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Veröffentlicht am 26.12.2019

Einer meiner Lieblingsbände der Reihe

Der Vampir, der mich liebte
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Achtung: Band 4 einer Reihe!



Sookie hat sich noch immer nicht vollständig von den Ereignissen in Jackson erholt. Körperlich sind die Wunden verheilt, aber emotional hat sie noch daran zu knabbern, ...

Achtung: Band 4 einer Reihe!



Sookie hat sich noch immer nicht vollständig von den Ereignissen in Jackson erholt. Körperlich sind die Wunden verheilt, aber emotional hat sie noch daran zu knabbern, dass ihr Vampir Freund – mittlerweile Ex – Bill sie betrogen und einfach abgeschoben hat. Das hat etwas in Sookie nachhaltig verändert.

Sie hat fest vor ihr Leben Vampir-frei zu gestalten. Ihr guter Vorsatz fürs neue Jahr: sich nicht mehr zusammenschlagen lassen! Aber natürlich klappt mit dem Vampir-frei nicht. Auf dem Nachhauseweg trifft sie auf einen umherirrenden verwirrten Vampir. Erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt sie, dass es sich dabei um Eric handelt, doch er weiß nicht mehr, wer er ist, er hat sein Gedächtnis verloren!

Ein Hexenzirkel verlangt Schutzgeld von Eric, doch der weigert sich zu zahlen, deswegen haben sie ihn verflucht. Zu seiner Sicherheit wird er bei Sookie einquartiert – der es zunehmend schwer fällt ihre Gefühle für den neuen Eric zu beherrschen...

Zudem verschwindet auch noch ihr Bruder spurlos – haben die Hexen etwas damit zu tun?



In diesem Band geht es echt rund. Es ist so viel los, dass man kaum eine Minute verschnaufen kann. Der Eric mit Gedächtnisverlust ist einerseits so süß und lieb und nett, aber ihm fehlt dieser zweideutige Charme des „echten“ Eric, den man ja auch irgendwie lieb gewonnen hat. Zudem kommt er im genau richtigen Moment zu Sookie, um sie emotional wiederaufzubauen, nachdem sie wegen Bill so viel hat einstecken müssen.



Sookie verzweifelt an dem Verschwinden ihres Bruders. Sie macht sich schreckliche Sorgen und die Polizei nimmt die Sache nicht ernst.

Doch es finden sich noch ein paar mehr Verehrer für Sookie, die ihr unter anderem auch bei der Suche nach Jason helfen. Eigentlich hatte Sookie ja ihr Privatleben als Vampir-freie-Zone ausgerufen, aber gilt das auch für den „neuen“ Eric? Und was ist mit Werwölfen und anderen Wesen?



Die „bösen“ Hexen sind wirklich sowas von böse! Eric bleibt nicht ihr einziges Opfer, aber immerhin hat er nur sein Gedächtnis und nicht sein Leben verloren, andere hatten nicht so viel Glück.



Es gibt in diesem Band so viele Handlungsstränge, dass ich nicht alle hier behandeln kann, ohne zu spoilern. Ich sage nur so viel: kurz vor Schluss gibt es eine große Schlacht gegen die „bösen“ Hexen und da geht es echt ab! Aber damit ist die Spannung noch nicht vorbei, es folgt noch einiges.



Fazit: Ich finde diesen Band noch besser, als die vorherigen Bände der Reihe. Es stecken noch mehr Handlungsstränge darin, man erfährt mehr über die übernatürliche Welt und Sookie muss feststellen, dass sie bisher ziemlich blind war. Denn es gibt nicht nur Vampire und Werwölfe.

Das Buch ist durchgehend spannend bis ganz zum Schluss. Es passiert wirklich sehr viel und es fällt mir schwer zu sagen, was mir am besten gefiel. Es gehört zu meinen Lieblingsbänden der Reihe.

Ich kann auch nicht sagen, ob mir der „neue“ oder der „normale“ Eric besser gefällt. Beide haben irgendwie etwas.



Ich kann diese Reihe aus vollem Herzen empfehlen!

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Veröffentlicht am 25.12.2019

Nicht ganz so gut wie Band 1

American Prince
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Achtung: Teil 2 einer Trilogie!

Wenn ihr Band 1 noch nicht gelesen habt, bitte nicht weiterlesen, sonst werdet ihr gespoilert!

Achtung: Cliffhanger!
Sehr explizite (BDSM-)Sex-Szenen – wer das nicht ...

