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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2019

tolles Debüt

Bis ihr sie findet
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Mit „Bis ihr sie findet“ ist Gytha Lodge meiner Meinung nach ein absolutes Debüt gelungen.

Ich habe schon lange nicht mehr so einen spannenden Pageturner gelesen, der mich derart gefesselt und in Schach ...

Mit „Bis ihr sie findet“ ist Gytha Lodge meiner Meinung nach ein absolutes Debüt gelungen.

Ich habe schon lange nicht mehr so einen spannenden Pageturner gelesen, der mich derart gefesselt und in Schach gehalten hat.

Die Geschichte um die sechs Freunde könnte spannender nicht sein. Noch nie habe ich in einem Buch die Zeitrückblicke mit solcher Spannung erwartet wie in diesem Krimi, denn das Erleben von Auroras Geschichte hat mir teilweise den Atem geraubt.
Das Buch hält die Spannung konstant von Seite 1 bis Ende und der Leser wird ständig auf neue Fährten gelockt, die sich jedes Mal anders herausstellen als gedacht.

Die Ermittlungsarbeit der Polizei, die vor dreißig Jahren einfach nicht weiterkam, nimmt nun erneut Fahrt auf. DCI Jonah Sheens, der Aurora damals persönlich kannte, ist mittlerweile Chef Inspektor und setzt alles daran, Auroras Mörder endlich zu finden. Sein Fleiß ist vorbildlich und menschlich ist er ein absolut liebenswerter Kerl.

Die sechs Freunde könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein
Topaz, Auroras ältere Schwester, hat damals am meisten gelitten, als ihre Schwester plötzlich verschwunden war. Dann waren da noch Jojo und Coralie, Freundinnen von Topaz, sowie die Jungs Connor, Daniel und Brett.

Dreißig Jahre nach dem Verschwinden von Aurora hat sich jeder von ihnen weiterentwickelt und lebt sein eigenes Leben. Aber einer von ihnen muss ein Geheimnis mit sich rumtragen. Einer von ihnen muss Aurora getötet haben. DCI Sheens will dies herausfinden und gräbt tief in der Vergangenheit jedes Einzelnen. Dabei stößt er auf eine schreckliche Wahrheit…

Die Autorin hat zum Ende hin mit noch mal allerhand Spannung aufgefahren. Wer denkt, dass es mit der Auflösung des Mörders getan ist, der irrt und darf sich nochmal auf einen weiteren kleinen Höhepunkt freuen.

Persönliches Fazit:

Ein genialer Krimi, den ich einfach nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um die Clique hat mich total fasziniert und ich war bis zum Ende selbst auf der Suche des Mörders und immer wieder verwirrt von den falsch gelegten Fährten. Absolute Leseempfehlung für diesen fesselnden Krimi!

Veröffentlicht am 30.06.2019

ausgeklügelte Fortsetzunge

Bitterherz
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Polizeikommissar Jens Kerner ermittelt in einem Fall, der komplexer nicht sein könnte. Während eine Frau spurlos verschwindet, taucht bereits eine andere tot auf. Und dann wird er nachts zu einem Einsatz ...



Polizeikommissar Jens Kerner ermittelt in einem Fall, der komplexer nicht sein könnte. Während eine Frau spurlos verschwindet, taucht bereits eine andere tot auf. Und dann wird er nachts zu einem Einsatz gerufen. Eine hilflose, verwahrloste Frau streift durch die Hamburger Berge. Nur mit Gewalt lässt sich die völlig verwirrte Frau einfangen. Bei näherer Betrachtung gefriert den Anwesenden das Blut in den Adern. Was ist mit ihr passiert? Doch sie redet nicht, außer einem Satz, den sie immer wiederholt :" Darling, Licht meines Lebens.."

Wir kennen Komissar Jens Kerner und seine Assistentin Rebecca bereits aus dem letzten Titel des Autors "Haus der Mädchen", als die beiden bereits erfolgreich zusammen ermittelten.
Doch dieses Mal stehen die beiden vor einem Rätsel.

Der Prolog beginnt bereits schaurig und entfachte meine Neugierde.
Der Autor lässt durch die vielen geschickt eingesetzten Perspektivwechsel verschiedene Handlungsstränge zusammenlaufen und hält damit bereits zu Anfang die Spannung hoch.

Mit jedem Kapitel ist man quasi dabei, wie sich die Puzzleteile zusammensetzen und immer klarer wird, wer hier der Täter ist. Durch den Zeitensprung erfahren wir auch die Beweggründe, wobei diese am Ende doch einige Fragen unbeantwortet lassen.
Die Grausamkeit des Täters hat mich schockiert und ließ mich mit den Opfern mitleiden.

Zitat S.142
Im Hall potenzierte es sich, wurde lauter und lauter, und sie erkannte, dass es ein menschliches Schnalzen war, gefolgt von deutlichen Worten:" Darling, Licht meines Lebens...".
Und dann stürzte der Himmel auf sie herab.

