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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2020

Josef Kleins Eigenartigkeit

Der Empfänger
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Der Empfänger von der Autorin Ulla Lenze ist eine interessante Geschichte. Es ist das erste Mal, das ich etwas über die Deutschamerikaner während des Zweiten Weltkrieges lese.

Josef Klein wandert etwas ...


Der Empfänger von der Autorin Ulla Lenze ist eine interessante Geschichte. Es ist das erste Mal, das ich etwas über die Deutschamerikaner während des Zweiten Weltkrieges lese.

Josef Klein wandert etwas naiv nach New York aus. So richtig gelingt es ihm nicht, da richtig Fuß zu fassen. Da gerät er, ein Amateurfunker in die Fänge der deutschen Spionageringes.

Plötzlich ist es 1949 und er ist bei seinem Bruder Karl in Neuss. Man erfährt das er und viele Deutsche, Italiener und Japaner im Internierungslager war und dann abgeschoben wurde.
Die Geschichte wechselt in den Zeiten hin und her. In den Überschriften der Kapitel sind die Orte und Daten angezeigt.

Josef zieht weiter nach Südamerika.
Die Autorin hat fiktional das Leben ihres Großonkels erzählt. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm. Ihre Geschichte ist gut umgesetzt.


Veröffentlicht am 16.02.2020

Extrem mitreissend

Ein wenig Glaube
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„Ein wenig Glaube“ ist der dritte Roman den ich von Nickolas Butler gelesen habe.
Der Autor schreibt mit besonderem ruhigen Stil über das Leben im mittleren Westen der USA. Man spürt die Stimmung ...



„Ein wenig Glaube“ ist der dritte Roman den ich von Nickolas Butler gelesen habe.
Der Autor schreibt mit besonderem ruhigen Stil über das Leben im mittleren Westen der USA. Man spürt die Stimmung und ist gefesselt.

In diesem Familienroman geht es um Lyle und Peg Hovde. Ihre Tochter Shiloh, die den 5jährigen Sohn Isaac hat, macht ihnen Sorgen. Sie ist plötzlich gläubig geworden und ist in einer obskuren Kirche gefangen. Gerade in Amerika gibt es davon viele.
Der Glaube ist in dem Roman sehr dominierend.
Besonders Lyle nimmt es schwer, er fühlt sich machtlos. Er bangt um seinen Enkelsohn und er gibt nicht auf.
Die Personen sind mir fast alle sympathisch.

Der Autor zieht den Leser in seinen Bann. Man ist gefangen und will immer weiter lesen.

Veröffentlicht am 14.02.2020

Was für ein Alptraum.

Das Gerücht
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Der Debütroman von der britischen Autorin
Lesley Kara „Das Gerücht“ ist ein mitreißend geschriebenes Buch.
Joanna zieht mit ihrem 6jährigen Sohn aus London weg, da Alfie als Mischlingskind unter Anfeindungen ...


Der Debütroman von der britischen Autorin
Lesley Kara „Das Gerücht“ ist ein mitreißend geschriebenes Buch.
Joanna zieht mit ihrem 6jährigen Sohn aus London weg, da Alfie als Mischlingskind unter Anfeindungen leiden musste.
Aber in der Kleinstadt ist es auch nicht so leicht. Auf Anraten ihrer Mutter geht sie in den Bücherclub und freundet sich mit anderen Müttern an. Dann kommt das Gerücht auf, das in dieser Stadt eine Frau mit veränderter Identität lebt, die als Zehnjährige einen Jungen erstochen hat. Joanna sorgt dafür, das das Gerücht weiter getragen wird.

Die Autorin versteht es diese Geschichte unheimlich fesselnd zu werden. Sie lässt noch einiges an Dramatik einfließen. Der Schreibstil ist sehr gut und packend. Ich wurde in die Handlung hinein gesogen.

Der Roman bekommt von mir die volle Punktzahl und eine unbedingt Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 13.02.2020

Eine ruhige Geschichte

Das Gewicht der Worte
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Das Hörbuch „Das Gewicht der Worte“ von Schweizer Schriftsteller Pascal Mercier ist ein faszinierender Roman. Schon sein Roman Nachtzug nach Lissabon konnte mich überzeugen.
Das neue Werk wird von ...


Das Hörbuch „Das Gewicht der Worte“ von Schweizer Schriftsteller Pascal Mercier ist ein faszinierender Roman. Schon sein Roman Nachtzug nach Lissabon konnte mich überzeugen.
Das neue Werk wird von dem Schauspieler Markus Hoffmann einfach grandios aber gemächlich gelesen.

Simon Leyland spricht viele Sprachen. Von seinem Onkel hat er als Kind schon viel gelernt. Er übersetzt Romane und hat nach dem Tod seiner Frau deren Verlag geführt.
Dann heißt es, er habe einen Hirntumor, er verkauft den Verlag in Triest und zieht nach London in das Haus, das er vom Onkel geerbt hat. Sein neuer Nachbar wird sein Freund. Sie sind ein tolles Gespann.

Der Autor hat Simons Erinnerungen hin und her gehen lassen. Da geht es zwischen London und Triest hin und her. Seine Sprache ist wunderbar, auch er spielt mit den Worten, genau wie sein Protagonist..
Dieser philosophischer Roman hat mir gut gefallen.





Veröffentlicht am 12.02.2020

Freundinnen mit Ecken und Kanten

Was wir sind
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Die Autorin Anna Hope erzählt in ihrem
Roman „Was wir sind“ von 3 Frauen, die Mitte 30 sind, Hannah, Cate und Lissa.

Seit der Studentenzeit sind sie Freundinnen.
Jahre später haben sich ihre Perspektiven ...


Die Autorin Anna Hope erzählt in ihrem
Roman „Was wir sind“ von 3 Frauen, die Mitte 30 sind, Hannah, Cate und Lissa.

Seit der Studentenzeit sind sie Freundinnen.
Jahre später haben sich ihre Perspektiven verändert. Die Drei erzählen abwechselnd diese Geschichte aus ihrer Sicht. Hannah versucht verzweifelt schwanger zu werden. Cate hat einen kleinen Sohn, den sie liebt, aber der all ihre Kraft kostet. Lissa ist Schauspielerin, die erst spät merkt, das ihre Mutter sie doch liebt.
Es ist ein Roman über Liebe, Vertrauensbrüche und Verzeihen.

Die Autorin schreibt gekonnt , spritzig unterhaltend und einfühlsam.
Es ist ein Roman der mich fesseln konnte. Deshalb möchte ich ihn gerne empfehlen.