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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Einfach prima

Frank & Red
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Matt Coyne hat mich mit seinem Roman, Frank & Red, begeistert.
Erst dachte ich ja, na ja, so etwas gab es Ja schon öfter.
Aber dieser Roman ist gut dargestellt.
Da gibt es zwei Personen mit unterschiedlichen ...



Matt Coyne hat mich mit seinem Roman, Frank & Red, begeistert.
Erst dachte ich ja, na ja, so etwas gab es Ja schon öfter.
Aber dieser Roman ist gut dargestellt.
Da gibt es zwei Personen mit unterschiedlichen Problemen.
Franks Frau ist an Krebs gestorben und mit seinem Sohn ist er zerstritten. Er geht nicht mehr aus dem Haus.
Dann gibt es neue Nachbarn. Der sechsjährige Red und seine Mutter ziehen ein und Red bekommt ein Trampolin.
Reds Eltern haben sich scheiden lassen und seine Mutter zieht mit ihm um.
Das heißt das er in eine neue Schule muss. Da tut er sich schwer Freunde zu finden.
Red ist ein netter kleiner Kerl.
Der Autor hat diese beiden Personen besonders gut getroffen.
Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es weiter empfehlen.


Veröffentlicht am 29.06.2025

Gutes Debüt

Sunbirds
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Penelope Slocombe hat mit ihrem Roman, Sunbird, ein poetisches Debüt geschaffen.
Man wird eingefangen in die Suche Annes in Indien. Ihr Sohn Torran ist mit achtzehn Jahren nach Indien aufgebrochen und ...



Penelope Slocombe hat mit ihrem Roman, Sunbird, ein poetisches Debüt geschaffen.
Man wird eingefangen in die Suche Annes in Indien. Ihr Sohn Torran ist mit achtzehn Jahren nach Indien aufgebrochen und seit sieben Jahren sucht Anne jetzt dort ihren Sohn.
Der Roman ist perfekt gestaltet. Immer wieder kommt eine andere Person zu Wort. So erfährt man das ganze aus verschiedenen Perspektiven.
Torran hat mich geärgert. Es ist gemein, die Eltern so im Ungewissen zu lassen. Er hätte ja ab und an mal ein Lebenszeichen schicken können. Annes Suche wird immer beschwerlicher.
Das Ende findet ein erstaunlichen Abschluss. Da versteh ich Anne auch nicht.
Die Autorin hat alles wunderbar zusammen gefügt.
Indien hat sie total gut beschrieben. Das die Hippies in Indien ihren Treffpunkt hatten wusste ich ja, aber das so viele dort geblieben sind nicht.

Es war eine Poetische Lesereise.

Veröffentlicht am 25.06.2025

Interessanter Lebensweg

Psychopompos
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Psychopompos, ist wieder ein Roman, von Amelie Nothomb, der auf eigene Erlebnisse zurückgeht.
Sie erzählt besonders eindrucksvoll, von den vielen Umzüge der Familie. Der Vater ist Konsul, die ersten ...



Psychopompos, ist wieder ein Roman, von Amelie Nothomb, der auf eigene Erlebnisse zurückgeht.
Sie erzählt besonders eindrucksvoll, von den vielen Umzüge der Familie. Der Vater ist Konsul, die ersten Lebensjahre der Autorin sind in Tokio. Der Umzug nach China, war schon ein Kulturschock. Dann geht es weiter in mehrere Gebiete.
Sie und ihre Schwester erleben diese Wechsel, das eine Zerrissenheit entsteht.
Die Autorin schreibt das wunderschön. Nur die mythologischen Szenen lagen mir nicht so.

Alles in Allem ist es wieder ein interessanter Familienroman.

Veröffentlicht am 17.06.2025

Bucky auf Reisen

Strandgut
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Benjamin Myers lässt in seinem Roman, Strandgut, wieder das Leben seines Protagonisten erzählen.
Das hat er poetisch mit Humor und interessanten Dialogen gemacht.
Bucky ist siebzig Jahre alt. Er ist ...



Benjamin Myers lässt in seinem Roman, Strandgut, wieder das Leben seines Protagonisten erzählen.
Das hat er poetisch mit Humor und interessanten Dialogen gemacht.
Bucky ist siebzig Jahre alt. Er ist seit einem Jahr Witwer, das macht ihm sehr zu schaffen.
In seiner Jugend war er Musiker. Jetzt wird er nach England eingeladen. Dort sind seine paar Lieder der Hit.
Er ist von Schmerzen geplagt, die nur mit starken süchtig machenden Medikamenten zu ertragen sind.
Die vergisst er im Flugzeug und macht jetzt einen kalten Entzug und trinkt jetzt um so mehr.
Es gibt viele Erinnerungen Buckys an seine Kindheit und
sein Leben mit seiner Frau.
Das hat der Autor gut hinbekommen. Ich verstehe Buckys Benehmen nicht immer so richtig, ich bin eben kein Mann. Bucky gibt ja selbst zu, das seine Frau, das Alleinsein besser hinbekommen hätte.

Der Roman liest sich ruhig und wird nicht langweilig.
Eine schöne Lektüre über das Älter werden.


Veröffentlicht am 28.05.2025

Kinderverschickung

Am Meer ist es schön
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Der Roman Am Meer ist es schön, von Barbara Leciejewski hat ein schönes idyllisches Cover.
Deshalb wollte ich es auch lesen. Allerdings ist der Inhalt meist traurig.
Es wurde ja schon viel bekannt, wie ...



Der Roman Am Meer ist es schön, von Barbara Leciejewski hat ein schönes idyllisches Cover.
Deshalb wollte ich es auch lesen. Allerdings ist der Inhalt meist traurig.
Es wurde ja schon viel bekannt, wie brutal diese Verschickungen waren.
In dieser Geschichte leidet die fast sechzigjährige Susanne immer noch an Alpträumen.
Ihre Eltern hatten ihr damals nicht geglaubt, das sie so eine schlimme Zeit hatte.
Jetzt fünfzig Jahre später liegt ihre Mutter im Sterben.
Da bittet die Mutter Susi um Entschuldigung und will die ganze Erinnerung wissen.
So gibt es jetzt zwei Zeitebenen, einmal 1968 und dann 2018.
Das ist von der Autorin sensibel und bewegend berichtet.
Es ist erschütternd, das es so Vielen Kindern passiert ist.
Die Eltern haben sich gefreut, das ihre Kinder mal ans Meer oder auch woanders hin konnten.
Wenn sie wirklich erführen was ihre Kinder erdulden mussten, waren sie nicht in der Lage, etwas zu unternehmen, oder einige glaubten es einfach nicht.
Der Roman ist gut erzählt und man kann ihn gerne lesen.