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Veröffentlicht am 30.09.2018

Tolle Protagonisten und Nebendarsteller

Robin – High in the Sky
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Robin Stewart fühlt sich nach einer beruflichen Katastrophe gezwungen, von Schottland nach San Francisco zu fliehen. Sie ist auf einen Mann hereingefallen, was sie ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Robin Stewart fühlt sich nach einer beruflichen Katastrophe gezwungen, von Schottland nach San Francisco zu fliehen. Sie ist auf einen Mann hereingefallen, was sie erst gemerkt hat, als es so gut wie zu spät war. Ihr Ansehen als knallharter Anwältin ist angekratzt und ihr Vater, in dessen Kanzlei sie tätig ist, hat sie kurzerhand zu ihrem Bruder verfrachtet, der praktischerweise auf einen anderen Kontinent und damit völlig außerhalb der Schusslinie lebt.

Auch Sky Forrester ist eher unfreiwillig auf dem Weg von Äthiopien nach Kalifornien. Nach dem Tod seiner Eltern hat er eine Hilfsorganisation geführt, für deren finanzielles Scheitern er verantwortlich gemacht wird. Aber auch er ist auf einen nahestehenden Menschen hereingefallen und sucht nun Unterschlupf bei seiner Großmutter.

Die rüstige Dame ist sehr eigenwillig und steckt Robin und Sky zusammen in eine Wohnung, wo die beiden dann zwangsweise eine Wohngemeinschaft bilden. Und Oma Rosalynd? Die lehnt sich erst einmal genüsslich zurück und zieht im Hintergrund die Fäden, um die beiden zu verkuppeln.

Meine Gedanken zum Buch
Der erste Blick täuscht. Robin – High in the Sky ist mehr als eine romantische Verkupplungsgeschichte. Der Roman vereint zwei „verlorene Seelen“, wie die Autorin die beiden bezeichnet und das weit ab von den Orten, die die beiden als ihre Heimat bezeichnen. Ihre Reisen beginnen in Europa und Afrika und führen sie in den USA zusammen. Dort freunden sie sich langsam an, gestehen sich die Geschichten ihrer persönlichen Niederlagen ein, lassen sich trösten, aufbauen und beginnen zu kämpfen.

Die beiden müssen sich einigen Herausforderungen stellen, sie hadern mit sich und ihr Vertrauen muss man sich erst erarbeiten. Rosalynd war seit dem Tod seiner Eltern die Bezugsperson für Sky, nun nimmt sie diese Rolle auch für Robin ein. Sie gibt beiden Halt und mit ihrer Idee, das ungleiche Paar in eine Wohngemeinschaft zu zwingen, schafft sie eine Basis für eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft und, hoffentlich verrate ich nicht zuviel, auch für mehr. Ganz nebenbei lässt Charlotte Taylor noch viele Infos über die Arbeit von Hilfsorganisationen einfließen.

Das alles macht den Roman berührend, aber auch romantisch und humorvoll.

Mir hat Oma Rosalynd sehr gut gefallen, sie ist ein ganz herzlicher Mensch, den man einfach liebhaben muss. Aber Robin und Sky sind natürlich wunderbare Protagonisten, zu sehen, wie sich die beiden entwickeln, wieder Selbstvertrauen gewinnen und zurück ins Leben finden, war ein Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 29.08.2018

Ein vielversprechender Debütroman

Memories of your Smile
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Britin Jessica Preston ist 43 und arbeitet als Professorin an der Uni in Berlin. Gerade steht ihr der Weggang ihrer Assistentin bevor, die sie beruflich wie privat ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Britin Jessica Preston ist 43 und arbeitet als Professorin an der Uni in Berlin. Gerade steht ihr der Weggang ihrer Assistentin bevor, die sie beruflich wie privat sehr schätzt, die sich aber nun entschlossen hat, selbst nochmal die Schulbank zu drücken.

