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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2025

Ein kluger Roman über Leistungsdruck, Sinnsuche und Selbstverlust

Geht so
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„Geht so“ von Beatriz Serrano hat mich mit seiner Mischung aus Ironie, schwarzem Humor und Tragik überrascht. Marisa, die Hauptfigur, steckt in einem „Bullshit-Job“, den sie zutiefst verabscheut. Um ihren ...

„Geht so“ von Beatriz Serrano hat mich mit seiner Mischung aus Ironie, schwarzem Humor und Tragik überrascht. Marisa, die Hauptfigur, steckt in einem „Bullshit-Job“, den sie zutiefst verabscheut. Um ihren Alltag zu ertragen, flüchtet sie sich in YouTube-Videos und Medikamente – eine stille Verzweiflung, die unter dem witzigen Ton immer spürbar bleibt.
Die ironische und überspitzte Darstellung ihres Lebens hat mich häufig zum Schmunzeln gebracht, gleichzeitig aber auch tief nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckend fand ich die Gesellschaftskritik, die sich durch den Roman zieht – sei es die Sinnentleerung moderner Arbeitswelten oder der Einfluss des Kapitalismus auf unser Leben.

Das Teambuilding-Wochenende war ein Wendepunkt – chaotisch, komisch und erschreckend zugleich. Marisas selbstzerstörerischer Umgang mit Drogen, auch in Bezug auf ihre Kolleginnen, hat mich zunehmend betroffen gemacht. Das Ende hat mich irritiert – es wirkt wie eine Flucht statt einer Lösung.

Dennoch bleibt „Geht so“ ein lesenswerter Roman, der unterhält, rüttelt – und lange im Kopf nachhallt.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Ein Buch voller Wärme und leiser Erkenntnisse

Der geheimnisvolle Garten und das Wunder der Versöhnung
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Dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte – es schenkt Impulse, die sich ganz natürlich in den Alltag einfügen, ohne belehrend zu sein.

Im Mittelpunkt steht Julia, die nach dem Tod ihrer Großmutter ...

Dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte – es schenkt Impulse, die sich ganz natürlich in den Alltag einfügen, ohne belehrend zu sein.

Im Mittelpunkt steht Julia, die nach dem Tod ihrer Großmutter auf Charlotte trifft – eine alte Freundin ihrer verstorbenen Großmutter - mit einer warmen Ausstrahlung und einem verwunschenen Garten. Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung. In den Gesprächen mit Charlotte beginnt Julia, die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter zu hinterfragen und aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Mich hat das ruhige Erzähltempo überzeugt – nichts wirkt übertrieben oder künstlich, sondern ehrlich und lebensnah. Die Übungen, Rituale und Pflanzenwissen, die eingebunden sind, lassen sich leicht auf das eigene Leben übertragen.

Ein stilles Buch mit viel Tiefe, das Mut macht, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Es eignet sich nicht nur für Menschen mit schwierigen Mutter-Tochter-Beziehungen, sondern für alle, die sich selbst und andere besser verstehen möchten.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Eine gefühlvolle Geschichte über Liebe, Entscheidungen und Musik

Verliebt in Stockholm
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„Verliebt in Stockholm“ hat mich auf eine wunderschöne Reise mitgenommen – sowohl in die schwedische Hauptstadt als auch in die Gefühlswelt der Protagonistin Mira. Als Musikerin konnte ich ihre Leidenschaft ...

„Verliebt in Stockholm“ hat mich auf eine wunderschöne Reise mitgenommen – sowohl in die schwedische Hauptstadt als auch in die Gefühlswelt der Protagonistin Mira. Als Musikerin konnte ich ihre Leidenschaft für die Violine und ihren Perfektionismus sehr gut nachvollziehen.

Die Geschichte wechselt geschickt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch sich Miras Gefühlswelt nach und nach entfaltet. Besonders schön fand ich die musikalischen Elemente, die tief in die Handlung integriert sind und dem Buch eine besondere Note verleihen. Mira ist eine vielschichtige Protagonistin, mit der ich mitgefühlt habe – ihre innere Zerrissenheit zwischen William und Alessandro wirkt authentisch. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein, und es war spannend zu verfolgen, wie Mira ihre Gefühle sortiert. Auch die Nebencharaktere tragen zur Geschichte bei und machen sie lebendig. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, voller Emotionen, aber nie kitschig. Die Mischung aus Liebesgeschichte, Musik und der Frage nach dem richtigen Lebensweg hat mich gefesselt.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Liebe oft komplizierter ist, als man denkt – aber auch, dass man manchmal auf sein Herz hören muss. Ein wunderschöner, gefühlvoller Roman, der mich von Anfang bis Ende berührt hat.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Ein bezauberndes Buch für Groß und Klein

Ich hab dich tierisch lieb
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Dieses Bilderbuch ist wirklich ein ganz besonderer Schatz! Die Illustrationen sind einfach bezaubernd – sie vermitteln so viel Wärme und Fürsorge. Was mich besonders beeindruckt hat, sind die spannenden ...

Dieses Bilderbuch ist wirklich ein ganz besonderer Schatz! Die Illustrationen sind einfach bezaubernd – sie vermitteln so viel Wärme und Fürsorge. Was mich besonders beeindruckt hat, sind die spannenden und lehrreichen Informationen über die Tiere. Es ist faszinierend zu erfahren, wie jedes Tier auf seine eigene Weise mit seiner Familie umgeht. Besonders berührt hat mich, wie das Buch das Thema Großwerden und Loslassen aufgreift – es zeigt, dass auch Tiere ihre Kinder mit viel Liebe und Geduld begleiten. Ein tolles Buch, das nicht nur Kindern sondern auch Erwachsenen viel beibringt.

Absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Vielschichtige Ermittlungen in Norwegen

Snø - Ohne jeden Zeugen: Ein Fall für Snø
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Lydia Winther, genannt Snø, arbeitet frisch von der Polizeischule in der Abteilung Sondereinsätze. Ein Hinweis auf einen möglichen Einbruch entwickelt sich zu einem Vermisstenfall, der Snø in ein Netz ...

Lydia Winther, genannt Snø, arbeitet frisch von der Polizeischule in der Abteilung Sondereinsätze. Ein Hinweis auf einen möglichen Einbruch entwickelt sich zu einem Vermisstenfall, der Snø in ein Netz aus verschwundenen Personen und Verstrickungen in der norwegischen Ölindustrie führt. Neben den Ermittlungen rückt auch Snøs privates Umfeld in den Fokus. Sie agiert eigenständig, manchmal impulsiv. Die Erzählung wechselt häufig die Perspektive und verzweigt sich in mehrere Handlungsstränge. Brutale Szenen und einige Längen – insbesondere rund um die Ölindustrie – bremsen das Tempo stellenweise etwas aus.

Insgesamt bleibt die Geschichte dennoch spannend und atmosphärisch.

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