Die große Enthüllung ist überstanden. Die Werwölfe und Gestaltwandler sind an die Öffentlichkeit getreten, mit durchwachsenem Erfolg. Nur wenig später wird beim Merlottes ...
Achtung: Band 9 einer Reihe!
Die große Enthüllung ist überstanden. Die Werwölfe und Gestaltwandler sind an die Öffentlichkeit getreten, mit durchwachsenem Erfolg. Nur wenig später wird beim Merlottes die Leiche von Sookies Schwägerin Chrystel gefunden, einer Wer-Pantherin. Ist sie das Opfer eines Hassverbrechens geworden?
Eric trickst Sookie aus und sorgt dafür, dass sie plötzlich in ganz anderem Verhältnis zu ihm steht, als sie es je erwartet hätte. Und natürlich ist nicht klar, was Erics Beweggründe dafür sind.
Gleichzeitig bringt Sookie ihre Verwandtschaft mit dem Elfenprinzen Niall, ihrem Ur-Großvater in tödliche Gefahr. Und einmal mehr muss Sookie um „Menschen“ trauern, die ihr wichtig sind und nahestehen.
Mittlerweile wisst ihr ja, dass ich die Sookie-Stackhouse Reihe sehr mag. Aber dieses Buch war mir zu heftig kurz vor Schluss. Es ist härter als die zuvorigen. Dies ist der letzte Band der Sookie-Stackhouse/True Blood Reihe, den ich noch lese. Die darauffolgenden Bände sind mir zu abgedreht. Irgendwie ist da der Schwung raus.
In diesem Band sind die Elfen präsenter denn je. Das sorgt für einige witzige Szenen und auch viel Spannung, aber auch für das heftige am Ende.
Was ich besonders toll fand, war die Präsenz von Eric. Ich bin einfach Eric-Fan. Er und Sookie führen ein tolles Gespräch in dem Buch und ich freue mich jedes Mal darauf.
Leider gehen nicht alle Charaktere, die man liebgewonnen hat, unversehrt aus dem heftigen hervor.
Fazit: Wie gesagt, mir war das Buch kurz vor Schluss zu heftig. Es geht ja immer ziemlich ab, aber das war mir zu viel. Dafür gibt es tolle Eric-Szenen und die sind es fast wert. Ich lasse die Reihe immer mit diesem Band für mich enden, weil mir die weiteren nicht mehr so gut gefallen.
Vier Freundinnen erstellen bei einem Feierabend-Bier eine Liste. Dort beschreiben sie den, ihrer Meinung nach, perfekten Mann. Neben „treue“ wünschen sie sich auch gewisse optische Merkmale. Die Liste ...
Vier Freundinnen erstellen bei einem Feierabend-Bier eine Liste. Dort beschreiben sie den, ihrer Meinung nach, perfekten Mann. Neben „treue“ wünschen sie sich auch gewisse optische Merkmale. Die Liste sollte eigentlich privat bleiben, doch Marci, eine der vier kann sich nicht beherrschen und so landet die Liste zuerst in der Hauszeitung des Unternehmens in dem alle vier arbeiten, wird dann von der Lokalpresse aufgenommen und bald bekommen sie sogar eine Einladung zu „Good Morning America“. Von allen Seiten kommt das unterschiedlichste Feedback, sie werden sowohl gelobt als auch verteufelt und angefeindet. Nie hätten sie aber gedacht, dass es jemanden gibt, für den die Liste ein Grund ist zu töten, die Verfasserinnen zu töten.
Aus einem Spaß wird tödlicher Ernst.
Das Buch ist überwiegend aus der Sicht von Jaine geschrieben. Sie ist erst vor kurzem in ein Haus gezogen und liegt seitdem im Dauerstreit mit ihrem Nachbarn. Kompliziert wird es, als zwischen ihnen nicht nur die Fetzen, sondern auch die Funken fliegen. Sie ziehen einander an wie Magnete.
Als Marci ermordet wird, ist es Sam, der Jaine beisteht. Der Polizist erkennt die Gefahr, in der die drei verbliebenen Freundinnen schweben. Vor allem möchte er aber Jaine beschützen, denn ihm ist klar, dass sie die Eine ist und er möchte sie auf keinen Fall verlieren.
Der Mörder hasst Frauen, vor allem Frauen, wie die vier Freundinnen. In seinen Augen sind sie unrein, Schlampen und verdienen den grausamen Tod, den er ihnen angedeihen lassen will.