Achtung: Teil 2 einer Trilogie!

Wenn ihr Band 1 noch nicht gelesen habt, bitte nicht weiterlesen, sonst werdet ihr gespoilert!

Achtung: Cliffhanger!
Sehr explizite (BDSM-)Sex-Szenen – wer das nicht mag, sollte die Finger von diesem Buch lassen


Greer wurde entführt und ist nun in der Gewalt von Ashs größtem Feind. Nur Embry kann sie retten. Er schafft das auch und gemeinsam mit Ash fügen sie Greer wieder zusammen und heilen ihre Wunden.
Doch ihr Feind wird nicht ruhen, bis er Greer wieder hat und ihre Cousine erweist sich wieder einmal als gewissenloses Miststück. Können die drei ihre Beziehung und Ashs Präsidentschaft erhalten?


Greers Entführung wird ziemlich schnell beendet und Embry darf der Held sein. Danach haben sie Sex, inklusive Rollenspiel, was ich persönlich in der Situation zwar irgendwie verstehen kann, aber gleichzeitig auch sehr, sehr dumm finde.

Ich kann noch viel weniger verstehen, warum sie ihre Cousine nicht direkt in Haft nehmen, immerhin hat sie Greer an ihre größten Feinde verraten. Als Präsident sollte es doch möglich sein sie zumindest unschädlich zu machen. Aber nein, sie bekommt sogar die Gelegenheit alles noch schlimmer zu machen.

Dieses Buch ist größtenteils aus Embrys Sicht erzählt, eingeteilt in „davor“ und „danach“. Das „danach“ ist für uns immer die Gegenwart. Ich finde es schlimm, wie schlecht er von sich denkt. Er glaubt immer er habe alles Unglück und allen Schmerz, den er erleidet, verdient. Das kann ich nicht nachvollziehen. Nur wegen seiner sexuellen Gedanken? Das ist für mich nicht stimmig. Dennoch tut er mir immer wieder sehr leid.

Was mich etwas stört ist, dass Ash der mächtigste Mann der Welt ist, Embry ist sein Vize-Präsident und beide lassen sich immer überfahren von den Taten anderer. Das erscheint mir wenig realistisch.

Was mir dafür wieder sehr gefallen hat, war die Gruppen-Dynamik der drei. Gut, die Sex-Szenen sind mir immer wieder mal etwas zu extrem, aber das ist Geschmackssache, ich tue mich auch immer etwas schwer, wenn es um Sex-Szenen zwischen zwei Männern geht. Aber trotzdem fällt wieder auf wie viel Gefühle in dem Buch stecken. Es ist kein Sex-Buch, obwohl er einen großen Stellenwert einnimmt für die Charaktere, aber es geht in erster Linie um ihre Gefühle füreinander.

Ich bin gespannt, wie es nach dem Cliffhanger weitergeht. Zum Glück kann ich direkt weiterlesen. Ich kann es kaum erwarten und hoffe wirklich, dass die „bösen“ bekommen, was sie verdient haben und es am Ende ein Happy End für alle drei geben wird.

Fazit: Ich persönlich kann mir keine polyamoröse Beziehung für mich vorstellen, aber ich finde es hier gut gemacht. Diese Trilogie ist meine erste Buchreihe bzw. Buch mit dem Thema, aber ich finde es wirklich schön dargestellt. Dass es eben nicht nur um Sex zu dritt geht, sondern, dass es wirklich Liebe ist für alle Beteiligten in allen Konstellationen. Das wird schön herausgearbeitet und wirkt glaubhaft. Ebenso, wie die Konflikte, die entstehen können.
Was ich schade finde ist, dass der mächtigste Mann der Welt, der amerikanische Präsident, hier ziemlich machtlos dargestellt wird. Er wird immer von den Geschehnissen überrannt und steht ihnen relativ hilflos gegenüber. Das wirkt auf mich wenig realistisch.
Ich bin schon wirklich gespannt, wie es weitergeht! Das nächste Buch, der Abschluss der Trilogie, ist aus Ashs Sicht erzählt. Gerade auf ihn bin ich auch sehr gespannt, weil man über sein Innenleben bislang kaum etwas erfahren hat.

Von mir bekommt dieses Buch 3,5 Sterne, da es mich trotz meiner Kritikpunkte wieder sehr gefesselt und mitgerissen hat, ich aber die zusätzlichen, in meinen Augen recht unrealistischen Dramen, auch in die Bewertung mit einfließen lassen muss.

