer total gerne, so ein bisschen ist das ein Guilty Pleasure für mich geworden- seichte Romane mit schöner Wohlfühl-Atmosphäre und easy Lovestory. Und ich fands richtig ...

Ich lese Sport-Romance an sich immer total gerne, so ein bisschen ist das ein Guilty Pleasure für mich geworden- seichte Romane mit schöner Wohlfühl-Atmosphäre und easy Lovestory. Und ich fands richtig cool, dass es hier mal nicht um Football oder Eishockey geht Ich muss aber sagen, dass ich die Figuren eher anstrengend als ansprechend empfunden habe und ich daher bei der Lovestory nicht wirklich mitgefiebert habe. Ganz nett für zwischendurch, für mich aber kein Highlight.

Zum Inhalt: Joyce setzt alles daran um mal Sportjournalistin zu werden- ein hart umkämpftes Gebiet, in die Frauen es nicht haben. Aber zumindest an ihrer Uni hat sie schon mal einen Fuß in der Tür, da sie einen guten Draht zum Basketballcoach hat. Und dass ihr Bruder Teamkapitän ist, schadet sicher auch auch nicht. Als ein neuer Spieler auftaucht, ist Joyces Neugier direkt geweckt, denn sie wittert eine Story.

Mein Highlight ist ja Austins Oma, die sich sofort in mein Herz geschlichen hat. Die war einfach klasse. Joyce hingegen wirkte total verbissen auf mich und irgendwie hat es mich gestört, dass sie es einfach nicht gut sein lassen konnte, selbst als sie anfing Austin zu mögen. Dagegen gehen die Probleme, die sie als Sportjournalistin auf Social Media erlebt, total unter. Das hätte ich thematisch tatsächlich interessanter gefunden.
Und die neandertalerhaften Revier-Kämpfe die Josua anzettelt, gehen einfach gar nicht. Der war für mich eine total Red Flag. Generell hat mir hier auch der echte Team-Zusammenhalt und das Wir-Gefühl gefehlt, was ich sonst bei Sport-Romance so liebe.

Austins Geheimnis, um das er so ein Aufsehen macht, fand ich tatsächlich irgendwie random. Und dadurch, dass es schon in der Hälfte des Buches offenbart wird, war alles, was danach passiert relativ absehbar. Insgesamt irgendwie sehr unspektakulär, hätte man auch einfach weglassen können.

Der Schreibstil ist seicht, die Sprache jugendlich passend und leicht verständlich. Insgesamt ist das halt alles ein bisschen oberflächlich. Das Thema Eyeliner wurde öfter aufgegriffen als die angedeuteten Reibungspunkte. Die Lovestory war ganz süß, aber halt auch einfach nichts besonderes.

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