Ich bin zwiegespalten. Einerseits strotzt das Buch von Klischees und in meinen Augen verhalten sich die vier Freundinnen immer wieder ziemlich leichtsinnig und doof. Andererseits finde ich die Chemie zwischen Sam und Jaine richtig toll und die beiden gefallen mir zusammen immer besser, je mehr Zeit sie miteinander verbringen.
Den Handlungsstrang rund um den Mörder fand ich sehr gut. Dessen Motiv, Vorgehen und Identität sind mal etwas ganz anderes. Natürlich kommt einem irgendwann ein Verdacht, aber man kann es nicht von Anfang an erraten und das gefällt mir immer sehr. Der Handlungsstrang macht das Buch kurz vor Schluss sehr spannend und ich finde das wirklich schön gelöst.
Fazit: Ich bin bei diesem Buch mal wieder zwiegespalten. Die vielen Klischees und die Handlungen des einen oder anderen Charakters haben mich immer wieder mal genervt, aber die Chemie zwischen Sam und Jaine war wirklich toll und ich konnte dadurch mit ihnen mitfiebern.
Die vier Freundinnen waren alle sympathisch, aber man hat die anderen außer Jaine nur recht oberflächlich kennengelernt. Dadurch hat einen deren Verlust nicht erschüttert.
Das Buch hat es geschafft genug witzige Szenen einzubauen, um die Stimmung deutlich aufzulockern. Ich habe einige Male laut gelacht.
Wären die Klischees nicht gewesen und das immer wieder mal leichtsinnige Verhalten einiger Charaktere, hätte das Buch von mir die volle Sternenanzahl bekommen. So hat es nur zu ganz knappen 4 Sternen gereicht.
Kate ist auf der Flucht. Ihr Leben ist ein Trümmerhaufen und Schuld daran ist ihr Ex-Freund Tyler. Er hat sie krankenhausreif geschlagen und dabei nicht nur ihren Körper, sondern vor allem ihre Seele gebrochen. ...
Kate ist auf der Flucht. Ihr Leben ist ein Trümmerhaufen und Schuld daran ist ihr Ex-Freund Tyler. Er hat sie krankenhausreif geschlagen und dabei nicht nur ihren Körper, sondern vor allem ihre Seele gebrochen. Alles Zuhause erinnert sie daran und vor allem kann sie ihm dort nicht dauerhaft aus dem Weg gehen, also zieht sie ans andere Ende des Landes und studiert dort. Aber das allein reicht nicht, um mit dem Trauma umzugehen und so entscheidet sie sich Kickboxen zu lernen. Dumm nur, dass ihr Lehrer ausgerechnet Ian ist, der mürrische A...-Bruder des Freundes ihrer neuen besten Freundin.
Ian wurde auch zutiefst verletzt. Seine Rettung war das Kickboxen, aber er schafft es dennoch nicht, andere an sich heranzulassen. Er blockt einfach alles und jeden ab. Doch Kate geht ihm irgendwie unter die Haut. Er begreift schnell, dass ihr etwas Schlimmes passiert ist und will ihr helfen stark zu werden. Aber das ist nicht so einfach, denn während er versucht sie wie jeden anderen Schüler zu behandeln, sind da dennoch diese Gefühle, mit denen er weder umgehen kann noch will.
Ich fand das Buch wirklich gut. Kate war mir direkt sympathisch. Sie tat mir sehr leid und ich fand sie durchweg glaubwürdig. Sie ist traumatisiert, will sich aber ins Leben zurück kämpfen und um nicht mehr ständig Angst zu haben, will sie lernen sich zu verteidigen.
Ian war anfangs so ein A..., dass ich ihm gern den Boxsack über den Schädel gezogen hätte, aber immer wieder war er auch unglaublich lieb und nett und einfühlsam. Allerdings war das bei ihm fast wie zwei Ians, ein netter und ein A...
Ab und an sind mir beide etwas auf die Nerven gegangen, aber wirklich nur etwas, sie haben zum Glück immer relativ schnell die Kurve gekriegt.
Was mir gut gefallen hat ist, wie die beiden einander geholfen haben zu wachsen und mit ihren jeweiligen Traumata umzugehen. Wie Ian an einer Stelle so schön sagt: sie sind beide zerbrochen, aber zusammen sind sie wieder ganz.
Ich fand es auch gut, dass beide ihre jeweiligen Erlebnisse aufgearbeitet haben, jeder auf seine Art und wie sie sich dabei unterstützt haben. Es fehlten die unnötigen Dramen und Verwicklungen, die man leider in so vielen New Adult Romanen findet. Auch das Thema Sex wurde ausgespart. Man erfährt, dass sie Sex haben, aber die Szenen erlebt man nicht mit.
