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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Schwierig

The Grandest Game – Ein Inheritance-Games-Roman
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Ich liebe die Reihe rund um die Hawthorne-Familie und die unerwartete Erbin Avery. Bei diesem Buch handelt es sich aber um eine Auskopplung aus der Originalgeschichte, die sich um den von Avery ins Leben ...

Ich liebe die Reihe rund um die Hawthorne-Familie und die unerwartete Erbin Avery. Bei diesem Buch handelt es sich aber um eine Auskopplung aus der Originalgeschichte, die sich um den von Avery ins Leben gerufenen Wettstreit dreht. Ich war mir nicht ganz sicher, wo dieses Buch sich zeitlich in Relation zur Reihe bewegt und habe es jetzt nach Band 4 gelesen, was an sich gut passte. Trotzdem hat mich diese Story nicht ganz so gecatcht wie die bisherigen anderen Bände.

Zum Inhalt: ein jährlicher Wettbewerb voller Rätsel und Geheimnisse , ins Leben gerufen von der Erbin des Hawthorne-Vermögens. 3 Einladungen und 4 Wild Cards leiten das neuste Spiel ein. Doch nicht jeder Spieler spielt fair. Und einige verfolgen ganz eigene Ziele.

Der absolute Pluspunkt dieses Buches sind für mich ganz klar die Rätsel. Diese werden toll beschrieben oder sind teilweise sogar abgedruckt, sodass man als Leser ein bisschen mitknobeln kann. An den unterschiedlichen Rätselarten und Räumen hatte ich wirklich meinen Spaß und liebe die vielen kleinen Details und Beschreibungen dieses faszinierenden Ortes.

Die Hawthornes selbst kommen in diesen Buch ziemlich kurz. Allein Grayson hat einen etwas größeren Part. Darin glänzt er aber nicht etwa mit seinem geschulten Rätseltalent, sondern ausgerechnet romantischen Anbahnungen. Grade nach Band 4 weiß ich nicht ob/ wie ich ihm das abkaufe. Müsste jetzt mal noch Band 5 der Reihe lesen, um das besser einordnen zu können, aber so richtig überzeugt hats mich nicht.


Mir fehlte einfach auch der schelmische Charme, den dir Hawthornes bisher versprühten. Die vielen neuen Figuren kommen mit allerlei Hintergrundstory und Verstrickungen daher, die aber kaum Raum im Buch gefunden haben. Das Buch endet tatsächlich auch mitten im Spiel, was ich immer irgendwie unglücklich finde. Ja, Cliffhanger sind beliebt, aber das fand ich hier einfach ungeschickt gewählt, da man nun quasi zwei Reihen im selben Universum parallel liest.

War ok, die Originalreihe gefällt mir aber besser

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Guter Start, aber ließ dann nach

Survivor
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Ich mag Geschichten, die mit verschiedenen Settings und Handlungssträngen spielen, bei denen man als Leser lange im Unklaren bleibt, wie sie zusammenhängen. Außerdem hat mich hier einfach das Cover auch ...

Ich mag Geschichten, die mit verschiedenen Settings und Handlungssträngen spielen, bei denen man als Leser lange im Unklaren bleibt, wie sie zusammenhängen. Außerdem hat mich hier einfach das Cover auch total gecatcht. Insgesamt ganz ok, aber hat meine Erwartungen nicht unbedingt erfüllt.

Zum Inhalt: ein verunfallter Bus mit Schülern, die evakuiert werden sollten. Eine steckengebliebene Gondel auf dem Weg zu ihrem Einsatz in einem Retreat. Und eine abgeschottete Einrichtung, deren Technik langsam versagt. Eine Welt am Abgrund und nur wenige können überleben.

Die Grundidee mit den drei Settings und Handlungssträngen hat mir gut gefallen. Es deutet sich ja bereits auch von Beginn an, dass die irgendwie zusammenhängen und das Retreat auch das Ziel der anderen beiden Gruppen ist. Trotzdem wartet die Geschichte was das angeht noch mit einer Überraschung auf, die ich sehr gelungen fand.