Die vielen kleinen Cliffhanger am Ende eines Kapitels drängten mich förmlich zum weiterlesen.
Immer wieder baute der Autor das zwischenmenschliche Spiel von Jens und Becca ein, um einem die Protagonisten näher zu bringen. Leider brachte dieser Aspekt aber auch etwas Langatmigkeit in die Ermittlung.
Somit ebbte der Spannungsbogen zur Mitte des Buches für mich etwas ab, steigerte sich dann zum Ende aber noch einmal.

Die Grundidee ist nicht neu und wurde so sicher bereits häufig als Thriller verpackt. Die Umsetzung ist Andreas Winkelmann meiner Meinung nach gut gelungen, wenngleich ich dieses Buch eher als eines seiner schwächeren Werke ansehe.

Fazit: Ein solider Thriller mit einem starken Anfang, dem es dann aber ab der Mitte etwas an Spannung fehlte.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Darling, Licht meines Lebens

Die Lieferung
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Polizeikommissar Jens Kerner ermittelt in einem Fall, der komplexer nicht sein könnte. Während eine Frau spurlos verschwindet, taucht bereits eine andere tot auf. Und dann wird er nachts zu einem Einsatz ...



Polizeikommissar Jens Kerner ermittelt in einem Fall, der komplexer nicht sein könnte. Während eine Frau spurlos verschwindet, taucht bereits eine andere tot auf. Und dann wird er nachts zu einem Einsatz gerufen. Eine hilflose, verwahrloste Frau streift durch die Hamburger Berge. Nur mit Gewalt lässt sich die völlig verwirrte Frau einfangen. Bei näherer Betrachtung gefriert den Anwesenden das Blut in den Adern. Was ist mit ihr passiert? Doch sie redet nicht, außer einem Satz, den sie immer wiederholt :" Darling, Licht meines Lebens.."

Wir kennen Komissar Jens Kerner und seine Assistentin Rebecca bereits aus dem letzten Titel des Autors "Haus der Mädchen", als die beiden bereits erfolgreich zusammen ermittelten.
Doch dieses Mal stehen die beiden vor einem Rätsel.

Der Prolog beginnt bereits schaurig und entfachte meine Neugierde.
Der Autor lässt durch die vielen geschickt eingesetzten Perspektivwechsel verschiedene Handlungsstränge zusammenlaufen und hält damit bereits zu Anfang die Spannung hoch.

Mit jedem Kapitel ist man quasi dabei, wie sich die Puzzleteile zusammensetzen und immer klarer wird, wer hier der Täter ist. Durch den Zeitensprung erfahren wir auch die Beweggründe, wobei diese am Ende doch einige Fragen unbeantwortet lassen.
Die Grausamkeit des Täters hat mich schockiert und ließ mich mit den Opfern mitleiden.

Zitat S.142
Im Hall potenzierte es sich, wurde lauter und lauter, und sie erkannte, dass es ein menschliches Schnalzen war, gefolgt von deutlichen Worten:" Darling, Licht meines Lebens...".
Und dann stürzte der Himmel auf sie herab.

Die vielen kleinen Cliffhanger am Ende eines Kapitels drängten mich förmlich zum weiterlesen.
Immer wieder baute der Autor das zwischenmenschliche Spiel von Jens und Becca ein, um einem die Protagonisten näher zu bringen. Leider brachte dieser Aspekt aber auch etwas Langatmigkeit in die Ermittlung.
Somit ebbte der Spannungsbogen zur Mitte des Buches für mich etwas ab, steigerte sich dann zum Ende aber noch einmal.

Die Grundidee ist nicht neu und wurde so sicher bereits häufig als Thriller verpackt. Die Umsetzung ist Andreas Winkelmann meiner Meinung nach gut gelungen, wenngleich ich dieses Buch eher als eines seiner schwächeren Werke ansehe.

Fazit: Ein solider Thriller mit einem starken Anfang, dem es dann aber ab der Mitte etwas an Spannung fehlte.

Veröffentlicht am 24.06.2019

Es ist nicht immer das Offensichtliche

Der Blütenjäger: Thriller
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Ein Mörder treibt seine Opfer wie bei einer Treibjagd durch den Wald und schießt Ihnen letztlich tödlich in den Rücken.
Alle Frauen trugen Kleider, bei allen Leichen findet man eine Blume, ein Foto, auf ...

Ein Mörder treibt seine Opfer wie bei einer Treibjagd durch den Wald und schießt Ihnen letztlich tödlich in den Rücken.
Alle Frauen trugen Kleider, bei allen Leichen findet man eine Blume, ein Foto, auf dem sie in einer Diskothek tanzen und einen Ring, den der Mörder an ihre Finger steckte.
Die Ermittler Laura Kern und ihr Partner Max haben keine weiteren Indizien - aber die Leichen häufen sich.