Auf die Ausschreibung des Assistenz-Stellte hat sich unter anderem Tim beworben, der nicht nur zu spät zum Vorstellungsgespräch kommt, sondern auch ein lockeres Mundwerk an den Tag legt. Der 29-jährige hat einige Jahre in Großbritannien gelebt und gearbeitet, was für ihn spricht. Allerdings hat Tim eher eine Karriere als Singer-Songwriter anvisiert, als den Rest seines Lebens im Vorzimmer einer Professorin zu verbringen.

Doch Jessica fasziniert ihn und auch umgekehrt kehren Jessicas Gedanken immer wieder zu dem Bewerber zurück, der offenbar versucht hat, mit ihr zu flirten. Nachdem Tim sich von ihrer Erwartungshaltung an seine künftigen Aufgaben nicht abschrecken lässt, erhält er eine Zusage. Jessica ist gefesselt von seiner kessen Art, doch die Tatsache, dass sie langsam Gefühle für den so viel jüngeren Mann entwickelt, schiebt sie genauso weit von sich, wie den vagen Eindruck, dass auch er möglicherweise mehr für sie empfinden könnte. Tim hingegen ist sich absolut im Klaren darüber, dass er sich verliebt hat, zweifelt aber daran, dass sich seine Chefin wirklich für ihn interessieren könnte. Er schreibt einen Song für sie, in dem er seine Gefühle zum Ausdruck bringt.

Der Singer-Songwriter Mike McSonner hat die beiden Lieder „Memories of your Smile“ und „Masquerade“ eigens für diesen Roman geschrieben und aufgenommen.

Auf der Homepage von Tamara Leonhard findet ihr die Links zu

Auf der Homepage von Tamara Leonhard findet ihr die Links zu
Soundtrack zum Roman von Mike McSooner
Trailer zum Buch
kostenlosen Kurzgeschichten der Autorin


Meine Gedanken zum Buch
Ich fange mal damit an, wie es mir erging, als ich dieses Buch beendet habe. Mir haben ein wenig die Worte gefehlt und in mir hat sich ein Gefühl völliger Zufriedenheit breitgemacht, weil „Memories of your Smile“ bis zum Epilog rund und perfekt war.

Tamara Leonhard hat sich intensiv mit dem Altersunterschied der beiden Protagonisten auseinandergesetzt. Aus meiner Sicht hat sie die Bedenken und Vorbehalte authentisch herausgearbeitet, denn sie hat die Themen aufgegriffen, die auch mich, die ich in Jessicas Alter bin, an deren Stelle beschäftigt hätten. Trotz dieser etwas schweren Thematik ist dem Roman die Leichtheit nicht abhanden gekommen.

Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, stößt die Beziehung der beiden Protagonisten an einigen Stellen auf Unverständnis, was sich dramatisch entwickelt, da es plötzlich um viel mehr als ihre Liebe geht, es geht um ihre Existenz. Sicherlich kommt die Handlung nicht ohne eine solche Wendung aus, es wäre aus meiner Sicht auch unrealistisch, wenn niemand Anstoß an dem ungleichen Paar nehmen würde.

Nun komme ich auf meine einleitenden Worte zurück, wie gesagt, ist dies eine ganz runde Geschichte, die bis hin zum Epilog erstklassig herausgearbeitet ist. Ein Indiz dafür, dass mich ein Buch emotional berührt ist es, wenn ich fühlen kann, wie es denn Protagonisten ergeht, das kann ein warmes Gefühl sein, dass sich in mir breit macht, der Bauch, der sich zusammen zieht oder auch mal Tränen. Tamara Leonhard hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, mit dem sie es problemlos geschafft hat, mich so zu berühren und wenn ich bedenke, dass dies ihr erster Roman ist und sie möglicherweise noch besser wird, dann dürfen wir darauf gespannt sein, was uns noch erwartet.

Ich bin jetzt schon begeistert.