Ich finde vor allem die Message des Buches super. Kate muss nicht von Ian gerettet werden, er bringt ihr bei ihr eigener Retter zu sein. Klar sind sie ihr jeweiliger Rückhalt, aber es ist wirklich toll, dass hier eine starke Frau zu sehen ist, die für sich selbst einsteht und nicht gerettet werden muss.
Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Ab und an waren es mir etwas zu viele Klischees, aber sie wurden mir nicht wirklich lästig, das Buch hat immer noch rechtzeitig die Kurve gekriegt. Es wurden auch fast alle offenen Fragen geklärt und das ist immer schön.
Ich finde es super, wie die beiden Protagonisten im Verlauf der Handlung wachsen und auch erwachsener werden. Auch die Auflösung gefiel mir sehr, es löst sich nicht einfach alles wie durch Zauberhand in Wohlgefallen auf, sondern die Protagonisten arbeiten aktiv daran, ihr jeweiliges Trauma zu verarbeiten.
Was ich dabei besonders schön finde ist, dass Kate eine starke Frau wird, die für sich selbst einstehen kann und nicht gerettet werden muss. Sie gerät nicht in Not und wartet darauf, dass ihr Ritter in schimmernder Rüstung auftaucht und all ihre Probleme verschwinden lässt und all ihre Dämonen erschlägt. Die Message ist in meinen Augen wirklich super. Ich finde auch jede Frau sollte lernen sich selbst zu verteidigen.
Vor vielen Jahren waren Harley und Jack ein Paar, sie waren noch Teenager aber für sie beide war es die große Liebe. Doch dann hat Harley ganz plötzlich ohne Erklärung Schluss gemacht, das geschäftliche ...
Vor vielen Jahren waren Harley und Jack ein Paar, sie waren noch Teenager aber für sie beide war es die große Liebe. Doch dann hat Harley ganz plötzlich ohne Erklärung Schluss gemacht, das geschäftliche Vorhaben ihrer beider Väter platzte und wären Harleys Vater Hal weiterhin ein erfolgreicher und rücksichtloser Geschäftsmann blieb, zerbrach das Leben von Jack in tausend Teile. Jetzt ist er selbst erfolgreich und er will Rache an der Frau nehmen, die damals sein Herz brach. Er beschließt ein Projekt von ihr als Vorwand dafür zu nehmen an sie heran zu kommen, immerhin hat ihr Büro einen Fehler gemacht und ist letztlich an den Verzögerungen schuld. Doch Jack hätte nicht gedacht, dass die Anziehungskraft zwischen ihnen noch stärker geworden ist. Also entscheidet er ihr nachzugeben. Er wird Sex mit Harley haben, ihr zeigen, was sie alles verpasst hat und sich dann von ihr trennen.
Doch kann das wirklich gut gehen?
Ganz ehrlich? Mich hat das Buch tierisch aufgeregt! Ich bin sowas von wütend! Die beiden Protagonisten sind so dumm und kindisch! Mir ist Harley zuerst auf die Nerven gegangen. Sie sieht ihn und sabbert. Sie ist fest entschlossen ihr Projekt auf die Beine zu stellen, aber kaum steht sie Jack gegenüber, bei dem sie keine Ahnung hatte, dass er der Mann ist, der für die Verzögerungen in ihren Augen verantwortlich ist – er hat seinen Namen geändert – aber alles was sie noch kann ist sabbern. Andauernd wird sie davon abgelenkt wie heiß er doch ist.
Jack habe ich für seine Pläne von Anfang an verachtet. Ja, er wurde damals verletzt, aber er hat sich seit dem kein Stück weiterentwickelt emotional gesehen. Statt sich genauer über Harley und ihre Stiftung zu informieren, ist er felsenfest davon überzeugt, dass sie ein eiskaltes, verzogenes Gör ist, ein Prinzesschen. Er kommt nicht einmal ansatzweise auf die Idee, dass sie wirklich Gutes tun will. Immerhin ist sie doch die Tochter ihres Vaters, also muss sie doch böse Hintergedanken haben! Das hat mich so extrem genervt!
Ich meine, wie kann man so drauf sein? Ja, er wurde verletzt, aber hallo, das ist Jahre her! Er konnte doch auch recherchieren, um herauszufinden, dass die Stiftung ihr gehört, aber um herauszufinden, dass sie das dort erwirtschaftete Geld wirklich nur für gute Zwecke ausgibt reicht es nicht? Oder dass ihr Vater nie eine ihrer Modenschauen besucht hat? Ernsthaft? Er kann alles herausfinden aber gerade das nicht? Das war für mich total unglaubwürdig.
Natürlich wird beiden bald klar, dass das zwischen ihnen nicht nur Sex ist. Aber keiner kann dem jeweils anderen Vertrauen.