Die Geschichte beginnt durch die ungewissen Situationen sehr spannend und atmosphärisch. Vor allem auch angeheizt durch die anhaltenden Bedrohungen durch die Zwangslagen, die unbändige Natur und die Whistler. Im Verlauf lässt der Spannungsbogen für meinen Geschmack aber nach.

Gegen Ende wurde die Geschichte reichlich zäh und auch das Ende fand ich eher unbefriedigend. Hier wurde am meisten Potential verschenkt, dabei startete die Story so vielversprechend.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Eine geheimnisvolle Besucherin

Carmilla
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Ich wollte mit den Buch eine Bildungslücke schließen, denn tatsächlich habe ich beim klassischen Vampir-Roman immer an Dracula gedacht und hatte bisher nie von „Carmilla“ gehört. Ich liebe ja Gothic Horrorromane ...

Ich wollte mit den Buch eine Bildungslücke schließen, denn tatsächlich habe ich beim klassischen Vampir-Roman immer an Dracula gedacht und hatte bisher nie von „Carmilla“ gehört. Ich liebe ja Gothic Horrorromane und war sehr gespannt auf die Umsetzung. Gefällt mir sogar besser als das männliche Pendant von Bram Stoker.

Zum Inhalt: auf dem österreichischen Landsitz ihres Vaters führt Laura ein behütetes, aber einsames Leben. Als eine Kutsche in Wald verunglückt nimmt Lauras Vater kurzhand eine junge Frau als Hausgast auf. Schnell entwickelt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden jungen Frauen, doch Carmilla benimmt sich zunehmend seltsam.

Am Anfang mangelte es für meinen Geschmack ein bisschen an schauerlicher Atmosphäre, aber spätestens mit dem Auftreten von Camilla wird diese geschaffen. Denn neben der ominösen Krankheitswelle die plötzlich im Ort um sich greift und zu zahlreichen Toden führt, sorgt auch das Verhalten des Hausgastes für Irritation und Sorge.

Carmilla,die alle schnell mit ihrem Liebreiz einnimmt, baut vor allem zur Tochter des Hauses schnell eine überaus innige Beziehung auf. Aber auch die übrigen Bewohner des Chalets fühlen sich zu ihr hingezogen. Ich fand den allzu vertraulichen Ton, der zwischen Carmilla und ihren Gastgebern, vor allem auch dem Hausherren, angeschlagen wird etwas befremdlich. Das mag der Zeit geschuldet sein aber allein das hat mich erschaudern lassen.

Die Beschreibungen der Ereignisse sind sehr szenisch, werden gegen Ende deutlich episodenhafter und bilden eher eine Erzählung in einer Erzählung ab. Die Geschichte ist für mein Empfinden weniger düster als die von Bram Stoker, aber nicht weniger faszinierend. Carmillas Geschichte und die Beziehung zu Laura fand ich sogar erheblich einnehmender und hätte noch mehr Seiten gelesen.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Eine Reise ins Ungewisse

We hunt the Flame
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Zum Inhalt: Zafira streift als Mann verkleidet durch den Arz, den magischen, verfluchten Wald, der ihre Heimat umschließt, um zu Jagen und damit ihr Volk zu ernähren. Als die Silberne Hexe ihr einen Deal ...

Zum Inhalt: Zafira streift als Mann verkleidet durch den Arz, den magischen, verfluchten Wald, der ihre Heimat umschließt, um zu Jagen und damit ihr Volk zu ernähren. Als die Silberne Hexe ihr einen Deal vorschlägt, zögert sie nicht, die gefährliche Reise auf der Suche nach der verschwunden Magie des Reiches anzutreten. Doch Zafira ist nicht die einzige, die sich aufmacht, das Buch der Geheimnisse um die Magie zu bergen, auch ein Attentäter ist bereits unterwegs.

