Ein toller Roman über Liebe und Verlust
Flusslinien"Flusslinien" ist ein feinfühliger, melancholischer Roman, den ich erst gar nicht auf dem Bildschirm hatte. Durch die Überraschungspost des Verlages bin ich zu diesem Buchschatz gekommen. Die Autorin erschafft ...
"Flusslinien" ist ein feinfühliger, melancholischer Roman, den ich erst gar nicht auf dem Bildschirm hatte. Durch die Überraschungspost des Verlages bin ich zu diesem Buchschatz gekommen. Die Autorin erschafft auf eindrucksvolle Weise eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Alt und Jung sowie Trauer und Hoffnung.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei außergewöhnliche Charaktere: Margrit, die mit 102 Jahren in einer Seniorenresidenz auf das Ende wartet, sich aber jeden Tag in Erinnerungen verliert; ihre rebellische Enkelin Luzie, die mit ihrem Leben kämpft und in Tätowierungen Halt sucht; und Arthur, ein stiller Suchender, der nicht nur am Elbstrand mit seiner Metallsonde gräbt, sondern auch in der eigenen Vergangenheit. Über zwölf Frühsommertage hinweg entfalten sich ihre Geschichten und überschneiden sich auf atembaurebende Weise.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und voller Energie. Voller Wärme und einem Hauch Melancholie widmet sie sich drei wundervollen Protagonisten, welche den Leser*innen alle ans Herz wachsen werden. Besonders beeindruckend ist die Art, wie sie Erinnerungen schildert. Auch die aktuelle politische Lage findet im Werk von Hagena platz und wird emotional ausgearbeitet.
Die Erzählung verläuft dabei stetig wie ein Fluss. Ein Fluss der mal ruhig und mal wild sein kann. Der voller Geheimnis stecken, tief und flach, sowie gefährlich sein kann.
"Flusslinien" muss man einfach erleben. Ein Roman der das Herz berührt.