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Veröffentlicht am 16.04.2026

Deutsch Türken

Ein Ort, der bleibt
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Ein Ort, der bleibt, ist ein Roman aus der Feder von Sandras Lüpkes.
Der Roman ist in zwei Zeitebenen geteilt, einmal in der Zeit ab 1933 und dann in der heutigen Zeit.
Die Peronen aus der alten Zeit ...



Ein Ort, der bleibt, ist ein Roman aus der Feder von Sandras Lüpkes.
Der Roman ist in zwei Zeitebenen geteilt, einmal in der Zeit ab 1933 und dann in der heutigen Zeit.
Die Peronen aus der alten Zeit haben fast alle gelebt.
Die heutige Zeit hat die Autorin frei erfunden.
Ich hatte bis jetzt noch nicht gewusst, das Atatürk verfolgte Personen nach Istanbul kommen lies, um junge Türken zu unterrichten.
Alfred Heilbronn war Botaniker in Münster. In Istanbul gründete er einen Garten mit alten Pflanzen, den er mit seinen Studenten bearbeitete. Wenn irgendwo eine seltene Pflanze entdeckt wurde, wurde sie gerettet und in den Garten gesetzt. Allerdings hatte Alfred Heilbronn auch viele Samen mitgebracht und versucht sie zu integrieren.
Die Emigranten konnten sich aber nicht sicher fühlen, denn es lebten auch viele Nazis in der Türkei.
Heute ist Inken als Assistentin nach Istanbul geflogen. Sie sollen untersuchen, ob der vergessene Garten abgerissen und bebaut werden kann.
Die Konflikte von der einen und der anderen Zeit sind brillant gelöst.
Die Autorin hat mit diesem Roman wieder ein beeindruckendes Werk geschaffen.

Veröffentlicht am 16.04.2026

Mysteriös

Räume zum Verschwinden
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Räume zum Verschwinden, ist ein mythischer Roman von Stuart Nadler. Nach dem Klappentext hatte ich mir etwas anderes versprochen.
Es ist eine jüdische Familiengeschichte, die bis heute spielt.
Man erfährt ...



Räume zum Verschwinden, ist ein mythischer Roman von Stuart Nadler. Nach dem Klappentext hatte ich mir etwas anderes versprochen.
Es ist eine jüdische Familiengeschichte, die bis heute spielt.
Man erfährt von den Gretel und Verlusten. Das wird für alle zu einem Trauma. Ich dachte immer, das solche Erlebnisse schwer zu überleben ist.
Stuart Nadler lässt die Personen besonders eindrucksvoll erzählen.
Man weiß nur manchmal nicht, ob die Personen realistisch sind, oder Geister. Das ist etwas schwierig.
Der Autor schreibt das alles mit Gefühl.
Der Roman ist auf jeden Fall lesenswert und ich möchte ihn gerne weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 16.04.2026

Humorvoll

Mirabellentage
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Martina Bogdahn hat es wieder geschafft, mit Mirabellentage, einen wunderschönen Wohlfehlroman geschrieben. Schon mit Mühlensommer konnte sie mich wieder begeistern.
Diese Geschichte ist in Blumnfeld ...



Martina Bogdahn hat es wieder geschafft, mit Mirabellentage, einen wunderschönen Wohlfehlroman geschrieben. Schon mit Mühlensommer konnte sie mich wieder begeistern.
Diese Geschichte ist in Blumnfeld angelegt.
Der Pfarrer Josef stirbt plötzlich und unerwartet. Sein Haushälterin Anna ist sehr traurig. Josef kannte sie schon aus ihrer Kindheit.
Am Tag der Beerdigung kommt der neue Pfarrer. Er ist ein junger Mann, der von einer Hallig stammt.
Er spricht nur platt, das kann ich nicht glauben. In der Schule und während des Studiums hat er garantiert Hochdeutsch gelernt. Gut, das ist für die Geschichte eben ziemlich witzig.
Um den letzten Wunsch Josefs zu erfüllen, muss sie an die Nordsee fahren. Sie hat seit über dreißig Jahren den Führerschein, ist aber nie gefahren. Da sucht sie ihren alten Fahrlehrer, der ihr Fahrstunden geben soll.
Das Ganze ist humorvoll geschrieben, so wird das ein schönes Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 16.04.2026

Familie Lieber

Bis die Bären tanzen
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Bis die Bären tanzen, ist ein Familienroman des Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler.

Er beschreibt eine Familie, die 1914 die Schweizer Staatsangehörigkeit beantragt. Es gibt vier Kinder. Von ...



Bis die Bären tanzen, ist ein Familienroman des Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler.

Er beschreibt eine Familie, die 1914 die Schweizer Staatsangehörigkeit beantragt. Es gibt vier Kinder. Von jedem gibt es eine Lebensgeschichte.
Isabell zieht mit ihrem Mann nach Brasilien. Nach seinem Tod zieht sie nach Tasmanien.
Annabel wohnt auch in Tasmanien.
Jacob ist Kunstturner. Da er sonst keine Arbeit findet, arbeitet er in einem Zirkus.
Elfriede heiratet einen Schweitzer, der es versteht, mit seiner Erfindung Geld zu scheffeln.
Am Schluss ist Friede mit Zweiundneunzig Jahren gestorben.
Eigentlich wollte sie noch nach Tasmanien fahren, weil Bell ihre Jugendliebe Baron heiratet.
Das übernimmt jetzt ihr Sohn.
Das hat der Autor ganz gut gestaltet.
Nach anfänglichen Problemen, kam ich dann gut in die Geschichte hinein.
Ich kann dem Roman eine gute Leseempfehlung geben.


Veröffentlicht am 14.04.2026

Freundschaft

Der Sommer, der uns blieb
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Der Roman, Der Sommer, der uns blieb, von der Schriftstellerin Greta Herrlicher ist in einem wunderbaren Ton geschrieben.
Er besticht durch die wechselnden Perspektiven.
In der Schulzeit sind Britta, ...



Der Roman, Der Sommer, der uns blieb, von der Schriftstellerin Greta Herrlicher ist in einem wunderbaren Ton geschrieben.
Er besticht durch die wechselnden Perspektiven.
In der Schulzeit sind Britta, Pia und Martin befreundet. Britta ist die Schüchterne und wohlbehütete. Pia ist die Wilde, die auf Geschwister aufpassen soll, die Mutter ist Alleinerziehende.
Martin hat mit acht Jahren den Vater verlioen, seine Mutter bestimmt sein Leben.
In der Jugend gibt e ein paar Eifersüchteleien.
Dann verschwindet Pia und für die anderen geht es auch getrennt weiter.
Nach zwanzig Jahren erscheint Pia wieder, sie ist todkrank und hat eine Überraschung parat.
Auch Britta kommt wieder, weil ihr Vater dement wird und nicht mehr alleine Leben kann.
Martin ist nie weg gewesen, er leitet gemeinsam mit der Mutter eine Firma.
Die Autorin hat den Dreien besondere Charakter verpasst.
Dann lässt sie das Ganze, zwar traurig, aber mit Hoffnung enden.