Veröffentlicht am 29.08.2018

Trotz Einschränkungen vier Sterne

Africa in Love
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
An ihrem Hochzeitstag lässt Christoph Mara sitzen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Charlotte beschließt Mara, die Hochzeitsreise nach Südafrika dennoch anzutreten. ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
An ihrem Hochzeitstag lässt Christoph Mara sitzen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Charlotte beschließt Mara, die Hochzeitsreise nach Südafrika dennoch anzutreten. Anstelle des Bräutigams fliegt die gemeinsame Freundin Michaela mit. Komplettiert wird das Quartett durch Christophs Bruder und Trauzeugen Ben, der sich die Reise ebenfalls nicht entgehen lassen möchte.

Da Ben Christoph bei seiner „Flucht“ geholfen hat, steht er nicht gerade in der Gunst der vier Frauen, doch das interessiert ihn wenig, schließlich hat er die Reise nicht ihretwegen angetreten, sondern weil ihn das Land interessiert.

Auch dass er sich auf der Rundreise von Johannesburg nach Kapstadt das Zimmer mit Charlotte teilen muss, nervt sie wesentlich mehr als ihn. Doch im Laufe der Reise stellt Charlotte widerwillig fest, dass Ben auch sympathische Seiten hat…

Meine Gedanken zum Buch
Mia Leoni hat diese Rundreise selbst unternommen und das merkt man auf jeder Seite, auf der sie das Land, die Menschen und die Tiere beschreibt. Durch ihre Erinnerungen schafft sie es, lebhafte Bilder vor das innere Auge ihres Lesers zu zaubern und hat mir Lust darauf gemacht, Südafrika selbst zu erkunden.

Mit Mara, Charlotte, Michaela und Ben hat der Roman gleich vier Protagonisten, von denen ich rückblickend nur mit Ben direkt und ohne Einschränkungen warm geworden bin. Er ist ein herzlicher Mensch, der einerseits zu seinem Bruder steht und andererseits nicht bereit ist, das Geld in den Sand zu setzen und auf eine Reise, auf die er sich gefreut hat, zu verzichten. Dass er sich dabei drei Frauen gegenüber sieht, die ihn nicht gerade liebenswürdig behandeln, lässt er an sich abprallen.

Mara war mir unsympathisch. Trotz ihres Alters steht sie sehr unter dem Einfluss ihrer Mutter und ordnet sich ihrem Elternhaus unter, statt auf ihren zukünftigen Mann einzugehen. Christoph hingegen kann man nur vorwerfen, zu lange gewartet zu haben, um auf den Tisch zu hauen. Obwohl er seine Braut am Hochzeitstag sitzen lässt, fand ich ihn wesentlich liebenswerter als seine Braut.

Charlotte wirkt anfangs sehr zickig, im Grunde steht sie aber nur voll und ganz hinter ihrer besten Freundin. Dass es zwischen ihr und Ben funkt, verdrängt sie und schmeißt sich in die Arme eines anderen, für mich hätte es das nicht gebraucht.

Michaela reist erstmals ohne Mann und Kind und vermisst beide, was mehr als legitim ist. Allerdings geht ihr Koffer verloren und der Umfang, den dieser Handlungsstrang einnimmt, weil sie in Südafrika neue, etwas gewöhnungsbedürftige Kleidung kaufen musste, war aus meiner Sicht eher überflüssig.

Aber wahrscheinlich hat es dieser unterschiedlichen Charaktere bedarf, um daraus einen so unterhaltsamen Roman zu schaffen. Die Bissigkeit von Charlotte und die Schlagfertigkeit von Ben haben dem Buch die richtige Prise Humor verpasst. Doch auch die Gefühle sind nicht zu kurz gekommen, was in erster Linie wieder Ben zu verdanken ist, der sich nicht nur um Charlotte bemüht, sondern sich auch um andere Menschen kümmert, die ihr Leid mit der Liebe haben.