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Veröffentlicht am 24.12.2019

Als Mensch lebt man gefährlich unter Vampiren und anderen Wesen

Club Dead
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Achtung: Band 3 einer Reihe!

Zuerst kümmert sich Sookie Stackhouses Vampir Freund Bill nur noch um seinen Computer und dann verschwindet er auf einer angeblichen Geschäftsreise. Als wäre das noch nicht ...

Achtung: Band 3 einer Reihe!

Zuerst kümmert sich Sookie Stackhouses Vampir Freund Bill nur noch um seinen Computer und dann verschwindet er auf einer angeblichen Geschäftsreise. Als wäre das noch nicht genug teilt ihr Bills „Chef“ Eric auch noch mit, dass Bill sie nicht nur belogen hatte, es hatte keine Geschäftsreise gegeben, er hatte sie zudem auch noch betrogen und geplant sie in „Rente“ zu schicken. Sookie ist am Boden zerstört. Doch Bill ist in tödlicher Gefahr und nur Sookie kann ihn, ohne einen Vampir-Krieg anzuzetteln, retten.


Sookie tut mir so leid! Bill war der „Mensch“, dem sie mehr vertraute als jedem anderen und ausgerechnet er behandelte sie wie ein absolutes Ober-A...! Ich glaube, ich wäre nicht so selbstlos mein Leben für diesen treulosen Mistkerl zu riskieren.


Eric, Alcide – ein neuer Charakter, der wirklich sympathisch und heiß ist (zumindest in diesem Buch), wenn auch ein totaler Idiot, wenn es um seine Ex geht –, Bubba und Pam sind total sympathisch, witzig und so cool!

Durch die Ereignisse in diesem Band ist Bill absolut bei mir unten durch. Ich bin – obwohl ich das Buch schon x-Mal gelesen und gehört habe – sowas von wütend! Ich hasse ihn! Und zwar aus tiefster Seele! Ich gönne ihm alles, was er hat einstecken müssen und mehr!

Genauso sehr hasse ich auch Debbie, Alcides Ex, die so ein verkommenes Miststück ist, dass mir echt die Worte fehlen! Wie kann man nur so eine verzerrte Wahrnehmung haben und so unfassbar böse sein?!


Wieder muss Sookie sehr viel einstecken und gerät mehr als einmal in Lebensgefahr. Trotzdem beißt sie sich durch und zeigt wie immer Mut.

Besonders Eric und Pam sorgen immer wieder für tolle Szenen. Irgendwie schmelze ich bei Eric immer dahin. Pam bringt mich mit Kommentaren wie „sie tropft schon wieder!“, wenn Sookie weint, herzhaft zum Lachen!

Was mich allerdings stört ist, dass Sookie immer wieder verletzt wird, aber keiner auf die Idee kommt sie zu heilen, mit Vampirblut ist das ja kein Akt.


Fazit: Ich liebe diese Reihe! In diesem Buch geht es etwas härter zu, als in den vorherigen. Sookie muss wirklich viel einstecken und hat nicht mal ihren liebenden Vampir-Freund an der Seite, im Gegenteil, er hat sich als absolutes Ober-A... erwiesen und das nach all dem, was sie zusammen durchgemacht haben und all dem, was Sookie bislang schon für ihn getan hat!
Dennoch ist das Buch wieder sehr spannend – ich habe es jetzt schon so oft gelesen und trotzdem packt es mich jedes Mal wieder!

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Veröffentlicht am 24.12.2019

Jede Menge Klischees zusammengeklebt mit Kitsch und unglaublich kindischen Protagonisten

Perfect Mistake
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Adele war schon sieben Jahre nicht mehr Zuhause. Damals hat sie sich vor ihrem besten Freund und Mitarbeiter ihres Vaters lächerlich gemacht. Sie war jung und dumm und diese Sache hat ihr das Herz gebrochen. ...

Adele war schon sieben Jahre nicht mehr Zuhause. Damals hat sie sich vor ihrem besten Freund und Mitarbeiter ihres Vaters lächerlich gemacht. Sie war jung und dumm und diese Sache hat ihr das Herz gebrochen.
Jetzt ist sie zur Hochzeit ihres Vaters angereist und muss in dieser Zeit bei Pete wohnen, dem Mann, um den es bei dem Vorfall ging. Er trägt ihr das was geschehen ist noch immer nach und ist echt ein A... ihr gegenüber. Trotzdem reagiert er immer wieder eifersüchtig. Es funkt gewaltig zwischen ihnen, aber es steht ihnen auch vieles im Weg.