Ich bin nur sehr schwer in die Geschichte reingekommen, was einerseits dem mir unbekannten Wortschatz geschuldet war, als auch der Komplexität der Geschichte. Dabei gibt es vor allem zu Anfang gar nicht mal so viele Schlüsselfiguren, aber das Worldbuilding, das Magiekonzept und zwischenmenschlichen Beziehung sind recht umfangreich.

Trotzdem hat die Story was, das einen einfach nicht so recht loslassen will, nicht zuletzt unzählige Geheimnisse und Gefahren. Auch die Charaktere selbst sind überraschend vielschichtig und überzeugen dadurch, dass sie oft anders handeln, als man es von ihnen erwarten würde. Dadurch entstehen ein paar wirklich spannende Situationen, tolle Dialoge und unerwartete gegenseitige Sympathien.

Mir hat vor allem auch die Gruppendynamik gut gefallen, dass sich gegenseitig aufziehen und dass die bunt zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft immer mehr zusammenwuchs. Dabei glänzen vor allem auch die Nebencharaktere, über die ich gerne noch mehr erfahren hätte.

Die Atmosphäre im Buch war eher düster und geheimnisvoll, trotzdem war es für mich nicht im klassischen Sinne spannend, wobei ich nicht genau festmachen kann, woran das eigentlich liegt. Das Buch liest sich aber gut, da die Geschichte eine wunderbare Faszination ausübt. Mir hats gefallen.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Reality-TV gone wrong

One Perfect Couple
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ich lese Bücher von Ruth Ware sehr gerne, weil ihre Bücher auch oft eine interessante psychologische Komponente aufweisen und mit unerwarteten Wendungen aufwarten. Thematisch fand ich dieses Buch vielleicht ...

ich lese Bücher von Ruth Ware sehr gerne, weil ihre Bücher auch oft eine interessante psychologische Komponente aufweisen und mit unerwarteten Wendungen aufwarten. Thematisch fand ich dieses Buch vielleicht nicht super neuartig, weil es vom Konzept her viele ähnliche Thriller gibt, aber die Autorin setzt es trotzdem erzählerisch gut um.

Zum Inhalt: eine Reality-Show bei der Paare auf einer Insel gegeneinander antreten sollen. Für Lily, die eine wissenschaftliche Karriere anstrebt nicht unbedingt das, was sie sich vorgestellt hatte, aber ihrem Freund zuliebe meldet sie sich mit ihm an. Doch angekommen auf der Trauminsel zieht schnell ein Sturm auf, der die Teilnehmer von der Außenwelt abschottet. Und schnell wird klar, dass nicht alle überleben werden.

Das Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt. Während der erste Teil eher gemächlich anläuft, deuten die eingestreuten Notrufe bereits das herannahende Unglück an und haben damit erheblich zur Stimmung beigetragen. Im zweiten Abschnitte werden sie dann in den passenden Kontext gesetzt und die bereits angedeutete Katastrophe tritt ein.

Zusätzlich gibt es Tagebucheinträge, bei denen sich schnell ein ungutes Gefühl bei mir breit machte. Ich fand es grandios wie hier mit einfach Mitteln eine bedrohliche Atmosphäre erzeugt wird. Es war, als würde man zwei völlig unterschiedliche Realitäten betrachten. Die bedrohliche, schwelende Spannung war wirklich nervenaufreibend.

Die Auflösung und das Ende fand ich fast ein bisschen zu gewollt. Vor allem da es auch so genug Konfliktpotential und Auseinandersetzungen gab. Das alles umschließende Thema fand ich aber sehr stimmig gewählt und stark präsentiert.

Es ist vllt nicht der perfideste oder am kreativsten geplottete Thriller von Ruth Ware, aber dafür überzeugt er mit einem konstanten Spannungslevel und einer bedrückend gefährlichen Atmosphäre. Mich hat das Buch durchweg gut unterhalten.

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