Deshalb vergebe ich trotz meiner Einschränkungen vier Sterne.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Die Sprecherin konnte mich überzeugen, der Rest leider nicht

Hello Sunshine
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Sunshine Mackenzie ist über die sozialen Medien zu einem Star geworden. Woche für Woche steht sie in ihrer Küche und lässt sich für YouTube dabei filmen, wie sie neue ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Sunshine Mackenzie ist über die sozialen Medien zu einem Star geworden. Woche für Woche steht sie in ihrer Küche und lässt sich für YouTube dabei filmen, wie sie neue Kreationen am Herd schafft.

Doch an ihrem 35, Geburtstag macht jemand der Öffentlichkeit zugänglich, dass „ihre“ Rezepte gar nicht von ihr stammen. Ihr Mann lässt sie sitzen, ihre Freunde brechen den Kontakt ab, der Verleger ihrer Kochbücher und ihr Manager trennen sich von ihr und so wagt Sunshine in einem Städtchen an der Küste einen Neuanfang.

Meine Gedanken zum Buch
Ein wunderbares Jahr von Laura Dave hatte mir gut gefallen und deswegen habe ich mich sehr auf diese neue Geschichte der Autorin gefreut, deren Klappentext auch vielversprechend klang. Doch leider konnte mich „Hello Sunshine“ nicht richtig überzeugen.

Was hatte ich erwartet? Nach dem Lesen des Klappentextes dachte ich, dass die Protagonistin ihre Rezepte gestohlen hat, dass es zu einem Skandal in der Öffentlichkeit kommt, vor dem sie flieht und dass sie sich in einem Küstenstädtchen weit weg von New York, dem Ort ihrer größten Niederlage, etwas Neues aufbaut.

Tatsächlich ist es so, dass nichts an Sunshine Mackenzie echt ist, ihr Leben ist ein einziges Lügengebäude ist. Die mühsam konstruierte Vergangenheit, eine Lüge, ihre Rezepte, die sie übrigens nicht geklaut hat, sondern die für sie von einer anderen Frau kreiert werden, eine Farce, ihr Fremdgehen, ein Schlag ins Gesicht für ihren Ehemann Danny.

Hinzu kommt, dass das „Küstenstädtchen“ ihre Heimatstadt in den Hamptons ist, wo sie bei ihrer Schwester unterkriechen möchte, mit der sie aber im Streit auseinander gegangen ist und die sie am liebsten wieder loswerden möchte. Und das „Neue“, dass sie sich aufbauen möchte, ist nicht etwa ein neues Leben, die Protagonistin versucht vielmehr, herauszufinden, wer hinter den Veröffentlichungen steckt, die sie zu Fall gebracht haben und arbeitet gleichzeitig daran, sich eine neue Karriere als Social-Media-Star aufzubauen und sich ihre Verträge zurückzuerobern.

Es mag sein, dass ich damit schon zu tiefe Einblicke in die Handlung gebe, etwas, dass ich in Rezensionen gerne vermeide, aber ich finde, der Klappentext ist diesbezüglich eher irreführend und man sollte als potentieller Leser wissen, auf was man sich einlässt.

Mit der selbstdarstellerischen Protagonistin, die nicht weiß, wann sie verloren hat, bin ich nicht warm geworden und viele der Nebencharaktere sind mir zu oberflächlich geblieben. Heraus sticht nur Sunshines bezaubernde, hochbegabte Nichte Sammy, die ihre Tante ein wenig erden kann.

Was ich der Geschichte zugute halten muss, sie war nie langweilig, die Autorin hat es durchaus geschafft, mich mit Wendungen zu überraschen. Auch die Sprecherin Britta Steffenhagen konnte mich einmal mehr überzeugen und hat das Hörbuch zu einem Erlebnis gemacht. Doch das reicht nicht für mich als drei Sterne.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Ich werde das Buch bestimmt noch mehrfach in die Hand nehmen.