Ich kann das bei Harley noch besser verstehen, immerhin hat sie ihr Leben lang nur Ablehnung und Spott erfahren und ihr Vater hat ihr auf die harte Tour beigebracht, dass jeder Mensch immer Hintergedanken hat. Doch auf den Gedanken zu hinterfragen, warum Jack auf einmal Sex mit ihr will, kommt sie nicht?
Das Geheimnis, dass Harley hütet und das der Grund für die Trennung war, fand ich jetzt ehrlich gesagt zwar schon schockierend für ein 17-jähriges Mädchen, aber ich konnte nicht nachvollziehen, warum das für sie der Grund war mit Jack Schluss zu machen. Ebenso konnte ich nicht verstehen, warum das für eine große Wendung in der Geschichte gesorgt hat. Ja, das zu erfahren ist bestimmt nicht angenehm und stellt Jacks Sicht der Vergangenheit auf den Kopf, aber seine Reaktion fand ich total teenie und sehr übertrieben. Das war für mich einfach eine typische Kurz-vor-Schluss-Wendung, die für Drama sorgen sollte, bei mir sorgte sie aber nur für Augenrollen.
Was mich richtig gestört hat war, dass so viel offen geblieben ist. So viele Konflikte und Geheimnisse wurden im Buch zwar die ganze Zeit aufgebaut und drohten so schön über den beiden Protagonisten, verpufften aber ganz plötzlich und wurden einfach nicht mehr thematisiert. Stattdessen gab es einen Epilog, der für mich auch wieder einige Fragen aufwarf, die wieder unbeantwortet geblieben sind.
Fazit: Mich hat das Buch leider ziemlich genervt. Ich konnte die Liebesgeschichte nicht fühlen. Ich habe beiden nicht die Daumen gedrückt. Harley tat mir leid, ja, immerhin hat ihr Vater sie furchtbar behandelt und Jack tat mir auch etwas leid, weil er damals auch einiges hat einstecken müssen, aber er hat mich überwiegend nur wütend gemacht. Er hat sich in meinen Augen aufgeführt, wie ein kleines Kind. Sie hat ihn damals verletzt, ihr Vater hat in seinen Augen sein Leben zerstört, also will er sie jetzt auch verletzen. Geht es noch kindischer?
Gut, dabei bleibt es nicht, beide Protagonisten verändern sich im Verlauf der Handlung, aber bei mir hat Jack sich damit und mit seinen blöden unbegründeten Verdächtigungen und verächtlichen Kommentaren am Anfang zu viel kaputt gemacht. Er hat mich nicht zum dahinschmelzen gebracht.
Leider war das Buch nicht meins. Es bekommt von mir 1,5 Sterne, mehr war bei mir leider nicht drin.
Karissa ist eine ganz normale Studentin. Sie ahnt nicht, dass sich ihr Leben für immer verändert, als sie Naz kennenlernt. Es wohnt etwas Dunkles in ihm, etwas, dass Karissa ...
Achtung: Band 1 einer Trilogie!
Karissa ist eine ganz normale Studentin. Sie ahnt nicht, dass sich ihr Leben für immer verändert, als sie Naz kennenlernt. Es wohnt etwas Dunkles in ihm, etwas, dass Karissa nicht greifen kann, dessen Präsenz sie aber immer wieder spürt. Je mehr Zeit sie zusammen verbringen, desto mehr Einblicke erhält sie in sein Leben, aber auch in seine dunkle Seite. Doch ihr ist nicht klar, dass sie nicht einmal an der Oberfläche gekratzt hat. Ihr ist die Tragweite ihrer Entscheidungen nicht bewusst, dass Naz sie niemals gehen lassen wird.
Wow. Ich bin echt geplättet. Die Grundstory, also das Gerüst ist schnell erzählt und strotzt vor Klischees, aber trotzdem ist das Buch nicht langweilig, sondern originell. Warum? Das liegt einzig und allein an den Charakteren.
Karissa ist sehr sympathisch, sie sehnt sich nach einem Zuhause, nach Stabilität, beides etwas, dass sie niemals gehabt hat. Sie erkennt, dass in Naz eine Dunkelheit wohnt, die sie nicht ermessen oder begreifen kann, aber das macht ihr keine Angst. Sie vertraut ihm und sie glaubt ihm, dass er sie nie verletzen würde.