Ernsthaft?! Dieses Wort habe ich mindestens 1000 Mal bei diesem Buch ausgerufen. Mal frustriert, mal genervt, mal wütend. Die Leseprobe des Buches ist so gut! Der erste Satz gehört für mich zu den besten, die ich je bei einem Liebesroman habe lesen dürfen, aber danach geht es nur noch abwärts.
Anfangs denkt man sich, ja gut, da ist Groll – wenn auch unbegründet –, da sind verletzte Gefühle, aber immerhin ist Pete 40 und Adele 25 also dürften sie das bald wie erwachsene klären. Falsch gedacht. Die beiden führen sich auf wie kleine Kinder. Keifen einander an, benehmen sich unmöglich, sind eifersüchtig aber tun so als seien sie es nicht und als würde das jeweils umtriebige Sex-Leben des anderen sie total kalt lassen.

Das Buch folgt leider den gängigen Klischees und auch der Aufbau entspricht dem, was mich an so vielen New Adult Romanen stört. Es werden unnötige Dramen eingebaut und ständiges hin und her.
Pete ist 40 und führt sich auf wie 16, Adele ist 25 und erinnert mich oft an eine 13-jährige. So wie sie Pete anhimmelt, das nervt wirklich. Sie tut taff, aber kaum ist er in ihrer Nähe geht es nur noch darum, wie heiß er doch ist und dass sie ihn nicht haben kann.

Das Buch ist komplett aus Adeles Sicht geschrieben und springt immer wieder zwischen Gegenwart und gemeinsamer Vergangenheit. An sich keine schlechte Idee und wenigstens wird immer deutlich, in welcher Zeit man sich befindet, aber durch die Rückblenden wird meiner Meinung nach nur unterstrichen, dass sich Pete damals wie heute wie ein A... benommen hat. Er tut so, als hätte Adele sich ihm damals an den Hals geworfen, ohne, dass er je ein Signal ausgesandt hat, dass sie glauben lassen könnte, dass er ihre Gefühle erwidert. Und das stimmt einfach nicht. Das halbe Buch lang entschuldigt sich Adele für das, was damals passiert ist, dabei hat er Signale gesandt, die durchaus darauf hindeuteten, dass er Gefühle für sie hat. Gut, ihre Idee war nicht sehr clever oder durchdacht, aber dennoch ist Petes Getue übertrieben.

Die Erklärung, die dafür geliefert wird, ist wieder ein Klischee und mich nervt sein Verhalten einfach nur. Beide gehen mir ernsthaft auf die Nerven. Denkt euch die kitschigste, klischeehafteste Teenie-Liebeskomödie aller Zeiten, dieses Buch ist schlimmer, vor allem, weil beide formal keine Teenies mehr sind, sich aber weniger erwachsen und reif benehmen als diese.

Ich meine, Pete verhält sich wie ein bockiges Kind! Adele hat die Sache damals direkt aufgeklärt und dazu gestanden, warum also noch immer darauf herumreiten? Aber nein, er führt sich auf, als hätte sie ihm im viktorianischen England eine Ehefalle gestellt und ihn zu lebenslanger Knechtschaft gezwungen, mindestens! Ich habe mich da so drüber aufgeregt! Er behandelt sie wie ein A... und sie schmachtet – das ist doch nicht zu fassen! Am Anfang war Adele eine taffe, schlagfertige Frau, aber schon nach wenigen Kapiteln ist sie ein sabbernder Teenie, der den Schwarm quasi ständig anbettelt mit ihr zusammen zu sein.


Fazit: Mich hat das Buch echt wütend gemacht. Ich habe immer wieder Pausen machen müssen und war mehr als einmal nah dran es abzubrechen. Dieses Buch besteht im Prinzip aus aneinandergereihten Klischees, zusammengehalten von viel Kitsch und Protagonisten die jeden Teenager reif und erwachsen wirken lassen.

Ich bin von diesem Buch leider sehr enttäuscht. Es bekommt von mir 1,5 Sterne und die auch nur wegen des tollen Anfangs und der vereinzelten netten Szenen.

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Veröffentlicht am 23.12.2019

Wären die Kritikpunkte nicht gewesen, wäre das Buch so gut!

Blind
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Vorab ein paar Worte zur Gestaltung: Das Cover, der Buchrücken und die Rückseite des Buches sind immer jeweils oben und unten von den Ecken ausgehend rau. Das finde ich gerade bei diesem Buch richtig toll. ...