Liebe zukünftige Lieblingsfrau
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Der Autor und seine Geschichte
Michalis Pantelouris wird nach zehn Jahren Ehe von seiner Frau verlassen und erkennt bald, dass sich vieles geändert hat, seit er zum letzten Mal Single war. Es folgt ein ...

Der Autor und seine Geschichte
Michalis Pantelouris wird nach zehn Jahren Ehe von seiner Frau verlassen und erkennt bald, dass sich vieles geändert hat, seit er zum letzten Mal Single war. Es folgt ein Loch mit einer Schreibblockade und als der Chefredakteur mit ihm sprechen will, rechnet er mit dem Rauswurf beim „SZ-Magazin“. Doch es kommt ganz anders: Er soll eine wöchentliche Kolumne darüber schreiben, wie es ist, wieder Single zu sein. So kam es zur Veröffentlichung von Briefen an seine „zukünftige Lieblingsfrau“ in denen er von seinem neuen Leben erzählt, davon, was während seiner Suche nach der zukünftigen Lieblingsfrau alles passiert und wie er sich fühlt.

Meine Gedanken zum Buch
Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Buch hauptsächlich aus den Briefen besteht, das ist aber nicht der Fall. Michalis Pantelouris erzählt „seine“ Geschichte. Er berichtet von Problemen und Gedanken nach der „Explosion“, wie er die Trennung von seiner Frau nennt. Er erzählt von seinem ersten Date und dem ersten Sex nach Tag X, von der Liebe zu seinen Kindern und davon, wie schwer es ihm fällt, seine Frau loszulassen und frei zu sein für eine neue Beziehung. Dazwischen packt er einige seine Briefe an die zukünftige Lieblingsfrau, die in der Kolumne veröffentlicht wurden. So erfährt der Leser des Buches, wie es zu seinem jeweiligen Brief kam, was davor und was danach passiert ist und erhält ein Bild auf „das Ganze“.

„Liebe zukünftigte Lieblingsfrau“ hat mich regelrecht umgehauen. Ich habe mich in vielen Situationen wiedererkannt, konnte mit dem Autor mitfühlen, habe aber auch geschmunzelt, wenn er beispielsweise über das Verhalten seiner Kinder geschrieben hat, weil es mir bekannt vor kam. Michalis Pantelouris hat in einem Interview gesagt, dass diese Kolumne wohl das Ehrlichste war, was er in seinem Leben geschrieben hat. Schon nach dem Lesen eines einzigen „Briefe“, war mir klar, was er er damit meint und vor allem, warum er unzählige Liebeserklärungen und Heiratsanträge erhalten hat.

Ich gebe zu, auch mein Herz ist dem Autoren zugeflogen. Seine Texte haben eine Wirkung auf mich, die ich gar nicht beschreiben kann. Er spricht Dinge an, von denen ich glaube, dass viele „Wieder-Singles“ jenseits der 40 sie nachvollziehen können. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass er „der perfekte Mann“ sein müsste und doch ist Michalis Pantelouris immer darauf bedacht, aufzuzeigen, dass er Fehler und Marotten hat und darauf hinzuweisen, dass es ja einen Grund dafür geben muss, dass seine Frau sich „entliebt“ hat. Im Grunde hat er mit dem Buch und der Kolumne seine Seele offen gelegt. Dass er sich dabei auch verletzbar gemacht, dafür zolle ich ihm großen Respekt. Ich bin überzeugt davon, dass er aus seiner persönlichen Situation heraus den Nerv der Zeit erwischt hat, dass er einigen Männern aus der Seele gesprochen und mit seinen Worten und oftmals romantischen Ansichten viele Frauen mitten ins Herz getroffen hat. Das Buch dürfte allen Singles, deren letztes erstes Date schon viele Jahre zurückliegt, zeigen, dass sie nicht alleine sind, dass es anderen genauso geht und dass man die Hoffnung nicht aufgeben sollte.

Ich werde das Buch bestimmt noch mehrfach in die Hand nehmen.