Allerdings verschließt sie auch komplett die Augen davor, wer Naz wirklich ist. Es gibt einige Hinweise und dem Leser ist relativ schnell klar, was vor sich geht, nur Karissa versteht es nicht, ich glaube, sie will es auch nicht sehen. Gut, wenn ich mich in sie hineinversetze, ich meine welche Frau würde das wahrhaben wollen? Die Mafia kennen wir alle aus dem Fernsehen, aus Büchern, etc. aber niemals würde man glauben, dass der Mann, den man liebt zur Mafia gehören könnte. Ich glaube, ich würde mir auch einreden, dass ich spinne, wenn mir der Verdacht oder Gedanke käme.
Naz ist immer wieder sehr undurchschaubar. Wenn man kurz vor Schluss erfährt was eigentlich los ist und warum er so ist wie er ist, macht das auch Sinn. So krass das vielleicht klingt, aber ich finde ihn auch sehr sympathisch. Es ist schwierig das zu erklären, ohne zu spoilern, aber ich versuche es. Naz kann gruselig sein und er kann kalt sein und das, was man kurz vor Schluss erfährt ist klischeehaft und es ist heftig, aber er sorgt dafür, dass man es glaubt. Er hat trotz allem so eine Aufrichtigkeit an sich. Er weiß, dass er kein guter Mensch ist, er weiß, dass er ein Monster ist, aber die Art, wie er mit Karissa umgeht zeigt, dass er eben nicht nur ein Monster ist. Er liebt sie aufrichtig und er wäre niemals grausam zu ihr. Er ist vielleicht kein Prinz Charming, aber er steht zu dem, was und wer er ist. Er verstellt sich nicht.
Ich kann beide Seiten verstehen und das macht die Story für mich so toll. Ja, manchmal ist Karissa ziemlich naiv, aber für mich hat sie die Grenze zu „nervig“ zum Glück nicht überschritten.
Die Sex-Szenen sind immer wieder ziemlich heftig, aber nicht alle. Was ich aber gut fand war, dass es zwar auch um Dominanz und Unterwerfung ging, aber nicht um Demütigung oder darum, dem anderen den freien Willen zu nehmen. Ich finde so, wie das hier praktiziert wird, genau richtig. Es ist heiß, es ist heftig, ja, aber es geht nicht darum den anderen zu brechen oder zu etwas zu zwingen. Karissa bekommt zum Beispiel zwei Safewords, die sie in Abstufungen benutzen kann, aber nicht, weil er sie schlagen will oder ähnliches, sondern damit sie sich schützen kann, wenn er sich zu sehr hinreißen lässt, die Kontrolle verliert, sie zu sehr bedrängt oder es ihr einfach zu viel wird und er hält sich daran. In allen Lebenslagen. Endlich geht es in einem Buch bei den Sex-Szenen nicht nur um Gewalt oder Schläge oder Bestrafung, sondern einfach um heißen Sex mit Netz und doppeltem Boden.
Leider ist das Buch der erste Teil einer Trilogie, was einerseits gut ist, weil es noch zwei weitere Bücher über die beiden geben wird, aber andererseits auch schlecht ist, weil ich jetzt bis Mai warten muss, bis ich endlich erfahre, wie es mit den beiden weitergeht! Zum Glück endet das Buch nicht mit einem Cliffhanger. Ich meine klar, bleibt einiges offen, das muss es ja auch, aber es ist jetzt kein Ende, bei dem man da sitzt und das Buch anschreit, weil es zu Ende ist, obwohl es doch gerade so spannend war.
Das Ende finde ich perfekt gewählt. Es bildet einen perfekten Rahmen mit dem Prolog – so etwas liebe ich! – und sorgt dafür, dass man zwar unbedingt weiterlesen will, aber zumindest die Chance hat, die Wartezeit ohne ständiges Quengeln und Händeringen zu überstehen.
Fazit: Ja, das Buch nimmt einige Klischees mit und ist teilweise auch vorhersehbar, aber nicht auf schlechte Art und Weise. Die beiden Protagonisten sind stark aufgebaut und tragen die Story auf eine in meinen Augen wunderbare Art. Ich fand beide sehr sympathisch und glaubwürdig. Ich kann ihrer beider Gefühle, Handlungen und Motive nachvollziehen, wobei mir Karissa aber ab und an zu naiv war, aber auch nicht so sehr, dass es mich extrem genervt hätte.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es hat sich fast wie von selbst gelesen. Die Sex-Szenen waren meiner Meinung nach super ausbalanciert zwischen heftig und romantisch. Wobei die heftigen Szenen davon profitierten, dass es nicht um körperliche Züchtigung oder Demütigung ging, sondern einfach um harten Sex, aber zwischen gleichberechtigten Partnern.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich kann es kaum erwarten Band 2 in die Finger zu bekommen! Von mir gibt es volle 5 Sterne.