Vorab ein paar Worte zur Gestaltung: Das Cover, der Buchrücken und die Rückseite des Buches sind immer jeweils oben und unten von den Ecken ausgehend rau. Das finde ich gerade bei diesem Buch richtig toll. Blinde müssen sich ja z.B. beim Lesen auf ihren Tastsinn verlassen mit der Blindenschrift. Ich finde es super, dass man also bei diesem Buch mit einem blinden Protagonisten auf dem Cover, Buchrücken und der Rückseite so viel ertasten kann.
Zudem muss ich bei diesem Buch die Schriftgröße loben, die ich als sehr angenehm empfand. Das Buch ist ein Softcover, sprich ein größeres Taschenbuch und dass hier auf eine größere Schrift gesetzt wurde finde ich einfach ganz toll. Das macht das Lesen gleich viel angenehmer.


Nathaniel ist blind und eigentlich kommt er sehr gut zurecht, bis auf kleinere Schwierigkeiten. Doch es gibt Hilfsmittel, das wichtigste ist seine eigenwillige Blindenhündin und ein anderes, dass er liebgewonnen hat ist die App „Be my eyes“, über diese App werden Blinde mit Sehenden über Videochat verbunden und können sich deren Augen „leihen“. Nathaniel wird über die App mit der hochschwangeren Carole verbunden, die er um Hilfe bittet ein bestimmtes Hemd für das Geburtstagsessen mit seiner ehemaligen Pflegemutter zu finden. Sie unterhalten sich noch kurz, doch dann hört Nathaniel einen schrecklichen Schrei, einen Aufprall und ein schleifendes Geräusch, dann ist die Leitung tot. Er ist sich bald sicher: Carole ist etwas passiert! Er kontaktiert die Polizei, doch niemand will ihm glauben. Doch er ist Caroles einzige Chance, also setzt er alle Hebel in Bewegung, um selbst nach ihr zu suchen.


Ich fand Carole und Nathaniel total sympathisch! Die Situation muss schrecklich sein für beide. Doch ich kann ihn nur bewundern, dass er dranbleibt, fest davon überzeugt, dass etwas passiert ist.

Was mich allerdings extrem gestört hat, war das Verhalten der Polizei. Nathaniel schleppt immer mehr Beweise an, mit Hilfe seiner Reporter-Bekannten Milla, doch der Ermittler, der sogar mit Milla zusammen ist, weigert sich sie ernst zu nehmen. Schlimmer noch, er hält Nathaniel für verrückt und gefährlich. Ich meine wie blöd ist dieser Mann?! Ich habe mich sehr über ihn aufgeregt.

Die Handlung machte wirklich Sinn, bis kurz vor Schluss, da wurde es für meinen Geschmack zu abstrus. Mir ist die Wendung / Auflösung zu sehr an den Haaren herbeigezogen bzw. konstruiert. Ebenso, wie die Verbindung zu einem anderen Fall. Plötzlich hängt alles irgendwie zusammen und so viele Zufälle und Verbindungen kann es gar nicht geben, außer in einem 100 Einwohner-Dorf, aber nicht in einer Großstadt.

Wären diese zwei Kritikpunkte nicht gewesen, hätte dieses Buch wirklich gut sein können. So wird einfach zu viel an Enthüllungen, Verbindungen und abstrusen Entdeckungen in wenige Seiten gequetscht.

Was ich ebenfalls schade fand war das offene Ende. Ein Haupthandlungsstrang endet einfach so, ohne, dass man im Epilog oder so noch erfahren würde, wie das jetzt genau ausgegangen ist. Das regt mich wirklich auf. Ich fühle mich da wirklich wie in der Luft hängend.

Fazit: Das Buch ist die ersten 75-85% echt gut, doch dann gerät es aus der Spur. In meinen Augen hat die Autorin hier zu viel gewollt. Alle aufgemachten Handlungsstränge und genannten Polizeifälle sollten in zusammengeführt werden und zusammenhängen. Dadurch wird das leider alles unglaubwürdig und wirkt an den Haaren herbeigezogen und krampfig.
Zudem hat mich der Hauptermittler extrem genervt. Der stellt sich so dar, als sei er nicht nur unfähig, was an sich schon schlimm genug ist, sondern auch noch unwillig. Mich hat das wirklich wütend gemacht.
Wären diese Punkte nicht gewesen, hätte das Buch wirklich ein 5 Sterne Thriller sein können, so reicht es leider nur zu 3 Sternen.

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