Dies ist bereits der 4. Teil aus dieser Reihe. Wie bei allen Reihen empfiehlt es sich alle Bücher zu lesen, um die Entwicklung der Charaktere besser zu verstehen. Dennoch ist die Handlung in sich abgeschlossen, so dass man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse gut lesen kann.

Der Prolog beginnt spannend mit der Hetzjagd einer Frau aus ihrer Perspektive.
Der Schreibstil ist flüssig, wobei mir persönlich die Ermittlungen zu langsam voranschritten. Das machte für mich die ersten 100 Seiten recht langatmig.
Die Perspektive wechselt von den Opfern zur Ermittlerin und wir bekommen Einblicke in das Privatleben der Protagonisten.
Zusätzlich wird von einem Jungen berichtet, der vor zwanzig Jahren seine Schwester erschossen haben soll.
Dieser Erzählstrang war meiner Meinung nach der interessantere Teil der Geschichte. Lange rätselte ich, ob der Junge von damals wohl auch der heutige Mörder ist.
So schaffte es Catherine Shepherd mich dann doch auf falsche Fährten zu locken, und damit den Spannungsbogen ab etwa Mitte des Buches drastisch zu erhöhen.
Das Ende war dann nochmal überraschend und Spannungsgeladen.

Fazit: Ein solider aber kurzweiliger Thriller, der etwas träge beginnt, aber dann mit umso mehr Spannung aufwartet

Veröffentlicht am 23.06.2019

Das versunkene Dorf

Kalte Wasser
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Nach einer schwierigen Zangengeburt ihrer Zwillinge schläft Lauren unruhig.
Als sie nachts im Krankenzimmer von einer fremden Stimme erwacht, erblickt sie eine Frau, die ihr einen unmöglichen Handel vorschlägt. ...

Nach einer schwierigen Zangengeburt ihrer Zwillinge schläft Lauren unruhig.
Als sie nachts im Krankenzimmer von einer fremden Stimme erwacht, erblickt sie eine Frau, die ihr einen unmöglichen Handel vorschlägt. Sie will eines ihrer Kinder gegen eines von Lauren eintauschen. Als Lauren sich nicht darauf einlässt, droht sie ihr damit beide Kinder zu holen.
Völlig verängstigt verständigt sie die Polizei.
Doch niemand glaubt an die Existenz der Frau und selbst ihr Ehemann tut ihr nächtliches Erlebnis als Hirngespinst ab.
Einzig die Polizistin Jo Harper hat ein ungutes Gefühl bei der Sache, darf offiziell den Fall aber nicht weiter verfolgen.
Laurens Angst, dass den Babys etwas zustoßen könnte wird immer größer.
Ist die Bedrohung echt oder Lauren einfach nur überfordert in ihrer neuen Rolle als Mutter zweier Babys?
Doch dann sind die Zwillinge wirklich verschwunden und der Albtraum beginnt erst richtig...


Der Prolog beginnt mit dem Anfang vom Ende und treibt damit die Spannung bereits an, wie es soweit kommen konnte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Lauren und Jo erzählt.
Während wir Lauren bei ihrer schweren Geburt beistehen, lernen wir auch ihren Mann kennen. Dieser war mir anfangs unsympathisch, aufgrund seines egoistischen Verhaltens. Er zwingt ihr jedwede Verantwortung für die Babys auf und bevormundet sie bei sämtlichen Entscheidungen. So einen Mann wünscht sich wahrscheinlich keine frisch gebackene Mutter.

Aber auch aus dem Privatleben von Jo erfahren wir so einiges und es wird rasch klar, warum sie diesen Fall betreffend so empfindsam ist.

Ein Grossteil der Geschichte beruht auf einer alten Sage, die das Schicksal von Zwillingen beschreibt. Hierzu gibt es etliche Auszüge verschiedener Autoren und Erzählungen, die immer wieder im Buch auftauchen.

Zitat Position 2044
Der Nickert sitzt im Wasser und ist ein kleines graues Männchen, das großes Verlangen nach den Menschenkindern trägt und sie stiehlt, solange sie noch nicht getauft sind; statt ihrer schiebt er die seinen unter.
Adalbert Kuhn und Wilhelm Schwartz,
Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche

Diese Sagen geben der Geschichte eine ganz mystische Atmosphäre, die die Autorin sehr gut beschreibt.
Auch schafft sie es mir als Leser zu verdeutlichen, wie beängstigend diese Erlebnisse für Lauren gewesen sein müssen. Als Mutter kann man sich nur allzu gut in ihre Gefühlslage versetzen.
Verzweifelt versucht sie alles, um ihre Kinder zu beschützen.
Immer wieder zweifelte ich selbst eine realistische Auflösung an, da die Autorin einen auf falsche Fährten lockt und verunsichert.
Doch das Ende ist realistisch, als auch mystisch und überlässt es dem Leser dieses zu interpretieren.

Fazit: Ein sehr gelungener Spannungsroman mit mystischen Aspekten, der mich sehr gut unterhalten hat